Burro di Ginepro

Wacholderbeeren
Wacholderbutter. Schade, dass der Wacholder oft nur in Wildgerichten verwendet wird. Im Ristorante Passerini in Chiavenna wird Wacholderbutter als Beilage zum Brot serviert. Eine Köstlichkeit, an der ich mich satt essen könnte. Schmeckt auch als Aroma-Butter zu kurz-gebratenem Fleisch. Und zwar zu jeder Jahreszeit.
Im Engadin findet man im Herbst genug dieser Wildfrüchte. Ich habe wieder fleissig davon gesammelt und sie eingefroren. Erstaunlicherweise waren die Beeren in der höchsten Lage (Muottas-Muragl ob Pontresina) vollreif, fast angetrocknet, während sie im Tal meist noch grünlich-violett waren. Höhensonne ? Die Wacholderbutter kann man aber auch mit getrockneten Beeren machen. Wacholderbutter hört sich ja recht banal an, ich hab aber einige Versuche gebraucht, bis mir eine wohlschmeckende Rezeptur gelungen ist. zum Rezept Burro di Ginepro weiterlesen

CH-7500 St. Moritz: Berkel Aufschnittmaschine

Berkel Aufschnittmaschine Erste Station meiner Reisen im Grenzland. (Näheres siehe hier).

Zu St. Moritz Dorf fällt mir nichts ein. Ein grässlicher, zuschanden gebauter Unort. Spielball der Immobilien-, Hotelburgen-, Finanz- und Baulobby. Die einzige Sehenswürdigkeit die mir gefallen hat: die Berkel-Aufschnittmaschine in der Metzgerei-Boutique Hatecke in St. Moritz. Einer Filiale des Unterengadiner Edel-Wurst-Metzgers. ich hab über seine Würste hier schon berichtet. Die Berkel: Ein Wunderwerk der Fleischschneidetechnik. Neid. Gedreht wird am Schwungrad am linken Bildrand. Dann bewegt sich der Wagen automatisch mit. Das müsste man filmen. Als Trost hab ich mir 3 Salsize mit nach Hause gebracht.

Den Rest von St. Moritz kann man vergessen. (Das Engadinermuseum, das Segantini-Museum und die Landschaft um den Ort herum lassen wir mal beiseite).

Leid tut mir Frau L.: Der schöne Regenmantel in einer Edelboutique hätte ihr gefallen. Antwort auf die Frage nach dem Preis:  7500 Fr (fast 5000 Euro). Frau L., die sonst allzeit bekennende Missoni-Liebhaberin, leicht geschockt: wie bitte ? Antwort der Verkaufsdame: „Das ist ein Donna Karan-Mantel !!!!!! „. Begleitet von einem vernichtenden Blick auf unsere Wanderbekleidung. Ab.
Das Zweitschönste an St. Moritz: die endlos lange, unterirdische Rolltreppe, mit der man vom Dorfkern wieder zur Tiefgarage fährt. Die Benützung der Rolltreppe ist gratis. Nochmals rauf, rechtsumkehrt, dann wieder runterfahren, das beruhigt. Nichts wie weg hier. Lieber Herr Kurdirektor: St. Moritz ist nichts für uns. Das liegt vielleicht an uns. Und Rolltreppenfahren kann man auch anderswo.

Veredelung von Saucen: Ein Nachmittag im Kirschensturm

Saucenkurs

Nach dem Grundkurs „Fonds“ habe ich kürzlich den Saucenkurs der Kochschule Kirschensturm von Lucas Rosenblatt besucht. Wiederum ein lohnender Tag. Auf Basis vorhandener Fonds wurden einige typische Saucen-Ableitungen hergestellt: Ölsauce, Vinaigrette, Buttersauce, Buttermischung, Weissweinsauce und zwei dunkle Saucen. Lucas Rosenblatt arbeitet derzeit an seinem „Lebenswerk“, einem Saucenbuch, das Ende Jahr auf den Markt kommen wird. Samstag 1. März 2008 steht ein Fleischkurs auf dem Programm, auf den ich mich heute schon freue. Vielleicht wird doch noch ein Koch aus mir. Bilder der gekochten Gerichte Veredelung von Saucen: Ein Nachmittag im Kirschensturm weiterlesen

Milly for president

Milly for presidentHeute ist in der Schweiz Wahltag. Wir wählen keinen Präsidenten, nur die Mitglieder der Nationalrats-Bundestags-Assemblée-nationale. Überall im Kanton Aargau begegne ich der Propaganda dieser Dame. Ich kenne sie nicht. Ich kenne ihre Partei nicht. Aber sie würde meine Stimme kriegen, wäre ich dort wahlberechtigt. Meine Frühstücksmilch brennt mir jede Woche ein- bis zweimal an. Blogverursacht. Ich erwarte von ihr eine politische Lösung meines Problems.

Grenzland

Grenzland Veltlin Bergell Valposchiavo

Stationen einer Reise durch südliche Alpentäler der Schweiz und Italiens. In den folgenden Wochen werde ich in unregelmässiger Folge über meine Impressionen berichten und dazu ein paar lokale Gerichte nachkochen. Nicht mehr als etwa 5-10 posts. Stay tuned.

Annäherung an eine Landschaft, kulturell und kulinarisch, bedeutet für mich immer zuerst Annäherung an deren Geschichte. Das Veltlin war zwischen 1512 bis 1798 graubündnerisches Gebiet. Ein Spielball europäischer Machtpolitik, wechselnder Allianzen und von Gewalt. Interessant. Geschichte, aus der man lernen kann über das Verhalten der Menschen. Leider ist nur niemand bereit, aus der Geschichte Lehren zu ziehen, war es niemals.  Grenzland weiterlesen

Kartoffelpüree mit Rosmarinmilchschaum

Kartoffelpuree mit Beilagen

Kartoffelpüree aus den restlichen blauen Vitelotte Kartoffeln, serviert im Glas, getoppt mit Rosmarinmilchschaum. Daneben Seezunge….Na ja. Die Kartoffeln müssen weg. Und die Seezunge ist morgen auch nicht mehr frisch. Frau L., bei uns normalerweise für Kartoffelpüree zuständig, will meine blauen Vitelotte-kartoffeln partout nicht anrühren, also muss ich diese halt selbst zu Brei zerstampfen. Hilfe kommt von Hedonistin in low budget cooking. Mit ihrem Rezept wird man glücklich und satt. Genau das möchte ich auch werden, wobei mein Ansatz eher auf der high budget cooking Seite lag und ich fremde (wie eigene) Rezepte nie in Ruhe lassen kann. zum Rezept Kartoffelpüree mit Rosmarinmilchschaum weiterlesen

Koch-blog für Geniesser. Rezepte. Gourmandisen. Hintergrundwissen