Stachys du knolliger Ziest

StachysWer vermutet, dass der Titel ein Zitat aus Richard Wagners Ring des Nibelungen sein könnte, liegt falsch. Letzte Woche habe ich bei meinem Gemüsebauern (meinem? nein, ich muss ihn mit andern teilen) die letzten Stachys dieser Saison gekauft. Stachys gehören zur Familie der Lamiaceae (kann man alles bei Wiki nachlesen) und werden in der Schweiz von ein paar alternativen Gemüsebauern angebaut. Ein etwas teures Gemüse mit zartem Geschmack, irgendwo zwischen Artischocken, Schwarzwurzeln und Kartoffeln. Stachys du knolliger Ziest weiterlesen

Fragole con salsa di lamponi

Fragole con salsa di lamponiDie letzten Dörrbirnen sind aufgegessen. Auf dem Markt gibt’s schön aussehende und duftende Erdbeeren. Bescheuert. Aber ich greife zu, 2 Monate später werden sie auch nicht besser sein. Kurze Schelte von Frau lamiacucina. Erdbeeren waschen und probieren. Die Erdbeeren schmecken… nach Gurken. Textur etwa wie Kohlrabi. Nur duften tun sie gut. Nach naturidentischem Aroma von Givaudan oder Haarmann-Reimer. Es bestätigt sich: Nichts bleibt ungestraft im Leben. Wir greifen wieder mal in die Notapotheke und retten die teuren Beeren mit einem Rezept für Erdbeeren, die zwar wie Erdbeeren aussehen, aber keine Erdbeeren mehr sind. Vermutlich könnte man damit selbst aus Kohlrabi ein tolles Dessert machen. Gute Erdbeeren gibt’s fast nur noch aus dem eigenen Garten. Richtige Sortenwahl vorausgesetzt. Dann schmecken sie am Besten „al limone“: wenig Zucker und etwas Zitronensaft. zur Notapotheke: Fragole con salsa di lamponi weiterlesen

Green Pea, Ham and Guinness Pie

Green or Irish This is my contribution to St. Pat’s Day. I am not sure whether my pie is sufficient green or even sufficient irish. I’m only sure about the Guinness. English is not my mother tongue, however, I’ll try it on a very simple recipe. We always have the necessary ingredients (including the Guinness) available at home, so the pie is prepared in very short time. Kind regards, Robert, Basle on the Rhein (Switzerland). Das Rezept ist so einfach, dass ich es nicht auf deutsch zurückübersetzen werde.

Green Pea Pie
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Tête de moine, das Pflichtenheft

Tête de moine

Tête de Moine (Mönchskopf) ist ein Halbhartkäse, der im Berner Jura aus unbehandelter Kuhmilch hergestellt wird. Seine Ursprünge liegen im 12. Jhdt. im Kloster Bellelay. Seit 2001 ist die Bezeichnung „Tête de Moine, Fromage de Bellelay“ als geschützte Ursprungs-bezeichnung (AOC) eingetragen. Tête de Moine wird nicht in Scheiben geschnitten, sondern hauchfein geschabt. Seit 1982 ist dazu die Girolle erhältlich, eine Art Kurbel, die in den Käse gesteckt wird und beim Kurbeln Rosetten aus fein geschabtem Käse herstellt. Die so vergrößerte Oberfläche lässt den Geschmack besonders zur Geltung kommen. (Auszug aus Wiki).

In letzter Zeit habe ich bei unsern Schweizer Grossverteilern schon mehrfach Tête de moine erwischt, der, sagen wir mal, an der Grenze des Pflichtenhefts des Bundesamtes für Landwirtschaft entlang produziert worden ist. Tête de moine, das Pflichtenheft weiterlesen

Malfatti

MalfattiEin Gericht aus der Emilia Romagna. Der Name Malfatti steht für «schlecht gemacht» oder «misslungen». Die Klösse sehen im Vergleich mit der schlanken Nudel-Konkurrenz tatsächlich klobig aus, schmecken aber wunderbar. In meinem Rezept sind sie neu interpretiert mit Salbei anstelle von Spinat. Die Idee zu diesem Rezept verdanke ich Maurizio Vanozzi (Ristorante Sinfonia, CH-8703 Erlenbach). Dort sind sie vorzüglich und immer auf der Speisekarte. In der Toskana soll es ein Restaurant geben, welches die Ricotta-Gnocchi ohne Mehl und Ei herstellen kann. Mit einer Presse. Da ich keine Presse besitze, hats bei mir Mehl drin, gut 5%. zum Rezept: Malfatti weiterlesen

Prof. Dr. Sauerbruch und der Spinat

Drei Zitate aus der Werbung für K-LIQUID Alfalfa, vertrieben durch das Zentrum für aktive Lebensenergie: liquidalfalfa

„Liquid Alfalfa ist das flüssige Licht aus dem konzentrierten Chlorophyll der Alfalfa-Blätter. Reine Biophotonen für jede Ihrer Zellen – zum Trinken !
… Heute sind Wissenschaftler mit Hilfe moderner Technologie in der Lage, das Chlorophyll aus Alfalfa-Blättern heraus zu ziehen und ein Konzentrat zu gewinnen.“

lamiacucina: Beeindruckend, was Prof. Sauerbruchs wissenschaftliche Epigonen alles können. Prof. Dr. Sauerbruch und der Spinat weiterlesen

Arance♥

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Mein Lieblingsdessert in der Orangen-saison. Daher das Herz im Titel. Es gibt keine einfachere, leichtere und bessere Zubereitung für Orangen. Das von mir nur wenig veränderte Rezept stammt von Marcella Hazan: Die klassische italienische Küche, Wilhelm Heyne Verlag, 1995, (Mazerierte Orangen-scheiben). Das Rezept ist so bescheiden, dass es leicht übersehen wird. Was die Mazeration der Orangen aber bewirkt, ist unglaublich, da entstehen neue Geschmackswelten. Ich lasse Gäste immer nach den Zutaten in diesem Dessert raten. Unglaublich, welch exotische Vorschläge da zusammen kommen. Arance♥ weiterlesen

Koch-blog für Geniesser. Rezepte. Gourmandisen. Hintergrundwissen