Schlagwort-Archive: Tomate

Insalata Antinori

Insalata Marchese AntinoriAn der Piazza degli Antinori in Florenz steht der prachtvolle Palazzo Antinori, ein Renaissance-Palast. Darin befinden sich die Zentrale des Antinori Imperiums, die Familien-Stadtresidenz und die Cantinetta Antinori. Hier kehrt man gerne ein, wenn man müde vom Erlaufen der Kunst, sich Mittags an einem kühlen Ort erfrischen will. Die Weine des Hauses Antinori (auch die besseren) werden glasweise ausgeschenkt. Renaissance und schönes Wetter machen durstig. Eines der kleinen Gerichte, die hier serviert werden, ist der Insalata nicoise. Wir haben ihn vor ein paar Jahren hier gegessen, für gut befunden und zuhause nachgemischt (was für einmal ein leichtes Unterfangen war). Seither gehört er zu unsern Sommerstandards. Ich habe ihn mit dem Namen des Hauses geadelt; schliesslich wird er ab und zu auch von Piero Antinori bestellt, wenn er gerade in seinem Stadtpalais zu wohnen geruht.  Zum Thema salade niçoise gibts noch die umfassende Zusammenstellung bei den Kochpiraten und den zeitlosen Gewinner von Blog-Event IV. Zum Thema Florenz:  Impressionen des bekannten italienischen foodblogs fiordizucca aus einseitig weiblicher Sicht. zum Rezept: Insalata Antinori weiterlesen

Tomatenschälen

TomatenschälerEs gibt sie noch, die unscheinbaren, witzigen Küchenhelfer. Eine Art Sparschäler, mit dem man locker Tomaten schälen kann. Ohne sie erst überbrühen zu müssen. Oder Paprika/Peperoni. Keine Inbetriebnahme eines Flammenwerfers nötig (wie bei Lea Linster). Kein Backen im Ofen und Befeuchten mit nassen Handtüchern (wie bei Johann Lafer). Keine Brandblasen an den eigenen Händen mehr (wie bei mir). Zudem ein Sparschäler, der wirklicht spart, obschon er nicht von der Firma SPAR, sondern von Betty Bossi vertrieben wird. Dort ist er zu haben, d.h. war zu haben. Er ist ausverkauft, d.h. im neuen, völlig überflüssigen Männerkochheft bossi ist er wieder zu haben. Komme da einer draus bei dieser umtriebigen Dame.

Ernsthaft: Funktioniert bei Früchten mit glatter, fester Oberfläche. Bei heftigen Ein- und Ausbuchtungen, wie etwa Ochsenherztomaten, wirds schwierig. Peperonis kann man je nach Verwendung noch überlisten, indem man sie entlang der Rundungen in Schnitze schneidet, so dass man mit dem Schäler rankommt.

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Gemüsespaghetti nach Leonardo da Vinci

Tomaten confiert

Marmandino TomatenDie Beiträge von claudia in foolforfood und im Tomatenblog über die MagiQo Wundertomate zum Wunderpreis von € 26.-/kg haben mich aus dem Winterschlaf aufgeweckt. Ich gehöre auch zu denen, die nicht warten können, bis es wieder gute Tomaten gibt. Jahrelang habe ich mich im Frühjahr mit den grün-roten, sardischen Costoluto-Tomaten über Wasser gehalten, diese sind aber heuer nicht nur grün, sondern derart unreif auf unsern Markt gekommen, dass ich keine mehr gekauft habe. Seit 3-4 Wochen bietet unser Grossverteiler COOP, dem ich sonst nicht immer ganz grün bin, die alte, sozusagen wiederentdeckte Sorte Marmande (eine französische Fleischtomate) an. Tomaten confiert weiterlesen

Tagliatelle con fave e spugnole

Tagliatelle con spugnole e faveDas schöne Rezept für die Morilles farcies aux fèves et poiraux des schweizerischen Spitzenkochs Gérald Rabaey (Restaurant le Pont de Brent, sein blog ist in meinem blogroll), hat mich dazu inspiriert, frische Morcheln mit Saubohnen zu kombinieren, jedoch stark vereinfacht ohne die Füllung mit Gänseleber. Aus der geplanten cassolette ist jedoch nichts geworden. Die Saubohnen (obwohl von mir im Supermarkt persönlich handverlesen) waren noch so klein, dass ich aus 800 g gekauften Hülsen am Schluss ganze 75 g grüne Kerne gewonnen hatte. Zuwenig für ein Mittagessen, aber fast halb so teuer wie die Morcheln. Also habe ich aus dem Gericht kurzerhand eine Beilage zu Tagliatelle gemacht und mit confierten Tomätchen ergänzt. Das Ganze hat uns jedenfalls sehr gut und sehr frühlingshaft geschmeckt. zum Rezept: Tagliatelle con fave e spugnole weiterlesen

Filets de rouget barbet sauce vierge

Rouget barbet sauceviergeVor ein paar Tagen haben wir im wiedereröffneten Restaurant Gotthard in Gurtnellen gegessen: Forellenfilets an einer witzigen sauce vierge. Die habe ich uns zu Karfreitag aus dem Geschmacks-Gedächtnis nachgekocht: Olivenöl, Zitrone, Pernod, Sojasauce, Koriander, Anis, Tomatenwürfel. Die sauce vierge existiert natürlich noch in hundert andern Variationen. Als Fischunterlage mussten zwei ganze, hübsche rougets herhalten. Im Einkaufstrubel der Ostertage hatte ich vergessen, den Fischhändler um das Entschuppen zu bitten, so durfte ich das erstmals selber machen. Ging aber überraschend leicht (Entschuppen wie das Aufkehren des Küchenbodens). Zum Gericht haben wir uns Riso Venere (schwarzer Reis aus Italien) gekocht. zum Rezept: Filets de rouget barbet sauce vierge weiterlesen

Filetes de lenguado „siete puertas“

Seezunge Siete PuertasSolefilets auf spanische Art, adaptiert nach einem Rezept der unvergessenen Marianne Kaltenbach aus dem Buch „Rezepte aus meiner Mühle“ (gemeint war ihr Ferienhaus, die Molino Mayola, eine Finca an der Costa Brava). Das Buch erschien 1979, in Handschrift geschrieben, als Faksimiledruck im Eigenverlag. Ich vermute, dass der Name „siete puertas“ von einem Restaurant gleichen Namens (Las Siete Puertas) stammt, das dieses Gericht geschaffen haben könnte. Fragen können wir sie leider nicht mehr. zum Rezept: Filetes de lenguado „siete puertas“ weiterlesen

Crespelle a strati con ragù alla bolognese

SchichttorteEine Schichttorte, gebaut aus Lagen von dünnen Pfannkuchen (Crespelle) mit Ragù alla bolognese und Besciamella dazwischen. Damit die Fleischtorte gut wird, müssen ein erstklassiges Ragù und gute Tomaten verwendet werden. Die Torte gibt etwas Arbeit, schmeckt aber himmlisch. Adaption eines Rezeptes von Marcella Hazan in: „Die klassische italienische Küche“, Wilhelm Heyne Verlag.

zum Rezept Crespelle a strati con ragù alla bolognese weiterlesen