Kartoffeln aus dem Tee-Ei

Kartoffeln in einem Tee-Ei? Was soll das?

Nein. Kein Kartoffeltee. Das Tee-Ei wird mit rohen Kartoffelspaghetti gefüllt, anschliessend frittiert.

Damit man sich die Finger nicht verbrennt, nehme ich eine Teezange. Kaffee-, Kombucha- und Kola-trinker werden sich fragen, was überhaupt eine Teezange ist: ein Tee-Ei aus zwei siebartigen Halbschalen am Ende eines zangenartigen Griffs. In das Tee-Ei werden normalerweise lose Teeblätter gefüllt, die man anschliessend in heissem Wasser ziehen lässt. Die umwelt- und geschmacksfreundliche Alternative zu Teebeuteln.


Frittiert man in den Tee-Eiern Kartoffel-Spaghetti, entstehen Kartoffelkugeln, die nicht nicht nur aussen, sondern durchgehend krachend knusprig sind. Ein wunderbarer Snack. Besser als Kartoffel-Chips. Doch mit Zeitaufwand verbunden.

Zutaten und Zubereitung

Gemüseschneider für feine, höchstens 2 mm dicke Gemüsespaghetti. Das braucht keine teure Maschine zu sein, ein billiges Handgerät aus Plastik reicht völlig aus.
idealerweise mind. 4 Teezangen, ohnehin ein Muss für eine Teerunde
mehligkochende Kartoffeln, (L.: Agria) 1 kleine Kartoffel für ca. 2 Kugeln

Frittieröl

(1) Kartoffeln schälen, zu feinen Spaghetti drehen, die Stärke der Kartoffel-Spaghetti in reichlich kaltem Wasser abspülen und die Spaghetti anschliessend auf einem Küchentuch gut trocknen.
(2) Spaghetti satt in beide Hälften der Teezangen stopfen. Indem man sie zu einem Knäuel aufwickelt oder ganz einfach in die Tee-Eier stopft. Das benötigt zwar etwas Geschick, aber das Tee-Ei verhält sich im Gegensatz zu einer Stopfgans eher ruhig.
(3) Frittieröl auf ca. 150°C erhitzen und die Zangen 2-3 Minuten vorfrittieren. Herausnehmen und kurz stehen lassen.
(4) Frittieröl auf 180°C erhitzen, die Zangen erneut fritieren, bis der Inhalt hellgelb erscheint. Hellgelb, nicht so dunkel wie mein erster Versuch!
(5) Zangen gut abtropfen lassen, öffnen, Kugeln rausnehmen und Salzen.

Kann 1 Tag im Voraus vorbereitet werden. Aufwärmen in der MW: Die Idee habe ich anlässlich eines Essens im vegetarischen Restaurant Zoe (Bern) aufgeschnappt (Dort als Teil eines amuse-bouche mit einem Tupfer Miso-Mayo obendrauf) und zuhause gleich nachgebacken. Im nächsten Beitrag werde ich zeigen, wofür ich die Kugeln verwenden will.

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