Weinrallye 16: Weingenuss im Restaurant

Weinkarte Offenangebot auf Damast
Weinkarte Offenangebot auf Damast

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Heute ist wieder Weinrallye, ein Tag, an dem von an Wein interessierten Weblogs über ein vorher bestimmtes Thema geschrieben wird. Das neue Thema ist nicht ganz trivial: was trinken wir im Restaurant ? Der event diesmal ausgerichtet durch Theo von Gumia.

Mir geht es vermutlich gleich wie vielen andern Weinfreunden: ich trinke am liebsten den Wein, der in der Gegend selbst produziert wird. Da mich meine Reisen ohnehin nie aus der klimatischen Zone, in der Wein wächst, hinausführen, ist das eine angenehme und praktische Regel. Gerne bestelle ich Weine im Offenausschank, das belastet das Autofahrergewissen weniger. Zudem verrät die Qualität der Offenweine viel über die Seriosität des Gasthauses und über das was nacher auf den Teller kommen wird. Viele Gaststätten offerieren heute auch Flaschenweine im Offenausschank, meist Deziliterweise, teilweise aber zu überrissenen Preisen. Was mir gut gefällt: auf den Tisch wird eine ganze Flasche gestellt, der Gast trinkt soviel er mag, danach wird mit Hilfe einer Messschablone der Stand in der Flasche und damit die konsumierte Menge ermittelt und verrechnet. Und wenn die Flaschenweine fair berechnet sind, bestelle ich durchaus auch ganze Flaschen in tiefer bis mittlerer Preislage und nehme den Rest mit nach Hause. Alte und teure Flaschen meide ich. Auswärts.

Gestern waren wir in La Sagne (im Kanton Neuchatel) in einem historischen, einfachen Gasthaus. Da waren es dann 3 dl leichter, angenehmer Neuenburger Pinot noir. Zu Kürbissuppe, Salat, Rindszunge an Kapernsauce mit Kartoffelstock. Einfach. Ehrlich. Gut. Passt.

Neuenburger Pinot noir, 3 dl, offen auf Papierset
Neuenburger Pinot noir, 3 dl, offen auf Papierset

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7 Kommentare zu „Weinrallye 16: Weingenuss im Restaurant“

  1. Die offenen Weine verraten wirklich viel. Wobei wir – sonst eher Rotwein-Trinker – dann öfters zu den weißen tendieren, da dort die Qualitätsunterschiede unserer Erfahrung nach, nicht so extrem sind.

  2. Das finde ich aber gelungen – ich hatte gestern die Kürbissuppe und sFrauli die Rindsspezialität in Essig und Öl also quasi Salat.

    Bei mir verwenden sie übrigens als Schablone immer leere Flaschen 😉

  3. Die Messschablone finde ich wieder sehr kleinlich!
    Abgesehen davon ist das bei uns „offiziell“ gar nicht erlaubt. Da müssen offen ausgeschenkte Weine (auch zu überzogenen Preisen!!) in Gläsern mit Eichung serviert werden.
    Was ich allerdings bei Sabathi letztens entdeckte, er füllt in halben (0,375 l) Flaschen aus. Das finde ich gerade für die Gastronomie sehr praktisch. Hoffentlich setzt sich das durch, denn eine Messlatte mag ich nicht am Tisch haben!

  4. Nathalie: die Auswahl ist meist auch beschränkter.

    @the rufus: eine recht grosszügige Abstufung.

    @entegut: ich bin Messlattenfan und hab sie sogar zuhause eingeführt. Das mir zugemessene Mass wird streng eingehalten und vermeidet Besäufnis und andere Folgeschäden 🙂

    @wolfhos: er stammt von Cave du Prieuré, Cormondrèche

  5. Spannender als Wein: Rindszunge an Kapernsoße. Welcher mutige Koch wagt sich an sowas? Mich hätte er damit sofort am Haken. Den Pinot kann ich mir dazu aber nicht so recht vorstellen.

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