Vor den Festtagen mache ich mir die Kocherei gerne etwas einfacher. Eine Fleischtorte mit Hackfleisch-Ragù-Füllung aus dem Tiefkühler. Dabei hat mir ein bezaubernder Backengel geholfen, der hat aus der einfachen Torte eine Prachtstorte gestaltet, dass mir beim Zuschauen fast schwindlig wurde. Da macht Backen Spass. So sah er aus, der Engel …ähm ?, die Engel …hmm ?, die Torte schmeckt warm und kalt. Ich konnte gerade noch die Rezeptur notieren, und weg war es, das Engel.
Hinter dem Türchen vom 24. Dezember des Kochtopf-Adventskalenders befindet sich übrigens ein Wettbewerb, zu dem alle Leser/innen herzlich eingeladen sind. Namhafte Sponsoren haben dazu schöne Preise gestiftet.
Der Wunsch: etwas typisch Baslerisches. Gar nicht so einfach zu erfüllen. Eine typische und eigenständige Basler Küche, trotz verzweifelter Versuche von Historikern und kochenden Journalisten eine solche herbeizuschreiben, gibt es nicht. Basel als Grenzstadt war immer von den Einflüssen der umliegenden Regionen (Elsass, Markgräflerland, Nordwestschweiz) geprägt. Heute eher von Döner-Kebap, Piadina, Sushi, Miso-suppen und den Mac’s. Aber lassen wir das. Ich mache eine Spezialität, die man heute kaum mehr findet: Basler Sunndigspaschteetli. Im 19. Jahrhundert in besseren Familien am Sonntag zubereitet. Die Confiserie Pellmont, welche sie bis vor etwa 2 Jahren noch hergestellt hatte, gibts nicht mehr. Ich habe kein Rezept gefunden, habe sie einfach aus Erinnerung und Phantasie gebacken. Ein Mini Kuchenboden aus Mürbteig, gefüllt mit einer Schinkenfarce mit etwas Curry, zugedeckt mit einem Blätterteigdeckel.