Deutsche Rieslinge 2007 in Zürich

Riesling Zürich2008
Zürich, 16. Mai 2007. Wie jedes Jahr ein Zusammentreffen mit der von Max Gerstl vertretenen Riesling-Winzerelite in Zürich. Gelegenheit sich ein eigenes Bild über den von vielen Seiten, auch von Berlinkitchen, als Superjahrgang gelobten Wein zu machen. 2001 war schon herausragend, danach folgten fast Jahr um Jahr gute bis sehr gute Weine. Unglaublich. Und nun 2007: Frühe Traubenblüte, ein eher kühler, eher nasser Sommer bremste den Vegetationsvorsprung wieder, gefolgt von einem guten Oktober. Das Lesegut konnte dadurch gesund und ausgereift eingebracht werden.

Was hier in der Limmat Hall ausgeschenkt wurde, war toll. Weine aus reifen Trauben mit eleganter, raffinierter Aromatik. Erstmals habe ich mich auch für die trockenen Rieslinge begeistern können. Heute kommt, anders als vor 10 Jahren, erstklassiges Traubengut in diese Weine. Das merke, mit etwas Verspätung, sogar ich 🙂 Anstelle langweiliger Weinbeschreibungen liste ich kurz auf, was ich mir in den „Warenkorb“ gelegt habe. Das Wort Korb in diesem Zusammenhang gefällt mir sehr gut, es verniedlicht das Ausmass der Bestellung in beruhigender Weise.

Meine Warenkorb darf nicht als Wertung verstanden werden, die Anzahl der vorgestellten Weine ist mittlerweile so gross, dass man einfach nicht mehr alles probieren kann, sich an Weine hält, mit denen man in der Vergangenheit schon gute Bekanntschaft geschlossen hat.

Weingut Keller: Westhofen Kirchspiel Grosses Gewächs
Weingut Keller: Westhofen Kirchspiel Spätlese GK
Weingut Wittmann: Westhofen Morstein Spätlese
Robert Weil: Spätlese
Christoffel: Ürziger Würzgarten Spätlese
Schloss Lieser: Brauneberger Juffer Sonnenuhr Spätlese
Schloss Lieser: Niederberg Helden Spätlese
Schloss Lieser: Niederberg Helden Auslese GK

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10 Kommentare zu „Deutsche Rieslinge 2007 in Zürich“

  1. Freut mich, dass auch dir die deutschen Rieslinge schmecken. Mit Weingut Keller hast du ja das Beste aus dem Rheingau ausgewählt, der Brauneberger Juffer lag auch bei uns schon im Keller.
    Rieslinge aus der Pfalz sind aber auch nicht zu verachten z. B. Weingut Bassermann Jordan oder Reichsrat von Buhl um nur die bekanntesten zu nennen.

  2. Mein Weißweinschwerpunkt liegt ebenfalls in der Pfalz. Tipp: Philipp Kuhn.

    Vor einigen Jahren war ich mal auf einer Veranstaltung auf dem Weingut Robert Weil. Das fand ich sehr affektiert und elitär.

  3. @Ursula: Aus der Pfalz wären Weine von Christmann, Gimmeldingen zu haben gewesen.

    @mipi: Eine Firma mit viel Export.

    @the rufus: noch nichts ausgeliefert.

  4. Da wäre ich gerne dabei gewesen. Ich bin schon lange ein echter Riesling-Fan. Anfangs war ich immer auf Mosel-Saar-Ruwer festgefahren, aber auch im württembergischen gibt es herausragende Winzer! Mein Favorit: Brodt aus Beilstein, immer prämiert, leider verkaufen die nur auf dem Gut und verschicken auch nicht.

  5. @rike: es gibt immer mehr gute Produzenten, weil sich bei Wein nur noch Qualität rechnet.

    @entegutallesgut: Nichts gegen einen Anschluss von Rhein-Mosel-Ruwer an die Schweiz. Noch gehört das Weingebiet aber nicht zu uns. Daher ist die schweizerische Riesling-Produktion marginal. Als Riesling-Fan wirst Du an die Österreichischen Rieslinge denken. Trinke ich weniger gerne, weil die oberen Qualitäten, zB. Smaragde, mir zu alkohollastig sind.

  6. Ich hätte erwartet, du sagst der Österreicher ist dir zu säurelastig, gibt es denn einen Riesling der unter 12,5 Vol% liegt? Das ist dann eher Gänsewein. 😉

  7. @entegutallesgut: die Deutschen haben 7.5-9%, dafür Restsüsse. Die einfacheren trockenen 11-12.5% Sommerweine, die einem bei Hitze nicht zudröhnen.

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