Servir et disparaître

Das Lebensmotto der alten Berner Patrizier (Dienen und Verschwinden) steht für einen diskreten Rückzug aus dem öffentlichen Leben nach vollbrachter Arbeit. In meinem Falle klingt das Zitat zwar als zu hoch gegriffen. Ich bin Arbeiter, kein Patrizier. Dennoch ist es Zeit, aufzuhören. 19 Jahre hab ich hier durchgehalten. Durch Höhen und durch Tiefen. Die Erkenntnis, dass die mir verbleibende Lebenszeit kürzer wird -ich bin 83 Jahre alt-, will ich positiv nutzen, andere Prioritäten setzen und bewusster leben. Bevor mir die Zeit unzeitig um die Ohren fliegt, höre ich mit dem Blog auf. Kurz: Vielen Dank an all jene, die mir bis heute die Lesetreue bewahrt oder mich immer wieder mal durch freundliche Zuschriften ermuntert haben, weiterzumachen.
Der Blog wird per 31. Mai 2026 definitiv geschlossen und ist danach ausnahmslos nicht mehr frei zugänglich. Alle für den werbefreien Betrieb des Blogs erforderlichen Abos, links auf Bilderclouds, email-adresse und technische upgrades sind gekündigt und laufen im Verlauf des Jahres 2026 aus.

Herzlich Robert Sprenger

3 Kommentare zu „Servir et disparaître“

  1. Ja, lieber Robert, ich verstehe deinen Entschluss, wenn auch mit Bedauern. 19 jahre sind eine lange Zeit, in der du uns allen mit viel Esprit, innovativen Zubereitungsarten und wunderbaren Rezepten stets eine Freude machen konntest.

    Alles ist vergänglich, alles hat ein Ende, alles wird aber auch immer wieder neu – so auch dein Lebensabschnitt ohne Blog mit neuen Herausforderungen und Plänen.

    Herzlichen Dank, dass ich dich durch die Jahre kulinarisch begleiten und so manch neuen Aspekt erfahren durfte.

    Herzlichst, Felix

  2. Lieber Robert,

    ich möchte mich bei Dir für die vielen Jahre der Inspiration und die damit verbundene Mühe und Kosten ganz herzlich bedanken. Samstags gehört es für mich zum Ritual Deinen Blog zu öffnen und zu schauen, welche Ideen, Impressionen und Erfahrungen Du mit uns teilst.

    Meist war es ja nicht nur das „was“ Du geschrieben hast sondern vor allem auch das „wie“ Du geschrieben hast. Immer interessant, meist humorvoll, stets hilfreich.

    Ich gehöre seit vielen Jahren zu Deinen treuen Lesern, auch wenn ich mich nur selten zu Wort gemeldet habe. Viele Deiner Rezepte haben mich immer wieder dazu verleitet sie nachzukochen, letzte Woche noch Dein Patatotto. Nicht immer sind sie mir auf anhieb gelungen, aber fast immer haben die Ergebnisse mir und der Familie ausgezeichnet gemundet.

    Auch Deine Reiseimpressionen waren immer wieder hilfreich, so zuletzt Deine Berichte über die Reise auf Sizilien. Für unseren Urlaub im selben Jahr habe ich viele gute Tipps entnehmen können und eine Reihe von Zielen haben auch wir angesteuert und waren immer wieder begeistert. Dein Bericht über Yayoi Kusama war der Impuls uns die Ausstellung hier in unserer Nähe in Köln anzuschauen und zu staunen.

    Und dieses Jahr stehen die Basel Tattoo auf dem Programm, nachdem ich letztes Jahr aus gesundheitlichen Gründen stornieren musste.

    Was soll ich sonst noch sagen: Es ist eine schlechte Nachricht am 1. Mai, dass Du Deinen Blog schließen möchtest, zumal wir alle jetzt nur einen Monat Zeit haben, dass für uns zu retten was uns interessiert und wichtig ist. Es geht damit eine inspirierende, im besten Sinne seriöse, (in dieser hektischen Zeit) unaufgeregte Quelle voller Substanz und Intellekt für viele Deiner treuen Leserinnen und Leser unwiederbringlich verloren. Das ist sehr, sehr schade!!!

    Aber Deinen Entschluss kann ich aus Deiner Sicht auch nachvollziehen und verstehe ihn.

    Lieber Robert, ich wünsche Dir und Frau H. alles erdenklich Gute, vor allem Gesundheit und noch viele spannende, aufregende sowie berührende Momente in Eurem gemeinsamen Leben.

    Danke für Alles!!!

    Liebe Grüße aus dem Rheinland in die Schweiz

    Gerd

  3. Lieber Robert,

    ich habe hier immer gerne mitgelesen, wenn auch eher kommentarlos in letzter Zeit – was und wie du schreibst, hat mich immer tief beeindruckt. Danke für alles und meine allerbesten Wünsche

    Susanne

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