Schlagwort-Archive: Gruselkabinett

Kulinarisches Gruselkabinett (3)

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Bremgarten, Dezember 2007.

Ein eindrucksvoller Vertreter der Bäckerzunft. Ausgemergelt, das Resultat kohlenhydratreicher Ernährung. Ob der Weg wirklich zu gutem Brot führt, bleibe dahingestellt. Wenn ich diesen Weg gehen wollte, würde ich wohl eher nach Geiersthal pilgern. Die schmuddlige Rückseite zeigt, warum der Kerl angekettet ist: wer ihm zu nahe tritt, kriegt eins mit dem Wallholz über den Schädel. Gemeingefährlich, solche Gesellen.

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Kulinarisches Gruselkabinett (2)

Gruselkabinett (2)
Oberalppass, Sommer 2007.

Dieser Herr ist wohl eher fürs mediterrane Fach zuständig. In der rechten Hand hält er so etwas wie eine Pizzaschaufel. Die linke Hand fehlt. Amputiert. Damit mag er vielleicht einmal eine Salamiwurst gehalten haben. Die hat ihm gewiss ein militanter Veganer abgeschlagen. Diese Leute reagieren auf Fleischentzug oft unberechenbar. Nur das Sandwich mit dem Salatblatt in der linken Schürzentasche irritiert mich.

Zuwachs für meine Kunstsammlung unter dem tag Gruselkabinett.

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Kulinarisches Gruselkabinett (1)

Gruselkabinett (1)Oberalppass Sommer 2007.

Kunst schafft neue Sichtweisen. Am Wegrand begegne ich immer wieder Statuen, Plastiken, Skulpturen, Kunstwerken, die mir durch überzeugende Gestaltung und ausdrucksvolle künstlerische Aussage aufgefallen sind. Sie werben meist für irgendetwas Essbares oder eine Fress-Stätte. Wobei Fress-Stätte für einmal wörtlich gemeint ist. Da sieht man kraftvoll hingeworfene Farben, eine formale Geschlossenheit des skulpturalen Aufbaus, wie zufällig hingeworfene Löcher im Käse. Durchdringend gestaltete künstlerische Expression ! Wozu sich an Vernissagen  die Ohren mit solchem Geschwätz vollschwurbeln lassen ? Am Strassenrand ist die wahre Kunst zu finden. Ein Dank an die Schweizer Restaurantbetreiber für die Pflege dieses Kulturguts.

Wäre ich jünger, würde ich die Kunstwerke einsammeln, ein Museum erbauen und sie darin ausstellen. Meldet sich jemand für die Führung des Museumsbistrots ? Allenfalls.

In dieser Reihe werde ich in loser Folge ein paar der vom PC-crash geretteten Köstlichkeiten aus meinem Kunstkabinett des kulinarischen Grauens vorstellen.

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Hier essen gut

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Oft verwittert, meist etwas angegammelt, strecken uns die lustigen Küchenchefs ihre Tafeln vors Auge. Die einen zwinkern uns kumpelhaft zu, andere winken uns imperativ mit dem Finger heran,  freundlich blicken sie allemal. Viele reden Klartext, einzelne verheissen in gebrochenem Deutsch südosteuropäische Tafelfreuden:  „Hier essen gut“, Humoristiker warnen uns gar mit: „Vorsicht, hier kocht der Chef“.
In geradezu philosophische Höhen schwang sich kürzlich die im Umbau befindliche, traditionsreiche Basler Gaststätte Schlüssel mit der Aufschrift: „Wegen zu geschlossen“.

Im einschlägigen Schilderhandel billiger zu haben wäre ein Hinweisschild, das in ganz Europa eingeführt ist, sich grafisch einfach und schnörkellos präsentiert und eine allgemeinverständliche Aussage vermittelt:
Gefahr Achtung Gefahr: Essen auf eigenes Risiko