Zucchine ripiene

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Ein Gemüsegratin aus gefüllten Zucchini. Die Füllung aus Ricotta mit Kräutern und Bergkäse. Das ausgekernte Zucchinifleisch gibt der Tomatensauce Bindung. Wenig Sardellen liefern der Sauce die Würze. Keine verbleibenden Gemüseresten. Auch keine Gratinresten, der wurde von uns gleich aufgegessen. Ab einer alten Rezeptkarte von Frau L., inspiriert aus den Anfängen von Betty-Bossy, als sich die virtuelle Dame noch mit Kochen beschäftigt hat.

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Zutaten
Hauptspeise für 2-3 Personen
4 gleichgrosse Zuchini zu je ca. 200 g
Salz

für die Füllung:
300 g Ricotta
1 ganzes Ei, verquirlt
100 g würziger Bergkäse (unserer vom Gotthard)
1 Elf. Parmesan frisch gerieben
1/2 Bund Petersilie
2 Zweige Basilikum
1/2 Tlf. Herbes de Provence
Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Piment d’Espelette
etwas geriebenen Parmesan und Butterflöckchen zum überstreuen.

für die Tomatensauce:
1 Elf. natives Olivenöl
1 Elf. gute Butter
1 Schalotte fein gehackt
2-3 Knoblauchzehen fein gehackt
Aushöhlmaterial der Zucchini, fein gehackt
1 Dose pomodori pelati ca. 400 g
1-3 Sardellenfilets, kurz gewässert und gehackt
Salz, Pfeffer, Piment d’Espelette, 1 Stück Bio-Zitronenrinde
2 Zweige Basilikum

Zucchinihälften, sauber ausgehöhlt Gefüllte Zucchini in der Tomatensauce
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Zubereitung
(1) Ricotta in ein Leinentuch legen, dieses in ein Sieb, das mit ein paar Lagen Küchenpapier belegt ist. Gut zusammendrücken und 1 Stunde stehen lassen.
(2) Zucchini längs halbieren, das Innere mit einem Pariser Ausstecher aushöhlen. Aushöhlmaterial hacken. Die Zucchini leicht einsalzen, nach einigen Minuten das gezogene Wasser mit Küchenpapier auftrocknen und das Prozedere nochmals wiederholen.
(3) Olivenöl und Butter schmelzen, Schalotten und Knoblauch andünsten, ohne Farbe nehmen zu lassen, dann das Aushöhlmaterial der Zucchini zugeben, nochmals etwa 5 Minuten weiterdünsten, dann die Dosentomaten zugeben und 5 Minuten kochen lassen. Den Tomaten-Zucchinibrei durch ein passevite drehen damit eine glatte Sauce entsteht. Feingehackte Sardellen zugeben (eben soviel, dass man sie als Würze wahrnimmt, es soll keine Fischsauce daraus entstehen). Abwürzen, weitere 5 Minuten leise kochen lassen, dann abkühlen.
(4) Den Ricotta mit einer Gabel zerdrücken, das Ei untermischen, kräftig würzen, dann die Käsewürfelchen und die Kräuter zumischen.
(5) Die Füllung in die Zucchinischiffchen verteilen, die Zucchinihälften in eine grosse, gebutterte und mit der Tomatensauce belegte Gratinform legen, Parmesan überstreuen, Butterflöckchen auflegen.
(6) im auf 200°C vorgeheizten Ofen (Ober- und Unterhitze, Schiene 2) während 30 Minuten gratinieren. Am Schluss noch kurz den Grill zuschalten.

Füllung, soweit das Auge blickt Fertig gratiniert
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21 Kommentare zu „Zucchine ripiene“

  1. Jetzt kommt er aber mit aller Gewalt, der Frühling!

    SEhr sehr lecker, besonders mit Ricotta! Kannte ich bislang noch nicht so, wird sicher mal nachgemacht, die Liste ist schon so lange, dass ich eigentlich in Rente gehen müsste und 6X am Tag essen müsste……..

  2. @Dandu: die Klassikabteilung hat sich wieder mal durchgesetzt.

    @sammelhamster: ein Alljahresgericht, sommer- und wintertauglich, ohne Radwechsel.

    @Bolli: dann gäbe es ja keine Bolli-Gerichte mehr, nur aus andern Blogs Nachgekochtes. Lass das lieber bleiben mit dem Nachkochen.

  3. Mh lecker. Ich warte aber gerne noch auf eigene Zucchini aus dem Garten oder auf etwas bessere Qualität. Die lässt hier momentan noch zu wünschen übrig. Die Füllung gefällt mir aber sehr gut.
    Viele Grüße

  4. Okay, dann eben nicht!

    Ist aber ne gute Idee, und seit ich, dank Véronique, die Adresse der Milchccoperative aus Italien hier habe, komme ich an frischen Ricotta, der hat schon nen guten Geschmack!

  5. Zucchine ripiene – das klingt irgendwie total sommerlich; so richtig trotzig ankämpfend gegen das momentan herrschende Aprilwetter hier am Zürisee! ;o)

  6. @Petra: wenn die eigenen Zucchetti dann drängen, eilts. lg.

    @rike: wir Städter warten halt nicht, sondern kaufen ein, was im Gestell steht.

    @Bolli: wir kaufen auch frischen, aber schweizerischen, da hat es genug Kühe.

    @tristezza: mit Kochen lässt sich gegen jedes Wetter ankämpfen. In Basel hat sich jetzt die Sonne durchgesetzt, am Nachmittag scheint sie auch am Zürisee. Ich habe nach Deiner Sommerpause ganz verpasst, dass es auf Deinem Blog wieder weitergegangen ist 🙂

  7. Na dann warte ich noch mit dem Einkaufen, bis das Wetter wieder etwas freundlicher ist. (Wie wunderbar praktisch, wenn ich so eine treffsichere Wettervorhersage aus Basel erhalte!) :o)
    Und die Sache mit dem Blog; ich geb mir Mühe, ihn nicht einschlafen zu lassen! Aber frau muss halt manchmal Prioritäten setzen.

  8. Davon hätte ich auch gerne eine Portion. Leider mag Fräulein K. fast kein gekochtes Gemüse und Zuccini ist ihr Obergraus. Vielleicht kann ich sie dann mal mit was anderem erfreuen.

  9. @tristezza: ich beziehe mein Wetter aus Paris 🙂 nicht vom Bucheli.

    @Sivie: wenn ich an die wassergedämpften Zucchini meiner Jugendzeit denke, fällt mir auch nur das Wort obergraus ein.

    @Foddfreak: drum wurde es auch gleich restlos aufgegessen 🙂

    @kulinaria: das Rezept stammt aus einer Zeit, in der Olivenöl sehr exotisch war.

    @nysa: nicht zuviel vornehmen 🙂

  10. Ich kann mich meine Vorkommentatoren nur anschließen. Zusätzlich gibt es von mir ein Kompliment für die Fotos. Gerade die etwas Abstrakten im Mittelteil sind klasse.

  11. Ich war kurz davor, Piment in die Soße zu streuen, doch dann hat der Mitbewohner vorsichtshalber doch mal im Internet „Piment d’Espelette“ nachgeschaut. Wir sind dann auf meinen Pimentón de la Vera umgeschwenkt.

  12. was bitte ist ein „Pariser Ausstecher“? Was unanständiges??? 😉

    Ich vermute einen harmlosen Kügelesausstecher, right?

  13. @elettra: cuillère parisiennes heissen bei uns offiziell und professionell Pariser Ausstecher und in Deutschland Kugelausstecher. Dass google das Wort missversteht, sind wir uns von google ja gewohnt.

  14. Hallo, eine prima Webseite! Bin ich happy diese Page gesucht zu haben. Diese Webseite muss ich meinen Freundinnen mailen. Super gepostet!

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