CH-6004 Luzern: August reift, September greift

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Ende August war ich erneut zu Besuch in Luzern, am Gemüsekochkurs von Lucas Rosenblatt. Trotz schlechtem Wetter war der Markt brechend voll von Früchten und Gemüsen. Herrlich die Tomaten am Stand von Stefan Winiger, direkt neben dem Stadttheater. Rund 80 Sorten werden an diesem Stand im Verlauf der Saison angeboten. Eben gemachte Erkenntnis: die rote Farbe muss nicht viel Aroma bedeuten. Weisse Tomaten können noch tomatiger schmecken.

Bei meinem letzten Besuch in Luzern, am 25. September, war die Auswahl an Tomaten ,jahreszeitlich bedingt, nicht mehr ganz so gross. Hier ein paar Impressionen:

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Tomaten, Tomaten, Tomaten
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Thai Zucchini
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Lilien
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Kennst Du Premium, das Land, wo Eierschwämme blühen ?
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Salame
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Dem Sonnenblumenöl entronnen
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von den Berghängen des Pilatus
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Farbig-Süsse Zusammenfassung aller Herbstfarben

Luzerner Wochenmarkt:
Dienstag und Samstag

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20 Kommentare zu „CH-6004 Luzern: August reift, September greift“

  1. Allein wegen dieser Auswahl an Tomaten müsste man mich wohl mit sanfter Gewalt wieder vom Markt entfernen.

  2. Ich bin immer wieder erstaunt darüber, wieviele verschiedene Sorten Tomaten es gibt und wie wenige davon ich tatsächlich kenne. Winiger sollte mal expandieren 😉

  3. Zu greifen gab es bei uns im September regelmässig, im August hätte das Zeug allerdings besser wachsen dürfen. Vor allem die Tomaten waren sehr spät und reiften erst im Haus richtig aus. Einige sind noch an den Stöcken, wie auch Peperoni. Schöner Bericht, kostspielige Produkte.

  4. An den Tomatenstand kann ich mich auch noch sehr gut erinnern, war regelrecht fasziniert und habe unheimlich viele Fotos geschossen.
    Wird Zeit, mal wieder nach Luzern zu fahren.

  5. Ich habe ein Jahr in Luzern gewohnt und war eine begeisterte Marktgeherin. Die Lage an der Reuss ist unvergleichlich.
    So ein Kurs bei Lucas Rosenblatt würde mir auch gefallen. Da scheint man wirklich noch was zu lernen. Was man von anderen Kochkursen ja nicht unbedingt behaupten kann.

  6. ich fahre auch gerne nach premium, aber nur, wenn es nicht regnet.

    mit den paradeisern (alte sorten, aromatische sorten, viele sorten) haben wir hier ein riesenglück, das ist seit einigen jahren ein großes thema in (ost)österreich, angestoßen durch unseren „pardeiserpapst“ erich stekovics http://www.stekovics.at im burgenland.

  7. Irgendwie hast du es mit den Postleitzahlen. 6400 ist nicht Luzern. 😉 Danke aber für die schönen Impressionen. Leider hat diesmal die Zeit nicht gereicht einen Ausflug nach Luzern zu machen. Dafür war ich wieder in Willisau.

  8. Dachte ich mir doch, solche Märkte mit derart phantastischen Tomaten gibt es in Wirklichkeit gar nicht. Die Postleitzahl 6400 ist in der Schweiz gar nicht vergeben.

    😉

  9. Von so einem Markt ist es schwer sich loszureißen. Wobei man nicht alles kaufen könnte, was einem gefällt, schon wegen den Preisen nicht.

  10. wunderbar deine fotos! mir ist sofort rilkes „herbsttag“ eingefallen:

    Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
    Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
    und auf den Fluren laß die Winde los.

    Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
    gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,
    dränge sie zur Vollendung hin und jage
    die letzte Süße in den schweren Wein.

    Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
    Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
    wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
    und wird in den Alleen hin und her
    unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

    danke wieder einmal für deine herrlichen texte, bilder, rezepte, gedanken!
    dir und madame ein angenehmes wochenende.

    e.

  11. Die Bilder sind ein Traum! Wer in der Küche platz für Fotos hat, sollte sich solche Bilder vergrößern und aufhängen. Ich habe meine Bilder vom römischen Campo dei Fiorie auch vergrößert und zum Teil verschenkt und als Postkarten versendet. Alle die eine bekamen haben sich über solch schöne Fotos sehr gefreut. Ich liebe Tomaten doch leider ist durch den vielen Regen die Ernte diesmal nicht so reichlich wie sonst ausgefallen.

  12. @Rosa: Danke !

    @bee: um 12 Uhr ist Schluss, dann wird zusammengepackt und auf sanfte Gewalt kann verzichtet werden.

    @Nathalie: Du hast es mit dem Viktualienmarkt nicht schlecht.

    @Christina: die Tomatenproduzenten verkaufen gerne mainstream. In diesem Fall hat Herr Winiger einen Vertrag mit einer Bäuerin abgeschlossen, ihm möglichst vielfältige Tomaten zu liefern. Davon profitieren beide.

    @Houdini: Stadtmärkte sind teuer, das ist der Preis, den wir für Vielfalt zahlen.

    @Alex: such Dir einen sonnigeren Tag aus.

    @Birgit: die Kurse bei Lucas wären ein Grund, nach Luzern zu ziehen 😉

    @katha: stekovics ist viel grösser. Das ganze Tomatenangebot von Winiger stammt von einer einzigen Bauersfrau. Besser als gar nichts, wie hier in Basel.

    @zorra: mit der Luzerner PLZ scheine ich auf Kriegsfuss zu stehen. Immer diese legasthenische Schwäche mit der Zahlenfolge. Danke, ich habs (einmal mehr) korrigiert 🙂

    @nata: PLZ 6400 klingt doch nicht schlecht, wenigstens in meinen Ohren.

    @Magdi: wer Familie hat, muss schon schauen. Ich kaufe vieles auch im Supermarkt, nur noch das selektiv auf dem Markt, was dort besser ist.

    @ellis.illus: Danke für die Erinnerung an dieses wundervolle Gedicht. Noch hoffen wir, dass wir ein paar Sonnenstrahlen abkriegen, bevor der kalte, graue Winter uns mit seinem Mäntelchen zudeckt.

    @Andreas: in der Wirtschaft beim Markt um die Ecke 🙂

    @irene: könnte man machen, aber es kommen täglich neue Bilderfluten auf mich zu

  13. Wie war Aida vor der Haustür ? Du hast mir zur Beziehung Verdis zur Küche einen link angegeben. Recht umfangreich und auf italienisch. Ich kann nur etwas Speisekarten italienisch. Aber es gibt ja Uebersetzungsdienste. Man gibt den Text auf italienisch ein und drückt die Taste: Uebersetzung italienisch deutsch.
    A tavola il Maestro si faceva delle belle „pacciatine“ , come dice in milanese Guiditta Ricordi,
    In der Tabelle der master ist aus feinen „pacciatine“, wie es sagt im Mailänder giuditta Erinnerungen, Ehefrau von Giulio…,
    Die Tabelle und die Frau Erinnerungen.
    Der Computer kann alles, aber auch das nicht ganz.

  14. @Hunk: die Fernsehzuschauer waren im Vorteil. Live hat man nur die Szenen ausserhalb des Palastes gesehen und zuhören konnte man nur an leise eingestellten Speziallautsprechern, um Interferenzen zu vermeiden.

    In Deutsch gibts das leider nicht, und die Uebersetzungsdienste versagen bei komplizierteren Texten meist. Da hilft nur Handarbeit, und dabei stosse auch ich an meine Grenzen.

    @Toni: Du hast ein Herz aus Tomaten ? rote, gelbe, grüne, weisse ? 🙂

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