CH-2023 Gorgier: Gorges

CH-2023 Gorgier: Gorges de l’Areuse

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Wer den Creux du Van besucht, darf als Bonus gleich noch die darunter liegende Areuseschlucht „mitnehmen“. Die Areuse ist mit 31 km Länge und einem Einzugsgebiet von rund 400 km² der Hauptfluss im Kanton Neuenburg.

Das Fürstentum Neuenburg gelangte 1707 in einem cleveren Schachzug der bernischen Regierung an die preussischen Könige, um die Franzosen von einem Zugriff abzuhalten. Preussen regierte das Fürstentum an langer Leine von Berlin aus. Auch nachdem 1815 Neuenburg als Kanton in die Eidgenossenschaft aufgenommen worden war, behielt der preussische König die Hoheitsrechte über das Fürstentum als persönlichen Besitz. Nach einem royalistischen Putsch drohte Preussen der Schweiz mit Krieg, der aber durch die Vermittlung Napoleons III. vermieden werden konnte. Erst 1857 verzichtete der König von Preussen endgültig auf seinen Anspruch auf das Fürstentum Neuenburg.

Unterhalb von Noiraigue und des Creux du Van durchbricht die Areuse die südöstlichste Jurakette in einer tiefen Schlucht, die mit einem Wanderweg erschlossen ist. Der Fluss stürzt im Bereich der langgezogenen Schlucht über mehrere Wasserfälle 270 m in die Tiefe. Zuunterst, beim Saut du Brot liegt die bekannte Steinbogenbrücke über die Areuse.

Die Wasserkraft der Areuse wird seit dem 14. Jahrhundert an verschiedenen Stellen durch Mühlen, Sägereien, in neuerer Zeit auch durch Zementwerke und Elektrizitätswerke genutzt.

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Stauwehr bei Noraigue
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Wasserkraft erzeugt Elektrizität und das Smartphone freut sich

Stotzig geht es durch die enge Schlucht hinunter bis zum Saut de Brot. Von hier aus könnte man flach weiterwandern bis Champ du Moulin und mit der Eisenbahn zurück. Ich stapfte die vielen Treppenstufen wieder hoch. Wandertraining.

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Im Frühjahr, wenn die Areuse Schmelzwasser führt, ist es hier am Schönsten, dann bleibt kein Wanderer trocken.

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Quellen:
wiki Areuse

10 thoughts on “CH-2023 Gorgier: Gorges de l’Areuse”

  1. Imposant! wunderschön! Und eine echt Herausforderung für den Wanderer.
    So etwas hat der flache Norden Deutschlands nicht zu bieten…..aber vielleicht auch besser bei meiner Höhenangst 😉

    Habt einen schönen Sonntag, liebe Grüße Eva

    1. Höhenangst auch Du? Hier zu wandern ist einfach. Aber auf der Doubswanderung musste ich auch wieder umkehren, weil ich einen schmalen Gemspfad- links hohe Felswand, rechts 300 meter in die Tiefe- nicht geschafft hätte.

  2. Ach, wie unwahrscheinlich schön! Technik und Natur durchaus harmonisch verbunden. Und so gut fotografiert, dass ich die Luft förmlich rieche. Im fernen Preußen ist’s schon arg novemberlich, statt zu wandern verfügt man sich ins beheizte Schwimmbad. Danke für den Blick auf sonnigere Tage.

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