CH-2735 Malleray

CH-2735 Malleray: Trübe Aussicht am Moron

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Vom Jurahäuschen aus sieht man bei guter Witterung auf den Moron. Mit dem Fernglas kann man über den höchsten Baumwipfeln eine vertikale Schraube entdecken. Die Schraube ist ein Aussichtsturm. 2004 aus Kalkstein, Beton und Stahl erstellt, ist er rund 31 Meter hoch. 209 Treppenstufen führen linksdrehend zur Aussichtsplattform. Den hab ich mir alleinwandernd mal angeschaut.

Bei klarem Wetter böte sich eine Aussicht über die erste Jurakette hinaus vom Säntis über die Berner Alpen bis zum Montblanc. Im Norden könnte man die Vogesen und den Schwarzwald erkennen.

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Der Turm wurde vom Architekten Mario Botta entworfen. Das Projekt wurde zur Förderung des Maurerberufs und zur Einführung von Lehrlingen in die Steinmetzarbeit lanciert. Insgesamt arbeiteten etwa 700 Lehrlinge am Bau mit, die Bauzeit dauerte rund vier Jahre.
Von Malleray führt eine holprige Naturstrasse bis zu einem Parkplatz. Von dort ist der Turm in ca. 15 Minuten zu Fuss erreichbar.

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Mit Fernsicht war jedoch nichts los. Die Sicht getrübt. Das Fundament, obwohl gut gemauert, bietet auch keine aufregenden Einblicke. Also nehmen wir am nördlichen Abhang des Moron das kleine Dörfchen Sornetan mit. Aufnahmen unterschiedlicher Besuche.

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Sornetan ist ein kleines Dorf in der Gemeinde Petit-Val. Es liegt auf 843 Meter ü.M., 12 km westlich von Moutier. Das Dorf ist noch vorwiegend von Milchwirtschaft und Viehzucht geprägt. Hauptsehenswürdigkeit ist die reformierte Pfarrkirche aus dem Jahr 1708.

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Auffallend der schöne Frontturm mit Zwiebelhaube sowie der barocke Predigtsaal mit viel heimeligem Holz, Sitzbänke mit unbequemen, evangelischen Rückenstützen [Hier stützt Dich Gott] und einer geschnitzten Kanzel. Unweit der Kirche steht noch ein evangelisches Tagungszentrum aus hässlichem Beton der 80-er Jahre. Etwas viel Christentum für die wenigen Einwohner.

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10 Kommentare zu “CH-2735 Malleray: Trübe Aussicht am Moron”

  1. Thanks for sharing. Gibt Botta die Mörtelmischung vor? Seine Kapelle in Mogno, Maggia, zeigt gleiche „Rotznasen“-Effekte wie hier. Unschön, schade. Die Kirche im Dorf und die im Maggiatal gefallen mir besser.
    Gruss in den Winter, Erich

  2. Den Turm hätte man mit schönen – evtl. auch farbigen – Steinen schöner gestalten können, schade drum.

    Wichtig ist aber vor allem, dass du einen schönen ‚Alleinwander‘-Tag hattest.

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag für euch Eva

    1. Hier gings wohl drum, die Kosten tief zu halten. Schade, dass der rasch aufziehende Dunst den Blick zurück zum Jurahäuschen nicht erlaubte.
      Habt auch noch einen schönen Sonntag, wieder zusammen. Alles gut mit Knut nach dem Sturz?

  3. Danke für diesen netten Beitrag in Novemberstimmung und voller Kontraste. Und ich weiß nur zu genau: die Ansichten und Einsichten beim Wandern tun immer der Seele gut! Lieben Gruß aus Wien, Angelika

  4. Der Kirchturm sieht zwar etwas haltbarer aus als der postmoderne Drehwurm, Schraube und Glaube aber sind ähnlich konstruiert. Was man vom Himmel sieht, muss man sich schon zusammenreimen.

  5. Tja, gibt verschiedene Vorstellungen zu Türmen. Beim Moron musste ich daher etwas nachgrübeln, aber dann ist mir der Sauron eingefallen und dann kannte ich mich wieder aus…

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