Carciofi arrostiti

Carciofi spinosi
Carciofi Spinosi Sardi. Die kleinen, stachelbewehrten, aber aromatischen Artischocken aus Sardinien sind seit ein paar Wochen wieder erhältlich. Der schöne, essbare Blumenstrauss geht zum Anschauen zunächst mal mit Gratulation an Bolli’s Kitchen, die heute, wenn ich richtig geraten habe, ihr einjähriges Jubiläum feiert. Danach werden die Blumen gebraten. Als aromatische Vorspeise oder Beilage.

Zutaten
Vorspeise oder Beilage für 4 Personen
4 Artischocken aus Sardinien oder Sizilien, mit gelben Stacheln und langem Stiel und Blättern
2 Elf. Olivenöl
2 Elf. weisser Balsamessig (Gölles)
Fleur de sel, Pfeffer
ggf. Saft einer halben Zitrone

Artischocken im Zitronenbad Anbraten der Scheiben
Artischocken im Zitronenbad Carciofi, Anbraten der Scheiben

Zubereitung
(1) Je nach Alter 1/3 bis 1/2 der Spitze abschneiden. Mit einem scharfen Messer die äusseren, zähen Blattteile (Spitzen) einkürzen und alle grünen Stellen des Stiels rigoros entfernen.
(2) In der Längsachse halbieren, mit einem Pariserlöffel das Heu entfernen, wenn man sie nicht gleich brät, zwischenlagern in Wasser mit etwas Zitronensaft, dann gut trocknen und in ca. 3 mm dicke Scheiben schneiden.
(3) Portionsweise in heissem Olivenöl anbraten, wenn sie gar sind und etwas Farbe haben, auf Küchenpapier entfetten, am Schluss nochmals erhitzen, mit dem Essig ablöschen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Und weil der Blumenstrauss etwas stachlig ausgefallen ist, gibts als Zugabe noch Koteletts vom Limousin-Kalb. Dafür bin ich 70 km weit gereist. Ein paar Stunden in einer Senfmarinade mariniert, dann in Butter und Olivenöl langsam angebraten, immer wieder damit übergossen. Kein Tag für Vegetarier.

pariertes Kotelett vom Limousinkalb Kotelett gebraten mit Artischocken
pariertes Kotelett vom Limousinkalb Kotelett gebraten mit Artischocken

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13 Kommentare zu „Carciofi arrostiti“

  1. Für Kalb geh ich Meilenweit – trifft hier wohl zu.
    Vegetarische Abwandlung: Artischokensalat mit Himbeeressig, Spargeln … habe nur laut gedacht. 😉

  2. Auch ich liebe Baby Artischocken. Hier bekomme ich sie so klein und frisch, das das heu mitgegessen werden kann.

    Drei Ideen gibt es hier, hier und hier, mehr kommen noch 🙂

  3. Ah, hier kommt endlich das angekündigte Limousinkalb. Mich hätte jetzt aber noch interessiert, was dieses Fleisch auszeichnet.

    Das alles sieht durchaus köstlich aus. Kompliment!

  4. Oh, das habe ich gar nicht gewusst….

    Natürlich machst Du mir mit so einer Art von Sträussen viel mehr Freude, als mit Blumen.
    Ich lade mich dann auch direkt bei Euch ein, zu dem leckren Essen!!!
    Die SEnfmarinade muss ich ausprobieren!!!

    Merci Robert!

  5. @Dandu: dafür würde ich die Artischocken roh belassen und ganz fein hobeln.

    @Ralph: die spinosi sind eine andere Sorte als die Babyartischocken, von denen man meist nur die Köpfchen kauft.

    @mipi: neben der rotbraunbeigen Fellfärbung der herzigen Kälblein das saftigere Fleisch, speziell wenn man es mit jenem des Schweizer Braunviehs vergleicht.

  6. Überall gibt es schon Artischocken… außer bei uns… 😉

    Einfach angebraten – lecker!

    Zum Blumenstrauß: Ich bin auch schon negativ aufgefallen, weil ich bei Pflanzen für den Garten immer einteile in „kann man essen“ und „muss nicht in den Garten rein“… Aber so langsam sehe ich ein, dass ein paar hübsche Blümchen auch ganz nett sein können. 🙂

  7. Hier gibt es auch noch keine Artischocken…

    @Barbara: Naja das mit dem Blümchen wird ja bald und als Tipp Topinambur und Schwarzwurzel soll toll blühen und kann man essen! Ich habe allerdings auch keine.

  8. Artischocken habe ich hier auch noch nicht gesehen. Das sieht mal wieder phantastisch aus.
    @ Barbara: Kräuter sind auch ein schöner Kompromiss, blühen schön und sind essbar.

  9. an artischocken hab ich mich noch nicht getraut… stehen aber auf der liste 🙂 dazu ist dieses rezept schon mal gespeichert worden. schönes we wünsche ich und lg!!!

  10. @Barbara: Ihr lebt soo tief im Wald ? Artischocken gibts ja praktisch bald das ganze Jahr. Nichts gegen hübsche Blümchen, solange man sie nicht pflegen und gegen Krankheiten spritzen muss.

    @Petra: Schwarzwurzeln brauchen aber sandigen Boden.

    @rike: eigenartig, wie der Handel die Essgewohnheiten der Bevölkerung bestimmt !

    @nysa: fröhliches Kochen am we. Das Wetter soll immer noch danach sein.

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