Mehl, Wasser Olivenöl, Basilikum und Parmesan: Viel mehr brauchts nicht, um glücklich zu werden.
Claudio wars, der mich in facebook auf die Spur im Splendido Magazin führte. Die Aussicht auf ein glücklichmachendes, schnelles Nudelgericht aus der cucina povera war zu verlockend. Testaroli sind die Urahnen der pasta, Damit hat die Erfolgsgeschichte der Nudel vor Jahrhunderten angefangen.
Testaroli mit Basilikum und Parmesan

Zutaten
Vollmahlzeit für 2 Personen
100 g Weissmehl (es darf, muss aber kein 00-er sein)
50 g Hartweizendunst rimacinata (De Cecco, in der Schweiz geht auch Knöpflimehl)
ca. 3 dl Wasser, lauwarm
Prise Salz
Olivenöl
Parmesan 24 Monate, frisch gerieben
etwa 4 grosse Zweige Basilikum, die Blätter
Pfeffer
Zubereitung
(1) Die beiden Mehle sieben und mit dem Wasser und Salz in der Küchenmaschine mit Schwingbesen 10 Minuten zu einem gut fliessenden Pfannkuchenteig rühren. 30 Minuten ruhen lassen.
(2) Beschichtete Pfanne (Bodendurchmesser 20cm) moderat erhitzen, mit wenig Öl einpinseln und aus dem Teig 3 Pfannkuchen beidseitig anbraten. Dicke zwischen einem Crèpe und einem Pfannkuchen. Zu dick werden sie gummig, zu dünn matschig. Abkühlen und in kleine Rauten schneiden.
(3) Einen grossen Topf mit gesalzenem Wasser zum Kochen bringen. Viel Basilikumblätter in das kochende Wasser geben, 3 Sekunden lang drin belassen. Mit der Siebkelle sofort herausheben und in kaltes Wasser legen. Herausnehmen, mit Küchenpapier trocknen und in feine Julienne schneiden. Wer sich an braun angelaufenem Basilikum nicht stört, kann sich das Blanchierprozedere ersparen. Ist eh besser für den Geschmack.
(4) Die in Rauten geschnittenen Testaroli im selben, siedenden Kochwasser einmal (kurz!) aufkochen lassen, abgiessen, Parmesan und die geschnittenen Basilikumblätter unterziehen, nochmals Parmesan drüber reiben und mit Olivenöl beträufeln. Pfeffern. Fertig.
Wer von dem einfachen Gericht unterfordert ist, darf sich auch aus Basilikum, Parmesan und Olivenöl einen einfachen Pesto reiben.
Einfacher gehts nicht. Besser kaum. Und Hand aufs Herz: Der Einsatz von Pinzetten und zwei Dutzend Ingredienzien verbessert daran nichts mehr.
Ganz einfach – ganz einfach gut!
Das klingt nach einem Blogtitel 😉
Du darfst ihn gerne für ein nächstes «einfaches» Gericht verwenden!
Spannende Sache. Und Testaroli klingt auch gleich viel netter als gekochte Crèpesstüggli… 😉
schon der Gedanke an eine durch heisses Wasser gezogene Omelette ist ja furchtbar.
Oh, schicke, einfache Gartenküche nach Robert Art – wer kann da widerstehen? Ich nicht!
einfach ist natürlich übertrieben, das Rezept hält zwei im Text erwähnte Fallgruben bereit. Mit ein Grund, dass ich es zweimal machen musste.
einfache rezepte mit abkürzungstipps liebe ich. das probiere ich heute gleich aus. dankeschön und eine gute woche
die pastawalze braucht auch mal Sommerpause. Besonders wenn es heiss wird.
Interessant. Pfannkuchen, aber irgendwie doch nicht.
Für mich ja, für den Mitesser wohl doch eher nicht. 😉
Mit Hackfleischsugo isst er das vielleicht.
Du saisch‘ es – genau mi Gedanggewält … 😀
E scheene Nomidaag.
🙂
Du siehst, alle lieben es einfach, besonders im Sommer. Da bleibt noch Zeit für den Liegestuhl übrig.
Auf dem Liegestuhl bin ich nie anzutreffen. Ich bin ja andauernd mit dem Vereinfachen meiner Küche beschäftigt 😉 Zudem rufts der Doubs, ich müsse ihn dringend besuchen.
Mhmmm, das Gute ist meist auch das Einfache. Oder umgekehrt. Rezept steht morgen auf dem Plan!Herzige Gruesli!Sunni
Herzige Gruessli sind bei mir immer willkommen und werden gerne erwidert
Fein, Fleckerl mache immer gerne, wenn ein paar feine Zutaten dazu im Haus sind.
Geht ja bekanntlich auch mit Weisskohl 🙂
Tolles Rezept!
Liebe Gruesse
Monika
Danke, habs nur nachgekocht
Sehr schön, schon nachgekocht und für gut befunden! Wie viel Parmesan hast du denn etwa dazugegeben? 30g?
Danke und liebe Grüße
Stefan
ich habs nicht abgewogen, sondern damit abgeschmeckt. ca. 20 g.