tarte aux pruneaux

Tarte aux Pruneaux. Zwetschgentarte glutenfrei

Tarte aux Pruneaux 2016 09 26_0389

Eine Zwetschgentarte wie sie Konditoren in Sternerestaurants zubereiten. Vorgebackener Zimt-Biskuitboden mit in einem Orangen-Weinsud pochierten Zwetschgen als Auflage. Das Rezept von Stéphane Décotterd habe ich geändert und das Mehl im Biskuit durch feines Maismehl und Maisstärke ersetzt. Die Tarte ist somit glutenfrei. Zudem kochte ich den Pochiersud ein und glasierte damit die Zwetschgen. Wäre ja schade, den guten Sirup wegzuwerfen.

Tarte aux Pruneaux. Zwetschgentarte


Tarte aux Pruneaux 2016 09 26_0385

Zutaten
Zimtbiskuit:
75 g weiche Butter
55 g Zucker (L.: 40 g)
110 g Crème double 45%
75 g Weissmehl (L.: 60 g feines Maismehl, 30 g Maisstärke)
1 TL Zimtpulver
Rechteckform: ca. 18x26cm

Zwetschgen:
1 kg Zwetschgen Fellenberg
Pochiersirup :
50 g Akazienhonig
1/2 Vanilleschote
5 dl leichter Rotwein (L.: mein Huckebein)
75 g Zucker (L.: 50 g)
2 Gewürznelken
1/2 Zimtstange
1 Orangenzeste
1 Zitronenzeste

Orangenconfit:
1 grosse Bioorange, davon feine Zesten und der Saft
ca. 70 g Zucker

Karamellisierte Baumnüsse:
2 Handvoll Baumnusshälften
Ca. 30 g Zucker
1 EL Butter

Tarte aux Pruneaux 2016 09 26_0383

Zubereitung
Zimtbiskuit:
(1) Alle Zutaten zu einem homogenen, weichen Teig mischen. In einer bedeckten Schüssel 2 Stunden kühl stellen.
(2) Zwischen Backpapier 3 mm dick auf die Grösse eines passenden, rechteckigen Kuchenblechs ausrollen -der Teig ist weich und etwas bröselig, kommt aber schon zusammen-, zum besseren handling im Gefrierer kurz kalt stellen und dann auf dem Backpapier in das Blech legen.
(3) Im vorgeheizten Ofen bei 180°C 25-30 Minuten ausbacken bis der Teig eine gleichmässige Bräunung aufweist. Falls er zu Beginn blubbert, die Blasen aufstechen. Herausnehmen und vorsichtig auf ein Gitter legen. Die noch heisse Oberfläche mit Orangenconfit bestreichen.

Zwetschgen:
(4) Zwetschgen waschen, halbieren, entsteinen. Hälften nochmals halbieren.
(5) Alle Zutaten für den Pochiersirup in einem Topf aufkochen und auf kleiner Stufe 10 Minuten köcheln. Danach alle Zwetschgenviertel zugeben, den Topf vom Herd auf ein Holzbrett ziehen und zugedeckt langsam erkalten lassen.
(6) Anschliessend über ein Sieb abschütten, den Jus auffangen und die Zwetschgenviertel auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Im vorgeheizten Ofen ca. 30 Minuten bei 100°C confieren.
(7) Indessen den Jus langsam zu einem dicken Sirup einkochen. Die confierten Zwetschgen mit dem eingekochten Sirup glasieren (vorsichtig schwenken und auf einem Sieb abtropfen lassen) und überlappend auf den Biskuitboden auslegen.

Orangenconfit:
(8) Die Orangenzesten (ohne weissen Anteil) in feinste Julienne schneiden. Zweimal kurz in kochendem Wasser blanchieren, kalt abschrecken.
(9) Mit Zucker und Orangensaft weichkochen bis ein Sirup entstanden ist. Einen Teil der Julienne zur Dekoration reservieren, Den Rest mixen.

Karamellisierte Baumnüsse:
(10) Zucker hell caramellisieren, Caramel mit etwas Butter verflüssigen und Baumnüsse unterziehen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech leeren, Baumnüsse vereinzeln und erkalten lassen. Grob hacken.

Fertigstellen
Die Tarte mit den Nüssen und Orangenzesten garnieren.

Das Maismehl verleiht dem Biskuit eine knusprig-sandige Konsistenz und muss darum fein gemahlen sein. Alternative: dicke, gekochte Polenta verwenden.

23 Kommentare zu “Tarte aux Pruneaux. Zwetschgentarte glutenfrei”

  1. Die Zuckerschnuten werden sich heute alle bei dir zum Kuchenessen einladen – das ist dir schon klar ;). Alleine wie diese Glasur verführerisch glänzt!
    schönen Sonntage euch…

    1. Zuckerschnuten sind in deinem Blog besser aufgehoben, in meinem Blog werden sie nicht verwöhnt, da ist eine Süsspeise schon eine Sensation 😉

  2. Leg mir doch bitte gleich ein Stück für den nachmitäglichen Kaffee und Kuchen … ähhh … Tarte, zur Seite – danke 😉
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

  3. Do chan‘ i mit minere Wäärtigs-Zwätschgewaaie nit lande. Sälbscht dr Dupfe Nyydel derze machts nit besser. Uf d‘ Idee, dr Boode mit Diirggekòòrnmähl z‘ fabriziere muess me zerscht emool koo. Chapeau !

  4. Obwohl ich ja am liebsten Kuchen in einem Durchgang backe, ist deine Tarte gerade auf meiner Nachbackliste ganz weit oben gelandet. Zwetschen, Orangen und Baumnüsse…*schwelg*

  5. Das Rezept ist klasse, besser geht es nicht und schön, dass Sie uns weiter mit Beiträgen verwöhnen. Es gibt wenige, die Rezepte auf diesem Niveau ins Netz stellen. Ein paar tolle Fotos machen bei weitem noch keinen exzellenten Beitrag, da muss schon alles zusammen passen. Bei Ihnen ist das eigentlich immer so! Ganz herzlichen Dank dafür.

    1. wie oben schon gesagt, ist auch eine einfache Zwetschgenwähe nicht zu verachten.
      bei Lucas Rosenblatt haben wird die Tarte (mit Mehl statt Mais) gemacht und mit Brombeeren, Apfelsaftcreme und Americanosorbet serviert:

  6. Love it !

    Dass du die Fellenberg magst überrascht mich
    ich bin da immer entäuscht vom Geschmack.
    Gibts doch die Hauszwetschge und Quetsche in deiner Nähe.
    Gruss aus Weggis

    1. Der Sirup gibt denen schon Aroma. Aber meist kaufe ich mir Anfangs der Saison meist Katinka, später Jojo. Einfach weil sie nicht so arg süss sind.

  7. Dieser Zwetschengenkuchen ist einfach göttlich ! So wird er mir nie gelingen! Meine Bewunderung ist grenzenlos, aber nicht nur bei diesem Rezept. Liebe Grüsse vom linken Niederrhein

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