Henkersmahlzeit

Henkersmahlzeit

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Klassische Kürbissuppe mit Kokosmilch. Orientalisch angehaucht. Die ideale Henkersmahlzeit vorher. Ideal fürs allfällige Überleben danach. Besonders wenn sie nur noch aufgetaut werden muss. Und wie von mir bereits angedroht: #keepitsimple

Das Einheizen überlassen wir der Pappbecherkonkurrenz, denn wir dürfen die Suppe in der geheizten Wohnung schlürfen, während das Strassenfutter meist draussen im Freien genossen wird.

Kürbis-Kokos-suppe with oriental touch


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Zutaten
1 Hokkaidokürbis, ca. 500 g
1 EL Ghee
1 Schalotte, 40 g
1 dl Gemüsejus, Le Saucier. wenn nicht vorhanden, die Gemüse für die Brühe vorher im Ofen leicht anrösten
ca. 5 dl kräftige Gemüsebrühe
1.5 dl Kokosmilch
1 TL Curry (halb Madras, halb Annapurna)
1 TL Mekeleshagewürz (auch unter Mekeleisha zu finden, äthiopische Gewürzmischung aus gleichen Teilen Bockshornklee, Fenchelsamen, Kreuzkümmel und Ajowansamen. Mein Schlachtross für alle Kreuzfahrten in den Orient)
Kräutersalz

Zubereitung
(1) Kürbis waschen, ungeschält vierteln, Kerne und Strunk entfernen. Kürbisfleisch in grobe Würfel schneiden.
(2) Kürbiswürfel in Ghee ca. 5 Minuten dünsten, die gehackte Schalotte und die Curries zugeben und weiterdünsten bis die Schalotte glasig ist. Ablöschen mit Gemüsebrühe.
(3) ca. 20 Minuten köcheln. Kokosmilch und Gemüsejus zugeben und alles im Mixer zu einer feinen Creme mixen. Konsistenz bei Bedarf mit Gemüsebrühe adjustieren. Würzen mit Kräutersalz, Curry und Mekelesha.

Anrichten
mit gehackten, gerösteten Kürbiskernen und ein paar Tropfen Kürbiskernöl garnieren.

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Danke übrigens für all die guten Wünsche für die OP.  Bin bereits wieder wohlauf und zuhause. Weiter gehts hier, wenn ich mit dem angefangenen Buch fertig bin. Derzeit über der Hälfte. Es gibt nun mal spannendere Dinge als elektronischen Medien. Zumal in den tausend Seiten des „Zauberbergs“ im „Internationalen Sanatorium Berghof“ öfters Suppen gegessen werden:   nebst mehreren nicht näher bezeichneten sind das Spargelsuppe, Juliennesuppe, Mittagssuppe, Kohlsuppe, eine Wassersuppendiät und sogar Ewigkeitssuppe. Ein Detail, das in allen bisherigen Textinterpretationen des Werkes zu Unrecht völlig vernachlässigt wurde.

44 Kommentare zu „Henkersmahlzeit“

  1. Weiter gute Genesung wünsche ich. Bei uns in Thailand wird Kürbis (Fak Thong) zu Suppe gekocht und dann Curry (Gääng) genannt, แกงฟักทอง (Gääng Fak Thong). So schön dargereicht gibt es Dein Süppchen hier allerdings sehr selten.

    1. Danke, bin sonst kein Anhänger von Kürbis, aber wenn ich die Suppe koche, bleibt eine halbe Tüte Kokosmilch übrig, zu der ich wieder einen Kürbis brauche, dann ist wieder zuviel Kürbis im Kühlschrank, wozu ich wieder Kokosmilch benötige und so fort….k

  2. Oha – unter diesem Gesichtspunkt habe ich den Zauberberg noch nicht gelesen, da muss ich mich wohl mal auf die Suche machen.
    Dir derweil kurzweilige Lektüre und gute, rasche Besserung.

  3. Wie schön zu lesen , dass die OP gut verlaufen ist und du schon wieder zu Hause bist.

    Lass es langsam angehen und erhole dich weiter – dafür ist lesen genau das Richtige.

    Liebe Grüße Eva

  4. Bonjour lieber Robert Von Herzen ♥️ weiterhin gute Besserung und Zauberbergmusse… Heute wird man ja Nullkommafidirullalla ausm Tempel geworfen in den Spitälern.. Tut mir leid,dass ich erst jetzt reagiere-hab es eben erst realisiert,dass du“malade“ warst.. Zzt bin ich derart absorbiert mit der Eröffnung des Cafés,Pardon! E härzleche Morgegruess,Jac

    Von meinem iPhone gesendet

    >

  5. Oh, OP? Hab ich da etwas überlesen? Noch allerbeste Wünsche zur schnellen Genesung!
    Ja, der „Zauberberg“ bietet einige Ansätze, unter denen man ihn lesen kann. Nicht die leicht Kost, vergleichbar dem Süppchen, aber gut wie eben dieses.
    Kürbissüppchen bereite ich fast auf gleiche Weise, nur das Mekelesha muss ich mal besorgen.
    Erholen Sie sich gut! Herzlich, Sunni

    1. Danke, werd ich. Diesmal war instagram (wie schon der Name andeutet) schneller 😉 Ja, in den Disputen zwischen Settembrini und Naphta kann man sich schon verheddern.
      Die Zutaten für das Gewürz mahle ich frisch aus der Gewürzmühle dazu.

  6. Was habe ich hier wieder verpasst!? Gute Genesung, sonst muss ich Toni vorbeischicken mit der Specksuppe, dem städtischen Spezialgericht, einer mit säuerlichem Kraute bereitete Bouillon, in die man das ganze Mittagsmahl: Schinken, Kartoffeln, saure Pflaumen, Backbirnen, Blumenkohl, Erbsen, Bohnen, Rüben, und andere Dinge mitsamt der Fruchtsauce hineinrührte, und die niemand auf der Welt genießen konnte, der nicht von Kindesbeinen daran gewöhnt war 😉

  7. Den Zauberberg im Krankenhaus? Ein mutiges Unterfangen. Kann man da jemals wieder gesund werden?
    Wenn ja, dann nur, wenn genügend Suppe gegessen wird…
    Ich wünsche Dir von Herzen eine gute Genesung.

    1. Lungenkranken würde ich diesen Lesestoff nicht empfehlen, auch wenn die Medizin in den letzten 100 Jahren einige Fortschritte gemacht hat 🙂
      Danke, die Genesung kommt von alleine. Sie muss ja nicht gerade 7 Jahre dauern.

  8. Dein Ausflug ins Spital ist mir doch glatt entgangen, sonst hätte ich dir im Vorfeld natürlich ganz fest die Daumen gedrückt. So bleibt mir nichts anderes übrig, als ganz fest die Daumen zu drücken, damit du das Buch in absehbarer Zeit beendest. Ich habe es auch nach Jahren nie über die Hälfte hinaus geschafft, und so lange möchte ich nicht auf einen neuen Post von dir warten müssen. 😉

  9. Die Überschrift in Verbindung mit dem Bild ganz unten lässt schlimmes befürchten. Aber zum Glück gibt es zwischendurch Entwarnung.
    Pronta guarigione a la cucina!

    Uwe (ehem. mlocuc)

  10. Deine Nasenspitze schaut schon ganz vorwitzig über den Zauberberg. Das kann nur Gutes verheißen. Gute Erholung wünschen dir Bärbel und Martin

  11. Lieber Robert Sprenger,gute Besserung und ein glückliches Neues Jahr!
    die Kürbissuppe trifft mal wieder meinen Geschmack!
    im Frühjahr bin ich mit meinem Mann in Basel gewesen und habe vor Ihrem Haus die Aussicht auf den Rhein genossen ,anschliessend sind wir dann nach Riehen in die Fondation gefahren und haben das Haus und den Garten bei allerschönszem Sonnenschein sehr genossen-Die Ausstellung natürlich auch!
    Im Juli 2016 habe ich Ihren Blog erst entdeckt und abboniert- schätze die Mischung mit Schwerpunkt Küche , Natur und Gebautem sehr!
    mit herzlichem Gruss aus Braunfels mitten in Hessen!

    Irmtraud Swoboda

  12. Weiterhin gute und vor allem schnelle Besserung! Mit dem Zauberberg kann man sich schon eine Weile beschäftigen, und muss – weil die Sätze nicht so einfach sind – zwischendurch dringend ruhen und den Inhalt verarbeiten bzw. verdauen. Dazu dann ein gutes Süppchen!
    Herzliche Grüße aus Würzburg, hier liebt man die sogenannte Mostsuppe, die aber mit Wein (Silvaner) zubereitet wird,
    Ulrike.

  13. Genesen Sie, sehr geehrter Robert Sprenger, mit Achtsamkeit und Langmut zu sich selbst.

    Ganz eigennützig: Damit „wir alle“ noch viel von Ihnen lesen, lernen und so oft auch (durch Sie veranlasst) schmunzeln und lächeln können.

    Danke auch dafür.

    Genesen Sie wohl.

    Herzliche Wünsche und Grüße aus Berlin

    Jürgen Sasse

  14. Schön, ist die OP gut verlaufen und Du wieder zu Hause.
    Weiterhin ganz gute und schnelle Besserung, Robert!

    Den Zauberberg habe ich letztens auch wieder einmal in Angriff genommen, aber nach der Hälfte mich leichterem Stoff zugewandt.

  15. In meinem Leben habe ich dreimal versucht, den «Zauberberg» von Thomas Mann zu lesen, und bin immer daran gescheitert, ihn zu Ende zu lesen… Ich fand ihn zu ausufernd, zu wenig interessant, sogar zu unstimmig. Und nun frage ich mich, ob wohl Dein Kürbissuppen-Rezept der Schlüssel für meine längst fällige Gesamt-Lektüre sein könnte… 😉
    Lieber Robert, ich hoffe auf ein baldiges gemeinsames Kochen in der Backstube! Gute Genesung, Daniel

    1. Es gibt mindestens eine sehr gute Hörspielfassung dieses Romans. Wenn man krank ist, und/oder eventuell kein Buch mit der Hand bedienen kann eine Empfehlung!

  16. Es ist schon länger her, dass ich den „Zauberberg“ gelesen habe. Wenn ich mich richtig erinnere, geht es aber spätestens mit dem Auftauchen von Pieter Peperkorn ziemlich exzessiv zu, was Speis‘ und Trank betrifft . . .

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