In der hintersten Ecke des Kantons Baselland liegt ein kleines Dörfchen, Oltingen. Zur Römerzeit und im Mittelalter bis etwa ins 17. Jahrhundert wurde der alte Passübergang vom Ergolztal über die Schafmatt ins Mittelland für den regionalen Handelsverkehr gerne benutzt. Weil der motorisierte Verkehr die breiten Strassen bevorzugt, ist es hier am Fusse des alten Passübergangs über die Schafmatt still geworden. Diese Ruhe haben wir aufgesucht.

Im Mittelalter verlief die Gaugrenze längs der Ergolz und trennte das Dorf in zwei Teile. Die östliche Hälfte gehörte zur Herrschaft Kienberg (Frickgau, später habsburgische Herrschaft Rheinfelden), die westliche Hälfte zur Herrschaft Thierstein (Sisgau, später dem Fürstbistum Basel zugehörig). 1684 kamen beide Teile zur Herrschaft Basel (Amt Farnsburg). Seit 1814 gehört Oltingen zum Bezirk Sissach (Baselland).

Bis heute sind im Dorf mehrere stattliche spätmittelalterliche Steinbauten erhalten, neben Bauernhäusern auch zwei Mühlen und das sogenannte Grosse Haus, die mit ihren Vorgärten und Hausplätzen den Strassenraum prägen.

Am Dorfeingang, von Wenslingen herkommend, steht in erhöhter Lage die dem heiligen Nikolaus geweihte Kirche. Sie bildet mit Pfarrhaus, Beinhaus und Pfarrscheune eine ummauerte Anlage von selten anzutreffender harmonischer Einheit und unverdorbener Ursprünglichkeit. Die 1296 erstmals erwähnte Kirche, deren Vorläuferbauten möglicherweise bis ins 9. Jahrhundert zurückreichen, wurde 1441 dem Domstift Basel inkorporiert. Nach der Reformation gelangte das Patronatsrecht 1528 an die Stadt Basel.



In der Kirche befindet sich ein bedeutender spätgotischer Bilderzyklus. U.a. zeigen die Bilder an der Westwand das Jüngste Gericht mit dem Weltenrichter in der Mitte. Rechts liegt die Hölle unter Führung eines neckischen Teufelchens. Dazwischen steigen Tote aus ihren Gräbern. Links wandeln die Seligen im Paradies. Die Bilder wurden während der Reformation übertüncht und erst bei Renovationsarbeiten 1956/57 wieder freigelegt.


In nächster Zeit werden in diesem Blog kleinere Brötchen gebacken werden. Ich bewundere junge Menschen, die regelmässig bloggen, täglich Konversationen in Kommentaren, twitter und fb führen, jeden event wahrnehmen, auf den Schaumwellen des Kommerzes reiten und zu jeder Gelegenheit ihre Befindlichkeit, ihre likes und andere Mitteilungen in facebook und Twitter festhalten können. All das neben Familie, Beruf und immer gut gelaunt.
Ich kann das nicht. Nicht mehr. Mich überfordern die neuen Medien in zunehmendem Masse. Der Aufwand, auch nur einigermassen kompetitiv zu bleiben, ist mir zur Last geworden. Der Aufwand für das Verfolgen all der vielen neuen, guten foodblogs sowie die mit dem Betreiben eines Blogs nebenher laufenden Aktivitäten haben meine Zeitbalance völlig ins Ungleichgewicht gebracht. Fürs Kochen, nach wie vor meine Lieblingsbeschäftigung, bleibt immer weniger Zeit.
Ich will wieder mehr Zeit für uns, Frau L. und mich, das Kochen, den Haushalt, den Garten, Reisen, für die wichtigen Dinge im Leben: Freizeit, ohne an den Blog denken zu müssen. Weniger ist mehr, und wenn nicht mehr, so wenigstens etwas. Man muss im Alter abgeben können, sonst wird es einem genommen.
Ich danke für alle die meinem Blog erwiesene Treue und Aufmerksamkeit und wünsche all meinen Leserinnen und Lesern friedvolle, entspannte, heitere und langwährende Tage über Weihnachten und ein gutes, neues Jahr. Auf Wiederlesen, irgendwann im neuen Jahr, ausserhalb der Tretmühle eines festen Programms.

Quelle:
Historisches Lexikon der Schweiz


















































































































