3 lange Monate hat Sie sich nicht mehr in der Küche gezeigt. Krankheit hat sie die Gesundheits-Treppe tief hinuntergestossen. Wochenlang gefangen im eigenen Kohlenkeller. Endlich gehts wieder aufwärts. Stufe um Stufe ist sie das Treppenhaus wieder emporgestiegen, halb aus eigener Kraft, halb geschoben von mir und andern. Da sitzt Sie und begehrt Einlass in die Küche. Nur herein, Frau L. ! Ich freue mich und grüsse herzlich: Ihr alter und neuer Küchengehilfe, zwischendurch Küchenchef ad interim.
Archiv der Kategorie: Gourmandisen
Aepfel mit Schweizer Gen

Für Rubinette Äpfel ist die Saison leider, leider vorbei. Braeburn, eine neuseeländische Zufallszüchtung, haben jetzt Saison. Herzhafte Säure, viel Aroma. Ein valabler Ersatz für Rubinette. Kürzlich habe ich in der Schweiz gezogene Braeburn-äpfel gesehen, die das Schweizer Gen schon derart verinnerlicht haben, dass man ihnen ihre Herkunft gleich ansieht. Aepfel mit Schweizer Gen weiterlesen
zurück in die Truhe
Pause wegen Basler Fasnacht
Meme: about myself, noch ein Stöckchen
Heute schon das zweite Stöckchen, das ich hier verbrenne. Das gibt warm. Dieses hier kommt von Martin, eine meiner bevorzugten Bezugsquellen von Weinnotizen und Kochrezepten.
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1. Was hast Du vor 10 Jahren gekocht/gebacken ?
nichts. Da waren Kochen und Backen an die damalige operationelle Leitung der GmbH, Frau L. delegiert.
Hingegen bewahre ich eine Menukarte auf, die ich ca. 1955 in sehr jugendlichem Alter und 15cm kleiner als heute, geschrieben, gemalt und als Mittagessen ganz alleine gekocht habe. Aufschlussreich der -gemessen an meinen damaligen Kochkenntnissen- grossspurige Schreibstil, der mich bis heute begleitet :-). Meme: about myself, noch ein Stöckchen weiterlesen
Meme: Abgebucht

Gleich von zwei Bloggern erhalte ich ein Buchstöckchen. Von Rufus, dessen witzigem Blog ich gleich eine ganze Videoanthologie (wo finde ich denn die Version mit Rufus ?) über das Flohlied von Modest Moussorgsky verdanke. Zum zweiten vom begabten Schnitzelkoch und Leser Hape42 was sehr wahrscheinlich niemand interessiert… was aber nur der von ihm gewählte Blogtitel ist. Das Schnitzel würde mich schon interessieren, wenn schon seine Ehefrau im Blog Das Leben der Ehefrau indirekt davon schwärmt.
Neben meinem Bett liegt stets ein Bücherstapel. Keine Kochbücher. Das nicht auch noch. Vor dem Einschlafen mutiere ich zum Hörbuch. Aus alter Gewohnheit lese ich jeden Abend aus dem obersten Buch etwa 20-30 Seiten vor. Mit kräftiger Sprechstimme. Das wird von der Verehrten nebenan sehr geschätzt. Eine halbe Stunde ritualisierte Abwendung von der Hektik des Tages. Gut für die Stimmbänder. Meme: Abgebucht weiterlesen
Hier gibt’s gesunde, heisse Marroni

Merkwürdiges Basel. Jeder der etwa 15 Basler Marronibrathütten wurde auf obrigkeitliche Weisung mit diesem Plakat versehen. Das Gesundheitsdepartement dieser Stadt sorgt sich rührend um die Gesundheit der Stadtbewohner und wünscht uns mittels einer Werbeplakataktion alles Gute ! Unsere Gesundheit sowie die italienischen Marroniproduzenten und -exporteure lassen danken.
Die Plakataktion soll den Steuerzahler etwa 10’000 Franken gekostet haben. Die Löhne der Beamten nicht mitgerechnet. Ein Klacks, wenn ich die gesundheitlichen Langzeitfolgen dieser Aktion dagegen aufrechne. Mich wundert, dass unsere Stadt nicht gleichzeitig eine neue Professur und 3 Assistenzstellen an der medizinischen Fakultät ausschreibt, um die positiven Folgen dieser Aktion während der nächsten 10 Jahre wissenschaftlich zu untersuchen, zu begleiten und zu dokumentieren.
Unverständlich, dass Marroni nicht von der Krankenkasse übernommen werden.
Katerfrühstück
Weihnachtsbaum abzugeben
Weihnachtsbaum abgerüstet: kahl, ohne Kerzen, ohne Kugeln, schmucklos sah er aus. Ich habe ihn jetzt mit Zettelchen geschmückt. Jedes beschrieben mit einer Idee für einen Beitrag oder ein Rezept. Weit über 100 sind es schon. Noch kein Wort geschrieben, aber das halbe Jahr schon verplant. Die Zettelchen sind zum Abreissen da, jeden Tag eines. Nicht zu heftig reissen, der Baum soll ja nicht gleich umfallen. Wenn alle Zettelchen weg sind, wird er entsorgt. Samt Sorgen.
Ich wünsche Euch von Herzen ein gutes neues Jahr. Robert von lamiacucina.
Le Menu
Menu am zweiten Weihnachtstag. Mit zwei gerngesehenen Gästen. Die gesundheitlich beeinträchtigte Frau L. dekorierte den Tisch, übernahm die Planung und überliess mir die Küche. Ein ganzes Menu alleine kochen. Zum ersten Mal. Le Menu weiterlesen
Weihnachtsdiorama 2007

Weihnachten. Unser Krippen-Diorama. Gefüllt mit dem bekannten Personal. Dieses Jahr erstmals mit einer modern-eleganten Bogenbrücke über den Jordan, von mir aus den Einlagen von Bordeaux-Weinkisten gebastelt. Darüber durften die heiligen drei Könige schreiten. Ihnen darf man keine nassen Füsse zumuten. Danach wurde die Brücke von streitenden Schafböcken in Beschlag genommen. Der Hintergrund ein von mir selbstgemalter, etwas bombastisch geratener Prospekt, hügelige Toskana, Spätmittelalter, die Palmen aus dem Orient, Schafe aus dem Tirol, handgeschnitzt, aus Gips gegossene aus dem frühen 20. Jhdt, rustikal-modern geschnitzte aus Brienz. Nichts, das zueinander passen will. Ein Abbild der Welt im Kleinen. Weihnachtsdiorama 2007 weiterlesen
Kabelsalat an Soft-Vinaigrette

Kabel, nicht Kabeljau. Das ging ja schneller als ich dachte. Montag früh hab ich mir eine tera-grosse externe Hardisk mit einem neckisch kleinen PC-Tower bestellt, den hab ich am Donnerstag abend erhalten und seither versuche ich, Ordnung in den Kabelsalat zu bekommen; seit Thomas A. Edison hat sich in dieser Technik offensichtlich nicht viel bewegt. Heute gehts nahtlos weiter… Danke für all die herzlichen Wünsche zu einem geruhsamen Advent, Beileidsbezeugungen und freundlichen Telefonate. Ich bin jetzt mit Datenschutzmitteln für die nächsten 50 Jahre versehen. Weniger Kochen, mehr Datensichern, Anleitungen Studieren. Aus mit der erzwungenen Adventsgeruhsamkeit. Eure Kommentare werde ich im Lauf des Tages beantworten.
Was verloren ist, kann ich noch nicht abschätzen, die Backup-software ist mit dem neuen Betriebssystem nicht mehr kompatibel. Toll. Immerhin: meine handgeschriebenen Rezeptkarten, Bücher und Zeitschriftenstapel sind ja alle noch da und was sonst im Kopf rumgeisterte dazu. Warum werden Zivilstandsbücher und Sterberodel heute noch von Hand in Buchform geführt ? Warum wohl ?





