Archiv der Kategorie: Gourmandisen

In 80 Tagen !

Die badenden Oliven

Während andere in dieser Zeit um die Welt reisen, werde ich mich in dieser Zeitspanne abrackern, aus frischen Oliven etwas essbares zu machen. Beim Italiener gabs diese frischen grünen Jumbo-Oliven, ich konnte nicht widerstehen, sah schon das frische Olivengemüse als Beilage zu Fisch. Eine probiert: Grauenhaft bitter. Ungeniessbar. Als Freund alles Bitteren vertrage ich zwar einiges. Aber das war dann doch zuviel. Im Internet hätte man das ja alles nachlesen können. Vorher. Das Netz liefert wenigstens im Nachhinein ein Rezept: Einlegen und Kochen mit Aetznatron (Gefahrenklasse 8). Nein doch lieber nicht. Tagelange Versuche mit dem milderen Backpulver. Bitter bleibt bitter.

Neue Suche, neuer Lichtblick: Aufkochen mit 10% Kochsalz, 40 Tage stehen lassen. Erneut aufkochen mit 8%iger Kochsalzlösung. Erneut 40 Tage warten. Aha, da wird offenbar mit Hilfe der Osmose die Bitterkeit rausgezogen. Schauen, ob wir die misshandelten Früchte noch retten können. Auf Wiedersehen in 80 Tagen !

Veredelung von Saucen: Ein Nachmittag im Kirschensturm

Saucenkurs

Nach dem Grundkurs „Fonds“ habe ich kürzlich den Saucenkurs der Kochschule Kirschensturm von Lucas Rosenblatt besucht. Wiederum ein lohnender Tag. Auf Basis vorhandener Fonds wurden einige typische Saucen-Ableitungen hergestellt: Ölsauce, Vinaigrette, Buttersauce, Buttermischung, Weissweinsauce und zwei dunkle Saucen. Lucas Rosenblatt arbeitet derzeit an seinem „Lebenswerk“, einem Saucenbuch, das Ende Jahr auf den Markt kommen wird. Samstag 1. März 2008 steht ein Fleischkurs auf dem Programm, auf den ich mich heute schon freue. Vielleicht wird doch noch ein Koch aus mir. Bilder der gekochten Gerichte Veredelung von Saucen: Ein Nachmittag im Kirschensturm weiterlesen

Milly for president

Milly for presidentHeute ist in der Schweiz Wahltag. Wir wählen keinen Präsidenten, nur die Mitglieder der Nationalrats-Bundestags-Assemblée-nationale. Überall im Kanton Aargau begegne ich der Propaganda dieser Dame. Ich kenne sie nicht. Ich kenne ihre Partei nicht. Aber sie würde meine Stimme kriegen, wäre ich dort wahlberechtigt. Meine Frühstücksmilch brennt mir jede Woche ein- bis zweimal an. Blogverursacht. Ich erwarte von ihr eine politische Lösung meines Problems.

Travemünde

Travemünde am Bodensee
…Es ist merkwürdig, dass man sich an der See nicht langweilen kann. Liegen Sie einmal an einem andern Orte drei oder vier Stunden lang auf dem Rücken, ohne etwas zu tun, ohne auch nur einem Gedanken nachzuhängen… (Tony in Thomas Manns „Buddenbrooks“).

Nein, nicht Travemünde. Bodensee bei Altnau im Nebel am 09.10.07. Picknick anlässlich einer Wanderung der lamiacucina GmbH. Picknick bestehend aus harten Eiern, Bündner Birnbrot, Frischkäse, Schwarzbrot und Hagebuttentee.

Schlussbericht der Findungskommission für Kalbsfond

Her mit dem Kalb !In der Schweiz basiert fast jeder Entscheid auf einem Pflichtenheft. Der Verwaltungsrat einer Körperschaft bestimmt eine Kommission (Ausschuss). Diese wird beauftragt, ein Pflichtenheft auszuarbeiten, die notwendigen Abklärungen vorzunehmen und das Geschäft zum Entscheid vorzubereiten.

So auch vor einiger Zeit bei lamiacucina in der lebenswichtigen Frage, ob, und wie und nach welchem Rezept Kalbsfond hergestellt werden soll. Meine Frau und ich, die „Familien-GmbH“, deren hiesigen Vorsitz ich zeitweilig innehabe, übertrug mir, als einzigem „Ausgeschossenen“, diese verantwortungsvolle Aufgabe. Eigentlich trifft es mich jedesmal, unsere Familien-GmbH leidet seit ihrer Gründung unter latentem Personalmangel und irgendjemand muss ja kochen. Schlussbericht der Findungskommission für Kalbsfond weiterlesen

Esel bitte nicht füttern

brennholz0Gleich von 2 netten Seiten, bollis kitchen und fressack, werde ich mit dem gleichen Meme (Stöckchen) beworfen. Als loyaler Mensch beantworte ich sie, bevor ich die beiden Stöckchen dem Kaminfeuer übergebe. Daneben hat mich von Rezkonvsuite noch der rosarote Blümchen-Award (nice matters award) erreicht. Nach Hochrechnungen von Hedonistin in low budget cooking bin ich vermutlich einer der letzten Menschen auf dem Erdenrund, der diesen im Schneeballsystem verteilten award noch nicht an der Wand hängen hat. An eine Weitergabe ist somit nicht zu denken. Aber an die Wand pinnen mag ich ihn auch nicht. Ich müsste meine Wände rosa streichen. NB. Gefreut hab ich mich doch darüber. Danke Bolli, fressack und Ilka ! Dochdoch, er frisst, wenn man ihn füttert. Esel bitte nicht füttern weiterlesen

Schwarz. Dreimal.

Wasserbüffel in Schangnau
Ungehalten, schnaubend und trampelnd sind sie auf mich harmlosen Touristen zugestürmt. Mit einem olympiareifen Satz über den Elektrozaun konnte ich Leben und Kamera gerade noch retten. Dabei wollte ich von den temperamentvollen, schwarzen Wasserbüffeln in Schangnau im Emmental nur ein Foto schiessen und anschliessend in der Käserei eine Ration Büffelmozzarella einkaufen. So geht man doch mit einem guten Kunden nicht um ! Hornlos wie sie waren, hätt ich sie ja nicht einmal bei den Hörnern packen können. Schwarz. Dreimal. weiterlesen

Das war Tells Geschoss

Das war Tells Geschoss

Falsch. Schiller lässt Gessler im Präsens sprechen: „Das ist Tells Geschoss“. Zudem stammt die Bild-Idee (leider) nicht von mir. Stephan Bundi, einer der ganz grossen Schweizer Grafiker, hat sie vor ein paar Jahren in einem Plakat für das Stadtheater Bern erdacht und gemalt. Ich will damit nur die Werbetrommel für meine Lieblingsäpfel rühren: Rubinette. Eine Schweizer Züchtung von Walter Hauenstein. Süss, gleichzeitig sauer, voll apfelfruchtig, an Cox-Orangenrenette erinnernd, saftig. Ich kenne keinen besseren Apfel. Der Paradiesapfel der Eva muss ein Rubinette gewesen sein ! Leider gibt es ihn nur kurze Zeit. Ab September bis Dezember (bei professioneller Lagerung). Bei ungeeigneter Lagerung wird er mehlig und welkt rasch. Wilhelm Tell, von Friedrich Schiller, wird ab 27. Oktober im Bremer Theater, gewiss über Dezember hinaus, gegeben. Karten daselbst. Wie Ihr zu den Äpfeln kömmt, müsst Ihr selbst schauen. Sie werden auch ausserhalb der Schweiz angebaut.

Aperto-Open

Aperto
Urlaub vorbei. Ab Montag, 8. Oktober wird hier wieder gekocht, ab sofort wieder berichtet werden. Etwa im Sinne des bekannten Ausspruchs von Günther Grass: „Es gibt nur ein Vergnügen, das größer ist als die Freude gut zu essen, das Vergnügen, gut zu kochen.“

Den Schnee haben wir im Fex-tal (Oberengadin) angetroffen, am 26. September 2007. Wem zu kalt ist draussen, darf sich in der warmen Küche hinzusetzen ! Wenigstens virtuell.

Chiuso-Closed

chiuso per ferie

Wiedereröffnung/Re-opening Montag 8. Oktober. Lesen ist weiterhin möglich und sogar erwünscht. 🙂  Kommentare auf bestehende posts sind möglich, aber wegen dem vielen spam auf Moderation geschaltet. Ich werde sie einmal pro Woche freigeben.

Die Welt ist klein geworden. Alles Wichtige und noch viel mehr Unwichtiges wurde beschrieben, gefilmt, fotografiert. In Hochglanz-Reiseprospekten, Reiseführern und Merian-Heften dokumentiert. Gibt es da noch etwas zu entdecken ?
Uns fehlt es an der notwendigen Fantasie und Energie, um konkrete Ferienpläne zu entwickeln. Was sollen wir Nichtsportler auf einem Segelschiff in der Aegaeis ? was an einem Trekking durch Nord-Burma, was auf einer Mittelmeer-Kreuzfahrt mit Sibylle Sager, der Köchin der Nation, was auf einer Alphütte ohne Wasser ? Chiuso-Closed weiterlesen