Doubs, der Unschlüssige (5): La Goule-La Bouège

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Ein winziges Teilstück nur, am Ende der Welt, zweimal 40 Minuten Wanderzeit, mehr als genug, um das schmerzende Hüftgelenk nach langem Winter wieder an ein paar Schritte zu gewöhnen. Hier gibts keine öffentlichen Verkehrsmittel.  Von Le Noirmont aus gehts rund 400 Höhenmeter steil an den Doubs hinunter. Mit dem Auto. Junge und Ehrgeizige machen das zu Fuss. Und laufen gleich weiter bis La Chaux de Fonds (26 km, mit vielen Höhenmetern)

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In La Goule verengt sich das Tal zu einer schmalen Schlucht. Hier wird das Wasser des Doubs wieder einmal gestaut. Unterhalb der Staumauer bleibt vom Fluss nur noch ein Bächlein. Der Winter war, einmal mehr, viel zu trocken.

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La Goule, ein winziger Weiler, ein verlassenes Zollhaus, eine kleine schmale Brücke auf die französische Seite und ein Parkplatz.

Hier beginnt die kurze Wanderung flussaufwärts bis zum nächsten Gehöft, der Auberge de la Bouège. Während die Natur oben sich daran macht, den Winter abzuschütteln, hat unten am Doubs der Frühling bereits begonnen.

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Das Grün der Terrassen-Auen leuchtet unglaublich satt.

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Kein Mensch weit und breit. Nach 40 Minuten erreicht man die Auberge de la Bouège. Hier könnte man übernachten. Oder Forellen essen. Für mich einen Kaffee. Mit dem einsamen Milchkrug ein paar Worte wechseln, wie schön er es auf seinem Fensterbrett habe. So still. So ruhig. Das werde sich an Ostern ändern, wenn es nicht regne, meint er. Und er muss es wissen.

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Blick weiter talaufwärts, ca. 3 Stunden bis Biaufond. Aber wie zurück zum Auto?

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Bisherige Beiträge:

  1. Doubs, der Unschlüssige (1): Biaufond
  2. Doubs, der Unschlüssige (2): Les Brenets-Châtelot
  3. Doubs, der Unschlüssige (3): St. Ursanne
  4. Doubs, der Unschlüssige (4): St. Hippolyte-St. Ursanne

NB: Die Linzertorte ist nochmals gebacken und fertig im Kasten. In 2 Wochen hier auf dem Blog.

25 Kommentare zu „Doubs, der Unschlüssige (5): La Goule-La Bouège“

  1. Danggscheen fir dä wiiderum interessanti Bricht vom Doubs mit de derzue passende Helge. E Sunntigmorgeaugeschmauss – statt Linzertorte. Au nit schlächt und kaloriearm no derzue. 🙂

  2. könnte ich mit meinen lädierten füssen bewältigen-sürmeli (hund) würde es auch gefallen….aber vorerst binde ich mir mal die schürze um, bereit zum nachbacken deiner linzertorte . frohe ostern!

  3. Lieber Robert, so ein schönes Fleckchen Erde! Und egal, ob nun 10 oder 40 Minuten oder wie lang auch immer: du hast wieder ein Stückchen deines Wanderzieles erreicht! 🙂
    Habt schöne Ostern zusammen und freue dich auf deine nächste Wanderung.
    Liebe Grüße von uns beiden an euch
    Eva

  4. Erst einmal, lieber Robert, wünsche ich Dir, also Euch, ein frohes Osterfest! Und vielen Dank, dass Du uns wieder so angenehm mit auf Deine Tour genommen hast – wenngleich ich nie verstehen werde, wieso Du die Forelle ausgelassen hast. (Frische Forellen in Gasthäusern sind für mich irgendwie immer so ein kleines Stückchen Glück!)

    1. Das kleine Osterglück wünsche ich auch dir und deinen Fellnasen, liebe Claudine. Zwischen den Mahlzeiten ess ich grundsätzlich nie. Flussabwärts hätte mich allenfalls die Forelle in der Auberge du Theusseret gelockt. Sind ja alles Zuchtforellen, die im Doubs noch ein wenig baden dürfen.

  5. Sehr schön sind deine Berichte über den Doubs, so dass ich fast den Wunsch verspüre, die Gegend mal selbst zu erleben. Wenn es nur nicht so weit wäre.
    Ein schönes Osterfest vom Main an den Doubs!
    LG Ulrike.

  6. Ja, der Doubs und dieser Teil des Juras wird drankommen bei unserem Urlaub nächstes Jahr. Danke für die schönen Berichte, die ein bisschen Heimweh machen oder Sehnsucht wecken.
    Mit Songkran, dem Wasserfest, kam hier letzte Nacht auch der erste Regen nach der Trockenzeit, und prompt schletzte es mich am Ostermorgen in einer nassen Kurve mit dem Velo. Nichts gebrochen, nur tüchtig geraspelt 🙂
    Das Radfahren ist mangels Topo-Karten und Wanderwegen mein Wandern.

    1. Ohje. Das Velo ist halt kein Motorrad. Auch wenn dein Sturz nicht an Tramschienen gelegen haben mag. Lass dich gut pflegen! Hier sind wir noch mitten in der Trockenzeit, die Natur wäre froh um etwas Wasser, die Bäume haben auf Wassersparbetrieb umgestellt und die Fische schnappen nach Wasser.

  7. Ein schönes Osterfest! So ein prachtvolles Grün, da kann es ruhig noch kühl sein und feucht, der Frühling ist gewiss

  8. OH, wie schön, wie freue ich mich, dass Sie weiter voran gekommen sind. Es wird doch Frühlings, es muss werden. Und die Torte noch einmal gebacken, wie versprochen. Wunderbar. Das macht auch uns mit glücklich! Liebe Grüße, aus dem Thüringer Schnee heute! Sunni

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