Schlagwort-Archive: Doubs

Doubs, der Unschlüssige (4): St. Hippolyte-St. Ursanne

St-Hippolyte-St-Ursanne 2017 01 01_0706

Mein erklärtes Ziel, von dem ich nicht weiss, ob ich es je erreichen werde: von der Quelle des Doubs bis zu seiner Mündung in die Sâone zu  wandern bzw. zu fahren. Etappe um Etappe. Diesmal kommen weitere 30 km hinzu. Vom Jurahäuschen fahre ich erst nach Goumois hinunter, über den Richtung St. Ursanne fliessenden Doubs in den französischen Teil von Goumois, dann auf die Höhen der französischen Franche-Comté, am Belvédère des fougères vorbei (Aussicht auf den Doubs im Bild oben) und nach einigen Kilometern wieder tief hinunter nach St. Hippolyte. St. Hippolyte liegt an der Einmündung des Flusses Dessoubre in den Doubs, am Arm, der kurz nach St. Ursanne die Schweiz verlässt und in vielen Windungen nach Besançon fliesst.

St-Hippolyte-St-Ursanne 2017 01 01_0718

Am 29. Dezember ist es bitterkalt, die Sonne flach, das kleine Städtchen St. Hippolyte friert und kauert sich eng und schattenwerfend im ohnehin schattigen Tal zusammen. Die Altstadt besteht aus wenigen Gassen, einigen schönen Häusern, einem guten Käseladen, der Kirche und dem Konvent.

St-Hippolyte-St-Ursanne 2017 01 01_0714

Aufwärmen in der relativen Wärme der Stiftskirche aus dem 14. Jahrhundert.

St-Hippolyte-St-Ursanne 2017 01 01_0711

Darin wurde im 15. Jahrhundert das Turiner Grabtuch aufbewahrt. 1452 gelangte dieses in die Hände des Herzogs Ludwig von Savoyen und damit nach Chambéry. Als die Herzöge von Savoyen 1578 ihre Residenz nach Turin verlegten, kam das Tuch nach Turin, wo es noch heute aufbewahrt wird.
1606 wurde in Dôle die Gesellschaft der heiligen Ursula, einem katholischen Frauenorden, gegründet.

St-Hippolyte-St-Ursanne 2017 01 01_0716

1618 zogen die Ursulinen nach Saint-Hippolyte und gründeten eine Schule für die Erziehung Jugendlicher. Der heutige Bau stammt aus dem Jahr 1700.

Während der französischen Revolution verließen die Ursulinen das Kloster. Das Gebäude wurde danach als Präfektur, Gendarmerieposten und Schule benutzt.

Auf der im Winter wenig befahrenen Strasse entlang des Doubs fahre ich gegen St. Ursanne.  Einmal mehr an zwei Stauwehren vorbei.

St-Hippolyte-St-Ursanne 2017 01 01_0721
Das Stauwehr von Soulce-Cernay

Gleich danach weitet sich das enge Tal und erlaubt einen Blick auf die Burgruine von Montjoie-le-chateau. Auf der Anhöhe oberhalb des Dorfes ließ ein lokaler Adliger im 13. Jahrhundert die Burg Montjoie erbauen. Sie entwickelte sich zu einem Herrschaftssitz, der das Doubstal oberhalb von Saint-Hippolyte kontrollierte. Während des Dreissigjährigen Krieges wurden Burg und Ortschaft zerstört, danach wurde die Burg nicht mehr wieder aufgebaut. Zusammen mit der Franche-Comté und dem Elsass fiel Montjoie mit dem Frieden von Nimwegen (Nimmweg-Frieden) 1678 an Frankreich.

St-Hippolyte-St-Ursanne 2017 01 01_0725
Montjoie-le -chateau. Burgruine, Kapelle und Dorf

Die Strasse folgt jeder Windung des Flusses, dreimal wechselt sie von der einen auf die andere Flussseite. In der Nähe von Glère lag die Sonne im engen Tal schon so tief, dass die Fotos in der abendlichen Dämmerung einen zauberhaften Effekt erhielten.

St-Hippolyte-St-Ursanne 20161216_161558
Doubs in der Abenddämmerung bei Glère
St-Hippolyte-St-Ursanne 20161216_155636
Doubs in der Abenddämmerung bei Glère

Kurz nach der Schweizer Grenze erscheint die Pfarrkirche Saint-Valbert von La Motte-Ocourt im Niemandsland weitab beider Ortschaften gelegen. 1641 erbaut, besitzt sie eine bemalte Holzdecke aus der Zeit. Der Raureif im Tal lässt sich zentimetergenau dort nieder, wo die Sonne den ganzen Tag nie hinscheint.

St-Hippolyte-St-Ursanne 2016 12 20_0702
Pfarrkirche Saint-Valbert von La Motte-Ocourt im Raureif

Kurz vor Saint Ursanne ist der Raureif-Spuk vorbei. Hier scheint die Sonne. Kein Wunder, das Bild ist 5 Tage jünger, als ich die Strecke zum zweitenmal befuhr. Es gibt eben Phänomene, die sich nicht so einfach wiederholen lassen.

St-Hippolyte-St-Ursanne 2017 01 01_0727
Doubs zwischen Ocourt und Saint Ursanne
  1. Doubs, der Unschlüssige (1): Biaufond
  2. Doubs, der Unschlüssige (2): Les Brenets-Châtelot
  3. Doubs, der Unschlüssige (3): St. Ursanne
  4. aktueller Beitrag

Quellen:
wiki Convent des ursulines.
wiki St. Hippolyte

Doubs, der Unschlüssige (3): CH-2882 St-Ursanne

CH-2882 St-Ursanne 2016 12 01_0680

Dritte Etappe meiner Alleinwanderungen in Raten am Doubs. Ein Stadtrundgang durch das Städtchen St. Ursanne. 2008 berichtete ich schon mal über das Städtchen hier. Der Ort liegt ja auch nur wenige Fahrminuten vom Jurahäuschen entfernt.

Saint-Ursanne liegt dort, wo sich der Doubs urplötzlich umbesinnt, in einer Schlaufe eine völlige Kehrtwendung macht und wieder nach Frankreich zurückfliesst. In diesem abgeschiedenen Tal errichtete 612 der Eremit Ursicinus, ein Schüler des Heiligen Columban, seine Klause. Später gründeten andere Mönche über dessen Grab ein Kloster, das gegen 850 erstmals in einer Urkunde eindeutig erwähnt ist und zur Diözese Besançon gehörte. Im 11. Jahrhundert wurde eine neue Abtei errichtet, während die alte Klosterkirche zur Pfarrkirche umgewandelt wurde. Im 12. Jahrhundert erfolgte die Umwandlung der Abtei in ein Chorherrenstift, das ab 1210 dem Fürstbistum Basel unterstand und das gesamte Gebiet des Clos du Doubs umfasste. Das um das Kloster (Sancti Ursicini) entstandene mittelalterliche Städtchen erhielt 1338 Marktrechte.

CH-2882 St-Ursanne 2016 12 01_0659
Der Kirchturm stürzte 1365 -nach dem Basler Erdbeben von 1356- ein und wurde 1462-64 wieder aufgebaut.

Die Stiftskirche, eine romanische Pfeilerbasilika mit einer Krypta unter dem Chor, stammt aus dem 12. bis 14. Jahrhundert. Von der Abtei des 11. Jahrhunderts wurden Kapitelle und Teile des Nordportals in den Bau einbezogen. Das im 12. Jahrhundert dem Nordportal des Basler Münsters nachempfundene Figurenportal ist im Stil der burgundischen Romanik erbaut und gehört zu den bedeutendsten Vertretern dieser Stilrichtung in der Schweiz. Das etwas später entstandene Kirchenschiff zeigt Merkmale der Gotik, die Innenausstattung stammt im Wesentlichen aus dem 18. Jahrhundert. Spätbarock. Türe zu.

CH-2882 St-Ursanne 2016 12 01_0658
Südportal
CH-2882 St-Ursanne 2016 12 01_0684
Der frühgotische Kreuzgang

Nördlich angrenzend an die Stiftskirche befindet sich der Kreuzgang sowie in der ehemaligen Pfarrkirche St. Pierre ein Lapidarium mit merowingischen und karolingischen Sarkophagen.

CH-2882 St-Ursanne 20161107_151342
Krypta der Stiftskirche

Unter dem Altar der Stiftskirche modern die Überreste des heiligen Ursicinus in einem Steinsarg, der aus gallorömischer Zeit stammt.

Südlich der Kirche schliesst sich das enge, pittoreske Städtchen an. Die mittelalterliche Stadt besticht durch schöne Bürgerhäuser aus dem 14.- 16. Jahrhundert.
Erschlossen wird es durch 3 Stadttore: St. Peter im Osten, St. Johann im Westen und die kleine St. Paul-Pforte von der Brücke über den Doubs her.

CH-2882 St-Ursanne 2016 12 01_0676
Porte Saint-Pierre: Osteingang mit dem Glockentürmchen von 1665

Die Stadtmauern sind im Osten weit den Hang hinauf gezogen. Während des 30-jährigen Krieges  geriet St. Ursanne  zwischen die kaiserlichen und französisch/schwedischen Fronten und wurde schwer verwüstet. Über dem Städtchen lag früher ein befestigtes Schloss, das während der Franzosenzeit als Steinbruch diente und bis auf die Grundmauern abgetragen wurde.

CH-2882 St-Ursanne 2016 12 01_0679
La Ruelle

Einzelne Objekte stechen besonders hervor:  Die Häusergruppe um den Stift und das Maison de Staal:

CH-2882 St-Ursanne 2016 12 01_0672
„la maison des Oeuvres“. Residenz der Stifts-Probste.
CH-2882 St-Ursanne 2016 12 01_0670
Das Maison de Staal (Ende 16. Jahrhundert)
CH-2882 St-Ursanne 20161107_150954
Eingangspforte des Maison de Staal

Leider ist der ganze Place du mai aufgerissen. Der schöne Brunnen „fontaine du mai“ mit Baugerümpel verstellt.

CH-2882 St-Ursanne 2016 12 01_0654
Place du mai mit Hôtel de ville und Volvo

Nehmen wir dafür ersatzweise einen andern Brunnen, jener in der rue du 23 mai, Mai bleibt Mai:

CH-2882 St-Ursanne 2016 12 01_0677

Damit der Spaziergang doch noch den Titel „Wanderung“ verdient, kraxelte ich mit vielen Verschnaufpausen die 200 Treppenstufen hoch zur Einsiedelei des Ursicinius über der Stadt:

CH-2882 St-Ursanne 2016 12 01_0668

Von 1793 bis 1815 gehörte Saint-Ursanne zu Frankreich. Das Kloster wurde 1803 säkularisiert. Seither ist die ehemalige Klosterkirche Pfarrkirche. Durch den Entscheid des Wiener Kongresses kam das Städtchen 1815 an den Kanton Bern und liegt heute im Kanton Jura.

Zum Schluss umwanderte ich per Auto den Doubsbogen bis hin zur Chapelle Notre-Dame-de-Lorette, die auf dem ehemaligen Pestfriedhof des Städtchen steht.

CH-2882 St-Ursanne 2016 12 01_0649

Die bisherigen Etappen:

  1. Doubs, der Unschlüssige (1): Biaufond
  2. Doubs, der Unschlüssige (2): Les Brenets-Châtelot
  3. aktueller Beitrag
  4. Nächste Etappe: Doubs. der Unschlüssige (4): St. Hippolyte-St. Ursanne

Quellen:
wiki St. Ursanne
St. Ursanne et ses rues, 1977 par Leon Migy

Doubs, der Unschlüssige (2): Les Brenets-Châtelot

Doubs (2) 2016 10 10_0404

Mein erster Beitrag zum Doubs liegt schon über 2 Jahre zurück. Bis vor Kurzem durfte ich nicht daran denken, dass die mit Biaufond (1) mutig angekündigte Serie je noch eine Fortsetzung finden würde. Frau L. musste Wanderungen aufgeben. Damit ich nicht auch noch immobil werde, wandere ich nun alleine. Einer muss den Kopf oben halten.

Doubs (2) 2016 10 10_0397

Der Doubs fliesst grösstenteils durch naturbelassene Landschaften. Einer der schönsten Abschnitte ist die Strecke zwischen Les Brenets und der Staumauer von Le Châtelot. Direkt auf der Staatsgrenze Frankreich-Schweiz. Da ich das Auto in Les Brenets abstellte, machte ich eine Rundwanderung daraus. Erst bequem auf dem Schiff Les Brenets-Saut du Doubs. Zu Beginn lag noch leichter Herbstnebel auf dem Fluss. 3°C. Zeit für Reflexionen.

Doubs (2) 2016 10 10_0408

Doubs (2) 2016 10 10_0402

Doubs-2 2016 09 11_0250
Doubsschleife 2 Wochen vorher von einem Belvedere auf der französischen Seite aus beobachtet

Die zurückliegende Schönwetterphase ohne Niederschläge hinterliess jedoch Spuren, der Pegelstand des Lac de Brenets lag tief wie selten, die Wasserfälle des Saut du Doubs praktisch ausgetrocknet. Es sind aber noch andere, weniger augenfällige Faktoren, die dem Doubs zusetzen: Die Landwirtschaft, deren Austrag an Düngern und Pestiziden sich im Flusswasser finden, ungenügend gereinigte Abwässer, mehrere Wasserkraftwerke, die mit ihren Sperren und rasch wechselnden Wasserständen den Fluss und seine Fauna schwächen sowie zahllose Schwellen, die für die Fischfauna unüberwindlich sind. Die beiden Herren auf der französischen Kanzel sehen auch kein Wasser.

Doubs (2) 2016 10 10_0415

Ein kranker Fluss, an der Grenze zwischen Frankreich und der Schweiz. Niemand ist zuständig, um Abhilfe zu schaffen. Der Schwarzpeter wird reihum weitergereicht, und was so malerisch aussieht, wird wohl nicht krank sein. So denken Bürokraten. Ich wandere weiter, entlang des Lac de Moron. Meist durch lichten Wald, vor etwa 40 Jahren war hier alles abgeholzt. Steinwüste.

Doubs (2) 2016 10 10_0417

Und, auf dem Rückweg später von oben gesehen, das ganze Rund des Lac de Moron.

Doubs (2) 2016 10 10_0425

Kurz vor der Staumauer gehts ruppig (mit vielen Pausen, bin ja völlig untrainiert) in die Höhe auf die Felsen von Moron, ausser einer Gemse niemand zu sehen. Statt einer Dose Powergetränk „das dir das Gefühl von Stärke und Freiheit gibt“, hatte ich nur 2 Äpfel dabei. Am Aussichtspunkt Les Roches de Moron. 1 Rucksack, 1 Paar Wanderstecken.

Doubs (2) 2016 10 10_0421

Die Staumauer von Le Châtelot.

Doubs (2) 2016 10 10_0423

Blick flussaufwärts Richtung Saut du Doubs. Oben an den zwei Aussichtspunkten Côte de l’escarpineau und Belvédère Les Recrettes vorbei und alles wieder zurück hinunter nach Les Brenets.

Doubs (2) 2016 10 10_0420

Kurz vor dem Abstieg ein friedlicher Abschluss der Wanderung.

Doubs (2) 2016 10 10_0428

Doubs, der Unschlüssige (1): Biaufond

Doubs (1) Biaufond 2014 03 12_3465
Der Doubs in der Schlucht unterhalb Biaufond

Der Name „Doubs“ soll vom Lateinischen „dubius“ stammen. Glaubhafteren Quellen zufolge stammt er aus dem Keltischen und bedeutet „dunkel“. Gewiss, er ist ein Zweifler, Unschlüssiger, Zauderer. Sein Wasser tritt in kräftigem Strom aus einer von Karsthöhlen durchzogenen Unterwelt am Fuss eines Berges auf beinahe 1000 Meter Höhe bei Mouthe (F) zutage. Von der Quelle bis zur Mündung in die Sâone liegen nur 90 Kilometer Luftlinie Distanz, doch der Doubs lässt sich Zeit. Er benötigt dafür ganze 453 Kilometer. Unter vielen Richtungsänderungen durchzieht er erst den französischen Jura nach Nordosten. Ab Les Brenets bildet er die Grenze zwischen der Schweiz und Frankreich, zwängt sich durch enge, malerische Schluchten der Grenze entlang, um in St. Ursanne, nun für 30 km zum eidgenössischen Fluss geworden, eine 180-Grad-Wende zu vollziehen. Kein Durchkommen. Inzwischen wieder französisch, fliesst er zurück, Richtung Südwesten. Unterbrochen durch einen kleinen Abstecher nach Norden. Gemächlich gurgelt er, fröhlich mäandrierend, Richtung Burgund, um endlich sein dunkles Wasser bei Verdun-sur-le-Doubs der Sâone beizumischen.

Seit wir vor vielen Jahren in einem kleinen Restaurant Nähe Verdun-sur-le-Doubs einen Roi du Doubs (ein inzwischen praktisch verschwundener Fisch,  Apron, Zingel asper), gegessen haben, möchte ich den Doubs von der Doubsquelle bis zur Einmündung in die Sâone bewandern. Verpasst. Heute sind wir dafür zu alt, viele schöne Stellen sind nur in Wanderschuhen zu erreichen, man sollte seine Wünsche halt in jüngeren Jahre realisieren. Doch für einen kurzen Ausflug, mal dahin, mal dorthin sollte unsere Energie noch reichen. Ich setze mich einfach mal unter Druck… immer in der Hoffnung, dass die kleine Serie noch eine Fortsetzung finden wird.

Aus 1000 Meter Höhe muss man sich erst 400 Meter tiefer an den Doubs hinunter bewegen (Mäxle macht das für uns).

Doubs (1) Biaufond 2014 03 12_3462
Von La Chaux-de-Fonds nach Biaufond
Doubs (1) Biaufond 2014 03 12_3474
Der Doubs, gestaut bei Biaufond
Doubs (1) Biaufond 2014 03 12_3475
Flussaufwärts, Richtung La Rasse
Doubs (1) Biaufond 2014 03 12_3477
Doubs, bei La Rasse

Auf der Suche nach einem schönen Aussichtspunkt sind wir auf der französische Seite wieder hoch gefahren. In der Karte war ein solcher eingezeichnet: Èchelles de la mort. Todesleitern. Las sich spannend. Immer schön den Wegzeigern entlang auf einem kleinen Fahrweg immer tiefer hinunter (Aussichtspunkte liegen sonst doch oben ?). Zuunterst kamen wir bei den Todesleitern an. Ein Klettersteig am Ufer des Doubs, früher von Schmugglern benutzt, jetzt für Sportkletterer ausgebaut. Nur für Schwindelfreie, mit Ausrüstung und Helm. Wer hinauf klettert, darf zum Dessert die schöne Aussicht geniessen. Nichts für uns.

Doubs (1) Biaufond 2014 03 12_3468
Echelles de la mort mit schwindelfreien Kletterern

Wir atmen tief durch und beruhigen uns indessen mit einem langen Blick in das grüne Moos.

Doubs (1) Biaufond 2014 03 12_3471
Am Ufer des Doubs. Szenerie für einen Keltenfilm.
Doubs (1) Biaufond 2014 03 12_3467
Am Ufer des Doubs. Die Felswände stehen in der Schweiz.

Und wieder in die Höhe, wieder ganz hinunter, und wieder hinauf, heim ins Jurahäuschen.

Doubs (1) Biaufond 2014 03 13_3457
Jurahäuschenidylle

Uebrigens: die nächsten Verwandten des Roi du Doubs leben in der Donau und ihren Nebenflüssen. In alten Zeiten (vor und während des Tertiärs, also vor rund 65 Mio Jahren) waren Rhein, Rhone und Donau vorübergehend miteinander verbunden, entwässerten sich zunächst Richtung Osten, dann nach Westen, wieder nach Osten und schliesslich, bis heute, in drei verschiedene Richtungen. Dadurch konnten Fische in beiden Richtungen wandern.