Quiche Lorraine „du bien au meilleur“

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Eine klassische Quiche war gewünscht für 3 Personen. Mir auch recht, da brauche ich nicht lange herumzustudieren. Den Teigboden lieh ich mir vom Zwiebelkuchen nach Fredy Girardet, die Senf-Bodenglasur bei Anne-Sophie Pic  Savoureuse Quiche Lorraine und die Füllung und Backtemperaturen von Claudio del Principe aus dem eben erworbenen Buch „al forno“.  Ungefähr. Für das klassische goldgelb ist die Quiche etwas gar dunkelgelb geraten, aber niemand hat reklamiert.

Quiche Lorraine


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Zutaten
Form: 26 cm rund

für den Teig:
200 g Weissmehl (L.: Schweizer 00-er)
130 g Butter
20-30 ml Wasser
1 Ei
4 g Salz

1 EL Savorasenf aus Frankreich (Alternative: Estragonsenf)

für die Füllung:
120 geräuchter Speck, fein gewürfelt
1 Zwiebel (L.: Manchon rot), fein gewürfelt
1 Stange Lauch, fein gewürfelt
ca. 2 dl Vollrahm
100 g Crème fraîche
2 frische Eier
60 g Comté 24 mois (oder Greyerzerkäse)
Meersalz aus der Mühle
schwarzer Kampotpfeffer aus der Mühle
Muskatnuss, frisch gerieben

Zubereitung
(1) Mehl und Salz in die Teigschüssel des Rührwerks sieben. Kalte Butter in kleinen Würfeln unter das Mehl mischen und mit dem K-Haken langsam zu einer krümeligen Masse verrühren.
(2) Das Ei und soviel Wasser in kleinen Portionen zugeben, bis der Teig klumpt. Nicht kneten. Von Hand zu einer Kugel formen und eingewickelt in Küchenfolie 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Ofen auf 170°C Umluft stellen.
(3) Den Speck sehr fein würfeln und in einer beschichteten Bratpfanne langsam knusprig braten,  die fein geschnittene Zwiebel und Lauch zugeben, dünsten bis beide Gemüse halbgar sind. Nach Bedarf nachwürzen. In einem Sieb abtropfen und auskühlen lassen.
(4) Die Blechform mit einem Bogen Backpapier auslegen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 3 mm dick rund ausrollen und die Tarteform inklusive Rand damit auskleiden. Den Boden mehrfach mit einer Gabel anstechen. Ein zweites Backpapier drauflegen und mit Backbohnen beschweren. Den Teig 15 Minuten blind backen, herausnehmen, die wiederverwendbaren Backbohnen entfernen. Ofen auf 200°C Umluft stellen.
(5) Den Boden mit dem Senf einpinseln.
(6) Die Speck-Zwiebel-Lauchmischung auf den Teigboden verteilen und leicht andrücken.
(7) für den Guss Rahm, Crème fraîche, Eier und Käse verrühren. Würzen und sorgfältig über die Speck-Zwiebel-Lauchmischung giessen.
(8) Im vorgeheizten Ofen auf der untersten Rille ca. 20 Minuten backen, dann die Temperatur auf 180°C reduzieren und die Quiche in 15-20 Minuten fertig backen.

Wohlfühlwinterliches aus dem Ofen. Blog-Index ist nachgeführt.  Die alten Rechnungen bezahlt. Schnee darf kommen. Aber bitte ein bisschen plötzlich.

28 Kommentare zu „Quiche Lorraine „du bien au meilleur““

  1. Grad gestern gebacken. Bevor ich das „lamiacucina“ Rezept sah. Als Heimwehbaslerin ist die Quiche Lorraine DAS -von meinen Freunden und mir- favorisierte ApéroGebäck. Nun habe ich noch den Senf auf den Teigboden dazu gelernt. Mache ich zwar sonst bei meinen „Schinkengipfeli“ auch. Nur beim Quiche ist es mir noch nie in den Sinn gekommen. Danke und auf weiterhin spannende Rezepte
    Verena

  2. ….und nach dem backen deiner quiche, ist auch mein kühlschrank wieder „aufgeräumt „! aber heute will ich nun e n d l i c h das rotkraut sous vide ausprobieren. 👋🏼❤️aus dem zur abwechslung auch mal sonnigen lenzburg 🐝🐶

    1. Diese Donners Lauchstangen verstopfen auch hier andauernd den Kühlschrank. Weg damit 😀. Mittellandnebel hätte ich zur Abwechslung vom ewigen Sonnenschein auch wieder mal gerne. 😎

  3. Herr Buchfink möchte diese Quiche nach deinem Rezept essen und da werde ich nicht nein sagen, weii ich schon lange keine mehr gemacht habe und dein Rezept schon virtuell so gut riecht!

  4. Nachdem ich bei der letzten Elsaß-Spritztour dieses phänomenalen Senf ergattern konnte, werde ich die Verwendung in einer Quiche demnächst austesten, danke für Inspiration. Lauch und Speck sind leider unangebracht im Hause B…. Alles Gute und bestmögliche Gesundheit für 2020
    Christine

  5. Herrlich, leider isst mein Mann gar keinen Käse.
    Ich möchte einen Vorschlag machen. Roll doch den Teig zwischen 2 Bögen Backpapier aus und setze ihn damit in die Form. Dann das obere abziehen, Boden einstechen, wieder das Papier drauf und blindbacken. Wenn du dann noch die aller unterste Ofenschiene nimmst, wird der Boden wunderbar mürbe.
    Danke!

    1. So hab ichs mit den 2 Bögen gemacht, aber nicht so beschrieben. Das kommt von copy/paste. Hingegen ist mir hier tatsächlich passiert, dass ich auf der zweituntersten Rille gebacken hatte. Gut gesehen 🙂

  6. Ganz vielen Dank für dieses Rezept. Es gibt Klassiker, die kann man immer und immer wieder neu kombinieren, variieren und entdecken. Gern werde ich dies mit deinem Rezept demnächst tun. Meine Liebste wird sich freuen, wo sie Quiche Lorraine seit vielen Jahren liebt.

    1. Leider führen gute Restaurants keine derartigen Klassiker mehr in ihren Karten. Orientieren sich lieber an Modetrends. Molekularküche (schon vorbei) oder fermentierte Löwenzahnblütenbätter und derlei Schnickschnack.

  7. Wie gern „verirre“ ich mich ab und an „in diesen seltsamen Blog“ (deine Worte von neulich). Im Kuchenbacken unerfahren, doch Porreeliebhaberin werde ich mich hier sogar ans Nachbacken wagen. Den Speck weglassen, und sei er noch so lorraine, aber ihn auch durch nichts anderes ersetzen und sei es noch so geräuchert.
    Was ich sagen wollte: Wie schön, dass du immer weiterbloggst, und ich wünsche dir für das neu angefangene Jahr viel Vergnügen dabei, die rechte Esslust und nötige Muße, dazu Freude am Ausreisen, gute Gelegenheit dafür und Sonne, Wind und Regen im richtigen Maß. Alles Gute!

    1. Danke für die aufmunternden Worte, Ulrike. Sprache ist ein probates Mittel gegen das innere Verstummen. Kochen und Ausreisen sind nur Gerüste, an die ich mich klammere. Dir wünsche ich alles Liebe und Gute. Und dass sich deine kleinen und grossen Träume realisieren lassen.

  8. Alles Gute im neuen Jahr 🙂

    Ich habe heute die Quiche für die Familie gemacht.

    Leider mit (150 gr) Pancetta, das wurde dann etwas salzig.

    Es sind trotz des hohen Salzgehalts nur 2 schmale Stücke übrig, und denen fehlt Rand und Boden…

    Bitte machen Sie weiter mit Ihrem Blog, das bringt mich immer uf tolle Ideen, was ich nachkommen könnte.

    Die Polenta im Ofen ist auch von Ihnen übernommen und wird seither immer so gemacht. Einfach fantastisch.

    Beste Grüsse vom Lindenberg

    Thilo

    1. Danke. Auch dir alles Gute! Viel Wasser trinken hilft auch im neuen Jahr. Ich hab mageren Frühstücksspeck verwendet, der ist geräuchert, Pancetta meist nur luftgetrocknet. Der Salzgehalt ist deshalb vom Produkt abhängig. Dass mal etwas missglückt, passiert auch mir. LG.

  9. Heute gemacht, da keinen Lauch gehabt und nur wenig Speck, mit Thai Spinat und Fleischkäse von einem Deutschen hier, und natürlich nicht mit dem Gourmet Senf sondern billigem DE Senf. Hat trotzdem sehr geschmeckt. 😊

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