Archiv der Kategorie: Gourmandisen

Champagne gegen Champagne: Dramolett in 3 Akten, einem Prolog und einem Epilog

Ort der Handlung

Champagne, ein kleines Dorf am westlichen Ufer des Neuenburgersees. Nähe Grandson. Nahe am Schlachtfeld, bei dem 1476 die Eidgenossen Karl dem Kühnen das erstemal eine Schlacht geliefert und gewonnen haben.

Die Personen der Handlung

Kläger: Das allmächtige Syndicat Général des Vignerons de la Champagne (F), vertreten durch a) Rechtsanwalt Nicolas Sarkozy, derzeit Staatspräsident, b) den hohen Gerichtshof der Europäische Union.

Beklagte: 40 kleine Weinbauern im oben erwähnten Schweizer Dorf Champagne.

Souffleur: Karl der Kühne, Herzog von Burgund, 1433-1477, begraben zu Brügge.

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Neo-Postalisches

Paket3
Schon wieder hat die Schweizerische Postzollstelle Arbeit erhalten. Da haben wir den Käse. Neue Zolldeklaranten und -assistenten werden gesucht, um der Arbeitsflut Herr zu werden. Kurz: Die talentierte Köchin aus Paris… auf den link klicken um zu erfahren wer das ist :-), hat uns schon wieder mit einem Paket bedacht. Das ist sehr nett von ihr und wird von uns hochgeschätzt und herzlich verdankt. Das Paket enthielt eine kleine, feine Auswahl erlesener Käslein, ganz links der Trappe d’Échourgnac aus dem Périgord, der mit Nusslikör affiniert wird und schon entsprechend köstlich riecht, dann die Ziegenkäse Pélardon aus dem Languedoc-Roussillon, einen chèvre frais und einen chèvre frais cendré. Paket3
Alles abgabenfrei. In meinem Keller habe ich als Wein dazu einen Schweizer Viognier ausgewählt. Sancerre oder Weissburgunders würden zu den Ziegenkäsen auch passen. Der Pélardon ist reserviert für ein warmes Gericht, die andern gibts heut abend, mit etwas Salat und wenig Rösti.
Danke Frau Bolli. Mein Gegenpaket kommt bald, hier ticken die Uhren langsamer als in der Weltstadt. Auf dass die technischen Probleme in Deinem Blog bald wieder gelöst sind.

Wunsch ans Christkind

Weihnachtswunsch
Ach dieser gut 60 Jahre alte, schöne, gute, gute, gute, schweremaillierte Backofenherd der längst im schwedischen Weltkonzern untergegangenen Schweizer Firma. Darin haben unsere Mütter (und das junge „Fräulein L.“) noch gebacken. Zwei Schalter, unabhängig voneinander regulierbare Unter- und Oberhitze, Stufen 1-4. Thats it. Keine Temperaturanzeige, keine Programmierung, keine Zeitschaltuhr, kein Thermostat, kein Sichtfenster, kein sonstiger Schnickschnack. Mit etwas Erfahrung konnte man für jedes Backgut einen idealen Temperaturgradienten im Ofen herzaubern.

Etwas das mit meinem neuen, superteuren Backofen einer heute führenden Schweizer Firma nicht mehr möglich ist. Hier herrschen die Thermostaten. Und die machen was sie wollen, nicht was ich will. Unter- und Oberhitze getrennt regulierbar ? Gibt es nicht. Denn die von der Firma gesponsorte, Schweizer ex-Tennisdame kann ja nicht kochen, die braucht sowas nicht. Der schöne, alte Herd steht im aktuellen Guckfenster des Puppenhausmuseums Basel. Wir hätten gern unsern alten Herd wieder, liebes Christkind. Und sonst halt den hier. Vielleicht hat dieser getrennte Unter- und Oberhitze.

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Weihnachtsbäckerei Sachsen-Coburg+Lamiacucina

Ernst_Meister_DamenportraitSachsen-Coburg-wie bitte ? Einige unser Weihnachtsplätzchen (CH: Wiehnachtsgutzi) haben einen edlen Stammbaum. Sie stammen aus dem Rezeptbuch von Frau Curtius, Tochter des letzten Hofjägermeisters am bulgarischen Hof des Zaren Boris III. Der Zar, ein Abkömmling der Dynastie Sachsen-Coburg-Gotha aus der Wettiner-Linie. Deswegen nennen wir unsere Weihnachtsplätzchen (im Scherz) „Sachsen-Coburg“. In meinem Blog werde ich im Laufe der nächsten Wochen das eine oder andere dieser Rezepte eintragen. Weihnachtsbäckerei Sachsen-Coburg+Lamiacucina weiterlesen

Meme: Thinking Blogger Award

Auguste_Rodin_DenkerNoch ein award. Rosa von yummy-yums hat ihn mir überreicht. Und ich soll ihn an fünf weitere Blogs, die mich zum Denken anregen, weiterreichen. Dass ich darauf eingehe hat damit zu tun, dass ich den von Rosa geführten Blog gerne lese, er ist sehr feinfühlig und mit viel Poesie geschrieben, schöne und professionelle Natur- und food-Fotos. Ich freue mich, dass Sie mich auf ihre Sympathieliste gesetzt hat. Danke Rosa !

Der Urheber des awards, Ilker von the thinking blog (nein, kein link) begründet seinen thinking blogger award mit widersprüchlichen Argumenten. Dieser im Schneeballsystem vertriebene award ist nichts anderes, als eine für den Ersttäter sprudelnde Quelle von Werbe-einnahmen. Dagegen sind die „nenne 5 deiner liebsten…“-stöckchen direkt harmlos und für Liebhaber von homestories lesenswert.

Ich könnte hier mit Schreiben aufhören. Aus Sympathie zu Rosa und ihren bezaubernden Katzen Maruschka und Fridolin verlinke ich hier 5 weitere Blogs, die ich täglich gerne lese. Naturgemäss eine Auswahl, ich lese ja mehr als 5 Blogeinträge täglich. Ich verteile jedoch keinen award. In diesen 5 Blogs finde ich täglich kreative, überraschende Kochrezepte oder perfekt recherchierte Reportagen. Frisch, unkompliziert und nachvollziehbar, heiter und humorvoll präsentiert, oft mit Tiefgang und fast alles ohne Werbung. In alphabetischer Reihenfolge:

Bolli’sKitchen 
einfachkoestlich
esskultur 
genussmousse
The low Budget Cooking

und ich hätte noch weitere hinschreiben wollen…

Das Bild stammt von wikimedia-commons.

Hääfelimärt und Magenmorsellen

Karussell Petersplatz
Die Basler Herbstmesse hat eine sehr lange Jahrmarkts-Tradition. Am Reichstag in Regensburg 1471 gewährte Friedrich III, Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation einer Basler Abordnung das Privileg, dass die Stadt je eine Messe im Frühjahr und im Herbst abhalten dürfe. Verbrieft auf ewige Zeiten. So geschah es denn bis heute. Sie beginnt jeweils 14 Tage vor dem Sankt Martinstag. Auch wenn der lärmige Jahrmarkstrummel längst auch hier Einzug gehalten hat, so gibt es doch noch eine Nische, die ihren Liebreiz erhalten hat. Der Markt auf dem Petersplatz. Gemüseraffeln, Putzmittel, Buchantiquariate, gebrannte Mandeln, Würste, Lebkuchen, Weihnachtsmitbringsel, warme Wollwaren, Gebasteltes, Magenmorsellen, Springerliformen und der Hääfelimärt (Chachelimärt). Hier mein Messebericht. Hääfelimärt und Magenmorsellen weiterlesen

Remake: Canocèi, blaue Periode

Canocei bianco e blu
Canocèi, eines meiner ersten Internet-Rezepte. Tortelloni, gefüllt mit Kartoffelpüree, aromatisiert mit ganz wenig Zimt und viel brauner Butter. Die werden bei mir in regelmässigen Abständen angefertigt. Schliesslich koche ich nicht (nur) für den Blog, sondern auch für die lamiacucina GmbH. Und die verlangt immer wieder nach den alten, guten Köstlichkeiten. Da ich meine blaue Periode noch nicht ganz ausgelebt habe, gibts diesmal gleich zwei Füllungen, die eine mit normalen Kartoffeln (Amandine), die andere mit blauen Kartoffeln (Vitelotte). Das Rezept habe ich im Lauf des Jahres leicht geändert, drum nochmals  zum Rezept Remake: Canocèi, blaue Periode weiterlesen