Schlagwort-Archive: Nachgebacken

Mangold-Tarte

Mangold Tarte 0_2011 01 07_1367
Krautstiel-Wähe-Tarte-Quiche

Keine Ahnung, wo mitten im Winter plötzlich einheimischer Stiel-Mangold (Krautstiele) wächst. Aber da er nun mal so frisch, unschuldig, rot und sogar in Bioqualität in der Supermarkt-Auslage lag, konnte ich nicht anders, als ihn mitnehmen. Zuhause wurde ich zünftig ausgescholten (!*!*?¢*&!saison*!z¿¿!) usw. Ich murrte zurück, unter Hinweis auf eine neue, seit einem Jahr unbenutzte Rechteckform mit herausnehmbarem Boden. Unglaublich, was Frauen in Haushaltläden überflüssige Gerätschaften einkaufen und dann doch nie gebrauchen. Nach dem bei einem Schwarztee geschlossenen Waffenstillstand erklärte ich mich bereit, die Form einzuweihen, statt mit Mürbteig mit Teigresten von Frau L.’s  Quark-Blätterteig aus dem Gefrierfach.  Nun fehlte mir nur noch die Füllung.  Rezept musste ich nicht lange suchen. Im kleinen Kuriositätenladen wurde ich auf Anhieb fündig. Die Menge der Füllung habe ich etwas reduziert, da der Rand der Tarte nicht sehr hoch war.

Mangold Tarte 0_2011 01 07_1359
rote Krautstiele

Zutaten für eine rechteckige Form 20×30 cm (entspr. 28 cm runde Form)

für 500 g Quark-Blätterteig:
240 g Weissmehl
1/2 Tlf. Salz
120 g Butter
150 g Rahmquark

Von diesem Ansatz waren noch 300 g im Tiefkühler. Das reichte gut.

für den Belag:
50 g durchwachsener Speck (bei mir aufgeschnittenes Baselbieter Kirschcarré)
1 roter Krautstiel (Stiel-Mangold),  ca. 200 g
1 kleine Zwiebel
Salz und Pfeffer
1 Prise Muskat
40 g Sbrinz, frisch gerieben

2 Eier
250 ml Halbrahm
Salz, Pfeffer, Muskat

Zubereitung

für den Quark-Blätterteig:
(1) Gesiebtes Mehl und Salz in die Teigschüssel des Rührwerks geben. Kalte Butter in Flöckchen unter das Mehl mischen und mit dem Flachschläger zunächst langsam, dann schnell zu einer krümeligen Masse verrühren. Den Quark zugeben, auf mittlerer Stufe kurz einarbeiten. Den Teig nicht lange kneten und quälen. Von Hand rasch zu einer Kugel formen, etwas flach drücken und in eine Folie eingewickelt eine Stunde in den Kühlschrank stellen.
(2) Damit der Teig blättrig wird, touriert man ihn zweimal:
1. Tour: Teig ca. 3 mm dick, rechteckig auswallen, das linke Drittel des Rechtecks über das mittlere Drittel einschlagen, das rechte Drittel des Rechtecks darüber schlagen. In Folie einwickeln und eine Stunde im Kühlschrank kalt stellen.
2. Tour: Den Teig derart hinlegen, dass die Faltkanten links und rechts liegen, nochmals rechteckig auswallen und wie in der ersten Tour zusammenfalten. Ergibt total 9 Touren.

Mangold Tarte 0_2011 01 07_1402
Blindbacken

für die Tarte:
(3) Teig ca. 3 mm dick auswallen, in die gebutterte Tarteform einpassen. Boden mit Gabel einstechen, mit Backpapier und Backbohnen belegen und im vorgeheizten Ofen 15 Min. bei 180°C blindbacken, Papier und Bohnen entfernen und nochmals 5 Minuten nachbacken.

Mangold Tarte 0_2011 01 07_1361
Füllung anbraten

für den Belag:
(4) Den Mangold putzen, die Blätter in Streifen schneiden und die Stiele in Rauten. Zwiebeln würfeln. Speck würfeln. Den Speck in einer Pfanne auslassen und herausnehmen. Bei meinem Kirschcarré habe ich nur den Fettrand ausgelassen. Im Speckfett die Zwiebeln anschwitzen und die klein geschnittenen Mangoldstiele kurz mit durchschwenken. Zum Schluss die Blätter ebenfalls dazugeben und durchschwenken, Hitze reduzieren und Deckel drauf, bis sie zusammenfallen. Speck dazugeben, beiseite stellen und abkühlen lassen.
(5) Aus den Eiern, dem Halbrahm und den Gewürzen einen Guss herstellen.
(6) Den Tarteboden mit dem restlichen Reibkäse bestreuen. Den Guss mit der Speck-Mangoldmischung und dem Rest des Käse vermischen und auf dem Tarteboden verteilen.
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen (untere Hälfte) ca. 30-40 Minuten backen.

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Anmerkung
Nicht schlecht (Schweizerdeutsch für „sehr gut“).

Tessinerbrot (mit Salame nostrano)

Tessinerbrot 0_2010 10 01_0087

Tessinerbrot ist in unsern Bäckereien selten geworden. Durch andere Spezialbrote an Beliebtheit überholt. Vor drei, vier Monaten entdeckte Frau L. im CO.OP-Heft diesen Werbeartikel und beauftragte mich mit der Beschaffung eines Tessinerbrots. Wie schön, dass Tage später zorra vom kochtopf Tessinerbrot verbloggte, kurz darauf bestätigt in einer dunkeln Version von Paules ki(t)chen. Gut Ding will Weile haben, Brotbacken benötigt bei mir, da es an Können gebricht, eine ausgefeilte Logistik, Mut und Glück. Indessen backe ich es nun schon zum drittenmal,  einfach, weil es uns schmeckt, sich für Wenigbrotesser einigermassen frisch hält und sich durch Abbrechen einfach portionieren lässt.

Tessinerbrot 0_COOP

Zutaten
für den Vorteig
150 g Halbweissmehl (Type 812)
100 g Wasser
1 g Trockenhefe (ich nahm 2 g Frischhefe)
2,5 g Speisesalz

 

Tessinerbrot 1_2010 10 01_0084
vor dem Backen

 

für den endgültigen Teig:
350 g Halbweissmehl (Type 812), beim aktuellen Backen habe ich Farina Magiche Manitoba rinforzato Typo 0 verwendet, ein Mitbringsel aus dem Veltlin.
190 g Wasser
30 g Sonnenblumenöl (ich nahm 30 g flüssige Butter, Sonnenblumenöl haben wir nicht)
3,5 g Trockenhefe (ich nahm 8 g Frischhefe)
8 g Speisesalz
gesamter Vorteig

Zubereitung
für den Vorteig
(1) Alle Zutaten mischen und gut kneten. Vorteig zugedeckt (mit feuchtem Tuch oder in Plastikgefäss) bei Raumtemperatur über Nacht stehen und gehen lassen. (im kühlen Keller, in der Küche wars zu warm)

für den endgültigen Teig:
(2) Hefe im Wasser suspendieren, zum Vorteig geben, mischen, Mehl dazusieben, kneten. Butter bei laufendem Kneter dazuträufeln und 4 Minuten auf langsamer Stufe kneten, dann Salz dazugeben und auf etwas schnellerer Stufe 6 Minuten fertigkneten. Teig zugedeckt bei Raumtemperatur 60 Minuten ruhen lassen, dabei nach 30 Minuten 1x falten.
(3) Den Teig in 6 Stücke  zu etwa 130 g teilen und rund formen, dann 5 Minuten ruhen lassen, danach oval formen und alle 6 Stück aneinanderlegen. Die Teile sollen sich berühren aber trotzdem nicht zu nahe aneinanderliegen. Das Brot zugedeckt 50 Minuten gehen lassen.
(4) Backofen inkl. Blech (untere Schiene) auf 230 Grad vorheizen. Brot mit einer Rasierklinge oder Messer 2 cm längs tief leicht schräg einschneiden. Brot einschiessen, 10 Minuten backen, Temperatur auf 180 Grad hinunterschalten nochmal 25 Minuten backen. Rausnehmen und sofort mit etwas Kaffeerahm oder Milch bestreichen, dies verleiht dem Brot einen schönen Glanz. Beim dritten Backen hab ich 10 Minuten vor Ende ein Restchen Eigelb, mit Milch verrührt, angestrichen.

 

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geht mit Salami und Wein wie mit Butter und Konfitüre zu Kaffee

 

Anmerkung
Das Brot schmeckt ausgezeichnet, war bei den ersten beiden Versuchen mit Normalmehl etwas kompakt, beim dritten Versuch, mit Manitoba Zaubermehl, luftiger, perfekter. Geschmacklich liegt es näher beim Tessinerbot, wie ich es aus den 60-er Jahren kenne. Heutiges Tessinerbrot aus den einschlägigen Grossbäckereien erinnert eher an einen fluffigen  Zopfteig.
World Bread Day 2010 (submission date October 16)

 

Auf dem Zaubermehl steht u.a.: Le Farine Magiche faranno nascere dalle tue mani capolavori di bontà per stupire anche la più abile delle tue amiche. Das Magische Mehl lässt aus Deinen Händen Meisterwerke entstehen, die selbst die geschicktesten Deiner Freunde beeindrucken. Mindestens ich war beeindruckt. Der Teig mit dem Zaubermehl war nach dem Gehen wesentlich standfester. Gut, habe ich noch ein paar Kilo davon mitgebracht.  Gemäss Deklaration sollen Malzmehl und Vitamin C als Zusatzstoffe drin sein.

Mein Beitrag zum world bread day 2010.

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Nachgebacken: Tomaten-Zucchini-Tartelettes

Tomaten-Zucchini-Tartelettes 0_2010 07 08_7950

Ein Paket meines selbsthergestellten Blätterteiges aufgetaut, ausgewalzt, belegt mit confierten Tomätchen und Zucchini. Alles im Ofen gebacken, und schon haben wir ein Sommergericht zu einem Salat. Entdeckt bei Eva Deichrunner. Inzwischen bereits nachgekocht durch Petra von Brot und Rosen und Päm von mestolo.

Zutaten
für 2 Personen mit einem Salat

300 Gramm Datteltomaten, ab Juli von der schweizerischen Oberzolldirektion mit sFr. 8.-/kg Importzoll belegt ! Aber sie schmecken halt besser als schweizerische Glashaustomaten.
Salz
Schwarzer Peffer
1 Knoblauchzehe
1 Tlf. Puderzucker (brauchts nicht bei diesen Tomätchen)
1 schlanke Zucchini, total 180 g
300 g Blätterteig, selbstgemacht,  Fertigprodukt geht ebenso
1 Eigelb
1 Elf. Milch
2 Elf. Olivenöl
1 Elf. Zitronenthymianblättchen (bei mir gewöhnlicher Thymian)
Grobes Meersalz
ein paar kleine Basilikumblättchen
12 Schwarze Oliven (in Spalten oder Hälften)

Tomaten-Zucchini-Tartelettes 0_2010 07 08_7946

Zubereitung
(1) 2 Backbleche mit Backpapier auslegen. Datteltomätchen längs halbieren und mit der Schnittfläche nach oben auf das Blech legen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Knoblauch mit dem Trüffelhobel hauchdünn auf die Tomätchen hobeln und auf den Tomatenhälften verteilen.
(2) Tomaten in den Backofen (unterste Schiene schieben, dann auf Heissluft 160°C stellen. Inzwischen die Zucchini in 3 mm dicke Scheiben schneiden. Auf das zweite Blech legen,  salzen und pfeffern und nach 10 Minuten zu den Tomaten in die nächsthöhere Einschubleiste schieben. Gemüse weitere 20-30 Minuten confieren, dann erkalten lassen.
(3) Ein Serviertablett, welches Platz hat im Kühlschrank, mit Backpapier belegen. Selbstgemachten Blätterteig auswallen, Ich habe das mit Hilfe der Pastawalze gemacht (Stellung 4), geht bei Hitze schnell und liefert gerade die benötigte Breite. Oder Fertigblätterteig ausrollen und in sechs ca. 8×12 cm grosse Stücke schneiden und nebeneinander auf das Tablett legen. Jedes Teigstück in der Mitte mehrfach dicht nebeneinander mit einer Gabel einstechen, dabei den Rand bleistiftbreit unberührt lassen. Eigelb mit Milch verquirlen, auf die Teigstücke streichen. Darauf achten, dass nichts über den Teigrand läuft. Teigstücke während 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
(4) Den Backofen mit einem Backblech in Schiene 2 wieder aufheizen. (Ober-/Unterhitze 200°). Jedes Teigstück zuerst mit Zucchinischeiben, dann mit den Tomaten (Schnittfläche nach oben) dicht belegen. Die Teigstücke mit dem Papier auf das heiße Backblech ziehen und die Tartelettes 15-17 Minuten backen.
(5) Gemüse auf den gebackenen Tartelettes mit Öl bepinseln, mit Thymianblättchen, Pfeffer, grobem Meersalz und Basilikum bestreuen, mit Olivenspalten garnieren. Noch warm servieren.

Sehr gut, es muss nicht immer Pizza sein.

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Mein Brot ist ganz hübsch geworden und schmeckt uns sehr gut

Baguette 0_2010 04 02_6180

Obwohl Paule von Paules Ki(t)chen ihr täglich Brot selber bäckt, tut sie sich schwer damit, ihre Erzeugnisse der Blogwelt vorzustellen und mit Banalitäten, etwa dem obigen Zitat im Titel, auszuschmücken.  Voller Ehrfurcht blickt Sie, die Selbstbackende,  auf die im Mehl-Olymp wohnhaften Koryphäen der Blogbackkunst.  Ich, als Angehöriger der Kaste der nahezu Brotlosen, ergreife deshalb demütig die wenigen, nachbackbaren Krümel, die mir ab und zu vom Tisch der  Brotbackenden Kasten zugeworfen werden. Mit Kasten meine ich nicht etwa Petras Brotkasten, sondern hierarchisch abgegrenzte, gesellschaftliche Gruppen, die über die Fähigkeit des Brotbackens verfügen.

Karfreitag wars: wer jetzt kein Brot eingekauft hat, wird keines mehr zuhause haben.  Die Aussicht auf Pumpernickel aus dem Kühlschrank wenig erhebend. Als brotloser Paria griff ich zu Paules/Petras Vorlage, dankbar, mich an erfahrenen Hausbäckerinnen hoher und höchster Kasten orientieren zu dürfen.

Baguette “de tradition française” mit Vorteig sollte es werden, ist es plus/minus auch geworden. Schmeckte mir jedenfalls besser als die Baguettes artisanales von COOP oder der hiesigen Grossbäckerei S. Dünne, knusprige Kruste, die Krume luftig und geschmackvoll, nicht ganz so luftig wie bei Migros, nicht  ganz so grobporig wie bei Petra.

Zutaten
für 2 Baguettes
für den Vorteig (Poolish):

150 g Weizenmehl Type Halbweiss
150 g Wasser lauwarm (38°C)
0.3 g Frischhefe, oder 1 Messerspitze Trockenhefe

für den Hauptteig:
300 g Weizenmehl Type Halbweiss
135 ml Wasser lauwarm (38°C)
10 g Salz
2.5 g Frischhefe, oder 1/4 Tlf. Trockenhefe

Baguette 1_2010 04 02_6185

Zubereitung
(1) Am Vortag (18 Uhr) für den Vorteig alle Zutaten in einer Plastikschüssel mit einem Löffel (mit Loch) gut verschlagen und zugedeckt bei Zimmertemperatur (20°C) ca. 15 Stunden fermentieren lassen. Die Schüssel etwas grösser wählen, damit der Deckel nicht hochspringt.
(2) Am Backtag die restlichen Zutaten und den Vorteig in einer Küchenmaschine 10 Minuten auf tiefster Stufe kneten. Dann wegen meiner knetfaulen Kenwood nochmals von Hand gute 5 Minuten nachgeknetet, bis der Teig geschmeidig ist.
(3) Den Teig zugedeckt 30 Minuten bei Zimmertemperatur gehen lassen. Einmal falten (Stretch and Fold) und weitere 30 Minuten gehen lassen. Beim Falten zieht man den Teig vorsichtig auseinander und schlägt dann alle vier Seiten nacheinander zur Mitte hin zusammen.
(4) Anschliessend den Teig in 2 Stücke teilen, diese leicht länglich formen und abgedeckt 30 Minuten entspannen lassen. Dann zu Baguettes formen und auf einem gut bemehlten Tuch 1 Stunde zugedeckt gehen lassen. Das Tuch zwischen den Baguettes leicht anheben, damit sie nicht zusammen kleben.
(5) Den Backofen mit einem kleinen, gusseisernen Tiegel auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
(6) Die Baguettes vom Tuch auf ein Backblech (mein neues Lochbackblech für Baguettes) rollen. Mit einem Messer oder Klinge schräg und überlappend einschneiden und in den heissen Ofen schieben. 50 ml kochendes Wasser in den Tiegel schütten und den Ofen rasch schliessen.
(7) Die Temperatur auf 220°C herunterschalten und 20-25 Minuten backen. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

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Nachgebacken: Grissini

Grissini 0_2009 11 16_3683

Wie anderswo, gehören Grissini auch bei uns zum Knabbergebäck, das immer wieder gerne gebacken wird. Das Titelbild zeigt welche aus der Basler Kochschule, die wir letzte Woche aus Pizzateig machten. Nicht erschrecken, dass die Dinger so krumm aussehen, aber so sind sie doch auch hübsch ? Knabberkramgöttin Steph vom Kuriositätenladen hat unlängst ein gutes Rezept veröffentlicht. Ich habe es nachgebacken. Mit kleinen Änderungen, da kein Hartweizenmehl 00 im Hause war. Mein Beitrag zum Fremdkochevent der Hüttenhilfe.
Fremdkochen Antipasti

Zutaten
400 g Hartweizenmehl (L.: 350 g Weissmehl, Typ 405)
100 g Hartweizengrieß (L.: 150 g Hartweizengrieß)
1 Päckchen Trockenhefe (L.: 1/2 Würfel Frischhefe)
275 ml Wasser
2 Tlf. Salz
3 Elf. Olivenöl
zudem hab ich noch ein halbes Teelöffelchen Malzzucker spendiert.

Wasser oder 1 Eiweiss
Sesam, Mohn, Kümmel, Meersalz, Rosmarin, Thymian oder andere Kräuter

Grissini 1_2009 11 20_3750

Zubereitung
(1) Mehl, Grieß, Hefe im Wasser verrührt, Salz, Malzzucker und Olivenöl in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und während 10 Minuten verkneten, bis der Teig glatt und elastisch ist. Abgedeckt 10 Minuten ruhen lassen, dann nochmals von Hand durchkneten.
(2) Den Teig halbieren und zu einem Rechteck von ca. 8 mm Dicke ausrollen, bedeckt wiederum 10 Minuten (L.: 25 Minuten) ruhen lassen. Den Teig quer in der Mitte in 2 gleichgroße Teile schneiden.
(3) Die Teigplatten mit Wasser bepinseln, dann mit Kräutern, Salz, Kümmel, Sesam oder Mohn bestreuen, in 8 mm breite Streifen schneiden und die Teigstreifen in sich etwas verdrehen, mit beliebigen Schlaufen versehen, so wie es sich gerade ergibt.
(4) Die einzelnen Streifen auf ein mit Backtrennpapier belegtes Backblech legen und im vorgeheizten Backofen nacheinander ca. 12-15 Minuten bei 200°C backen.
(5) Wenn die Grissini gelagert werden sollen, nochmals zusammen auf das Backblech geben und ca. 30 Minuten bei 50°C und leicht geöffnetem Backofen trocknen lassen. So entweicht auch die letzte Feuchtigkeit aus den Grissini und sie werden dauerhaft wunderbar knusprig.
(6) Auf einem Drahtrost auskühlen lassen und in einer Keksdose aufbewahren.

Grissini 3_2009 11 20_3768

Anmerkung
Die Grissini schmecken ausgezeichnet, besser als meine früheren Versuche, obgleich ich auch diesmal mein Grissini-Ideal: zarte, zugleich knusprige Grissini, nicht erreicht habe. Wer sich daran stört, dass Salz, Kümmel, Sesam oder Mohn beim Knabbern unweigerlich auf dem Teppich, in Sofaritzen, im Bett oder sonstwo zu finden sind, nimmt zum bestreichen anstelle von Wasser wenig Eiweiss. Das verklebt jeden Krümel. Ich weiss, heute ist Mittwoch, meine Überstunden werden in der letzten Woche des Jahres eingezogen.

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Nachgebacken: Wurzelbrot

Wurzelbrot 0_2009 06 20_0875

Und endlich wieder ein Brot: Das Weinheimer Zwirbelbrot, gesehen erst bei Eva Deichrunner, nachgebacken von Jutta Schnuppschnüss und Andrea Einfach Guad. Danke an Eva, die mir das Originalrezept der Bundesfachschule des Deutschen Bäckerhandwerks zugesandt hat, weil ich das Zwirbeln nicht ganz begriffen habe. Ich habe mich ziemlich genau an deren Vorgaben gehalten. Ein schmackhaftes, gutes Halbweissbrot, wie man es hier unter dem Namen Zwirbelbrot in Bäckereien auch findet. Beim Zwirbeln ist mir der sehr weiche Teig etwas in die Länge gelaufen, und ich hatte Mühe, den Teigling diagonal im Backraum unterzubringen. Das Brot wirds nochmals geben.

Zutaten
250 g Halbweissmehl Typ 550
175 ml kaltes Wasser
1 g Hefe
6 g Salz
Roggenvollkornmehl zum Bemehlen

Zubereitung
(1) Alle Zutaten mind. 10 Min. in der Küchenmaschine kneten. Nachmittags 15h.
(2) Teig in eine gut geölte rechteckige Frischhaltedose geben und mit Deckel lose abdecken. Dann etwa 12-18 Stunden im Kühlschrank (5°C) ruhen lassen.
(3) Teig danach aus dem Kühlschrank nehmen, Frischhaltedose in lauwarmem Wasser 15 Minuten anwärmen und anschliessend 6 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen, bis sich das Teigvolumen um das zweieinhalbfache vergrössert hat.
(4) Teig auf eine mit Roggenvollkornmehl dick bemehlte Fläche stürzen, vorsichtig im Mehl wälzen, nicht mehr kneten, und  mit beiden Händen von der Mitte aus zweimal um die Längsachse verdrehen und auf Backpapier legen.
(5) Ofen mit Pizzasteinen auf ca. 240° C vorheizen, ca. 10 Minuten backen, dann Hitze reduzieren auf 200°C, weitere 20 Minuten backen. Brot herausnehmen, Ofen auf 240°C stellen, nachdem die Temperatur erreicht ist, das Brot erneut in den Ofen geben und nochmals 5 Minuten backen.
 

Wurzelbrot 1_2009 06 20_0873

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Nachgebacken: Basler Brot nach zorra

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Bei Brot bin ich anspruchsvoll. Nur das Beste schmeckt mir. Schlimmer noch. Ich bin ein Brot-Chauvinist. Chauvinisten sind unangenehme Zeitgenossen. Brot-Chauvinisten glauben an die Superiorität ihres Brotes und ziehen es andern Broten vor. Wenn ich gutes Basler Brot habe, brauche ich kein anderes Brot mehr, will keine Abwechslung im Brotkorb, kann mich jahraus, jahrein von Basler Brot ernähren. Verständnislos gucke ich mir die von anderen Bloggern gebackene Vielfalt in  Brotevents an: Ewig Suchende, wonach sucht ihr denn, es gibt doch Basler Brot ? Wenn es doch nur so wäre; leider gibt es in Basel nicht allzuviele gute Basler Brote, das beste kommt aus Bern und selbst dieses war das letzte Mal nicht über alle Zweifel erhaben.

Zorra, die Luzernerin, hat sich meiner Not erbarmt und für mich ein Basler Brot entwickelt und gebacken. Dazu machte ich meinen ersten Sauerteigstarter (auch dieser nach zorra) und nach 8 Tagen Kinderstube: Füttern, Nachtruhe, Blubbern, Windeln wechseln, gings los. Resultat: mein bisher bestes (allerdings auch erstes) Sauerteigbrot. Die Krume geschmackvoll, weich, sauerteigbetont, wie ich es mag, etwas mehr als typischerweise bei Basler Brot üblich, die Porung etwas zu gleichförmig geraten. Die Kruste knusprig, geht eher Richtung Luzerner Weggen, ich hätte besser bemehlen sollen, die Craquelierung fehlte bei mir. Peanuts: ich bin begeistert. Hat sich auf Anhieb einen Rang im obern Drittel der Basler Brote aus Basel erobert. Danke zorra. Und mein neuer Mitbewohner, der Dinkel-Weizen-Kalt-Warm-Sauer, der übrigens Dinky heisst, hätte Lust, einen Luzerner Weggen oder ein St. Galler Bürli zu backen.

Basler Brot 1_2009 04 15_9531
Zutaten
für den Dinkel-Weizen-Kalt-Warm-Sauer:
Dinkelvollkornmehl Typ 1700 Bio (zwecks Mehlaufbrauch)
Halbweiss-Weizenmehl Typ 700 Bio von COOP
1 Elf. Biorosinen
Mineralwasser Evian nature

für ein Baslerbrot, genauer, zwei Basler Laibli zu ca. 300 g
Vorteig
80 g Weizenmehl Type 1100 (L: 70 g)
80 g Mineralwasser Evian (L: 70 g)
10 g fester Sauerteig (L: 30 g von meinem flüssigen Dinky)
ganz wenig Frischhefe (ca. 2 g)

Hauptteig
330 g Weizenruchmehl Typ 1100 Migros IP
5 g Gluten (optional, weggelassen, hatte ich nicht)
170 g Vorteig (siehe oben)
13 g Hefe
11 g Salz
180-200 g Mineralwasser (L: 190 g)

Dinkel-Weizen-Kalt-Warm-Sauer
Dinkel-Weizen-Kalt-Warm-Sauer
Im Licht der Basler Sonne
Im Licht der Basler Sonne

Zubereitung
für den Dinkel-Weizen-Kalt-Warm-Sauer:
(Tag 1) Rosinen in 0,5 dl heissem Mineralwasser einweichen, nach ca. 1 Stunde die Rosinen entfernen. Dann in ein Halbliter-Konfiglas 50 g Dinkelmehl geben, mit dem Rosinenwasser mischen. Das Glas mit Folie abdecken, nicht luftdicht! 24 Stunden an einem nicht zu warmen (18-21 Grad!!!) Ort stehen lassen.
(Tag 2) Hälfte des Teiges wegschmeissen dann mit 50 g Dinkelmehl und 0,5 dl Mineralwasser mischen. Mit Folie zudecken und wieder 24 Stunden stehen lassen.
(Tag 3) wie Tag 2: weil er bereits brav blubbert und ihm im kühlen Keller so langweilig ward, darf er tagsüber für 6 Stunden zu mir aufs warme Fensterbrett: 25°C. Irgendwo habe ich gelesen, dass die Bäcker die Sauerteigführung zur Begünstigung thermophiler Bakterien bei höheren Temperaturen vornehmen…
(Tag 4) wie Tag 3: ab heute kriegte er Weizenmehl Typ 700 zu füttern, irgendwo habe ich gelesen, dass Dinkel sauer mache…
(Tag 5-8) wie Tag 4: trotz allem hin und her scheint der Sauerteig ein Gleichgewicht erreicht zu haben. Ein paar Stunden nach Fütterung verdoppelt er sich (bei 19°C), fällt dann zusammen, lebt in den warmen Zimmerstündchen nochmals leicht auf. Tag für Tag dasselbe.
Immer guter Getreidegeruch, keine Fremdgerüche wie Essigsäure oder Aceton, nach 4 Tagen kräftig milchsaurer Geschmack.

für das Basler Brot:
Vorteig: Alle Zutaten gut mischen und 15-20 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen. Man kann den Vorteig auch in den Kühlschrank geben und so einige Tage aufbewahren. Vor dem Gebrauch Zimmertemperatur annehmen lassen.

Hauptteig: Hefe in 0,5 dl Wasser auflösen. Vorteig ebenfalls mit etwas Wasser verdünnen. Alle Zutaten zu einem weichen, noch leicht klebrigen Teig kneten. In der Kenwood 10 Minuten kneten, anfangs langsam, dann schneller. Damit der Teigklumpen nicht nur, wie bei Kenwood üblich, rundherum Karussel fährt, hebe ich den Klapparm ganz leicht an. Teigtemperatur am Ende: 28°C. Der Teig muss sich von der Teigschüssel lösen, klebt aber beim Rausnehmen noch leicht an den Fingern.

Den Teig 60-90 Minuten (bei mir 90 Min. bei 25°C ) zugedeckt ruhen lassen, jeweils nach 30 Minuten ein stretch&fold machen.

Teig halbieren und vorsichtig zu länglichen Ovalen formen, gut bemehlen und auf einem Backpapier so zusammenlegen, dass sie an einem Ende zusammenstossen. Zugedeckt sehr gut gären lassen (ca. 60-75 Minuten bei 27°C). Die Laibe zeigen ganz leichte Abflachungstendenz: deshalb ein einmaliges push-up. Uff, diese englischen Brotbackfachbegriffe. Ofen mit kleinem Gussgefäss auf 240°C vorheizen. Vor dem Einschiessen des Brotes das Gussgefäss mit 100 ml heissem Wasser befüllen. Teiglinge mit Papier aufs Blech gleiten lassen, 20 Minuten backen, Temperatur auf 200°C reduzieren weitere 10 Minuten backen. Brot aus dem Ofen nehmen. Ofentemperatur auf 230 °C erhöhen. Nach ca. 5 Minuten, wenn der Ofen 230°C erreicht hat, das Brot nochmals ca. 10 Minuten backen, bzw. auf Sicht backen.

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Nachgebacken: Bäcker Süpkes Toastbrot

Toastbrot Süpke 0_2009 01 18_7866

Heute ist mir eine grosse Freude zuteil geworden: Als Backlaie habe ich versucht, Bäcker Süpkes Wundertoastbrot nachzubacken. Und es ist, vielleicht nicht 100% perfekt, aber es ist gelungen. Ein rundes, in der nagelneuen Rundform und ein trapezförmiges, in der Kuchenform. Ich reihe mich deshalb stolz wie ein Spanier in die lange Reihe derer ein, die das Brot vor mir schon nachgebacken haben: Eva Stefan Ulrike Sivie Cascabel Chaosqueen Jutta Heidi Petra Astrid Zorra… noch wer? von stillen NachbäckerInnen nicht zu reden. Danke an Bäcker Süpke, aber auch an Stephan für den Trick mit umgekehrt backen und an Cascabel für die Tipps zur Rundform.

Rundes Toastbrot wird bei uns oft zugekauft, für belegte Brötchen, ausgehöhlt und gefüllt. Die runde 7cm Form habe ich im Internet bei einem schweizerischen Bäckereibedarfslieferanten gefunden. Anders als bei Cascabels Form, ist hier ein Klappverschluss an der Stirnseite angebracht. In der Schweiz ist eben alles anders. Die Cakeform ist meine 18cm Kuchenform. Die Mengen habe ich heruntergerechnet auf 800 g (je 400 g  pro Form).

28°C auf der Küchenbeleuchtung
28°C auf der Küchenbeleuchtung

Zutaten
für den Vorteig:
138 g Weissmehl
2.8 g Salz
2.1 g Frischhefe
103 g Wasser

für den Hauptteig:
Vorteig
335 g Weissmehl
7.6 g Salz
9.7 g Zucker
41 g Butter
21 g Frischhefe
145 g Milch

Toastbrot Süpke
das runde mit zuwenig, das kuchenförmige mit zuviel Teig

Zubereitung
(1) Den Vorteig in einer Plasticbox 2h bei Raumtemperatur stehen lassen, dann mit einem feuchten Lappen bedeckt in den Kühlschrank für mindestens nochmal 16h. Dann 2 Stunden an Raumtemperatur angleichen.
(2) Mehl, Salz, Zucker mischen, Butter bei laufender Maschine in kleinen Stücken untermischen, Vorteig in Stücken und die in 35°C warmer Milch aufgelöste Hefe zugeben und 10 Minuten kräftig kneten.
(3) eine Rolle wirken, halbieren. Die eine Hälfte durch Wasser ziehen und in die gebutterte Rundform passen. Die andere Hälfte in 4 Stücke schneiden, ebenfalls durch Wasser ziehen und quer in die gebutterte Kuchenform einpassen. Die Kuchenform mit Folie bedecken, die Rundform zuklappen und beide 30 Minuten bei 28°C gehen lassen.
(4) Die Kuchenform auf ein mit Backpapier belegtes Rundblech stürzen und mit einem Gusseisen beschweren. Beide Formen in den auf 230°C vorgeheizten Ofen (Unter-/Oberhitze, Schiene 2) schieben, Temperatur auf 200°C zurücknehmen und 30 Minuten backen.

Trotz Beschwerung drückte der Teig in der Kuchenform etwas hoch, was immerhin die Beurteilung der Bräunung durchs Ofenfenster erlaubte. Was hier zuviel an Teig war, fehlte an den Enden der Rundform, nächstesmal 30 g Teig mehr in die Rundform geben.

Anmerkung
Das Toastbrot duftet und schmeckt selten gut, und wir sind doch in Sachen Bäckerbrote ziemlich verwöhnt. So Herr L.: Genug gefreut. Zurück auf den Boden der Realität. Ein Toastbrot macht noch keinen Bäcker (alte, chinesische Spruchweisheit 🙂 ).

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Nachgebacken: 18-Stunden-Brot in 72 Stunden

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Mein erstes richtiges, selbstgebackenes Brot wäre beinahe an unüberwindlichen Hindernissen gescheitert. Die auf etwa 50 cm ausgezogenen Teigstücke liessen sich im 40 cm breiten Backraum partout nicht platzieren. Erst nach einigem hinundher-Geschiebe, lautstarken Flüchen und zwei verbrannten Fingern bequemten sie sich, in schwerstgekrümmter Form Platz zu nehmen. Dass aus dem 18-Stunden-Brot von ye olde bread blogge ein 72-Stunden-Brot geworden ist, hat mit plötzlich aufkommender Reiselust zu tun. Anstelle von Brotbacken war plötzlich eine Kaffeereise angesagt. Derweilen sich der Teig bei 5°C im Kühlschrank ausgeruht hat. Einen Tag. Zwei Tage. Und noch einen dritten Tag.
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Zutaten
für 2 Baguettes
300g backstarkes Weissmehl (Ich hab Schweizer Halbweissmehl, Typ etwa 700, verwendet. Von backstark stund nichts auf der Packung)
210g Wasser (meines aus der Evian-flasche von Frau L.)
6g Salz
0.3g Frischhefe

später noch 10 g Malzmehl, vermischt mit 30 g Halbweissmehl

Zubereitung
(1) Die Zutaten in der Maschine zu einem weichen Teig kneten. Plötzlich unterbrochen durch den Beschluss, eine Ausreise zu machen. Also:
(2) Teig in eine Dose verpacken und ab in den Kühlschrank bei 5°C.
(3) Nach 24h: keine Zeit, andere Kochprojekte haben Vorrang.
(4) Nach 48h: keine Zeit, andere Kochprojekte haben Vorrang.
(5) Nach 72h: Entnahme der Dose aus dem Kühlschrank, frischer Geruch, 6 h Temperieren bei Raumtemperatur. Der Teig entwickelte sich recht zimperlich, ist dafür ziemlich klebrig.
(6) Einarbeiten von 10 g Malzmehl, vermischt mit 30 g Halbweissmehl, nochmals 4 h gehen lassen bei Raumtemperatur. Jetzt geht die Hefe los. Und da der Ofen von einer vorher gebackenen Pizza noch heiss ist, wird anschliessend Brot gebacken, egal was raus kommt.
(7) 2 Baguettes ziehen, zugedeckt eine halbe Stunde gehen lassen, dann 20 Minuten bei 240°C backen auf den Pizzasteinen mit etwas Wasser im Gusseisentopf. Wie sie in den Ofen gekommen sind, kann ich nicht mehr beschreiben.

Mein Urteil über mein Brot, einen Tag nach dem Backen gegessen: etwas flach geraten, dazu krumm, was aus der bedachtsam gewählten Fotoperspektive nicht hervorgeht, die Krume aber gar nicht so schlecht……die schönen Löcher gefallen mir, keine Ahnung was ich jetzt daraus schliessen muss, die Rinde etwas zäh. Frau L. dagegen knickt alle aufkeimenden Hoffnungen: Mein Brot erinnert Sie an das Aufgebackene aus dem Tankstellen-Shop! Bäckerei lamiacucina zurück auf das Ausgangsfeld, drei Runden aussetzen und 5 Strafpunkte !

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