
Curry betreffend, ist die sonst eher nach Italien orientierte lamiacucina GmbH tief im vergangenen Jahrhundert stehen geblieben, genauer in den siebziger Jahren, bei Riz Casimir. Der Blog-Event: Curries gab den Anstoss, mich vorsichtig der Gegenwart anzunähern, den Dosenananas im Zürcher-Currygeschnetzelten Adieu zu sagen. Nicht dass uns die Dosenfrüchte besonders gut geschmeckt hätten, aber frische Ananas gehen wegen der Enzyme nicht mit Rahm zusammen. Drum hab ich mich erstmals in meinem Leben in einen Asia-Laden begeben und mich mit Gewürzen und Kokosmilch eingedeckt. Zeitgenössische Curry-freaks bitte ich um Nachsicht. Mireille Mathieu-Liebhaber ebenfalls. zum Rezept Riz Casimir….Adieu weiterlesen
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Meme: about myself, noch ein Stöckchen
Heute schon das zweite Stöckchen, das ich hier verbrenne. Das gibt warm. Dieses hier kommt von Martin, eine meiner bevorzugten Bezugsquellen von Weinnotizen und Kochrezepten.
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1. Was hast Du vor 10 Jahren gekocht/gebacken ?
nichts. Da waren Kochen und Backen an die damalige operationelle Leitung der GmbH, Frau L. delegiert.
Hingegen bewahre ich eine Menukarte auf, die ich ca. 1955 in sehr jugendlichem Alter und 15cm kleiner als heute, geschrieben, gemalt und als Mittagessen ganz alleine gekocht habe. Aufschlussreich der -gemessen an meinen damaligen Kochkenntnissen- grossspurige Schreibstil, der mich bis heute begleitet :-). Meme: about myself, noch ein Stöckchen weiterlesen
Meme: Abgebucht

Gleich von zwei Bloggern erhalte ich ein Buchstöckchen. Von Rufus, dessen witzigem Blog ich gleich eine ganze Videoanthologie (wo finde ich denn die Version mit Rufus ?) über das Flohlied von Modest Moussorgsky verdanke. Zum zweiten vom begabten Schnitzelkoch und Leser Hape42 was sehr wahrscheinlich niemand interessiert… was aber nur der von ihm gewählte Blogtitel ist. Das Schnitzel würde mich schon interessieren, wenn schon seine Ehefrau im Blog Das Leben der Ehefrau indirekt davon schwärmt.
Neben meinem Bett liegt stets ein Bücherstapel. Keine Kochbücher. Das nicht auch noch. Vor dem Einschlafen mutiere ich zum Hörbuch. Aus alter Gewohnheit lese ich jeden Abend aus dem obersten Buch etwa 20-30 Seiten vor. Mit kräftiger Sprechstimme. Das wird von der Verehrten nebenan sehr geschätzt. Eine halbe Stunde ritualisierte Abwendung von der Hektik des Tages. Gut für die Stimmbänder. Meme: Abgebucht weiterlesen
Kaninchen, schwarz-weiss
Anleitung für Zauberlehrlinge, aus einem bunten Kaninchen ein schwarz-weisses aus dem Ofen zu zaubern. zum Rezept Kaninchen, schwarz-weiss weiterlesen
Pastasotto con il sedano

Staudensellerie, altersschwach und kühlschrankbleich, wird bei mir meist in einem Risotto entsorgt. Etwa nach dem Rezept von Marcella Hazan in Die klassische italienische Küche. Dieser Risotto ist farblich wie geschmacklich immer ein wenig langweilig. Drum nehme ich für einmal anstelle von Reis meine Pasta-Neuerwerbung Risoni. Ein kleiner Restbestand von schwarzem Reis wird auch noch gleich mit entsorgt. Das Resultat: Gesprenkelt wie ein Dalmatiner. Schmecken tuts nicht schlecht. Schön schlunzig-cremig. Aber richtiger Reis gefällt mir doch noch besser. Hauptsache, die Reste sind weg. Solche Entrümpelungsaktionen sind in einem tagebuchartig geführten Kochblog unvermeidlich. Weitere, und im Vertrauen gesagt, sehr gute pastasotto-rezepte bei der Queen of Pastasotto. zum Rezept Pastasotto con il sedano weiterlesen
Pappardelle aus geröstetem Maismehl

Breite Bandnudeln, gemacht aus Hartweizengriess und geröstetem Maismehl. An einer rahmigen Sauce mit Lauch und schwarzen Oliven. Was Lauch und Rahm betrifft, eine kleine Anlehnung an die Salsa Castellana von Bolli. Der erste richtige Einsatz für mein neues Farina Bona Mehl. Die Nudeln hab ich Jahre zuvor mit feinem Maismehl gemacht. Mit Farina Bono schmecken sie intensiver. zum Rezept Pappardelle aus geröstetem Maismehl weiterlesen
Valentine’s day: Avocado and Salmon Hearts
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Cupidos arrows remorselessly rebound. The winter chives are to weak for piercing the heart of my adored love. I have accepted, that she does not read my blog and often disdains my food experiments. However, she tried from both hearts. That means to me that the starter succeeded. The red heart is graved salmon with dill. The green heart are avocado cubes with tomatoes and chervil. The drops of blood from ketchup as in the theatre. Simple and relatively quickly. My contribution to the Roundup of Valentine’s day in the cooking pot. see recipe Valentine’s day: Avocado and Salmon Hearts weiterlesen
Valentine’s day: Avocado und Lachsherzen
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Amors Bemühungen Pfeil um Pfeil hartherzig abgeschmettert. Der Winterschnittlauch war offenbar zu schwabbelig, um als grüner Pfeil das Herz der Verehrten durchbohren zu können. Dass Sie meinen Blog nicht liest und meine Essensexperimente öfters verschmäht, verstehe ich ja noch halbwegs. Immerhin hat Sie von beiden Herzen gekostet. Das bedeutet mir, dass die Vorspeise rundum gelungen ist. Das rote Herz aus Graved Lachswürfeln mit Dill. Das grüne Herz aus Avocadowürfeln mit confierten Tomätchen und Kerbel. Die Blutstropfen aus Ketchup wie im Theater. Einfach und relativ schnell gemacht. Die Wartezeiten hab ich mit der Herstellung von 2 kg Spätzli ausgefüllt. Mein Beitrag zum Roundup des Valentine’s day im Kochtopf. zum Rezept Valentine’s day: Avocado und Lachsherzen weiterlesen
TGRWT #9: Parmesan und Kakao
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Martin Lersch von Khymos.org hat mich mit der ehrenvollen Aufgabe betraut, Runde #9 des etablierten ‘They Go Really Well Together‘ foodblog-events durchzuführen. Es geht darum, zwei (gelegentlich drei) Zutaten, die üblicherweise kaum miteinander kombiniert werden, zu einem (hoffentlich) wohlschmeckenden Gericht zu vereinigen. Dabei geht es um “food pairing”, also die Kombination von Aromen auf Grundlage ihres Gehalts an flüchtigen Stoffen. Wissenschaftler haben eine Theorie formuliert, nach welcher zwei auch noch so unterschiedliche Nahrungsmittel geschmacklich mit hoher Wahrscheinlichkeit gut zusammenpassen, wenn beide einen oder mehrere flüchtige Aromastoffe gemeinsam aufweisen. Mit diesem Blogevent wird die Theorie in die Praxis umgesetzt. Jeden Monat wird ein neues Paar von Nahrungsmitteln geprüft. Die von mir ausgewählte Aufgabe für diesen Monat ist einfach: Es muss ein Gericht zubereitet werden, welches Kakao oder dunkle Schokolade sowie Parmesankäse enthält. TGRWT #9: Parmesan und Kakao weiterlesen
TGRWT #9: Parmesan and Cocoa
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I’m very happy to have been asked by Martin Lersch from Khymos.org to host round #9 of the well established ‘They Go Really Well Together‘ foodblogging event, where you create a recipe that pairs two (or three) ingredients that are not usually seen together. The theory is that if two ingredients have chemical compounds in common, then they should go well together in a recipe. With the blogging event we get to put the theory in practice. Each month a different pair is chosen. The challenge this time is to combine cocoa or dark chocolate and parmesan cheese. TGRWT #9: Parmesan and Cocoa weiterlesen
Farina Bona und daraus ein Zabaion

Farina Bona ? Farina buona ! Eine fastvergessene Spezialität aus dem Onsernonetal im Tessin. In der Museumsmühle von Loco röstet der Teilzeitmüller und Museums-Kurator Marco Morgantini Mais und mahlt ihn danach zu einem feinen, natürlichen, wohlschmeckenden Mehl mit erstaunlichen Eigenschaften. Öffnet man die Packung, verströmt das Mehl einen unglaublich intensiven Duft nach Mais, Popcorn, gerösteten Haselnüssen und einer Spur Caramel. In Wasser kalt angerührt weist das Mehl ein erstaunliches Quellvermögen auf. Ein Wundermehl. Und kaum jemand weiss davon. Farina Bona und daraus ein Zabaion weiterlesen
Zeigt her Eure Eisportionierer…

Jutta von Schnuppschnuess zeigt in ihrem köstlichen Beitrag ihre Eisportionierer. Hier ist meiner. Aus purem Gold echt vergoldet, von Eismann, vermutlich jener aus dem verfilmten Roman The Eisman always rings twice. Zwar fehlt die Goldpunze, doch ist die Signatur des Designers mit Schweizer Wurzeln Luigi Colani eingeprägt. Der Portionierer liegt, wen wunderts bei Colani, leicht in der Hand. Mit einer ziehenden Bewegung wird die Kugel schön rund und immer grösser, wie bei einem Schneemann. Auch geeignet für steinundbein gefrorene Eiscremes. Das Loch am Stielende ist wohl zum Umhängen als Schmuckstück für die Dame des Hauses gedacht. Ist ja aus purem Gold. Ein Geschenk einer Freundin des Eismanns.

