Archiv der Kategorie: Dessert

Gratin di Frutta Lucca

Gratin di frutta frisch
Lucca, eine mittelgrosse Stadt in der Toskana. Auf der Durchreise haben wir hier vor ein paar Jahren gerastet. Puccini ist hier geboren. Grund genug anzuhalten. Die sehenswerte Stadt ist rundum umgeben von einer gut erhaltenen Wehrmauer, die an nur 4 Stellen durchbrochen ist. Einmal drin, lässt sich alles bequem zu Fuss besichtigen. Gegessen haben wir im Ristorante Buca di Sant’Antonio. Ich kann mich heute nur noch an das Dessert erinnern. Davon waren wir so begeistert, dass wir das Gericht gleich zweimal nacheinander gegessen haben. Und das von uns, die wir sonst eher sauren Gurken zugetan sind. Zuhause aus dem Gedächtnis nachgekocht von Frau L. und seither unser liebstes Winterdessert. zum Rezept Gratin di Frutta Lucca weiterlesen

Quittenpaste streng nach Reinheitsgebot

Quittenpaste in Stengeln
Der tag Weihnachtsgebäck ist irreführend. Hier wird nichts gebacken. Quittenpüree wird gekocht und gerührt bis weiche, fruchtige Quittenpaste entsteht. Paste. Hat jemand was von Gummibärchen gesagt ?. Das Quittenbrot von Ilka, der Quittenkönigin des Jahres, hat mich angeregt, den von uns sonst bei Sprüngli in Zürich zugekauften Quittenkonfekt wieder einmal selbst herzustellen. Ich mach ihn zum ersten Mal. Nach Frau L.’s Anweisungen und Rezept, mit der strikten Auflage, ihr Quittenreinheitsgebot (Quitte, Wasser, Zucker) nicht zu übertreten. Dabei wären Zimt und Ingwer schon bereit gelegen. Erst nach Ablegung eines entsprechenden Gelübdes übergab Sie mir das Rezept Quittenpaste streng nach Reinheitsgebot weiterlesen

Cranberry-Hagebutten-Tarte

tarte aux airelles
Was kocht man mit Cranberries, wenn man die Dinger nicht mag ? Seit 2 Wochen liegen sie in meinem Kühlschrank. Werden hin und hergeschoben. Rot vor Ärger über die notorische Nichtbeachtung. But: The garden-blog expects that every man will do his duty. Dann muss ich wohl. Mit einer Experimentaltarte: Tarte aux airelles et cynorrhodons. Die letzteren sind keine prähistorischen Flugsaurier sondern Hagebutten.  Ernsthaft: eine Art Zitronentörtchen, aber mit  Cranberries, Cranberrysaft, Buttenmost (Hagebuttenmark). Daneben fünf vereinsamte Cranberries. Herb-süss mit gesundem Unterton. Wie schmeckt eigentlich „gesund“ ? Mein Beitrag zum Garten-Koch-Event Cranberries. zum Rezept Cranberry-Hagebutten-Tarte weiterlesen

Mohntörtchen mit Quittenkompott

Mohntörtchen mit Quittenkompott
Ich besitze keinen Quittenbaum, bin auf den Markt angewiesen, dort werden sie nur kurz und selten angeboten. Von Wenigen geliebt, von der Mehrheit liegengelassen, unterschätzt. Das hängt wohl damit zusammen, dass man die Frucht nur verarbeitet geniessen kann. Süss, süss-sauer, gewürzt, destilliert oder zu Essig vergoren. Wenigstens einen kleinen Auftritt, der die diesjährige Quittenernte um ganze zwei Exemplare reduziert hat, soll sie hier erhalten: ein schnelles, aber gutes Kompott. Serviert mit einem kleinen, ebensoguten Mohnküchlein. Zubereitet in der Dessertgruppe der Basler Kochschule, deren Kurse ich seit ein paar Jahren besuche. Kursleiterin: Doris H. Das Rezept stammt von Kookuk, einer Kochschule in Aarau. So werden gute Sachen weitergereicht… zum Rezept Mohntörtchen mit Quittenkompott weiterlesen

Sultaninenplätzchen…und ne Buddel voll Rum

Rumplaetzchen mit Rum
Sultaninentaler aus Mürbteig mit Sultaninen, die sich tagelang im Rum vollsaufen durften. Teegebäck, oder eher Rumgebäck ?  Frau L. übt sich im Weihnachtsguetzlen. Nutzt meine samstägliche Saucenkursabwesenheit in der Küche. Schliesslich ist in 10 Wochen Weihnachten. Kaffeesegler mit Kisten voller Taler backbord voraus ! Alles klar zum Entern ! Es geht um Ru(h)m und (Be)E(h)ren ! zum Rezept Sultaninenplätzchen…und ne Buddel voll Rum weiterlesen

Tuorta da nusch engiadinaisa

Tuorta da nusch
Engadiner Nusstorte. Mein Beitrag zum Walnuss-Event des Kochtopfs, diesmal von Genussmousse betreut. Die „Tuorta da nusch“ ist das bekannteste Exportprodukt der Engadiner Konditoreien. Sie führt die lange Zuckerbäckertradition des Engadins weiter. Die Torte wird heute überall in Graubünden angeboten. Selbst im heute italienischen Veltlin ist die crostata alle noci eine gern gebackene Torte. Torten kennen offenbar keine Grenzen. In meinen Ferien hatte ich Gelegenheit, Nusstorten der Bäckereien Peder Benderer (Sent), Cantieni (Scuol), Kochendörfer (Pontresina) und Hanselmann (St. Moritz) zu probieren. Ich habe zuhause die mir zugänglichen Rezepte in Büchern der Bündner Landfrauen, Marianne Kaltenbach, von Veltliner Köchen bis zum Spitzenkoch Roland Jöhri verglichen und keine dramatischen Rezeptur-unterschiede gefunden. Daraus habe ich mir mein eigenes Rezept destilliert, den Zuckergehalt reduziert, den Honiggehalt etwas erhöht und auf meine 18-Springform berechnet: meine Bündner Nusstorte. Sie hält mit den gekauften locker mit, und das ohne Margarine und Glukose. Für 2 Personen, die Süsses nicht besonders mögen. zum Rezept

TGRWT #6: the blue apple

apple and lavender
They go really well together food blogging event (TGRWT) is all about flavour pairing, that is combining ingredients and flavours that wouldn’t usually be put together and seeing how it turns out. Ingredients to pair this time are: Apple & Lavender. For the sixth event (TGRWT #6), hosted by Inge at vanielje kitchen, I present an apple-lavender sorbet with a sensational taste, served with crispy dried slices of apples. To tell you the truth, the sorbet is not blue, rather dusky pink. Blue is my T-shirt beneath the dish.

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TGRWT #6: der blaue Apfel

apple and lavender
In der sechsten Auflage des TGRWT (They go really well together food blogging event) geht es um die Kombination der Aromen von: Apfel & Lavendel. Der Event wird durch Inge von vanielje kitchen gehostet. Ich mache ein elegantes Apfel-Lavendelsorbet mit einem unglaublich guten, leicht altmodischen Geschmack, serviert mit knusprigen Apfelchips. Das Sorbet ist, offen gestanden, nicht blau, eher alt-rosa. Blau ist mein T-shirt, das unter dem Glasteller liegt.

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Fiori di ricotta e mirtilli

Fiori di ricotta e mirtilliKleine Strudelteig-Törtchen mit Ricotta und Heidelbeeren gefüllt. Nur schwach gesüsst mit Honig. Dazu eine geniale Sauce von Zitrusfrüchten, Honig und Szechuanpfeffer. Das Originalrezept stammt aus dem Buch Aroma pur von Tanja Grandits, 2006 Schweizer Köchin des Jahres (aus Deutschland). Wir haben es in der Kochschule nachgekocht. Im Original Frühlingsrollen, in Öl ausgebacken. Die haben mir nicht gefallen. Zu fett. In einem zweiten Versuch zuhause hab ichs mit Rollen in Strudelteig probiert, die im Ofen mit sanftem Pfluff explodiert sind. Im dritten Anlauf ist mir ein Dessert gelungen, das uns begeistert hat. Die Sauce ist so gut, dass man sie alleine essen kann. Der balsamische, mild-scharfe Geschmack des Szechuan-pfeffers erinnert mich ganz entfernt an die Ysop-pflanzen in meinem Gewürzgarten, oder an Tigerbalsam ? Und die Beilage, das Törtchen, schmeckt wirklich gut. zum Rezept Fiori di ricotta e mirtilli weiterlesen

Pesche al Recioto

Pesche al recioto

Eigentlich sind es keine Pfirsiche, die ich in diesem Rezept einsetze, sondern die „nectavigne“, über die vor ein paar Tagen schon chili und ciabatta berichtet hat. (Offenbar waren wir am selben Tag bei coop zum Einkauf). Roh gegessen sind sie für mich eher eine Enttäuschung: Bei weitem nicht so saftig wie ein guter Blutpfirsich, leicht mehlig, wie ein schlechter Blutpfirsich. Anzufassen wie eine unreife Nektarine. Ein typisches Händlerprodukt, transportfähig, lange lagerfähig. Pfirsiche in Rotwein kann man auch mit solchen Früchten machen. Also rein in den Wein. Dazu nehme ich einen guten (!) Recioto di Valpolicella, aus der lieblichen Landschaft im Norden von Verona. Er wird aus teilgetrockneten Trauben mit etwas Restsüsse ausgebaut und hat einen ganz leicht bitteren Abgang. Die Pfirsiche werden in Zitronensaft und Wein kalt mazeriert. Andernorts (F) zieht man es vor, die Pfirsiche in Rotwein-Sirup zu kochen. Ich hab sie lieber auf die frische, italienische Art. zum Rezept

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Experimentelle Zwetschgentarte

Zwetschgentarte

Von der Tomaten-Paprika-Tarte sind noch 2 Blätter Strudelteig übriggeblieben. Deren Tartenboden war so knusprig und so leicht, fast ein Nichts, dass ich damit versuchen wollte, eine Fruchttarte zu machen. Ein Boden aus 5 hauchdünnen Blättern Strudelteig, der nicht durchnässt. Im Kühlschrank gabs Zwetschgen. Also Zwetschgentarte. Ideale, leichte Nachspeise. zum Rezept Experimentelle Zwetschgentarte weiterlesen

Sorbetto di uva americana

Sorbetto di uva americana
Meine Taktik ist aufgegangen. 3 kg uve americane eingekauft. Frau L. kapituliert mangels Platz im Eiskasten. Und ich mache aus 1 kg Trauben ein Sorbet. Die Rezeptidee stammt von Philippe Rochat aus dem Buch „La cuisine sublime“, AT-Verlag. Dieser macht das Sorbet aber mit Muscat Trauben und verwendet 3mal mehr Zucker als ich. Wir habens lieber herber, drum hab ich das Rezept ignoriert. zum Rezept Sorbetto di uva americana weiterlesen