Heuer hats nur für einen kurzen Ausflug an die Basler Herbstmesse gereicht. Meine Nase tropft, mein Kopf ist leer heiss, da wären „Kräutertee und ein geheiztes Zuhause den Süssigkeiten oder Wurstwaren vom Messestand vorzuziehen“, meint Frau L. und bleibt vorbildhaft zu Hause. Gilt nicht für mich, ich muss an die Messe. Auch wenn sich das Angebot auf dem Petersplatz von Jahr zu Jahr nicht gross verändert.
Viel Hand- und Halbgewobenes, Warmes, Gewirktes, Gestricktes und Gesticktes. Getöpfertes und Gedrechseltes. Oder nur einfach Um- und Abgefülltes.
GesticktesSpringerleformen
Zahlreich die vielen Anbieter nützlicher und weniger nützlicher Gemüsehobel, Zwiebelschneider. Jedes Jahr die selben Geräte, jedes Jahr köstlich zuzusehen und zuzuhören, wie all der Plastik-Ramsch unter Hinterlassung grosser Gemüse- und Obstabfallberge vermarktet wird. Glückliche Schweine, die sich einmal im Jahr gesunder Rohkost erfreuen dürfen.
Wahre Anziehungsmagnete sind die Fress-stände, von Wurst bis China, Alpkäse, Zuckermandeln, Türkenhonig bis Magenbrot.
ZuckermandelnAlpöhi aus Bristen mit AlpkäseKartoffelpufferGrilliertes
Vor historischer Kulisse warten Flugenten und andere, dass sie einer ungeschickten Kinderhand entschlüpfen und 30 Minuten, vielleicht zwei, drei Stunden, nur durch den Heliumdruck begrenzte Freiheit geniessen dürfen. Das wars schon, kurz, sehr kurz. Nicht einmal eine Wurst hätte mir geschmeckt.
Vom Verkehr der naheliegenden Gotthardautobahn umbraust, steht hier, inmitten eines Weinberges, eines der schönsten Kleinode der Südschweiz: die Kirche San Nicolao in Giornico. Wahrscheinlich Anfang bis Mitte des 12. Jhdts. erbaut. Geweiht dem legendenumwobenen Bischof Sankt Nikolaus von Myra, der in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts in Kleinasien gelebt hat.
Betritt man die Kirche durch das Hauptportal, wird auch der nichtreligiöse Betrachter sofort von der gewaltigen Architektur von Chor und Krypta am hintern Ende des Raumes gefangengenommen. Vorausgesetzt, man findet im Dunkel den Lichtschalter hinten links beim Aufstieg in den Chor. Der Chor liegt sehr hoch und verengt sich hinten zu einer halbkreisförmigen Apsis. Die tief darunter liegende Krypta ist gleichzeitig in voller Breite einsehbar.
Die spätgotischen Fresken der Apsis stammen von Nicola da Saregno, 1478. in der Wölbung eine Majestas Domini mit Mandorla und den Evangelistensymbolen (Löwe, Mensch, Stier, Adler), an den Wänden die heiligen Godehard, Viktor und Petrus. Nikolaus von Myra wird mit einem Bottich gezeigt, in dem drei Knaben sitzen. Der Legende nach hat Nikolaus drei von einem Wirt zerstückelte und eingepökelte Jünglinge wieder zum Leben erweckt.
Altar und ApsisApsisdetailAltardetail
Die Kapitelle der acht Säulen sowie der Wandvorlagen der Krypta tragen eigenartige, plastisch gehauene Tiergestalten, Tierfratzen oder geometrische Motive.
KryptaHase auf Kapitelllombardische Arkaden im Weinbergarchaische Figur am SeitenportalMerlot Giornico Oro
Die Chiesa San Nicolao gibts sogar in verflüssigter Form: als Rotwein aus den Rebhalden von Giornico. Ein guter, herzhafter Merlot, obwohl hier oben im engen Tal die Sonnenscheindauer merkbar kürzer ist als weiter unten im Tal oder im Mendrisiotto. Ein Reisebericht von Ende September, den ich mir auf Allerheiligen aufgespart habe.
Die Wurstmitbringsel vom Besuch der Alpabfahrt in Urnäsch waren längst aufgegessen, Nachschub dringend benötigt, ein erneuter Ausflug ins Appenzellische fällig. Mit Wurst und Speck gefüllter Kühlbox brachen wir von Urnäsch auf ins Dorf Appenzell, dem Hauptort des Halbkantons Appenzell-Innerrhoden, dem, an der Bevölkerung gemessen, kleinsten Schweizerkanton. Ein Viertel der 17’000 Einwohner lebt noch heute von der Landwirtschaft.
An unserm kleinen Rundgang durch die Hauptgasse sind uns die vielen farbenfreudig bemalten Zugladenkästen und Holzfassaden aufgefallen. Imposant das nach dem Dorfbrand von 1560 erbaute Rathaus mit Fassadenmalereien von 1928. Abgebildet sind Auszug und siegreiche Heimkehr der Appenzeller, Schwyzer und Glarner im Jahre 1405 von der Schlacht am Stoss, nahe dem Passübergang vom Appenzell ins Rheintal. Diese militärische Auseinandersetzung mit Herzog Leopold IV. von Österreich bildete eine wesentliche Etappe in der Befreiung des Landesteils von der klösterlichen Herrschaft aus St. Gallen.
Hauptgasse: LöwendrogerieRathaus
An der Poststrasse zeugt das Haus Salesis als einziger freistehender Steinbau (nebst dem Schloss) für ein wohlhabendes dörfliches Patriziat. Das „Schloss“ wurde 1563 von einem Arzt im Renaissancestil erbaut. Der Erbauer wurde rund 20 Jahre später wegen Rechtsstreitigkeiten hingerichtet. Nachher fiel der Bau in den Besitz des Klosters St. Gallen, später des Kantons und ist seit 1708 Privatbesitz.
Haus Salesis (rechts)Schloss
Unweit davon stolpert man in die Werkstätte eines der in Appenzell noch tätigen Glockensattler, eine alte, niedrig gebaute Werkstatt in welcher traditionelle Glockenriemen, beschlagene Gürtel, Hosenträger und Hundehalsbänder in Handarbeit hergestellt werden. Die Metallplatten gibts in Weissblech, Messing und Silber. Je mehr Platten ein Mannsbild trägt, als desto reicher gilt er. Orientierungshilfe für heiratswillige Jungfern. Die orientieren sich heutzutage aber lieber an der Automarke.
Werke der Glockensattlereifür Appenzeller Hunde
Nachdem wir uns zuerst eine Kuhglocke, mangels Kuh ein Hundehalsband, mangels Hund einen normalen Gürtel anschaffen wollten, haben wir letzlich dann doch davon abgesehen. Wir sind nun mal keine reichen Leute.
Zufällig waren wir an einem Viehmarkttag (Fechschau) hier. Überall Bauern und Sennen mit ihren beschlagenen Gürteln und Hosenträgern. Daneben zahlreiche Touristen und Einheimische, die sich, wie wir, die Schönheitskonkurrenz der Kühe nicht entgehen lassen wollten.
Ziseliertes für Appenzeller MännerMarkttag: gelbe Lederhosen
Auffallend die vielen Wirtschaften, an Speis- und Trank herrscht hier keine Not. Der überall angebotene Appenzeller Käse-/Zwiebelfladen hat es Frau L. besonders angetan. Den will sie unbedingt nachbacken. Darum gibts Morgen Käsefladen mit dem eigens dazu gekauften Appenzellerkäse extra.
Kein Interesse an Kultur und Bildung ? Macht nichts. Die Neandertaler hatten auch keine und mehr wie ein Schädel bleibt von uns auch nicht übrig. (Danke, Matthias Richling). Hier gehts mit einem Hupf direkt zum Zwieback.
Altdorf wird wohl von den meisten Gotthardtunnelbenutzern nur als Autobahnausfahrt wahrgenommen. Von der Autobahn aus könnte man wenigstens einen raschen Blick auf das sehenswerte Wasserschlösschen A Pro erhaschen, rundum von Wassergräben und einer historisierenden, zinnenbewehrten Umfassungsmauer umgeben. Oder den mächtigen Bau des im Mittelalter gegründeten Lazariterklosters, ebenfalls in Seedorf. Noch besser, man benützt die Autobahnausfahrt zweckgemäss zum Ausfahren und schaut sich etwas um. Das Schlösschen A Pro wurde 1555 bis 1558 von Jakob und Sohn Peter A Pro erbaut, ein Geschlecht, das im 15. Jhdt. aus der Leventina zugewandert und hier später mit Handelsgeschäften über den Gotthard reich geworden war. Peter A Pro, Landamman, Haudegen und Militärunternehmer (Soldatenwerbung für die französische Krone) blieb ehelich kinderlos, soll aber über 70 Nachkommen hinterlassen haben. Unweit davon die um die 1200 durch Ritter Arnold von Brienz (nein, den Sbrinzkäse hat er nicht erfunden) gestiftete Niederlassung des ritterlichen Lazariterordens, ein Spitalorden zur Pflege der Aussätzigen in Siechenhäusern. Das Gebäude wird seit 1559 bis heute als Frauenkloster des Benediktinerordens genutzt.
Schlösschen A ProKloster St. Lazarus
Altdorf, Hauptort des Urschweizerkantons Uri. Mitten drin das vom Solothurner Bildhauer Richard Kissling geschaffene Telldenkmal. 1895 mit einer grossen Feier und einem eigenen Festspiel eingeweiht. Interessanterweise ziert die Jahrzahl 1307 den Sockel des Telldenkmals und nicht etwa das sagenumwobene Gründungsjahr der Eidgenossenschaft 1291. Überlieferung und Historiker sind sich da nicht einig. Den Hintergrund bildet das Türmli, ein mittelalterlicher Wohnturm, der für das Denkmal mit historischen Darstellungen ausgemalt wurde.
Neben dem Rathausplatz ist der Lehnplatz ein weiterer wichtiger Platz in Altdorf. Dominiert wird er vom 1806 erbauten Zeughaus (Arsenal).
TelldenkmalZeughaus, gut bewacht
An der Herrengasse am nördlichen Dorfausgang sind die grossen Altdorfer Bürgerhäuser (Herrenhäuser) zu finden. Ihre Erbauer sind die Altdorfer Magistratenfamilien, die ab dem 17. Jahrhundert durch die Reisläuferei, den Kriegsdienst in spanischen, neapolitanischen, französischen und anderen Heeren zu Reichtum gekommen sind. Im Bild das Besslerhaus, Vinzenz von Müller-Haus, und das Crivellihaus.
HerrengasseHerrengasse
Am Spitalplatz die Kapelle Heiligkreuz mit dem neckischen Zwiebeltürmchen. 1629 gelobten die Kirchgenossen, hier zur Abwendung der Pest dem Pestheiligen eine Kapelle zu bauen. Mit Erfolg.
Vom leicht erhöht über Altdorf gelegene Kapuzinerkloster Allerheiligen Kapuzinerkloster bietet sich ein herrlicher Rundblick über den gesamten Talkessel bis zum Urner See. Das Altdorfer Kloster wurde 1581 erbaut und ist das älteste Kapuzinerkloster der Alpennordseite. Bei einem verheerenden Dorfbrand im Jahre 1799 wurde es vollständig eingeäschert. Der heutige Bau stammt aus dem Jahr 1806. Am Hang unterhalb des Klosters wurden vor einigen Jahren wieder Reben für den Altdorfer Chlooschterwyy gepflanzt.
Kapelle HeiligkreuzKapuzinerkloster Allerheiligen
Direkt neben dem Josefsbrunnen auf dem Gemeindehausplatz liegt der Eingang zum neuen „Haus für Kunst Uri“. Das eigenartige Gebäude war während Jahrzehnten Sitz einer Druckerei.
Und was liegt daneben ? Eine Bäckerei: gross überschrieben mit „Zwiebackbäckerei“. Seit Jahren habe ich keinen Zwieback mehr gegessen. Kunst und Kultur links liegenlassend habe ich mir ein Paket hausgebackenen Zwiebacks beschafft und nach Hause gerettet. Den Zwieback gibts mit Butter, gekaufter Orangenmarmelade und Schwarztee.
Kunst & ZwiebackZwieback, Orange Marmelade
Der Tee ist fertig und jetzt wünsche ich allen Leserinnen und Lesern einen schönen Sonntagmorgen.
Streetparade der alpgesömmerten Kühe: Alpabfahrt in Urnäsch. In diesem Ort ist die Alpfahrt alljährlich ein grosses Ereignis, da der Grossteil des Alpgebiets des Kantons Appenzell Ausserrhoden nur über die Hauptstrasse des Dorfes erreichbar ist.
Gegen 11 Uhr, nach stundenlangem Marsch, tauchen die ersten Sennten (so heissen hier die einzelnen Sömmerungsbetriebe) auf: voran der Geissbub, der den ungehörnten, weissen Appenzeller Geissen den Weg weist, hinter den Geissen her ein Mädchen, das sie antreibt. Der Mann gibt die Richtung an, die Frauen arbeiten. Geiss ? So heissen bei uns die Ziegen.
Geissbube weist den WegAntreiberinnen
Danach erscheint in einer von der Tradition festgelegten Zugsordnung der Senn in wunderschöner Tracht mit gelben Lederhosen, rotem Kittel, den Fahreimer, ein Melkeimer mit bemaltem Boden, an die Schulter gehängt. Begleitet von drei Ehrendamen, den Schellenkühen mit den ganz grossen Treicheln.
Senn mit 3 Schellenkühenbemalter Fahreimer
Anschliessend marschieren 4 Bauern, 3 in Sonntagstracht in braunen Hosen, der vierte, der Zusenn, in Sennentracht in gelben Hosen. Dabei wird gezäuerlet (Appenzeller Jodel) wenn nicht gerade übermütige Kühe in die Schranken gewiesen werden müssen.
Zusenn, 3 Bauern, Schellenkuh
Endlich die Parade des wilden Heers von Kuhschönheiten, sauber herausgeputzt, viel nackte Haut, Rücken an Rücken. Jede in ihrer Art schöner als die aufgedonnerten, mit und ohne Abitur dümmlichen Damen an der gestrigen Wahl der Miss Schweiz.
auch ein schöner Rücken...Streetparade danach
Hinter der Viehhabe geht der Bauer in der Tracht, begleitet von seinem unermüdlichen Ordnungshüter und Wadenbeisser, sprich Appenzeller Sennenhund. Nur selten wird noch ein Stier mitgeführt.
Bauer, Hund, lahmende Kuhder Kühe ihr Mann
Den Schluss des Zuges bildet der Lediwagen, ein Pferdewagen mit Alpgerätschaften. Weissküferei ist aber nur noch Folklore, kommt aus hygienischen Gründen nicht mehr zum Einsatz. Vor jeder Wirtschaft am Wege, und deren hat es von der Schwägalp bis Urnäsch viele, werden dem Zug wärmende Getränke offeriert.
Weissküferei auf dem WagenHerzwärmer für das Begleitpersonal
Ich war heuer zum ersten Mal an diesem Anlass, alleine, Frau L. war nicht nach Ausreise zumute. Wer nächstes Jahr dabeisein möchte, dem empfehle ich, sich wie die Einheimischen in einer Wirtschaft an der Strecke niederzulassen. Sobald der Dschungel-Groove der Treicheln ertönt, stürzen sich Kundschaft und das Servierpersonal nach draussen. Man verpasst auf diese Weise nichts und muss sich bei kühler Witterung keine Füsse in den Bauch stehen. Ich war in Frischknechts Anker (13 GM) und habe gute und preiswerte Appenzeller Käsespätzli gegessen. Empfehlenswert ein Besuch im Appenzeller Brauchtumsmuseum das eben eine Ausstellung zum Thema Alpfahrten zeigt. Mitbringsel: ausgezeichnete Appenzeller Pantli und Kräuterspeck aus der Metzgerei Löwen von Jean Bänziger. Hier gibts auch Appezöller Südwööscht , zudem auf Bestellung Kalbskopf, -hirn, geräucherte Euter und Chrös (Dünndarm vom Kalb). Gut zu wissen, drum schreib ichs auf. Und bis der nächste Zug abfährt, kann man sich am Bauernmarkt die Zeit oder am Schweinchenrennen den Wetteinsatz vertun.
An Beizen kein MangelXenia vor Säntisblitz
Morgen gibts bei mir selbstgebackenen Appezöller Bereschlorziflade.
Keine Engadinferien ohne Besuche im Val Müstair (Münstertal). Das im östlichsten Teil der Schweiz gelegene Val Müstair besteht aus sechs Gemeinden mit knapp 1700 Einwohnern. Das sich vom Ofenpass bis zur italienischen Grenze erstreckende Tal ist etwa 26 km lang bei einer Fläche von knapp 20’000 ha.
Die historisch dokumentierte Besiedlung begann Ende des 8. Jhdts. mit der Gründung eines Herbergsklosters, das in der Folge die Entwicklung des Münstertals stark prägte, ihm sogar den Namen gab (monasterium, Kloster). Als Karl der Grosse sich 772-774 des Langobardenreiches bemächtigte, machte er den Churer Bischof Constantius zum weltlichen Verwalter von Churrätien, damit sicherte er sich die Passübergänge.
Anfang 12. Jhdt. lag das von Benediktinern geführte Kloster darnieder, erst die Einrichtung eines Frauenstiftes brachte das Haus wieder zur Blüte. Im 14. Jahrhundert trat der damalige Churer Bischof immer mehr Grundrechte an Österreich ab. Dagegen wehrten sich die Leute in allen Talschaften des Bistums und gründeten 1367 zur Abwendung der östlichen Gefahr den Gotteshausbund. Das Münstertal bildete zusammen mit den Gotteshausleuten im Vinschgau ein Hochgericht mit Sitz in Müstair. Im Schwabenkrieg (vor und nach der Schlacht an der Calven 1499) wurde das Münstertal und das Kloster dafür von österreichischen Truppen geplündert und verwüstet.
Plantaturm 10. Jhdt.Wirtschaftshof mit Torturm 15. Jhdt.Eingang durch südl. TorturmSpätgotisches Netzgewölbe 15. Jhdt.
Die Klosterkirche St. Johann erlangte ihre heutige Berühmtheit (UNESCO-Welterbe) durch die Entdeckung eines Ende 800 entstandenen, einzigartigen Freskenzyklus aus karolingischer Zeit. Die Tafeln erzählen das Leben und Wirken Christi, den Wänden entlang, wie ein Bilderbuch. Im ausgehenden 12. Jhdt. liess der Frauenstift die Kirche mit expressionistischer romanischer Malerei aus- und übermalen.
Karolingische & romanische FreskenKarl der Grosse, Statue 11. Jhdt.Christus im Wellenberg (11. Jhdt)
Die Reformation erfasste die oberen Gemeinden des Tales früh, das Klosterdorf Müstair blieb hingegen beim Katholizismus. In der Zeit der Bündner Wirren 1620-35 wurde das Tal wechselweise von österreichischen, französischen und spanischen Truppen besetzt. Die strategische Bedeutung der Pässe ins Veltlin (Umbrailpass), nach Livigno und ins Engadin habe ich im Beitrag über Glurns schon erwähnt. 1728 verkaufte der Bischof von Chur das Tal an Österreich um 21’000 Gulden, 1762 erzwangen die Drei Bünde den Rückkauf um denselben Betrag.
Nächste Station talaufwärts ist Santa Maria im Münstertal. Kreuzungsort von Ofenpass und Umbrailstrasse. Ein hübscher, durch die enge Hauptstrasse aber leider verkehrsbelästigter Ort mit netten Läden.
Kirche in Sta. Maria, 15. Jhdt.Sta. Maria, Häuserzeile
Sehenswert in Sta. Maria auch die älteste Mühle und Stampfe der Schweiz mit unterschlächtigem Strauberrad-Antrieb (1676). Essenswert ein einfacher Teller Pizzoccheri (meine Rezeptversion hier) in der innovativen Bäckerei/Furnaria Meier.
Sta. Maria, Mühle MallPizzocals
Ein kleiner Umweg bringt uns in die auf 1920 m höchstgelegene politische Gemeinde der Schweiz: Lü, die einen schönen Ausblick ins Tal eröffnet. Die arg zerzausten Ohren des Dorfkönigs legen Zeugnis ab von alten geschlagenen Schlachten in dieser jahrhundertelang umkämpften Talschaft.
Kirchlein in LüDorfkönig von Lü
Ein letzter Blick auf dem Ofenpass ins Val Müstair zurück. Die abendlichen Sonnenstrahlen werfen bereits lange Schatten. Auf Wiedersehen im nächsten Jahr. Der Abschluss der diesjährigen Grenzland-Berichte. Alle bisherigen sind unter dem tag Grenzland aufrufbar.
Blick zurück ins Münstertal und auf die ferne Ortlergruppe
Glurns (ital. Glorenza) ist eine der kleinsten und merkwürdigsten Städte der Alpen im Vinschgau. An alten, strategisch wichtigen Handelswegen gelegen (Reschenpass ins Nordtirol bzw. Ofenpass ins Engadin) erlangte sie Wohlstand als Umschlagplatz für Salz, das aus Hall im Nordtirol Richtung Süden, und Südfrüchten, Schmiedewaren sowie Gewürzen, die aus Italien in den Norden transportiert wurden. Das heute italienische Vinschgau und das grossenteils schweizerische Münstertal waren seit dem Frühmittelalter zwischen dem Bistum Chur und der Grafschaft Tirol umstritten. Der Bischof von Chur kontrollierte im Mittelalter als «Fürstbischof» des Heiligen Römischen Reiches grosse Teile des heutigen Graubündens, Chiavenna, Bormio und den Vinschgau.
Glurns
Der Machtzuwachs der Habsburger unter Maximilian I. führte ab 1494 zu einem langwierigen Konflikt mit Frankreich um die Vorherrschaft in Italien. Zankapfel waren die Alpenpässe, die eine direkte Verbindung zwischen Innsbruck und Mailand ermöglichten. Hinzu kamen Streitigkeiten mit den Eidgenossen als Folge der Ausbreitung der Macht Habsburgs in Graubünden. 1499 wurde nahe Glurns in der Schlacht an der Calven ein überlegenes kaiserliches Herr (von Maximilian I.) von einem Heer der Drei Bünde nach einem Umgehungsmanöver vernichtend geschlagen. Im Anschluss daran plünderten die siegreichen Truppen die Stadt, steckten sie in Brand. Die Oesterreicher rächten sich später durch Verwüstung des Münstertales. Im Zuge des Wiederaufbaus von Glurns wurde die heute noch bestehende Stadtbefestigung errichtet.
StadtmauernNoch mehr Stadtmauern
Etwa 1580 vollendet, begann der wirtschaftliche Abstieg der Stadt. Neue Handelsrouten wurden erschlossen (Brenner durchs Eisacktal). Zudem war die neue Stadtbefestigung schon Anfang des 17. Jahrhunderts durch die Entwicklung des Kriegswesens militärtechnisch wertlos. Im 19. Jahrhundert herrschten in der ehemaligen Handelsstadt überwiegend kleinbäuerliche Wirtschaftsstrukturen. Noch heute werden Kühe und Ziegen innerhalb der Stadtmauern gehalten.
Laubengasse in GlurnsGlurns
Das intakte Stadtbild von Glurns macht den Eindruck eines kleinen Zwergenstädtchens. Alles ist klein, überschaubar, die Stadtmauern lassen sich in wenigen Minuten umwandern. Kulinarisch lässt sich nichts erwähnenswertes berichten. Auch vom 500 Jahre alte Gasthof zum Grünen Baum nicht. Immerhin zwei gute Kaffehäuser. Eher erwähnenswert der 1519 in Glurns durchgeführte Mäuseprozess: In Folge einer grossen Mäuseplage wurden die Mäuse im Umfeld der Stadt vor Gericht zitiert. Nach einer umfassenden Beweisaufnahme, an der auch ein Anwalt der Mäuse anwesend war, erfolgte der Urteilsspruch. Die Mäuse wurden zwar aufgrund ihrer Natur als unschuldig erkannt, aber trotzdem aus der Region verbannt. Immerhin kam man neugeborenen und schwangeren Mäusen soweit entgegen, dass man ihnen einen zweimaligen Aufschub der Frist von 14 Tagen gewährte. Ihre Nachkommen lachen noch heute über die Justiz.
Ferien im Engadin = Ausflug nach Bozen. Nach Bozen führen viele Wege, der unsere, wie jedes Jahr, bei einem foodblogger ja auch verständlich, über eine Gaststätte: der Rose in San Michele/Eppan. Gleich neben der Rose hat ein anderer Besucher schon nach einem einzigen Besuch eine Gedenktafel an die Wand gemörtelt bekommen, mir hat es dazu nach mehr als zehn Besuchen mangels Profil noch nicht gereicht.
zur Rose San Michele/Eppanauch ER war da
In der Rose gefällt uns jedes Jahr die grosse Auswahl an kalten, lauwarmen und warmen Vorspeisen, aus denen allein man sich schon ein umfangreiches Menu zusammenstellen kann. Gegessen haben wir: Artischockensuppe mit Zwiebelravioli, Variation vom Kalbskopf mit Senfeis, Kloaznravioli mit Graukäse, als secondo Millefeuille vom Kalbsrücken mit grünen Bohnen und Perzwiebeln, hier nur drei Bilder, der Rest war verwackelt.
Kloatzenravioli mit Graukäse und ButterArtischockensuppe mit ZwiebelravioliKalbskopfvariationen
Über Girlan danach in die Kellereigenossenschaft Schreckbichel, mein Weinkeller weist grosse Lücken auf, anschliessend an der Burg Sigmundskron des selbsternannten Ritters vom Goldenen Dach, Reinhold Messner, vorbei, direkt nach Bozen.
Im Herzen der Stadt ins Waltherparking, die Eingangspforte für einkaufsgeübte Bozenbesucher. Zwei Treppen hoch und man steht im Angesicht der Statue von Walther von der Vogelweide. Aber den kennt wohl kaum einer noch. Minnegesang ist seit Elvis Presley ausser Mode. Im Altstadtviertel in und um die Bozner Lauben findet man eine Fülle prächtiger, von Wohlstand zeugender Bürgerhäuser. Das Ganze ein Einkaufsparadies mit vielen guten Einzelhandelsgeschäften die sich immer noch wacker gegen die weltweit agierenden Lumpenwarenketten behaupten können.
WaltherplatzSilbergasse
Während ich mich in Seibstocks Delikatessengschäft bescheiden mit ein paar Kilo von Bollis und Nathalies Lieblingsspaghetti eindecke, macht Frau L. die für mich (und wohl auch für sie) unerwartete Entdeckung, dass sie nichts mehr anzuziehen habe. So kann man eine Frau nicht herumlaufen lassen, also rein in den Laden und gleichzeitig links beladen wie rechts hinten erleichtert wieder raus. Schlau die Frau, hat mich in der Schreckbichlkellerei einfach widerspruchslos einkaufen lassen.
SeibstockMarina wie heisst sie schon
Dann noch die obligate Runde um den Markt, beim Anblick der Früchte kann man nicht anders als zuschlagen:
Obstmarkt BozenBitte !
Die auf die bevorstehende Obsternte hochhaushoch wartenden riesigen Transportbehälter weisen den Weg wieder durchs abendliche Vinschgau ins Engadin.
Immer wieder eindrücklich: Der Gang durch die engen Gassen entlang der aneinander gedrängten, ärmlichen, steinbedeckten Kleinbauernhäuser und Ställe aus Holz und Bruchsteinen.
Heutiges SonnenlichtEinstige (?) Armut
Plötzlich steht man vor dem grossen, barocken Palast der Familie von Salis, der Casa Battista. 1630 als einfaches Wohnhaus durch Johann Baptist von Salis erbaut, hat der Palazzo Salis sein heutiges Aussehen durch einen grossen Umbau im Jahre 1701 erhalten. Verschiedene Generationen der Familie haben dem Haus ihren Stempel aufgedrückt und zur Ausstattung mit Möbeln, Bildern und Wandmalereien beigetragen. Hübsch der teils als Gartenwirtschaft benutzte, barocke Garten hinter dem Palazzo mit Buchsheckenkompartimenten, Wiesen, Mammutbäumen, Obstbäumen und Blumen.
Als Napoleon 1797 das Veltlin und Chiavenna vom Bündner Freistaat abtrennte, ging viel Grundbesitz verloren. Die traditionellen Einkünfte aus Diensten in fremden Heeren versiegten. Die Salis verliessen schliesslich Soglio. Das Haus ist noch heute in Familienbesitz, wird aber seit 1876 als Hotel genutzt.
Auf Wanderung, haben wir im Restaurant des Hotels Palazzo Salis einen traumhaften Risotto gegessen, Rosmarinrisotto mit Taleggio. Den hab ich inzwischen perfekt nachgekocht. Rezept am Dienstag.
Der PalazzoRisotto im PalazzoGarten des PalazzoBlick in den Friedhof von Soglio
Mit Veltliner im Blut ist es tatsächlich ratsam, Schritt zu fahren, obwohl ein Glas Veltliner mehr kostet als die angedrohte Busse.
Chiavenna: Castello Balbiani, bzw. was Schweizer Landsknechte und eine Versicherungsgesellschaft von ihm stehen gelassen haben
Über Chiavenna, die Perle der Alpenstädtchen, berichtete ich letztes Jahr schon einmal weitere Fotos siehe hier. Heuer haben wir es von Süden angefahren, von Varenna aus, der Perle am Comersee. Schwül-heisser Samstag, ich wäre lieber den ganzen Tag am Ufer sitzengeblieben, doch wir wollten noch in Chiavenna einkaufen für das Wochenende. Kein Schritt in Chiavenna, ohne den ersten espresso im Caffè svizzero. Fleissige Leser wissen warum.
Lago di Como: Varenna der Unvermeidliche
Am Anfang der Via Dolzino, gegenüber dem Palazzo Salis, steht der Laden der Fratelli del Curto. Kleines, aber feines Angebot an Bresaola, Salumi, Mortadella mit Leber. Die Viola di Capra, eine ganze, luftgetrocknete Ziegenschulter, die an die Form einer Klampfe erinnert, gibts leider nur am Stück. In dieser Macelleria könnte man zum Fleischesser werden. Natürlich kein Zufall, dass wir die Kühlbox im Auto hatten. Weiter unten an der Via Dolzino in der Bäckerei Balgera gibts zu den Wurstwaren köstliche Roggenringbrote mit Anis gebacken.
Macelleria del CurtoEnrico del CurtoSalami, Bresaola, ProsciuttoChiavenna: Via Dolzino
Am andern Ufer der Mera, in der via P. Bossi, gehts in den Veltliner Spezerei- und Gemüseladen des charmant deutsch parlierenden Francesco Bedognetti (seine Frau ist Deutsche). Er hat, wenn man im richtigen Zeitpunkt kommt, die schönsten und frischesten Gemüse. Die Zucchiniblüten erinnern an die Mittagszeit: einmal mehr ins Ristorante Passerini, das Grotto Crotasc ist im Umbau und das Cenacolo geschlossen. Ein andermal.
Bei Passerini wie immer ein sehr gutes und gepflegtes Essen, hier hats Dauergäste die täglich hier essen und denen wir Jahr für Jahr wieder begegenen. Wir haben gegessen: Zucchiniblüten (weibliche) mit Ricotta gefüllt, Maisravioli mit fave, Vitello tonnato und als Dessert ein gelato di fiordilatte con Amaro braulio, das Milcheis einfach mit Braulio umgossen, etwas weniger elegant als bei Anna Bertola.
Unsere Rückendeckung im Passerinimit Ricotta gefüllte Zucchiniblüten
Morbegno liegt an der SS38 zwischen Colico und Sondrio. Wer durchs Veltlin fährt, muss hier durch. Die Aussenquartiere trostlos, bislang kein Anreiz, ins centro storico vorzudringen. Wäre da nicht das Gourmetparadies der Fratelli Ciapponi, mitten in der Altstadt. Erstmals sind wir hieher gekommen. Und welche Überraschung. Die Altstadt pittoresk, eng, etwas verlottert. Die Gebrüder Ciapponi betreiben in dem alten, verwinkelten Haus ein 1883 gegründetes Handelsgeschäft mit den guten Erzeugnissen des Veltlins: Käse, Wein, Spezereien, Delikatessen, Grappe, Salumi.
Hier scheint noch in Lire gerechnet zu werden
Die Einrichtung stammt noch aus den Gründerjahren, nichts wurde weggeworfen, alte Registrierkassen, Waagen, Berkel-Aufschnittmaschinen und Behältnisse bilden einen fast musealen Rahmen für die angebotenen Waren. Als ob hier die Zeit stehengeblieben wäre.
Hochregallagermanual computing
Die alten Gebrüder laden einen herzlich ein, die Gewölbekeller, Kammern und Winkel des Hauses frei zu durchstöbern und gucken derweil im Kontor auf den Bildschirm der Telekamera. Die aktuellen Registrierkassen sind topmodern. Die Zeit also doch nicht stehengeblieben. Die Waren sind thematisch gruppiert im Haus (Parterre und zwei Untergeschosse) verteilt. Bekannt ist der Laden vor allem durch die vorzüglichen Veltlinerkäse. Im Herbst kaufen sich die Ciapponis direkt ab Alp die besten Laibe und affinieren sie in den eigenen Kellern. Bittokäse wird während der Alpsömmerung vom 1. Juni bis 30. September aus Rohmilch über offenem Holzfeuer in Messingkesseln hergestellt. Er lagert hier bis zu 10 Jahren.
Casera, Bitto & CoDie Kleinen
Wie die Bilder aus den Weinkellern zeigen, lagert hier alles, was in Italien und im Veltlin Rang und Namen hat. In den verstaubten Winkeln warten vergessene Flaschen darauf, gehoben zu werden. Oder wurden sie absichtlich verstaubt und hingelegt ?
Im tiefen KellerGaja & Co.
Öl, Essige, Konserven, Spezereien locken. Nur eines blieb mir bis heute ein Rätsel. Etwa ein Dutzend auf der Ladentheke aufgeschichtete Dosen mit der Aufschrift „Cloppenburger Bockwurst„. Habe ich da etwas verpasst ?
Feinwaage für SafranfädenKonservatorium für Konserven
Ein, zwei Stündchen kann man in diesem Laden problemlos verbringen. An den Samstagen weniger empfehlenswert, wenn sich Carladungen von Touristen in den Gewölben tummeln. Lohnenswert ein Gang durch die pittoreske Altstadt, der Atmosphäre wegen.
Morbegno AltstadtMorbegno: Idylle
Zwei Kirchen, die ältere S. Antonio und S. Giovanni Battista mit einer theatralischen Barockfassade. Den Palazzo Malacrida sparen wir uns auf nächstes Jahr. Wie der Löwe von San Marco sieht mein Brunnentiger ja nicht gerade aus, obwohl das Gebiet südlich von Morbegno im 16/17. Jhdt. direkt an venezianisches Hoheitsgebiet grenzte. Wasser oder Wein spendete er auch nicht, so gabs den espresso im Caffè gegenüber dem theatrum sacrum.
Von Bianzone führt uns eine enge direttissima auf verschlungenen, schattigen Wegen durch Kastanienhaine direkt nach Teglio. Wir haben die Reise dreimal gemacht, im Regen und im Sonnenschein. Das erklärt die Lichtwechsel der Fotos. Die Pfarrkirche Sant’Eufemia in Teglio hat einen prachtvollen Portalbogen. Das Innere mit Fresken, die von der Romanik bis ins Barock reichen. Der Ort mit rund 5000 Einwohnern hat im Zentrum und in den umliegenden Weilern 16 Kirchen zu bieten. Erbe der tiefverwurzelten Religiosität der Veltliner. Die kann man nicht einfach per Dekret aus der Welt schaffen. Das hatten die protestantischen Bündner Glaubenseiferer in der Zeit der Reformation nicht begriffen.
Teglio: Portal zur Kirche Sant'EufemiaTeglio: Weltliches PortalTeglio: San PietroTeglio: San Martino
Weiter über die Panoramica-strasse nach Tresivio. Während der Herrschaft der Mailänder Visconti und Sforza (1325 bis 1500) war Tresivio der Hauptort des Tales und eine bedeutende Pfarrei. Mit der Einnahme durch die Bündner 1512 wurde die Verwaltung nach Sondrio verlegt. Die gewaltige Kirche ist weitherum im Tale zu sehen. Beeindruckend die vielen terrassierten, steilen Rebhänge in der Weinbauzone Grumello. Das Veltlin weist eine durchschnittliche Sonnenscheindauer von ca. 1900 Stunden pro Jahr aus, deshalb gedeihen hier nicht nur Reben, sogar Zitrusfrüchte sind neben Kernobst anzutreffen.
Steile Rebhänge im GrumelloTresivio: Santa Casa
Oberhalb der Steillagen der Zone Inferno fahren wir über Poggiridenti in die Weinbauzone Sassella zur Madonna del Sassella, eine aus dem Beginn des 16. Jhdt. stammende Kirche. Rundum Reben. Schön. Hier ruhen die Gebeine von Nicolò Rusca, dessen führende Rolle in der Gegenreformation durch die Bündner Behörden grausam bestraft wurde. Weniger schön. Dessen Tod war eine der Ursachen für den Veltliner Mord, der 600 Protestanten das Leben kostete und die weitere Ausbreitung der Reformation im Veltlin zum Erliegen brachte.
Poggiridenti: S. Fedele in den RebenMadonna della Sassella
Mittagessen in Sondrio, im Ristorante Sale e Pepe, das Montags geöffnet hat. Gut waren die Ricottaravioli, hingegen war die Vorspeise, gebackene Zucchiniblüten mit Sardellenfüllung zu schwer. Die Piazza Garibaldi immer noch eine riesige Baustelle. Ein Spaziergang in der Altstadt von Sondrio, dann Schluss mit Kultur und ab ins Schlemmerparadies nach Morbegno. Demnächst.
Sondrio: Ristorante Sale e PepeRicottaravioli mit Tomaten
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