Sommersalat mit Granatapfelvinaigrette

Sommersalate mit Granatapfelvinaigrette
Unser Biogemüsebauer im Gürbetal hat derzeit ein Angebot, dass auch Gemüseverächter eine richtige Salatlust ankommt. Zumal bei dem heissen Wetter. Wir haben richtig zugeschlagen, das muss jetzt alles systematisch verbraucht werden. Zuerst kommen die empfindlichen exotischen Salatblättchen dran: Für diesen Salat habe ich gekauft: Mizuna, Japanischen Blattsenf und Tatsoi. Dazu gibts eine Granatapfel-vinaigrette und ein paar Melonenschnitze. Fruchtig, frisch, sommerlich. Fast frühlingshaft, das wären dann 4F.  Zum Rezept: Sommersalat mit Granatapfelvinaigrette weiterlesen

Insalata Caprese, ma perfetto ?

Insalata caprese

Keine Pizzeria, kaum eine Döner-bude, bei der man heute nicht einen Insalata Caprese erhält. Der Botschafter der schönen Insel im Golf von Napoli erfreut sich hierzulande einer unglaublichen Beliebtheit. Kein Wunder, ein attraktives, äußerst einfaches und dennoch wohl-schmeckendes Gericht. Die Qualität der Zutaten und die Zubereitung sind aber an den meisten Orten beklagenswert. Industrie-Mozzarella wird von Stangen in dicken Scheiben abgeschnitten, abwechselnd mit ein paar matschigen Tomatenscheiben gefächert und mit ein paar winzigen Basilikumzipfelchen dekoriert. Alles mit „italienischem Dressing“ übergossen, Zwiebel schadet auch nichts, Schnittlauch auf den Tellerrand, damit das Auge auch was hat….usw. usf.  Das Mittelmeer ist nahe.

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Energiesparen

Weinkistchen vorher

Mein Beitrag zum Energiesparen: Die sich mit der Zeit ansammelnden Weinkistchen werden in der Nähe des Spaltstocks:
1) aufgeschichtet (Grossbild, damit Martin prüfen kann, was da so durchgeht).
2) Zerschlagen
3) Nägel rausziehen, sammeln für die künftige Metallverwertung
4) Zu Anfeuerholz zerkleinern
Weinkistchen nachher
Mit dem eingesparten Heizöl neue Weine (samt Kistchen) kaufen. Deren Kistchen wiederum zerhacken usw. usf.
Falls die Metall- und Heizölpreise noch etwas anziehen, so wird sich mein Konsum an Bordeaux bald selbsttragend finanzieren. Ein Bombengeschäft. Her mit dem Kyoto-protokoll. Ich unterzeichne !

CH-4500 Solothurn: Samstagsmarkt

Solothurn St. Ursenkathedrale
In Basel gibts zwar einen Marktplatz, aber leider nur noch wenig Markt. Händler, Händler, Händler, immer weniger Produzenten. Ganz anders in der Kleinstadt Solothurn. Jeden Samstag zwischen Baslertor und Bieltor: ein Stelldichein von Produzenten und Bauern aus der nähern Umgebung. Nur wenige Händler. Reichhaltiges lokales Angebot an Gemüsen, Früchten, Setzlingen, Blumen. CH-4500 Solothurn: Samstagsmarkt weiterlesen

Wunschkochen (4): Involtini di verza für Christel

Involtini di verza

Sommerliche Kohlrouladen hat sich Christel vom Niederrhein von mir gewünscht. Ein Kohlgericht koche ich zum ersten Mal. Kohlgerichte gehören sonst zu Frau L.s Domäne. Wenn ich an Sommer denke, höre ich gerne griechische Bouzuki-musik, denke an gefüllte Weinblätter und mache deshalb eine Art griechischer Dolmades, nehme anstelle von Weinblättern einfach Wirsingblätter. Gefüllt mit Reis, gerösteten Pinienkernen, Sultaninen und Pfefferminz. An einer Sauce aus gelben Tomaten serviert. Um das Durcheinander komplett zu machen, habe ich die Dinger italienisch benannt. Wer da noch an Kohl denken mag ?  zum Rezept Wunschkochen (4): Involtini di verza für Christel weiterlesen

Easy skillet supper

Blog-Event XXV - American CookingIn meinem Beitrag zum American Cooking Festival hab ich mich für ein Rezept entschieden, das alles andere als „award-winning“ aussieht: einfach, bodenständig, aber authentisch. Ein Rezept aus dem bescheidenen Kochheft: „Favorite Recipes from New Glarus, Wisconsin, Americas Little Switzerland“. Mrs. Sheldon Hoesly aus New Glarus, Wisconsin hat darin ihren family favorite beigetragen. Ein Rezept für Null-Sterne-Köche, amerikanisch, effizient in einer einzigen Pfanne (skillet) gekocht: Teigwaren mit Hackfleisch.
Easy skillet supper

In der Schweiz würde man dem Ghackts mit Hörnli sagen. Ist aber uramerikanisch wie alles aus Amerika.

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Pojarski de veau avec sauce bigarade

Pojarski de veau sauce bigarade

Unter Pojarski wird ein Hackbraten in Kotelettform verstanden, der vom Erfinder, einem russischen Gastwirt, einst dem Zaren Nikolaus I. zubereitet wurde. Der Zar verlangte Kalbskoteletts, die gabs nicht, so zauberte der verzweifelte Wirt aus Hühnerfleisch etwas Kotelett-ähnliches herbei. Das schmeckte dem Zaren offensichtlich, jedenfalls geistert das Gericht weiterhin unverwüstlich durch die heutige Gastronomie. Wir machen gleich einen ganzen Hackbraten, aus Kalb, nicht aus Huhn. Dazu eine Sauce, die in den 70-er Jahren in der Schweiz derart Furore gemacht hat, dass sie sogar von Knorr in Beutelform verkauft wurde. Die Beutel gibts seit Jahren nicht mehr. Heute ist „mediterran“ Trumpf. Das kümmert mich aber nicht. Mir schmeckt die Sauce Bigarade, speziell wenn sie nicht von Knorr stammt. zum Rezept

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Riz Jubilée oder die Speisung der Siebzigtausend

Riz JubiléeKein Druckfehler. Es geht nicht um Cerises Jubilée, den alten Kirschen-klassiker, sondern um eines der Gerichte, die vor ein paar Jahren an einem Hundertjahrfest eines Basler Weltkonzerns an über 70’000 Festbesucher ausgeteilt wurden. Auf Kartontellern mit Plastik-gäbelchen. Verglichen damit war die Speisung der Fünftausend zu Kanaan ein Klacks. Ich bin ja nicht gerade ein Freund derartiger Kost. An diesem Anlass hat mir aber die perfekte Logistik allen Respekt abgenötigt. Nochmehr verblüfft war ich über den Wohlgeschmack des von uns an der Selbstbedienung gewählten pseudo-orientalischen Reisgerichts. Nachgekocht und adaptiert von Frau L.. Seither ein leichter Sommer-Klassiker unserer Küche. Resten gibts fast nie. zum Rezept: Riz Jubilée oder die Speisung der Siebzigtausend weiterlesen

Taglierini aglio olio e peperoncino, ma perfetto ?

Taglierini aglio olio

Pasta aglio olio e peperoncino gehört zu den im deutschsprachigen Raum am häufigsten bestellten Gerichten der Pasta-Küche. Und doch ist es traurig, wie lieblos dieser einfache Teller vielerorts angeboten wird. Ich versuche dagegen anzutreten. Ich mache Pasta aus Hartweizen-griess mit Eiern. Diesen handgewalzten Pasta-Teig kann man mit industriell hergestellter Pasta nicht vergleichen. Bei Industrie-Pasta (pasta di semola di grano duro) wird der Teig mit einem Extruder (Schneckenpresse) unter hohem Druck durch eine Lochscheibe aus Teflon oder Messing gepresst und hat dadurch einen ganz anderen Duktus und Geschmack als die gewalzte Pasta. Die Zutaten zur Sauce sind klar: Knoblauch, Peperoncino, Olivenöl, aber sorgfältig zubereitet. Das ist Alles. Wer die Ausrüstung für die Pasta-Herstellung nicht hat oder keine Zeit für diesen Aufwand, kauft sich erstklassige Hartweizen-teigwaren ohne Ei (zB Martelli und andere, die schonend getrocknet werden). Ist aber nicht ganz dasselbe. zum Rezept:

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