
Als russische oder Fabergé-Eier werden Schmuckgegenstände in Form von Ostereiern bezeichnet, die von Carl Peter Fabergé (oder besser seiner Werkstatt) in St. Petersburg zwischen 1885 und 1917 angefertigt wurden. Kleine Meisterwerke in Gold, Email und Edel-steinen oder feinstem Porzellan. „Russisch Ei“ ist aber auch ein altes Gericht der kalten Küche. In den 70-er Jahren als Dosengemüse-klassiker noch sehr beliebt, wird das Gericht heute in Restaurants kaum mehr angeboten. Als Dosenmischgemüse ist es noch erhältlich, wenn man sich in den Läden tief bückt. Frisch und gut zubereitet ist es aber ein leichtes, wohlschmeckendes Sommergericht. Und erst noch kalorienarm. zum Rezept Russisches Ei weiterlesen
Archiv der Kategorie: Kochrezepte
Vitello Basilico

Vitello tonnato, ohne tonnato. Für einmal mit einer leichten, Quark-basierten Basilikum-sauce. Für Menschen, die Thunfisch aus der Dose nicht mögen oder für Menschen, die 2 kg abnehmen möchten. Das Rezept habe ich aus der Basler Kochschule heimgebracht. zum Rezept
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Tomaten-Paprika-Tarte
Mein Beitrag zum Paprika-Event des Gärtner-Blogs. Eine Drei-Stern Tomaten-Paprika-Tarte für Gourmets. In Anlehnung an ein Rezept von Joël Robuchon in Paris (Restaurant Jamin) aus „Gourmet“ 52 (1989). Die Tarte besteht aus einem blindgebackenen Boden aus 5 Lagen Strudelteig. Der Boden wird bestrichen mit einer Tomatensosse, die aus den Tomaten-abschnitten gekocht wurde. Belegt wird die Tarte mit ausgestochenen Tomaten- und Paprika-rondellen. Eine geniale Tarte mit einem leichten Nichts von Boden, der schön knusprig bleibt und nicht durchweicht.

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Schinkenkrapfen
Schinkengipfel in Krapfenform. Bei uns eine beliebte Beilage zu Gemüsen, auf Wanderungen als Picknick oder als Aperitiv-gebäck bei Einladungen (die gehen immer zuerst weg) oder spätabends nach dem Theater als Gutenacht-Imbiss. Wir machen sie immer auf Vorrat und halten sie bis kurz vor dem Verbrauch im Tiefkühler. Trotz Schlankheitswoche musste der Nachschub für den Herbst alimentiert werden. zum Rezept
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Noisettes de veau à la hongroise

Kalbsnüsschen auf ungarische Art. Beim Aufschneiden eines Kalbsfilets habe ich die Filetspitzen zu Geschnetzeltem verschnitten. Davon habe ich (das war noch vor der Diätkampagne von Frau L.) in freier Interpretation eines Rezeptes des jungen Fredy Girardet (als er noch, unbekümmert um spätere 19.5 Gault-Millau-Punkte, ein bescheidenes Bistrot führte) ein Paprika-Rahmgeschnetzeltes zubereitet. Fleisch war wenig da, 200 g für 2 Personen, drum hab ich selbstgemachte Tarhonya dazu serviert. zum Rezept Noisettes de veau à la hongroise weiterlesen
Croque Monsieur mit nassen Füssen
Der liebe Vater Rhein drohte wieder mal über die Ufer zu treten und hat uns feuchte Füsse und eine nächtliche Kellerräumung beschert. Wir sind aber dank tüchtiger Feuerwehr mit nassen Füssen davongekommen. Zu mehr als Croque-Monsieurs war unsere Küche aber nicht mehr fähig. Ein beliebter, kleiner Snack in Autobahn-Raststätten und Bars, für den es keine Kochkenntnisse braucht. Im Original ein Sandwich aus zwei Toastbrotscheiben, zwischen die Schinken und Käse gelegt wird, und die nach Aufstreuen von Käse gebacken werden. Croque-Madame wird zusätzlich mit einem Spiegelei aufgewertet. Daneben gibt es noch zig- andere Varianten. Auch mit feuchten Füssen wollen wir nicht einfach Käse und Schinken zwischen 2 Sandwich-scheiben knallen und klappgrillen, sondern machen sie in der verfeinerten Form, bei der Sauce Mornay (Béchamel mit Käse) auf Schinken und Käse aufgestrichen wird. zum Rezept Croque Monsieur mit nassen Füssen weiterlesen
Tarhonya

Tarhonya, eine Graupen-ähnliche Teigwarenform aus Ungarn. Wer wie Claudia Pici selbst macht, sollte auch Tarhonya herstellen :-D. In einer alten Ausgabe von Gourmet (Ausgabe 73) hab ich sie gesehen. Dort hat sie (vor Jahren) Rudolf Kellner vom Altwienerhof in Wien zu einem Pörkölt zubereitet. Als Teig nehme ich meinen Nudelteig, der ist ähnlich und den kenne ich aus dem effeff. Gemäss Rezept wird etwas Teig in die eine Hand genommen, und mit der andern Hand werden kleine Kugeln abgezupft. Ich kann mir die ungarischen Grossmütter so richtig vorstellen bei dieser Arbeit. Und hintendran warten die Gänse und kriegen ab und zu eine kleine Kugel zugeworfen. Falls ich Unsinn schwadroniere, muss Maci, die Ungarnspezialistin, halt eingreifen. Ich habe die Tarhonya gemacht, zu einem Paprikageschnetzelten, das kommt dann Morgen. Die Tarhonya schmecken gut, ähnlich wie die italienischen risone (reisförmigen Teigwaren) von denen Bolli so schwärmt. Ideal für Saucengerichte, Gulasch. zum Rezept Tarhonya weiterlesen
Gemüse. Verdure. Légumes !

Fleischliebhaber bitte wegzappen. Bei Chili und Ciabatta gibts derzeit herrliche Stücke vom Grill ! Bei mir Gemüseteller, eher Gemüseplatte. Nächstes Schlankheitsgericht nach einer Rezepterfindung von Frau L., verschiedene Gemüse auf den Punkt zu garen und alle gleichzeitig, unterschiedlich gewürzt, auf den Teller zu bringen. Eine schöne Beilage, ein schönes Hauptgericht, aber fleischfrei. Das muss jetzt halt durchgestanden sein. Morgen gibts ungarische Pasta: Tarhonya, übermorgen mach ich dann, zu unser aller Trost, wieder etwas Fleisch. zum Rezept Gemüse. Verdure. Légumes ! weiterlesen
Limande Sole en papillote

Katastrophenalarm bei der lamiacucina GmbH. Frau L. hat, nach ihrer Aussage, 2 kg zugelegt. Der Schuldige ist gleich festgestellt: ich, der Koch, koche mit zu viel Butter, zu viel Rahm, zu viel Fett, zu süss und zu viel Pasta und überhaupt zu üppig. Also: Gegensteuer. Derartige Katastrophen werfen uns nicht aus dem Gleichgewicht. In der Agenda der dringlichen Weltprobleme stehen solche Probleme weit, weit unten. Ein paar Tage kochen wie bei Schmalhans. Heut gibts Rotzunge (Limande Sole) auf einem Bett von Frühjahrszwiebeln, gewürzt mit Limettenschale und frischem Ingwer, absolut fettfrei in einer Backfolie gedünstet. Ganz faule Küche, das Gericht ist trotzdem köstlich. zum Rezept Limande Sole en papillote weiterlesen
Pesche ripiene
Frische Pfirsiche mit Amaretti (Mandelmakronen) gefüllt und über-backen. Ein Rezept, das aus Sizilien stammt. Ideal um trocken und hart gewordene Amaretti zu verwerten. Das passiert uns jedesmal. Wie gut diese Aromen zusammenpassen, hat vor ein paar Tagen schon zorra mit einer Pfirsich-Amaretto-Mascarpone-Tarte gezeigt. zum Rezept:
Kemmeriboden-Bad-Merängge
Weit über die Schweiz hinaus berühmt sind sie, die Emmentaler Meränggen aus Schangnau. Meränggen sind die weiss-gelblichen Schaumgebäcke aus gezuckertem Eiweiss, das bei etwa 100°C getrocknet wird, bis eine Art poröser Gips draus entstanden ist. Serviert werden sie mit erstklassigem, frischem Alpenrahm. UP und hoch und halbhoch pasteurisiertes Zeug kann man vergessen. Da ich keine Kuh mein Eigen nenne, spare ich halt mit meinem ordinären Rahm und tue sonst noch was dazu: Heidelbeeren und Himbeeren, diese gefüllt mit ein paar Tropfen vom besten Balsamicoessig sowie die Hauptsache, Vanilleeis nach einem Rezept von Fredy Girardet. zum Rezept: Kemmeriboden-Bad-Merängge weiterlesen
Weinbergpfirsich in Tomate

Weinbergpfirsiche existieren in verschiedenen Varianten. Meine Liebsten sind die ‚Pêche de vigne rouge‘ oder ‚Sanguine vineuse‘, die dunkelroten, purpurfarbenen ‚Blutpfirsiche‘. Die Zeiten in denen am Ende einer Rebreihe Pfirsichbäumchen gepflanzt worden sind (damit der Ackergaul beim Pflugziehen nicht abkürzt und den Rebstock beschädigt) sind natürlich längst Vergangenheit. Die ersten in dieser Saison hab ich letzten Samstag auf dem Basler Markt gefunden. Ich mache daraus ein Dessert: Tomaten, gefüllt mit gedünsteten Weinberg-pfirsichen. Das von mir stark vereinfachte Rezept stammt von Gérard Rabaey, Restaurant Le Pont de Brent CH-1817 Brent/Montreux (auf meinem Blogroll: Journal du Chef). Da zorra zum Blog-Event XXVI Tomaten bereits ein schönes Rezept für eine Tomaten-Pfirsich-Salsa eingereicht hat, lasse ich mein Rezept ausser Konkurrenz mitlaufen. Zum Rezept
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