Ein neuer food blogging event ist ausgeschrieben für food pairing „They Go Really Well Together (TGRWT)“ bei blog khymos. Deadline ist der 1. Mai 2007. Details siehe dort.
Der Begriff „food pairing“ bezieht sich auf die Kombination von Aromen auf Grundlage ihres Gehalts an flüchtigen Stoffen. Wissenschaftler vermuten, dass wenn 2 oder mehrere, auch noch so verschiedene Nahrungsmittel einen flüchtigen Aromastoff gemeinsam aufweisen, diese Nahrungsmittel geschmacklich mit hoher Wahrscheinlichkeit gut zusammenpassen. Die gestellte Aufgabe ist einfach: Es muss ein Gericht zubereitet werden, welches die drei Geschmacksträger: Schokolade, Knoblauch und Kaffee gleichzeitig enthält. Das scheint mir für unsere Schokoladen-Event-XXII Teilnehmer eine lösbare Aufgabe, wenn ich mir die darin gezeigte Kreativität vor Augen führe. Alles Weitere in blog khymos.
Alle Beiträge von lamiacucina
Asparagi alla milanese
Zur Spargelzeit reisen die Basler gerne ins nahe Elsass, essen dort in überfüllten Lokalen zu überhöhten Preisen oft schlecht geschälte, weich-gekochte Spargeln mit Schinken. Die Spargeln stammen nicht immer nur aus dem Elsass. Mir schmecken sie weniger als auch schon. Die jahrelange Übernutzung diverser Elsässer Spargelfelder macht sich langsam im faden Aroma bemerkbar. Auch das, was hin und wieder im Supermarkt als Spargel angeboten wird, die Enden immer schön mit einer Papier-hülle kaschiert, würde man oft besser als Brennholz, denn für Ess-zwecke verwenden. Vincent Klink spricht in seinem tollen, gestrigen Blog-Beitrag und -Rezept in Nachgesalzen allen Spargelfreunden aus der Seele:
„Bevor man aber in wilden Spargelzubereitungen sein kulinarisches Abenteuer sucht, sollte der Spargel zuerst mal „nature“ probiert werden. Streng genommen lässt sich Spargel geschmacklich immer nur verändern, aber nicht verbessern. Da hilft kein Braten, Panieren, Grillen oder das Versenken in unzähligen Soßen“.
Besser kann man das nicht sagen. Mein heutiges Rezept ist ein altbekannter Klassiker der cucina italiana. Parmesan, Butter, Spiegelei. Wenn die Spargeln gut und frisch sind, (bei uns sind das die Markgräfler), kommt deren Geschmack bei diesem einfachen Gericht zu voller Geltung. zum Rezept
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Lasagnette di Ricotta e Spinaci

Lasagne einmal anders. Kleine Metallringe werden mit Pastarondellen, Spinat, Ricotta und Béchamel-sauce abwechslungsweise gefüllt und überbacken. Anschliessend werden die Metallringe abgezogen und das Törtchen serviert. Nach einem Rezept von Antonio Colaianni im Restaurant Il Casale in CH-8620 Wetzikon. Schmeckt natürlich genau gleich gut wie eine grosse Lasagne. Lässt sich gut vorbereiten und elegant servieren. zum Rezept: Lasagnette di Ricotta e Spinaci weiterlesen
Saftplätzli mit Hörnli
Jede Schweizer Familie wird da ihr eigenes Rezept haben, Rindsplätzli, ohne anbraten, mit Zwiebeln im eigenen Saft geschmort. Unser Rezept stammt aus Zeiten, in denen Maggis Suppenwürfel „Erbs mit Speck“ auf der proletarischen Speisekarte meiner Altvorderen recht häufig zu Gast waren. Je älter man wird, desto mehr hängt man an Erinnerungen. Also haben wir an dem Rezept kaum was geändert. Kein Fonds, kein zusätzliches Gemüse und keine sonstigen „Verbesserungen“.
Und es schmeckt uns noch heute wie früher. Einzig die getrockneten Tomaten sind eines Tages als Konzession an den Süden hinzu-gekommen. Frau lamiacucinas Knorr-Bratensaucen-pulver befindet sich übrigens wohlverwahrt im SAGO-Behälter, der damit eine zeitgemässe Bestimmung gefunden hat. zum Rezept: Saftplätzli mit Hörnli weiterlesen
Tomaten confiert
Die Beiträge von claudia in foolforfood und im Tomatenblog über die MagiQo Wundertomate zum Wunderpreis von € 26.-/kg haben mich aus dem Winterschlaf aufgeweckt. Ich gehöre auch zu denen, die nicht warten können, bis es wieder gute Tomaten gibt. Jahrelang habe ich mich im Frühjahr mit den grün-roten, sardischen Costoluto-Tomaten über Wasser gehalten, diese sind aber heuer nicht nur grün, sondern derart unreif auf unsern Markt gekommen, dass ich keine mehr gekauft habe. Seit 3-4 Wochen bietet unser Grossverteiler COOP, dem ich sonst nicht immer ganz grün bin, die alte, sozusagen wiederentdeckte Sorte Marmande (eine französische Fleischtomate) an. Tomaten confiert weiterlesen
Riesling Robert Weil, selbstgebraut
Wochenende, genügend Musse, eine gute Flasche Wein zu öffnen. Als Liebhaber deutschen Rieslings greife ich diesmal zu einer Flasche Kiedricher Gräfenberg Auslese 1999. Nebenbei stosse ich im Internet auf einen erbauenden link zu einem „Winemaking Specialty Store“. Dieser Laden verspricht uns, bei Bestellung eines Complete Wine Making Kits ($169.95), die nötigen Zutaten, um innerhalb weniger Tage Gärung 30 Flaschen edelsten Weines (Bordeaux, Barolo, Riesling, Gewürztraminer, egal was) herzustellen. Das Kit enthält Einiges an Equipment: Einen 7.5 gallon Fermentator, Korken, Kapseln und anderes Kleinmaterial, ein wine instruction book (homemade) und Etiketten sind gratis. Inbegriffen freie Wahl der Zutaten zu einem Premium Wein, z.B. Riesling (eine Flasche Traubenkonzentrat, vor der Gärung mit Wasser zu verdünnen). Auch wem der Sinn eher nach Liebfraumilch stehen sollte: Alles zu haben. Riesling Robert Weil, selbstgebraut weiterlesen
CH-8200 Schaffhausen: Munötler
Eine prächtige Festung, der Munot. Wahrzeichen von Schaffhausen. Erbaut zwischen 1563 und 1585 im Stil von Albrecht Dürers Rondellbefestigung. Militärisch wurde sie nur einmal genutzt, von den Franzosen, 1799 während des Rückzugs vor den Österreichern. Der Abhang zwischen den aus-ladenden Mauern ist seit rund 100 Jahren mit Reben bepflanzt. Der Munotrebberg gehört der Stadt Schaffhausen. CH-8200 Schaffhausen: Munötler weiterlesen
Tagliatelle Asparago
Alles was uns schmeckt, wird nachgekocht. Sofern meine kochtechnischen Fähigkeiten dazu aus-reichen. Bei Pasta reichen sie in der Regel aus. Die Nudeln mit Serrano-Schinken, frischen grünen Spargeln und Parmesan-spänen, die wir im Restaurant Casa Sotero kürzlich gegessen hatten, mussten diesmal dranglauben. zum Rezept: Tagliatelle Asparago weiterlesen
Aufschnittmaschine van Berkel
Unverschämt von mir, ein solches Wunderwerk von Maschine unter dem tag Küchenkrempel laufen zu lassen. Da kommen Erinnerungen hoch an alte Metzgereien, aufgehängte Kalbs-, Rinder- und Schweinehälften und die Berkelmaschinen, auf denen mit Hilfe eines Schwungrades sorgsam Scheibe um Scheibe der Mortadella abgeschnitten, gewendet und hingelegt wurde. In der Nähe von Parma gibt es die Firma La bottega del restauro, die sich auf die Restauration alter Aufschnittmaschinen der Marke Berkel spezialisiert hat. Für bescheidene € 21’000 gibts hier das Modell R, den Rolls-Royce der Aufschnittmaschinen, produziert zwischen 1912 und 1918, zu kaufen (Angebot siehe Katalog dieser website). Hätte ich Platz und das nötige Kleingeld, ich würde nicht zögern. Den dazu notwendigen Schinken würde ich schon beisteuern. Selbst mit dem Tischmodell, wie es in der Küche von Neuner-Duttenhofers steht, wäre ich zufrieden. Wie nüchtern doch die heutigen Maschinen von Berkel geworden sind.
Tagliatelle con fave e spugnole
Das schöne Rezept für die Morilles farcies aux fèves et poiraux des schweizerischen Spitzenkochs Gérald Rabaey (Restaurant le Pont de Brent, sein blog ist in meinem blogroll), hat mich dazu inspiriert, frische Morcheln mit Saubohnen zu kombinieren, jedoch stark vereinfacht ohne die Füllung mit Gänseleber. Aus der geplanten cassolette ist jedoch nichts geworden. Die Saubohnen (obwohl von mir im Supermarkt persönlich handverlesen) waren noch so klein, dass ich aus 800 g gekauften Hülsen am Schluss ganze 75 g grüne Kerne gewonnen hatte. Zuwenig für ein Mittagessen, aber fast halb so teuer wie die Morcheln. Also habe ich aus dem Gericht kurzerhand eine Beilage zu Tagliatelle gemacht und mit confierten Tomätchen ergänzt. Das Ganze hat uns jedenfalls sehr gut und sehr frühlingshaft geschmeckt. zum Rezept: Tagliatelle con fave e spugnole weiterlesen
Buchteln allo speck
Der Titel ist natürlich völlig daneben. Auch wenn sich die Buchteln in den Fuss-stapfen der Habsburger vereinzelt bis nach Italien vorgewagt haben (gefüllt mit Ricotta), so sind und bleiben sie eine böhmische Erfindung. Auch in der Schweiz sind sie kaum bekannt. Wir haben jedenfalls noch nie welche gesehen, nie welche gegessen. Google-CH zeigt ganze 30 Rezepte. Böhmen liegt weit weg. Immerhin haben die Buchteln längst in die umliegenden Länder Sachsen, Bayern und Österreich übergegriffen. Als brioches allemandes werden sie seit Kurzem sogar in Frankreich geschätzt. SWR3 zeigte vor Ostern eine Wiederholung des letzjährigen Ostermenus von Bernd Neuner-Duttenhofer und Martina Meuth. Buchteln, mit Speck gefüllt und Schnittlauchsalat. Die haben uns gefallen. Nachdem ich mir bei den süssen Versionen von Genussmousse, Nachgesalzen und Genial Lecker Mut angelesen hatte, habe ich mich zu Ostern daran gewagt. zum Rezept: Buchteln allo speck weiterlesen
CH-6197 Schangnau: Mozzarella di Bufala
Die Zeitung IL GIORNALE schrieb in no. 138 vom 13-06-2006: Gli svizzeri hanno rubato agli italiani la ricetta della mozzarella di bufala e il paesino di Schangnau, di 954 abitanti, è considerato la nuova capitale della produzione di questo formaggio da sempre fiore all’occhiello della regione Campania.
Tatsächlich, das haben sie, die Schangnauer. Das Mozzarella-Rezept aus Italien entführt in eine Gegend, in der sonst nur Emmentaler wächst. Ich frage: Wenn Emmentaler im Allgäu, in Wisconsin, der Franche-Comté und in der Po-Ebene produziert wird, warum denn nicht auch Büffel-Mozzarella im Emmental ? CH-6197 Schangnau: Mozzarella di Bufala weiterlesen

