
Die guten Rösti/Backers-küchlein aus rohen Kartoffelspaghetti, die ich vorgestern zur Bratwurst gemacht habe, dürfen nochmals ran. Ins Zentrum einer eleganten Vorspeise. zum Rezept Kartoffelküchlein mit Roquefort weiterlesen
Basler Fastenwähen

Fastenwähen (Faschtewajie) haben eine lange Tradition in Basel. Kurze Zeit im Jahr, zwischen Dreikönigstag bis kurz nach der Basler Fasnacht, werden sie in den Bäckereien der Region angeboten. Untersuchungen von Albert Spycher zufolge, wurden Fastenweÿen in Basel erstmals 1649 aktenkundig. Es darf vermutet werden, dass sie den Fastenbrezeln anderer Gegenden des deutschsprachigen Raums entsprachen, obwohl sie in Basel nicht als Fastenspeise im religiösen Sinn, sondern als Luxusgebäck hergestellt wurden. Historische Details hier.
Gut gemacht sind Fastenwähen ein wunderbares Gebäck, erstaunlich dass sie kaum über die Grenzen der Region bekannt sind. Noch erstaunlicher, dass sie, nach wie vor ausschliesslich innerhalb der erwähnten Zeit angeboten werden. Albert Spycher zufolge stritten sich Weissbäcker und Pastetenbäcker schon früh um das richtige Rezept, die einen machten die Weÿen aus Weissbrotteig, die anderen aus Spanischbrotteig (Blätterteig). Darüber haben sie es unterlassen, ihre Rezepturen für die Nachwelt aufzuschreiben.
In der Regel werden sie heute als salziges Butter-Hefegebäck hergestellt mit viel Kümmel obendrauf. Fastenwähen aus Halbblätterteig sind nur noch selten anzutreffen. Bei Grossanbietern (COOP und MIGROS) sind Fastenwähen (aus meiner Sicht) belanglose Milchwecken zum Verleiden, obwohl sie dort jährlich in Millionenauflage hergestellt, und von der Bevölkerung freudig, aber kritiklos verzehrt werden.
Bislang habe ich sie noch nie hergestellt, wozu auch, beim Bäcker meines Vertrauens sind sie sehr gut. Damit ist aber meinen Leser/innen nicht gedient. Drum ziehe ich mir ausnahmsweise (?) mal die Bäckerhosen über. zum Rezept Basler Fastenwähen weiterlesen
Bratwurst, einfach Bratwurst

Die dampfende Bratwurst aus den Ski-Ferien von Kochschlampe hat mich beeindruckt. Eine Bratwurst muss (wieder einmal) her. OLMA-Bratwürste gibts hier nur zeitweise, also muss eine ordinäre, etwas kleinere Kalbsbratwurst herhalten. Anstelle der in Restaurants dazu servierten, industriellen, braunen Bratensauce mit Zwiebeln mach ich eine schnelle Rotweinsauce und separat gebratene, knusprige Zwiebelringe. Die Sauce ist mein Vorschlag auf zorras Umfrage nach Rotweinsaucen. Noch nicht fertig: von rohen Kartoffeln abgedrehte Spaghettifäden werden zu Rösti/Backers-küchlein verbacken. Das einfache Gericht gibt für einen Alleinkochenden ordentlich Arbeit, schmeckt aber viel besser, als was man in Schweizer Restaurants unter dem Namen Kalbsbratwurst vorgesetzt erhält. zum Rezept Bratwurst, einfach Bratwurst weiterlesen
Mohnschmarrn auf Apfelgratin

Mohn, nicht von Morpheus, dem Gott des Traumes, auch nicht aus der Unterwelt des Orpheus, sondern aus dem niederösterreichischen Waldviertel, spielt heute die Hauptrolle in meinem Dessert. Stark vereinfacht und mengenreduziert nachgekocht nach einem Rezept von Lisl Wagner-Bacher vom Landhaus Mautern in Gourmet 58. Mein später Beitrag zu dem von Barbara und Ulrike spät ausgerufenen Mohnwochenende. zum Programmheft Mohnschmarrn auf Apfelgratin weiterlesen
Crostini ai fondi di carciofi

Eine Baguette, wenige, aber gute Oliven, Artischockenherzen aus dem Glas und ein Rest Scamorzakäse. Ofen anwerfen und in einer Viertelstunde steht das Abendessen auf dem Tisch. Mehr Crostini hier und noch viel mehr bei der Tapasspezialistin aus Paris. zum Rezept Crostini ai fondi di carciofi weiterlesen
Weinrallye 8: Etikettentrinker – alles fürs Auge
Holt sie hervor, Eure schönsten Flaschen, so der Aufruf an alle Etikettentrinker, ein Ruf, dem ich ausnahmsweise nicht widerstehen konnte. Aufrufen tut Iris, vom französischen Weingut Lisson. Sie ist Gastgeberin des achten Weinrallyes, das wenn ich richtig gelesen habe, vom Winzerblog organisiert wird.
Als Augenmensch habe ich eine Schwäche für schöne Flaschen, schöne Etiketten und Anderes mehr. Wenn ich denn eine besondere Flasche Wein entdecke, kann ich meist nicht widerstehen, obwohl sich mein Weingeschmack längstens verfestigt hat und ich ausser Bordeaux und deutschen Rieslingen…und einigen Schweizer Weinen… die italienischen nicht zu vergessen… portugiesische und spanische sind auch dabei… und vielleicht noch Argentinien und Chile… grundsätzlich keine andern Weine mehr trinke. Weinrallye 8: Etikettentrinker – alles fürs Auge weiterlesen
Kulinarisches Gruselkabinett (5)
Doch, bei diesem Koch liesse sich essen. Freundlich, reinlich, wenn auch von den Folgen einer eben überstandenen Hepatitis gezeichnet. Sogar der blaue Putzlappen sauber. Das Restaurant ist geöffnet. Essenszeit. Aber nichts auf der Menu-Karte, obwohl ich dem ausgestreckten Zeigefinger in korrekter Richtung gefolgt bin. Also wieder ins Auto einsteigen. Weiterfahren.
Gürbetaler Kabissalat

Krautsalat aus dem Gürbetal, einem Anbaugebiet für Chabis (Weisskohl) in der Schweiz. Letztes Jahr gegessen im Restaurant Casa Sotero in Blumenstein. Nachempfunden und aufgeschrieben von Frau L., nun wieder einmal nachgekocht von mir, immer noch Alleinkochender der lamiacucina GmbH. zum Rezept Gürbetaler Kabissalat weiterlesen
Gnocchi alla Romana
Steilvorlage von einfachköstlich. Danke Franz ! Bei Gnocchi alla Romana kenne ich kein Halten mehr. Da schmilzt nicht nur der Käse. Davon kriege ich weiche Knie und nie genug. Gnocchi alla Romana müssen her. Ich mach sie nach unserm Hausrezept, die letzten haben sich hier noch als anonyme Beilage versteckt. Jetzt dürfen auch sie ins Rampenlicht. zum Rezept Gnocchi alla Romana weiterlesen
Gratin di patate, mele e salvia

Unser Bester. Kartoffel-Apfel-Salbei-Gratin ohne Käse. Säuerliche Äpfel mit dem Salbei zusammen ergeben ein frisches Aroma mit einem Hauch Apfelsüsse. Die Kartoffeln freuen sich und wir damit. Unsere Lieblingsbeilage zu Fleisch ohne Sauce. Dazu gabs ein etwas weniger denkwürdiges, darum an den oberen Bildrand verbanntes Kalbsnierstück, niedergegart. zum Rezept Gratin di patate, mele e salvia weiterlesen
Endives au citron mit Sherry-Zitronen-Schnitzelchen

Selbstverständlich steht es jedermann frei, Chicorée auch weiterhin als Allerwelts-Verlegenheitssalat aufzutischen. Das muss aber nicht sein. Ich mariniere Chicorée-streifen mit Zitronensaft und brate sie scharf in Butter an. Knackig. Ein einfaches Gericht eines der ganz grossen Köche: Fredy Girardet. Ein must für Chicorée-liebhaber(innen). Dazu habe ich mir erlaubt, mein biederes Kalbsschnitzelchen an Sherry-Zitronensauce daneben zu legen. Kein must, aber sehr gut, schliesslich habe ich die Zubereitungsmethode bei genussmousse abgeschaut. Ein schnelles Gericht für 2 Personen. zum Rezept Endives au citron mit Sherry-Zitronen-Schnitzelchen weiterlesen
Schwarzwurzelsalat: Schwarzarbeit für arbeitslose Trüffelhobel

Seit die Preise für weisse Trüffeln in astronomische Höhen geklettert sind, ist mein Trüffelhobel arbeitslos geworden. Damit er mir vor Ärger nicht rostrot anläuft, unterhalte ich ihn hin und wieder mit Beschäftigungstherapie. Schwarzwurzeln. Roh, wie Rohkost. Samt Borke hauchdünn gehobelt an einer Vinaigrette aus Zitronensaft und Olivenöl. Eine ungewohnte, aber schmackhafte, baumnussartig schmeckende Ergänzung zu Salaten, Würstchen. Kurz: wenn Radieschen und Rettich, dann auch rohe Schwarzwurzeln. zum Rezept Schwarzwurzelsalat: Schwarzarbeit für arbeitslose Trüffelhobel weiterlesen


