Merkwürdiges Basel. Jeder der etwa 15 Basler Marronibrathütten wurde auf obrigkeitliche Weisung mit diesem Plakat versehen. Das Gesundheitsdepartement dieser Stadt sorgt sich rührend um die Gesundheit der Stadtbewohner und wünscht uns mittels einer Werbeplakataktion alles Gute ! Unsere Gesundheit sowie die italienischen Marroniproduzenten und -exporteure lassen danken.
Die Plakataktion soll den Steuerzahler etwa 10’000 Franken gekostet haben. Die Löhne der Beamten nicht mitgerechnet. Ein Klacks, wenn ich die gesundheitlichen Langzeitfolgen dieser Aktion dagegen aufrechne. Mich wundert, dass unsere Stadt nicht gleichzeitig eine neue Professur und 3 Assistenzstellen an der medizinischen Fakultät ausschreibt, um die positiven Folgen dieser Aktion während der nächsten 10 Jahre wissenschaftlich zu untersuchen, zu begleiten und zu dokumentieren.
Unverständlich, dass Marroni nicht von der Krankenkasse übernommen werden.
Hier sind die Steaks grösser als anderswo. Bis 700g schwer. Das sieht man dem Herrn an. Solche Steaks auf den Grill zu wuchten, stärkt den allgemeinen Habitus und insbesondere die Bauchmuskulatur. Man vergleiche mit dem Bäckergesellen, der letzte Woche hier seinen Auftritt hatte ! In diesem Haus führt ein Gourmand die Kochkelle und damit ist schon alles gesagt.
Die Insel der Seligen ? Unser Baumnussparfait, das ich sonst mit Bitterorangensauce serviere, habe ich versuchsweise mit einer Sauce aus säuerlichem Hagebuttenmark kombiniert. Eine köstliche Kombination einheimischer Früchte. zum RezeptBaumnussparfait an Hagebuttencoulis weiterlesen →
Rösti ? wohl eher nicht. Reisküchlein ? mmh, nahe dran. Pastasotto ? sehr nahe ! Kurz: Pasta-Risotto-Rösti. Oder eher Rösti-Pasta-Risotto ? Oder Risotto-Rö… wieviele Variationen könnte ich noch aufzählen ? Gemäss Fakultäten-Rechner sind sechs Variationen möglich. Dazu hätte ich keinen Rechner bemühen müssen. Nachdem uns Bolli seit Monaten Kopf, Herz, Magen und Augen mit ihren pastasottos verführt hat, und auch Franz von einfachkoestlich sich hat anstecken lassen, habe ich mich aufgerafft, meine Skepsis überwunden und mir eine Packung Risoni, Kaliber No. 26, angeschafft. zum RezeptRösti all’italiana oder Tortino di Risoni oder (3!) weiterlesen →
Radicchio tardivo di Treviso, unter dem Grill leicht angeröstet, das verstärkt Aroma und Bitterstoffe auf wundersame Weise und verleiht dem Risotto einen unvergleichlichen Geschmack. In Anlehnung an ein Rezept aus dem Buch Venetien und Friaul von Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer. Ich bin im Netz nicht der erste, der dieses Rezept nachkocht, was mich überhaupt nicht wundert. Ein Grund, wieder mal in das Buch reinzuschauen. Aus unerfindlichen Gründen stehen diese Kochbücher bei mir in der Abteilung Kunstbücher, vielleicht wegen des hohen Formats, und in meine Kunstbücher schaue ich selten bis nie rein. Ein Eintrag für die Reihe DKduW (Dein Kochbuch, das unbekannte Wesen) von foodfreak. zum Rezept Risotto al Radicchio weiterlesen →
Das Rezept zu dem Kalb seiner Haxe aus dem Weihnachtsmenu. Eigentlich wars ein Fräulein: Stinco di vitella. Dazu habe ich Rezepte von Walter Ferretto aus dem Cascinalenuovo in Asti, kochknecht und Alfons Schuhbeck in Meine Bayrische Küche zu Rate gezogen. Und mich letztlich doch für die Zutaten aus meinem so gut gelungenen Kalbsbraten von hier entschieden. zum RezeptStinco di vitello al Barolo weiterlesen →
Mein Chicken-Burger: oben und unten die in Orangensud pochierte Hühnerbrust. Dazwischen in Apfelbalsam mariniertes Ingwer-Gemüse. Statt Ketchup eine Orangen-Soja-Honig-sauce und dazu Basmatireis. Mein Beitrag zum Kochtopf-event Ingwer. zum RezeptChicken-Burger mit alpenländischem Ingwergemüse weiterlesen →
Gesehen, jööö wie niedlich, gekauft und nach einem Dutzend vergeblicher Versuche in den Estrich verbannt. Die Miniaturausgabe der Flotten Lotte. Von Küchenprofi. Gedacht, um nur so schnell mal eine Kleinstmenge Püree durchzudrehen. Das lässt Mini-Lotte aber mitnichten zu, sie sperrt sich, lässt das Kartöffelchen Karrussel fahren, da nützt alles Drehen nichts. Der Prototyp eines untauglichen Kücheninstrumentes. Liebe Ingenieure von Küchenprofi: schaut Euch mal die Löcher bei einer Flotten Lotte (CH: passe-vite), danach die Löcher bei Eurem Küchenwunder an, dann merkt ihr, warum das Ding nicht funktioniert. Fällt mir ein: eine einzelne Erdbeere zu zerdrücken, hab ich mit ihr noch nicht probiert. Nein, ich hol sie nicht wieder zurück, das kann ich auch mit einer Gabel.
Ein eindrucksvoller Vertreter der Bäckerzunft. Ausgemergelt, das Resultat kohlenhydratreicher Ernährung. Ob der Weg wirklich zu gutem Brot führt, bleibe dahingestellt. Wenn ich diesen Weg gehen wollte, würde ich wohl eher nach Geiersthal pilgern. Die schmuddlige Rückseite zeigt, warum der Kerl angekettet ist: wer ihm zu nahe tritt, kriegt eins mit dem Wallholz über den Schädel. Gemeingefährlich, solche Gesellen.
Polentaschnitten. Für einmal nicht aus dem üblichen, gelben Hybrid-Polentamais, sondern aus einer alten Tessiner Ursorte, der Rosso del Ticino zubereitet. Die Sorte wäre vor 30 Jahren beinahe verschwunden. Kurz vor dem Aussterben konnte sie durch die Bemühungen von Pro Specie Rara gerettet werden. Seit 2004 wird dieser Tessiner Mais im Auftrag von Paolo Bassetti wieder (etwas) breitflächiger angebaut. Der Mais ist in Tessiner Feinkostläden erhältlich. Ich habe ihn in Airolo im Caseificio gefunden. Daraus hergestellte Vollkorn-Polenta ist rustikal bräunlich, von der roten Schale gesprenkelt gefärbt, hat einen kräftigen Eigengeschmack, die Maisschnitten sind aussen knusprig, innen sehr zart geworden. zum RezeptMaistriangel aus rotem Mais weiterlesen →
Kalbsbraten, 3 Stunden leise in Rotwein geschmort. Entgegen meinen sonstigen Kochgewohnheiten habe ich den tugendhaften Pfad der klaren Würzlinie verlassen und abenteuerfreudig in die Gewürzkiste gegriffen. Mit puritanischem Mass, was die Mengen betrifft, nichts soll vorherrschen, mit orgiastischem Zugriff, wenn ich die verwendeten Zutaten ansehe. Noch selten ist er mir so gut gelungen. Durchaus kein Kuddelmuddel. Drum darf er sich hier jetzt zeigen. zum RezeptArrosto di vitello al vino rosso weiterlesen →
Lange haben wir warten müssen. Das Genussmousse-Team hat sie im Sommer in Bozen ergattert und in diesem Rezept vorgestellt. Im September hab ich sie ebenfalls in Bozen gesehen, in meinen küchenlosen Ferien aber nicht brauchen können. Nun sind sie endlich, unzeitig, zum Jahresanfang in Basel angekommen. Mit Ochsenkarren über die verschneiten Alpenpässe braucht das offensichtlich seine Zeit. Dennoch knackig und frisch. Grund, das Rezept der Genussmoussler, tomatenhalber in vereinfachter Form, nachzukochen. zum RezeptNachgekocht: Maccheroni con Peperoni friggitelli weiterlesen →
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