Alle Beiträge von lamiacucina

Chemie-Ingenieur. Passionierter Koch-Dilettant. Mediterrane Küche, Molekulargastronomie.

Meme: Thinking Blogger Award

Auguste_Rodin_DenkerNoch ein award. Rosa von yummy-yums hat ihn mir überreicht. Und ich soll ihn an fünf weitere Blogs, die mich zum Denken anregen, weiterreichen. Dass ich darauf eingehe hat damit zu tun, dass ich den von Rosa geführten Blog gerne lese, er ist sehr feinfühlig und mit viel Poesie geschrieben, schöne und professionelle Natur- und food-Fotos. Ich freue mich, dass Sie mich auf ihre Sympathieliste gesetzt hat. Danke Rosa !

Der Urheber des awards, Ilker von the thinking blog (nein, kein link) begründet seinen thinking blogger award mit widersprüchlichen Argumenten. Dieser im Schneeballsystem vertriebene award ist nichts anderes, als eine für den Ersttäter sprudelnde Quelle von Werbe-einnahmen. Dagegen sind die „nenne 5 deiner liebsten…“-stöckchen direkt harmlos und für Liebhaber von homestories lesenswert.

Ich könnte hier mit Schreiben aufhören. Aus Sympathie zu Rosa und ihren bezaubernden Katzen Maruschka und Fridolin verlinke ich hier 5 weitere Blogs, die ich täglich gerne lese. Naturgemäss eine Auswahl, ich lese ja mehr als 5 Blogeinträge täglich. Ich verteile jedoch keinen award. In diesen 5 Blogs finde ich täglich kreative, überraschende Kochrezepte oder perfekt recherchierte Reportagen. Frisch, unkompliziert und nachvollziehbar, heiter und humorvoll präsentiert, oft mit Tiefgang und fast alles ohne Werbung. In alphabetischer Reihenfolge:

Bolli’sKitchen 
einfachkoestlich
esskultur 
genussmousse
The low Budget Cooking

und ich hätte noch weitere hinschreiben wollen…

Das Bild stammt von wikimedia-commons.

I-23100 Sondrio

Sondrio

Sondrio, Hauptort der gleichnamigen italienischen Provinz (Lombardei) und größter Ort des Valtellina mit rund 25000 Einwohnern. Banken, Kleingewerbe, Handel, Beamte, Schulen. Kleinstadt. Von Chiavenna her kommend, verläuft der grösste Teil der Strecke über die SS 38, eine dieser grauenhaft gesichtslosen Strassen. Das Zentrum der Stadt bildet die Piazza Garibaldi, in der Mitte das Denkmal und drumherum der schöne Parkplatz, den die Veltliner dem Staatsgründer Garibaldi gestiftet haben. Seit 2 Jahren ist davon nichts mehr zu sehen, der ganze Platz wird umgepflügt. Das beste Lokal, das Soazza, im Umbau. I-23100 Sondrio weiterlesen

Nachgekocht: Avocado-Geflügel-Cremesuppe

Avocadosuppe einfachkoestlich

Meine Nachkochliste erhält täglich Zuwachs. In diesem Leben werde ich sie kaum mehr abarbeiten können. Und nachher brauch ich sie wohl nicht mehr. Dann gibts Manna… oder pollo al diavolo. Das Avocadosüppchen bei Franz von einfachköstlich.de hat mir so gefallen, sich in meiner Wahrnehmung frech nach vorne gedrängelt, einige länger auf meiner Liste wartende Konkurrenten überholt. Und wird deshalb widerstandslos nachgekocht. Leicht verändert, so dass man die Suppe als Hauptgericht dampfend auf den Tisch stellen kann und der Löffel „drin stecken“ bleibt, wie das schwer schuftende Bergbauern im Brauche haben.  zum Rezept Nachgekocht: Avocado-Geflügel-Cremesuppe weiterlesen

Cipolle ripiene, Restenschlucker

Cipolle ripiene

Gefüllte grosse Zwiebeln. Die Füllung besteht aus Resten, die im Kühlschrank einer Weiterverwertung harrten: Trockenreis und Sugo. Die Mengen, die man in in die Zwiebeln reinkriegt, sind relativ klein, so dass sich die Zubereitung einer Farce kaum lohnt. Dazu meine gute Tomatensauce. Weil es keine gute Tomaten mehr hat, solche aus der Dose und schwarze Oliven. Fast ein Festmahl. zum Rezept Cipolle ripiene, Restenschlucker weiterlesen

Rotbarben mit Dillgurken

Rotbarbe mit Dillgurken
Wieder einmal Rouget barbet, Mullus barbatus, Triglie di fango. Seit langem geistert in meinem Kopf (neben andern Geistern, flüchtigen wie sonstigen) ein wundervolles italienisches Rezept, aber… die Kerle waren relativ gross, fast 300 g, etwas fetter als die kleineren. Frau L. wollte deshalb eine leichte Beilage. Klarer Fall für Dillgurken. Die Italiener müssen warten. zum Rezept Rotbarben mit Dillgurken weiterlesen

Tajadìn dulz de Villa di Chiavenna

Tajadin dulz mit Kamille
Bandnudeln aus Kastanien- und Weissmehl, mit Käse überschmolzen. Das Gericht zu meinem Besuch in Chiavenna. Wir haben es im Ristorante Lanterna Verde in Villa di Chiavenna (1 M) gegessen. Wunderbar schmeckende Nudeln, das Gericht war mit einigen Kamillenblüten überstreut, die zu meinem Erstaunen gut zu dem hintergründig süsslichen, rauchigen Geschmack der Kastaniennudeln passten. Ob die Kamillen eher der Idee eines blümchenbegeisterten Kochs oder der lokalen Küche entstammen, weiss ich nicht. Mit dem in Promontogno eingekauften Kastanienmehl hab ich die Nudeln nachgekocht.  zum Rezept Tajadìn dulz de Villa di Chiavenna weiterlesen

Gratin di Frutta Lucca

Gratin di frutta frisch
Lucca, eine mittelgrosse Stadt in der Toskana. Auf der Durchreise haben wir hier vor ein paar Jahren gerastet. Puccini ist hier geboren. Grund genug anzuhalten. Die sehenswerte Stadt ist rundum umgeben von einer gut erhaltenen Wehrmauer, die an nur 4 Stellen durchbrochen ist. Einmal drin, lässt sich alles bequem zu Fuss besichtigen. Gegessen haben wir im Ristorante Buca di Sant’Antonio. Ich kann mich heute nur noch an das Dessert erinnern. Davon waren wir so begeistert, dass wir das Gericht gleich zweimal nacheinander gegessen haben. Und das von uns, die wir sonst eher sauren Gurken zugetan sind. Zuhause aus dem Gedächtnis nachgekocht von Frau L. und seither unser liebstes Winterdessert. zum Rezept Gratin di Frutta Lucca weiterlesen

Hääfelimärt und Magenmorsellen

Karussell Petersplatz
Die Basler Herbstmesse hat eine sehr lange Jahrmarkts-Tradition. Am Reichstag in Regensburg 1471 gewährte Friedrich III, Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation einer Basler Abordnung das Privileg, dass die Stadt je eine Messe im Frühjahr und im Herbst abhalten dürfe. Verbrieft auf ewige Zeiten. So geschah es denn bis heute. Sie beginnt jeweils 14 Tage vor dem Sankt Martinstag. Auch wenn der lärmige Jahrmarkstrummel längst auch hier Einzug gehalten hat, so gibt es doch noch eine Nische, die ihren Liebreiz erhalten hat. Der Markt auf dem Petersplatz. Gemüseraffeln, Putzmittel, Buchantiquariate, gebrannte Mandeln, Würste, Lebkuchen, Weihnachtsmitbringsel, warme Wollwaren, Gebasteltes, Magenmorsellen, Springerliformen und der Hääfelimärt (Chachelimärt). Hier mein Messebericht. Hääfelimärt und Magenmorsellen weiterlesen

I-23022 Chiavenna

Chiavenna Piazza Pestalozzi
Fährt man, vom Oberengadin her kommend, das Bergell hinunter, so überschreitet man in Castasegna die Landesgrenze. Hier beginnt das Valchiavenna als natürliche Fortsetzung des schweizerischen Val Bregaglia. Nach wenigen Kilometern erreicht man Chiavenna. Chiavenna, ein alter Transitort; hier teilen sich die altrömischen Passrouten entweder über den Splügenpass oder den Septimer-Saumpfad. Beide enden an der Julier-Route. Für uns ist Chiavenna eines der schönsten Alpenstädtchen, Italianità alpin. I-23022 Chiavenna weiterlesen

Remake: Canocèi, blaue Periode

Canocei bianco e blu
Canocèi, eines meiner ersten Internet-Rezepte. Tortelloni, gefüllt mit Kartoffelpüree, aromatisiert mit ganz wenig Zimt und viel brauner Butter. Die werden bei mir in regelmässigen Abständen angefertigt. Schliesslich koche ich nicht (nur) für den Blog, sondern auch für die lamiacucina GmbH. Und die verlangt immer wieder nach den alten, guten Köstlichkeiten. Da ich meine blaue Periode noch nicht ganz ausgelebt habe, gibts diesmal gleich zwei Füllungen, die eine mit normalen Kartoffeln (Amandine), die andere mit blauen Kartoffeln (Vitelotte). Das Rezept habe ich im Lauf des Jahres leicht geändert, drum nochmals  zum Rezept Remake: Canocèi, blaue Periode weiterlesen