
Klare Rinderconsommée, darin ein Markbein, aus welchem das Mark gelöst, geschmolzen, mit mie de pain (frische, weisse Toastbrotbrösel ohne Kruste) gemischt, gewürzt und mit geschlagenem Eiweiss leicht souffliert wurde. Auf Bistro-Französich etwa: l’os à moelle soufflée. Mein definitiver Beitrag zum Bistro-event des Kochtopfs. Ich weiss, mit diesem unzeitgemässen Rezept, das so ganz und gar nicht in die Ernährungspyramide der Gesundheitsapostel passt, manövriere ich mich im Bistro-event ins Abseits. Mir hats aber geschmeckt und Spass gemacht. Frau L. hat verzichtet, „zu fett“, dabei hab ich kein Gramm Fett zugesetzt, alles Natur. Kurz: ich lasse meine Quiche Alsacienne légère ausser Konkurrenz mitlaufen und reiche mein Markbein als offiziellen Beitrag ein. Natürlich nicht mein Markbein, irgendeiner voll- oder minderjährigen Kuh ihres. zum Rezept Rinderconsommée mit souffliertem Markknochen weiterlesen
Archiv der Kategorie: Suppen&Eintöpfe
Sauerkrautgratin für Zahnlose
Definitiv kein Gourmetgericht. Aber einfach zuzubereiten. Ein Gratin bestehend aus Sauerkraut, Schinkenwürfeln und Kartoffelpüree. Einst kreiert für eine nette, aber etwas zahnarme Tante. Und seither bei uns immer wieder mal zubereitet, obwohl die Tante längst verstorben ist. So schlecht kann er also doch nicht sein, der Gratin. Sauerkrautgratin für Zahnlose weiterlesen
Kartoffelcremesuppe oder Amandine meets Vitelotte
Zum ersten Mal finde ich hier Vitelotte-Kartoffeln. Bislang konnte ich nur die blauen Schweden auftreiben, die aber meistens sehr nüchtern (sprich: wenig blau daherkamen). Die Vitelotte bringen mir zwar mein ganzes Veltliner Kochprogramm durcheinander. Was solls ? Erster Kochversuch mit einer zweifarbigen Kartoffelcremesuppe. Die weisse Creme eine etwas abgewandelte, warme Vichysoisse aus Amandinekartoffeln (eine französische Züchtung) mit für einmal grünem Lauch, Zwiebel und Champignons. Die blaue Creme analog, aber mit dem weissen Lauchanteil, gewürzt mit Thymian. Der nussartige Geschmack der Vitelotte gefällt mir. Ruft laut nach einem Kartoffelpüree. zum Rezept Kartoffelcremesuppe oder Amandine meets Vitelotte weiterlesen
Minestrone heiss-warm-kalt

Brühen sind nicht das, was vom gekochten Huhn oder Rindfleisch übrigbleibt. Der Ausspruch stammt von Alfred Walterspiel (+1948). Brühe braucht Mühe und ohne gute Brühe keine gute Suppe. Von meinem Tafelspitz war noch gute Rinderbrühe übrig, ausreichend, um am Suppenevent mitmachen zu können. Mit einer etwas unüblichen, leichten Sommer-Minestrone. Die mit Tomaten geklärte Fleischbrühe, leicht gelierend, frisch (knapp unterhalb Raumtemperatur) serviert, aber nicht geeist. Die kleinen Gemüseeinlagen separat in Brühe gargekocht und heiss (!) in den leicht an-gelierten Teller gelegt.

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Cavolo Verza gratinato con salsicce
Von den sommerlichen Kohlrouladen ist uns noch der innere Teil des grossen Wirsingkopfes übriggeblieben. Bei uns wird ja nichts (fast nichts) weggeworfen. Also mache ich einen Wirsinggratin mit Wiener-würstchen, Frankfurterwürstchen oder sonst welchen Würstchen. Endlich Schluss mit Salat und wieder etwas Fleisch unter die Zähne, bevor der Sommer wieder seine Forsetzung findet… zum Rezept Cavolo Verza gratinato con salsicce weiterlesen
Crème de fenouil au Pernod
Fenchelsuppe. Köstliches Suppenrezept aus Elfie Castys Kochbuch „Mit einer Prise Leidenschaft„, nachgekocht von Frau L. passend zum wieder etwas kühleren Wetter. Der Anisgeschmack des Fenchels wird mit einem Schuss Pernod verstärkt. Gemüse-crèmes lassen sich einfach und rasch zubereiten und schmecken erst noch gut. Somit wäre der Kaufpreis des Buches bereits amortisiert. zum Rezept: Crème de fenouil au Pernod weiterlesen
Crème de petits pois
Erbsencreme, aromatisiert mit Majoran und wenig ausgelassenen Speck-würfelchen. Welcher Unterschied zu Maggis Suppenwürfeln Erbs mit Speck meiner Jugendzeit. Schon lange hatte sich Frau lamiacucina das wunderschöne Zwei-Personen Kochbuch „Mit einer Prise Leidenschaft“ von Elfie Casty gewünscht. Es liegt mittlerweile in der elften Auflage vor. Endlich haben wir es gekauft und meine Frau bekocht mich daraus. Ja bitte, weiter so, Elfie Casty hat noch mehr Kochbücher geschrieben. ISBN 3-905273-03-9.
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Plain in Pigna
Der schöne Beitrag von cascabel in chili und ciabatta und ein Rezept im Migros Magazin Ausgabe 12, März 2007 (search: Plain in Pigna), wenige Tage später erschienen, haben mein Interesse für dieses Gericht geweckt. Wie ich nun noch im Internet in einem Reisebericht lese, dass dieses Gericht „eine eher anspruchslose Hausmannskost“ verkörpere, wurde mir als anspruchslosem Hausmann klar, dass ich das Gericht nachkochen muss. zum Rezept: Plain in Pigna weiterlesen
Waadtländergratin mit Neuenburger-Saucisson
Gestern Samstag hat der Winter ein letztes Rückzugsgefecht geliefert. Im Kühlschrank lagen noch ein Neuenburger Saucisson und viel Lauch der verarbeitet werden wollte. Kartoffeln sind immer welche da: Fall klar, Waadtländer Lauch-Kartoffelgratin. Keine Waadtländerwurst, die ist mir zu grob und zu fett. Die Neuenburgerwurst ist feiner gehackt und, gewiss ebenso fett. Damit Gratin und Wurst keinen Krach im Magen kriegen, zum Ausgleich ein Glas Wein vom Bielersee. Und jetzt Ende Winter. zum Rezept: Waadtländergratin mit Neuenburger-Saucisson weiterlesen
Patate, Prugne e Scalogne in padella
Ein köstlicher Kartoffel-Schalotten-Pflaumen-Eintopf mit Schinken für die Fastenzeit. Entdeckt von Frau lamiacucina in einem piemontesischen Weinheft. Während ich mit dem Weinhändler verhandelte, memorierte meine Frau das Rezept. Der Name des Gerichtes und seine Herkunft gingen vergessen. Geblieben ist ein (für mich unerwartet) begeisterndes Gericht, das die Aussage eines Basler Gastronomen widerlegt: „Eintöpfe sind mir ein Greuel. Diese Art zu kochen hat keine Berechtigung. Alles in einen Topf schütten und davonlaufen, nein, das kann nichts Gutes geben“. Ob es wohl am Davonlaufen oder nur am Namen „Eintopf“ liegt? zum Rezept: Patate, Prugne e Scalogne in padella weiterlesen
Basler Fasnacht, in eigener Sache
Seit heute morgen 04 Uhr 00 stehen wir unter Trommelfeuer. Volle Deckung überlebenswichtig. Fensterläden zuklappen, Vorhänge zu. An Zurückschiessen ist nicht zu denken. 3 Tage Basler Fasnacht stehen vor uns, volle 3 x 24 Stunden. Anspruchsvolle Tätigkeiten wie Nachdenken, Kochen oder Blog-schreiben sind unmöglich. Irgendwie überleben mit Notrationen aus Basler Mehlsuppe von Knorr (Ein Beutel ergibt 1 L Suppe) und Fastenwähen. zu dem Rezept: Basler Fasnacht, in eigener Sache weiterlesen
Zuppetta di fagioli con crostini di pane
Wie aus einfachsten, ja fast rustikalen Zutaten eine delikate, elegante Köstlichkeit wird. Da brauchts wirklich keinen Kaviar mehr. Unverzichtbar ist eine selbstgemachte, gute Gemüsebrühe. Achten Sie darauf, dass die Bohnen nicht allzu alt sind, sie garen dann schneller.
Adaption eines Rezeptes von Luisa Valazza, einer Frau, die sich mit ihren Kochkünsten einen Platz im Koch-Olymp gesichert hat. Ristorante Al Sorriso, Soriso, NO. Zum Rezept: Zuppetta di fagioli con crostini di pane weiterlesen




