Kulinarisches Gruselkabinett (2)
Dieser Herr ist wohl eher fürs mediterrane Fach zuständig. In der rechten Hand hält er so etwas wie eine Pizzaschaufel. Die linke Hand fehlt. Amputiert. Damit mag er vielleicht einmal eine Salamiwurst gehalten haben. Die hat ihm gewiss ein militanter Veganer abgeschlagen. Diese Leute reagieren auf Fleischentzug oft unberechenbar. Nur das Sandwich mit dem Salatblatt in der linken Schürzentasche irritiert mich.
Zuwachs für meine Kunstsammlung unter dem tag Gruselkabinett.
Weihnachtsbaum abzugeben
Weihnachtsbaum abgerüstet: kahl, ohne Kerzen, ohne Kugeln, schmucklos sah er aus. Ich habe ihn jetzt mit Zettelchen geschmückt. Jedes beschrieben mit einer Idee für einen Beitrag oder ein Rezept. Weit über 100 sind es schon. Noch kein Wort geschrieben, aber das halbe Jahr schon verplant. Die Zettelchen sind zum Abreissen da, jeden Tag eines. Nicht zu heftig reissen, der Baum soll ja nicht gleich umfallen. Wenn alle Zettelchen weg sind, wird er entsorgt. Samt Sorgen.
Ich wünsche Euch von Herzen ein gutes neues Jahr. Robert von lamiacucina.
Silvesterkrapfen

Saucisson en crôute: eine geräuchte, nicht allzu fette Schweinswurst, gegart, in zentimeterdicke Scheiben geschnitten, umhüllt mit gesalzenem Mürbteig. Ideal als Gebäck zu Silvester, um die langweilige Zeit zwischen Dinner for one und Morgengrauen zu überbrücken. Dazu entblättertes Rosenkohlgemüse, passend zum TV-programm nach Mitternacht. Da sind wir längst nicht mehr dabei. Die übriggebliebenen Krapfen zum Katerfrühstück. zum Rezept Silvesterkrapfen weiterlesen
Le Menu
Menu am zweiten Weihnachtstag. Mit zwei gerngesehenen Gästen. Die gesundheitlich beeinträchtigte Frau L. dekorierte den Tisch, übernahm die Planung und überliess mir die Küche. Ein ganzes Menu alleine kochen. Zum ersten Mal. Le Menu weiterlesen
Chicorée karamellisiert

So schmeckt uns die Salatzichorie vorzüglich. Kurz karamellisiert, im eigenen Saft gedünstet und mit wenig Balsamicoessig gewürzt. Einfach. Schnell. Ein Hauptgericht, keine Beilage. Der leichte Bitterton, richtig bitter sind sie mit den heutigen Züchtungen ja nicht mehr, harmoniert mit der Karamellsüsse und der Spur von Säure. zum Rezept Chicorée karamellisiert weiterlesen
Pastetchen mit billigem Dosengemüse
Unser Standard-Weihnachtsgericht seit Jahrzehnten. In meiner Jugendzeit wurde es aus einer Dose Billig-Pastetchenfüllung, einer Dose Billig-Erbsen und billigen Fertigpastetchen zubereitet. Damals hatte das pekuniäre Gründe. Heute nostalgische. Die Füllung machen wir längst selbst, mit Kalbfleisch und Champignons, guten Blätterteigpastetchen. Aber Billig-Dosen-Erbsen müssen sein. Solchen Schrott kriegt man bei Aldi oder Migros Budget. Nur Billig-Dosen besitzen diesen unnachahmlichen Dosengeschmack, der Erinnerungen weckt. Mit Frisch- und Edelware kriegt man das nicht hin. Zum Ausgleich eine gute, was heisst gute, eine besonders gute Flasche Wein. Heuer wars vom weissen Rössel einer, den man aber vorzugsweise hinterhertrinkt. zum Rezept Pastetchen mit billigem Dosengemüse weiterlesen
Gemüseterrine mit Gänselebereinlage

Das hätte eine Terrine zu Weihnachten geben sollen. Hätte. Eine vom sparsamen Hausvater L. ökonomisch gestreckte Terrine, in der im Zentrum wenig Gänseleber eingeplant war. Wenig deshalb, weil die verwendete, rohe Leber von Produzenten stammt, die keine Stopfmethoden anwenden und sich die dadurch kleineren Lebern mit Gold aufwiegen lassen. Eine wunderbar ausgedachte Weihnachtsterrine. Wenn nicht Herr L. ausgerechnet dabei seinen überheblich-schludrigen Tag eingezogen und die Terrine in den Sand gesetzt hätte. Jetzt hat er wenigsten die lange gewünschte, neue Tag-Rubrik: Kuechenkatastrophen. Die Gäste mussten mit einer gekauften Terrine vorliebnehmen. Gemüseterrine mit Gänselebereinlage weiterlesen
Weihnachtsdiorama 2007

Weihnachten. Unser Krippen-Diorama. Gefüllt mit dem bekannten Personal. Dieses Jahr erstmals mit einer modern-eleganten Bogenbrücke über den Jordan, von mir aus den Einlagen von Bordeaux-Weinkisten gebastelt. Darüber durften die heiligen drei Könige schreiten. Ihnen darf man keine nassen Füsse zumuten. Danach wurde die Brücke von streitenden Schafböcken in Beschlag genommen. Der Hintergrund ein von mir selbstgemalter, etwas bombastisch geratener Prospekt, hügelige Toskana, Spätmittelalter, die Palmen aus dem Orient, Schafe aus dem Tirol, handgeschnitzt, aus Gips gegossene aus dem frühen 20. Jhdt, rustikal-modern geschnitzte aus Brienz. Nichts, das zueinander passen will. Ein Abbild der Welt im Kleinen. Weihnachtsdiorama 2007 weiterlesen
CH-4000 Basel: Weihnachtsmarkt

Dem Weihnachtsrummel gehe ich seit Jahren aus dem Wege. Zuviel Kommerz. Den vom Tourismusbureau initiierten Basler Weihnachtsmarkt habe ich heuer zum ersten Mal besucht. Der liegt mir sozusagen vor der Haustüre und Nürnberg ist weit weg. Der Platz rund um die Barfüsserkirche ist mit Holzbuden nett hergerichtet und wirkt nach dem Eindunkeln recht stimmungsvoll. CH-4000 Basel: Weihnachtsmarkt weiterlesen
Vegetable Terrine
My contribution to the best of 2007 foodblogger’s recipe collection. Short english translation of a post, originally written in german: An easy vegetable terrine, something for the feast repertoire, not difficult to make at all. And even on the day before. Vegetable Terrine weiterlesen
Berner Haselnussleckerli

Eines der Paraderezepte von Frau Curtius. Wir haben letztes Jahr in der führenden Berner Confiserie Leckerli gekauft und mit unsern verglichen. Bern ist nicht mehr, was es einmal war. Trotzdem immer noch eine wundervolle Stadt. Für Berner Leckerli braucht man aber nicht nach Bern zu fahren. zum Rezept Berner Haselnussleckerli weiterlesen





