Kürbis-Gnocchi mit Pilzragout

Kürbis-Gnocchi

Ein Kürbis kommt selten allein. Der schöne Teller mit den ausgestochenen Kürbisscheibchen ergab jede Menge Abschnitte. Kann man nicht wegwerfen. Ich hackte alles in kleine Stücke, würzte mit Piment und schob die Kürbistrümmer in den Ofen.

Kürbis-Gnocchi mit Pilzragout


Kürbis-Gnocchi (2015 09 09_8875)

Zutaten
750 g Kürbisfragmente, geschält
Nelkenpfeffer (Jamaicapfeffer)
30 g Hartweizendunst
30 g Weissmehl Typ 00
1 Eigelb
20 g Parmesan, fein gerieben
Muskatnuss
Salz
Pfeffer
Orangenöl

250 g Steinpilze
1 Schalotte, geschält, gehackt
je 1/2 Elf. Olivenöl und Butter
Thymian
1 dl Geflügelbrühe
Fleur de Sel
etwas Rahm
3 Tomaten Cornue des Andes, geschält, entkernt, Filets in Stücke geschnitten

Zubereitung
(1) Kürbis schälen und entkernen, in kleine Stücke schneiden. Mit etwas gemahlenem Nelkenpfeffer bestreuen. Im Ofen bei 200°C Umluft während etwa 20 Minuten rösten, gut ausdämpfen lassen. Durch die flotte Lotte drücken (braucht etwas Kraft und Geduld), Eigelb, Hartweizendunst, Weissmehl, Parmesan und Gewürze unter den noch warmen, durchgedrückten Kürbisbrei mengen. Gnocchiteig 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.
(2) Den Gnocchiteig auf Hartweizendunst zu Rollen von 1 cm Durchmesser ausrollen, diese in 1 cm Stücke schneiden, zwischen den Händen rund abdrehen. Für Rillenreliefs habe ich im Moment keine Zeit. Das Buch. Der letzte Punkt.
(3) Gnocchi in knapp kochendem Salzwasser pochieren, herausheben, abtropfen lassen und in einer beschichteten Pfanne in wenig Orangenöl anbraten. Nach Bedarf nachwürzen.

Kürbis-Gnocchi (2015 09 09_8869)

für die Pilze:
(4) Pilze mit Messer, Bürste und mit angefeuchtetem Küchenpapier putzen, in grosse Ragoutwürfel oder Viertel schneiden.
(5) Pilze mit der Schalotte in Olivenöl-Butter anbraten. Würzen mit Thymian, Fleur de Sel und Pfeffer. Ablöschen mit Geflügelbrühe, kurz zudecken, bis die Pilze gar sind.
(6) Pilze über ein Sieb abgiessen, den Saft auffangen, Tomatenstücke zugeben und etwas einreduzieren, mit wenig Rahm binden. Pilze wieder zugeben, abschmecken und mit den inzwischen gebratenen Gnocchi servieren.

Kürbis gegessen.

Puntarelle & Pomodori. Rezension

Involtini con il sugo

Ein-, zweimal im Jahr lasse ich mich zu einer Buchrezension überreden. Diesmal zu „Puntarelle & Pomodori“ von Luciano Valabrega aus dem Verlag Wagenbach. Aus der Serie schmaler, in rotes Leinen gebundener Bändchen, die sich so gut als Lesestoff für Bahnfahrten eignen. Erinnerungen werden wach an Bahnreisen mit „ROM“ von Luigi Malerba. „ROM, ROM“ von Pier Paolo Pasolini. „SIENA“ Eine literarische Einladung. „Ein ganz ausgefallenes Abendessen“ von Fernando Pessoa. Überredet.

Auch dieses neue Bändchen mit dem Untertitel „Die römisch-jüdische Küche meiner Familie“ ist eine literarische Einladung. Obwohl sich rund 100 Rezepte sowie Familienfotos aus den 40-er und 50-er Jahren  in nur 135 Textseiten teilen müssen. Ohne Tellerbilder, ohne Mengenangaben, die Rezepte in ausholender Prosa.

Trotzdem ist es mehr als ein Kochbuch. Aus Angst, er könnte die guten alten Rezepte seiner Familie in Rom vergessen, begann Valabrega sie aufzuschreiben. Mit dem Festhalten der Rezepte vermischten sich kurze Geschichten und Anekdoten, Einkaufs- und Essensgewohnheiten aus den Kriegsjahren und der Nachkriegszeit. Eltern, Tanten, Cousinen, Onkel, Grosseltern, Lebensmittelhändler, Bäcker und Metzger treten darin auf. Handlungsorte der Erinnerungen sind u.a. die Wohnung, Küche und Werkstatt der Familie im Quartier (Rione) Campo Marzio, die Küche der Grosseltern im Trastevere, das Meerbad in Anzio, das Kino Altieri, die Bar Roma und die Synagoge im Rione St. Angelo.

Für eine kleinbürgerliche, jüdische Familie waren die Kriegsjahre nicht einfach zu überleben, wenn man sich über Monate mit Hilfe der Nachbarn vor Razzien verstecken musste. Harte Zeiten. Zeiten in denen die Menschen jedoch solidarisch zusammenrückten. Harte Zeiten, in denen Lebensmittel knapp, und kaum eine Wohnung mit einem Backofen ausgestattet war. Sonntags, wenn der Bäcker mit Brotbacken fertig war, nahm er gegen Entgelt die Bleche der ganzen Nachbarschaft in Obhut. Diese Art der gegenseitigen Nachbarschaftshilfe ist in der heutigen Wohlstandsgesellschaft leider selten geworden.

Charakteristisch für die römische Küche ist ihre Einfachheit: robust, herzhaft, unkompliziert, kein chichi. Ausgezeichnet vor allem durch die Qualität der Lebensmittel aus dem nahen und weiteren Umland (Latium, Umbrien und Marken). Eine Küche, die mit wenigen und ursprünglichen Zutaten auskommt. Salz und Pfeffer sind oft die einzigen Gewürze. Eine heute noch gelebte Cucina povera, wie ich sie liebe.

Manche der traditionellen Rezepte der römischen Küche im Buch sind (sicher nicht nur für mich) alte Bekannte, wie das bei einer Sammlung traditioneller Rezepte oft der Fall ist. Spezieller sind die mit einem * versehenen Rezepte. Auch wenn diese aus der römisch-jüdischen Tradition der Familie Valabrega stammen, ist niemand gezwungen, sich getrennte Pfannen und getrenntes Essbesteck für Milchiges und Fleischiges zuzulegen. Das Gekochte ist dann halt nicht ganz koscher, wie so vieles im Leben.

Der Autor folgt der klassischen Einteilung in Antipasti, Primi, Secondi, Contorni und Dolce. Die Rezepte sind mit grosser Liebe zum Detail beschrieben, ohne Massangaben. Die brauchts auch nicht. Ein paar Mal stolpert man über Sätze wie etwa „Salz und ein wenig Pfeffer vervollständigten das Werk, das dann der warmen Umarmung einer niedrigen, diskreten Flamme anvertraut wurde“. Das geht mit einem modernen, elektrischen Herd einfach nicht.

Ich habe zwei Rezepte aus dem Buch nachgekocht:

Involtini con il sugo

Involtini con il sugo (2015 09 13_8890)

Zutaten
für 3 Personen, Mengenangaben und Vorgehen von mir bearbeitet

6 dünne Scheiben Rindfleisch für kleine Rouladen
6 hauchdünne Scheiben Rohschinken
2 Karotten
3 Sprosse Staudensellerie
1 Zwiebel
Olivenöl
Salz, Pfeffer
1.5 dl Weisswein
ca. 3 dl Tomatenpassata
1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt

Involtini con il sugo

Zubereitung
(1) Karotten, Staudensellerie in grobe Julienne, Zwiebeln in feine Streifen schneiden. Alles in Olivenöl andünsten, bis das Gemüse gut riecht und leicht Farbe angenommen hat. Von Dünsten steht zwar nichts im Buch. Würzen.
(2) Fleisch erst mit Schinken, dann mit einem Liktorenbündel aus den Gemüsen belegen (das Beil lasse ich weg) und satt einrollen. Mit einem Zahnstocher fixieren.
(3) In Olivenöl rundum anbraten. Ablöschen mit dem Weisswein, stark einkochen. Tomatenpassata und Knoblauch zugeben, einige Zeit köcheln lassen, dann

„…deckt man den Topf zu und macht etwas anderes… Wenn uns die Gabel dann sagt, dass die Operation Roulade abgeschlossen ist, rührt man alles noch einmal um, schaltet das Gas aus und wartet auf die Essenszeit“.

Dazu servierte ich, obgleich eher als Vorspeise passend:

Melanzane al funghetto

Involtini con il sugo (2015 09 13_8896)

Zutaten
1 Aubergine, violett (meine gestreift)
2 Elf. Olivenöl
wenig Wasser
Knoblauch
Salz, Pfeffer
Bergminze, Nepitella, Calamintha nepeta

Bergminze hatte ich natürlich keine. Aber ich fand Ersatz im eigenen Gärtchen: meine Kärntner Nudelminze. Die schmeckt ebenfalls würzig, ohne den aufdringlichen Mentholgeschmack üblicher Minzen.

Zubereitung
(1) Zutaten ausser der Aubergine in einer weiten, beschichteten Pfanne mischen.
(2) Aubergine würfeln und sofort in die Marinade legen, zugedeckt köcheln bis sie knapp gar sind (das geht rasch). Dann Deckel wegnehmen und fertig dünsten.

„Den Unterschied zwischen denen, die es zu Hause gab [mit Petersilie], und denen, die ich zubereite, macht die Bergminze“.

Puntarelle&Pomodori
Luciano Valabrega
© 2015 Verlag Klaus Wagenbach, Berlin
ISBN: 978 3 8031 1313 9
15,90 €

Das Buch wurde vom Verlag zur Verfügung gestellt.

Belegte Brötchen vom Meisterkoch

Croustilles de thon

Kein Geringerer als Benoît Violier (3 Michelinsterne, 19 GM) aus dem Gourmet-Wallfahrtsort Crissier im Waadtland hat ein Kochbuch für Kinder herausgebracht. Ich hab es mir gekauft, obwohl… na ja, neben dem Schulfranzösisch gibt es schliesslich noch Dictionnaires. Gekauft hab ich es aber vor allem wegen des Untertitels:

Facile Rapide Délicieux.  Pour amateurs enthousiastes de 15 à 77 ans.

Ein Kinderkochbuch für Heranwachsende bis 77 Jahre??? Da bleiben mir noch exakt 5 Jahre fürs Nachkochen. Danach ist Schluss, dann falle ich aus der für das Buch zugelassenen Altersklasse. Ungeeignet für Alte. Dann gehts von der Adoleszenz direkt in die Demenz.

Da wir Samstag abends (immer noch) liebend gerne belegte Brötchen zur Musike essen, mache ich als erstes gleich die „Croustilles de thon“. Die kleine Caroline (eine comic figur im Buch) hilft mir dabei mit Zwischenrufen: „lave-toi les mains“ oder „Avant de commencer à cuisinier, je te conseille de mettre de la bonne musique“. Mach ich doch! Mit Seife und dem schönsten [Männer-]Duett der Opernliteratur, in italienisch gesungen. Gäbe es auch in französisch gesungen, aber das tun die Brötchen ja schon.


Croustilles de thon

Zutaten
100 g Thon in Olivenöl, abgetropft
1 Baguette, besser Oliven-Baguette
4 Elf. Mayonnaise
1/2 Avocado, reif, fein gewürfelt
6 dunkle Oliven, entkernt, fein gewürfelt, dazu noch ein paar für die Deko in Scheiben geschnitten
1/2 Bundzwiebel, fein gehackt
1/2 Biozitrone, Schale abgerieben, 1 Elf. Saft
1/2 Bio-Limette, Schale abgerieben
Salz, weisser Pfeffer
Tabasco

Zubereitung
1) Baguette schräg in dünne Scheiben schneiden, toasten und im Ofen bei 60°C warm stellen.
2) In einer Schüssel den fein zerzupften Thon, die Mayo, Oliven, Avocadowürfelchen, Zitronensaft und die Bundzwiebel mischen. Mit Zitronen- und Limettenabrieb, Salz und Pfeffer abschmecken. Die Brötchen damit bestreichen.


Juhuuuuu, ich kanns noch!!!!

Dazu ein Gläschen Completer aus Malans. Dann hört man die Engel singen. Ja, die auch noch.

Croustilles de thon

Kehren wir wieder in die Welt der Erwachsenen zurück: Completer, eine autochthone Rebsorte, wird seit dem Jahre 926 (ohne eins vornedran) im Bündner Rheintal angebaut. Der Wein war früher für das Domkapitel von Chur bestimmt und erhielt seinen Namen vom „Completorium“, einem Abendgebet aus dem römischen Stundenbuch. Der Wein ist rar (und teuer), sind doch kaum mehr als 3 Hektar mit der Sorte bepflanzt. Wer danach sucht, der findet.

F-68530 Murbach: Aufstieg und Niedergang

F-68530 Murbach
Die Benediktinerabtei Murbach wurde im Jahre 727 gegründet. Das Kloster wurde durch den Stifter, Graf Eberhard aus dem elsässischen Herzogsgeschlecht der Etichonen mit umfangreichen Privilegien und Grundbesitz ausgestattet. Murbach entwickelte sich rasch zu einem bedeutenden Reichskloster der Karolingerzeit. In seiner Blüte war Kloster Murbach autonom wie ein Bischofssitz. Der Grundbesitz umfasste Gebiete im heutigen Elsass, dem Breisgau, Baselbiet, Aargau und weitreichenden Streubesitz. Dazu gehörte ab dem 9. Jahrhundert auch das Kloster „Im Hof“ und weitere Besitzungen in der Innerschweiz. Die Gründung der Stadt Luzern erfolgte wahrscheinlich durch die Brüder von Eschenbach, die Ende des 12. Jahrhunderts die Abtwürde von Murbach und Luzern gleichzeitig besassen.

Die erste Blütezeit von Murbach endete im Jahr 936 mit dem Einfall der Ungarn in das Elsass. Bis zum 13. Jahrhundert erholte sich das Kloster und spielte wieder eine wichtige Rolle in der elsässischen und oberrheinischen Geschichte.

F-68530 Murbach (2015 09 07_8811)

Die romanische Abteikirche entstand vermutlich nach 1150 und gilt als eines der bedeutendsten romanischen Bauwerke im Elsass. Über den beiden Fensterreihen der Fassade ist eine reichverzierte Galerie mit ornamentale Skulpturen, Gesichtern und Tieren sichtbar. Leider hatte ich weder Feuerwehrleiter noch Ferngläser dabei. Innen ist die Kirche eng und hoch und… etwas kahl.

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Erzengel Michael: Bezwinger des Teufels und Seelenwäger

Murbach verfügte über eine grosse Bibliothek und eine eigene Schreibstube, in der neben vielen althochdeutschen literarischen und liturgischen Werken die Geschichte des Klosters Murbach von den Anfängen im 8. Jahrhundert bis zum Jahr 1439 aufgezeichnet wurden (die Murbacher Annalen).

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Klostergarten mit Nebengebäuden beim Portal

Die Abtei wurde während des Bauernaufstandes 1525 und zwischen 1625 und 1640 von schwedischen Truppen unter dem Herzog von Sachsen-Weimar stark zerstört. Obwohl 1648 beim Westfälischen Friedensschluss die Reichszugehörigkeit bekräftigt wurde, fiel Murbach 1681 (wie das übrige Elsass) an Frankreich.

Das Langhaus der Klosterkirche mit seinen 3 Schiffen wurde 1739 abgebrochen um für einen zeitgemässen Barockneubau Platz zu schaffen. Dazu kam es aber nicht mehr. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde Murbach in ein weltliches Ritterstift umgewandelt und dessen Hauptsitz nach Guebwiller verlegt. 1789 beendeten die Französische Revolution und aufständische Bauern die Geschichte der Abtei.

F-68530 Murbach (2015 09 07_8821)
Nach dem Abbruch des Langhauses

Dort, wo das Kirchenschiff einmal stand, liegt heute der Friedhof der Gemeinde Murbach, ein bescheidenes Dorf von kaum 150 Einwohnern. Der Chor und das Querschiff mit den 2 Türmen stehen heute als wuchtige Fragmente im stillen Murbachtal. Die Murbacher Manuskripte aus der einst reichen Abteibibliothek sind über alle Welt verstreut. Kaputtmachen geht immer schneller, als etwas aufbauen. Im Klostergarten blühen wenigstens noch ein paar Blümchen.

F-68530 Murbach (2015 09 07_8810)
unbewohntes Klostergebäude

Quellen:
wiki:  Abbaye de Murbach
Historisches Lexikon der Schweiz: Murbach
Die Klostergründungen der Etichonen im Elsass, Nicole Hammer, 2003, Tectum Verlag

Tomaten-Lasagne, irgendwie nach Alain Ducasse

Tomatenlasagne

Dass eine Lasagne im Teller zwingend nach Chaos und Gepflartsch aussehen muss, wurde spätestens durch Alain Ducasse widerlegt. Das perfekte Lasagne-Bild im Buch „Die mediterrane Küche“ hat sich seit geraumer Zeit in meinem Kopf festgefressen: genau so wie im Buch soll meine Lasagne auch aussehen! Soweit die Absicht.

Hauchdünne Nudelplatten, exakt ausgemessen und ausgelegt, 4 Schichten extra dickflüssiges Tomatenconcassée, exakt 8 mm hoch ausgestrichen, eine Schicht Kräuter-Ricotta, zuoberst der Guss aus Stracchinokäse. Das ging alles solange gut, bis die Lasagne aus der eckigen Gratinform herausgehoben werden sollte. Wie herausnehmen? Stürzen? Schneiden, stochern mit Messern, Hebeversuche mit untauglichen Tortenhebern an widerspenstigen, durchhängenden Weichlingen und pflatsch, lag die Herrlichkeit im Teller. So wie halt Lasagne bei mir immer aussieht. Aber wenigstens gekocht nach Alain Ducasse. Nicht genau, nur sinngemäss, man nimmt sich als Blogger seine Freiheiten. Inzwischen hab ich die Lasagne dreimal zubereitet. Den ersten Versuch will ich gar nicht zeigen. Auch mit den weiteren Versuchen bin ich gescheitert: das Orginalbild von Ducasse bleibt unerreicht.

Tomaten-Lasagne

Tomatenlasagne
Zweiter Versuch: wie aus der Betriebskantine

Zutaten
für 4 Personen

für das Tomaten-Concassée:
1 kg fleischige Tomaten
Prise Zucker
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe, gehackt
3 dl Tomatenpassata
1 Tlf. Majoranblättchen
Salz, Olivenöl

für die Kräuter-Ricotta:
1/3 Bund glatte Petersilie
1/3 Bund Schnittlauch
1/3 Bund Basilikum
6 Blättchen Zitronenverbene
200 g Ricotta, gut abgehangen
25 g Parmesan, fein gerieben
Kräutersalz, weisser Pfeffer

für die Lasagne:
200 g Ravioliteig (siehe hier)
ca. 100 g Stracchinokäse
1 Eigelb
Salz, weisser Pfeffer
20 g geriebener Parmesan

Tomaten-Lasagne 2014 03 09_3451
Kräuter-Ricotta

Zubereitung
für das Tomaten-Concassée:
(1) Tomaten einritzen, kurz überbrühen, häuten, entkernen und in Viertel schneiden. Mit einem Elf. Olivenöl überziehen und würzen mit Salz und Zucker.
(2) 2 Stunden bei 90°C Umluft  im Backofen confieren. Danach in feine Würfel hacken.
(3) Kerne und Gelee der Tomaten 30 Minuten stark einkochen und durch ein Sieb passieren. Mit 3 dl Tomatenpassata ergänzen.
(4) Zwiebel und Knoblauch in Olivenöl hell andünsten, Majoran und Tomatenpassata zugeben. Ca. 1 Stunde bei kleiner Hitze einkochen.
(5) Die fein gehackten Tomatenwürfelchen zugeben und weitere 15 Minuten köcheln, bis ein dickes Concassée entstanden ist.

für die Kräuter-Ricotta:
(6) Kräuter waschen, trocknen, zupfen und klein schneiden. Mischen mit der Ricotta und dem Parmesan. Würzen und ggf. mit wenig Rahm streichfähig machen.

für die Lasagne:
(7) Ravioliteig auf feinste Stufe ausrollen und in 14 Stück 10×20 cm lange Platten schneiden.
(8) eine quadratische 20x20cm Form einbuttern, zwei Teigstreifen in die Form legen. Wer will, kann sie auch ca. 30 Sekunden in kochendem Wasser vorgaren und auf einem Tuch trocknen. Ca. 3-4 Elf. Tomaten-concassée gleichmässig darauf verstreichen. Diesen Vorgang 4 weitere Male mit dem restlichen Concassée wiederholen, anschliessend eine Schicht mit Kräuter-Ricotta.
(9) Stracchino, Eigelb glattrühren, würzen und als Abschluss oben auf verstreichen.
(10) 15 Minuten im vorgeheizten Ofen bei 170°C backen. Anschliessend unter dem Grill überbräunen.

Dazu confierte Kirschtomaten in Orangenöl gedreht.

Tomatenlasagne
Der köstliche Stracchinodeckel

Lasagne ohne Béchamel. Hat uns sehr gut geschmeckt. Besonders der Deckel mit dem Stracchino ist eine wunderbare Idee. Für den dritten Versuch bereitete ich die Lasagne am Tag zuvor zu. Legte sie über Nacht in den Kühlschrank, schliff meine Messer mit dem Nass-stein. Damit konnte ich sie schneiden statt quetschen, anschliessend wärmte ich die Stücke im Ofen auf. Aber genützt hats nur wenig. Wie der Herr Ducasse seine Lasagne so schön hinkriegt?

CH-3538 Röthenbach: Würzbrunnen

CH-3538 Röthenbach

Wieder einmal ins geliebte Emmental. Ziel war das kleine Kirchlein in Würzbrunnen. Weit hinten im Emmental bei Röthenbach. Hier wimmelt es nur so von Bären, mindestens so viele, wie weisse Siloballen auf den Wiesen herumliegen. Unverständlich, warum sich die Gegend hier nicht gleich Bärental nennt. Kaum ein Dorf ohne Bären, aber nicht jeder Bär ist so gastfreundlich wie dieser hier in Langnau. Wir haben uns in seiner Gaststube nachhaltig gestärkt.

Gleich gegenüber steht seit 1526 das Chüechlihus, eines der ältesten Gebäude der Region. Seit 80 Jahren ist es ein Museum, in dem die Geschichte des Emmentals, Gewerbe, Handwerk, Alt-Langnauer Keramik und Flüehliglas sowie wichtige Personen der Region vorgestellt werden.

CH-3538 Röthenbach

Auf dem Weg nach Würzbrunnen ein Abstecher zum Sahlenweidli, ein 1762 erbautes, bescheidenes Kleinbauernhaus, das zur Mitte des 19. Jahrhunderts den beiden Töchtern von Jeremias Gotthelf gehörte und vor einigen Jahren Handlungsort der TV-Serie „Leben wie zu Gotthelfs Zeiten“ war. Wer willig ist, im Lichte von Kerzen und Petroleumlampen in einer offenen Rauchküche mit Holzwedelen (Reisigbündeln) einzufeuern, Teller und Chacheli mit Soda und Sand zu scheuern, im ungeheizten Gaden neben dem Nachttopf zu schlafen, der kann das Haus mieten. Die Ruhe hier oben wäre schon schön, aber ein Leben ohne elektrische Steckdosen ?

CH-3538 Röthenbach (2015 09 04_8753)
Der Köchgarten vor dem Sahlenweideli
CH-3538 Röthenbach
Sahlenweideli: für Anfeuerholz ist gesorgt

Auf der steilen Strasse zum Chuderhüsi (Chuder: Nebenprodukt vom Hecheln von Hanf und Flachs) öffnet sich eine grosse Lichtung mit dem etwa tausend Jahre alten Kirchlein. Friedhofmauer, Dach, Vorschärm und Dachreiter sind mit Holzschindeln gedeckt.

CH-3538 Röthenbach

Die Wandmalereien beim Haupteingang stammen aus dem Beginn des 15. Jahrhunderts. Rechts neben dem stehenden Christus wird Stephanus gesteinigt. 1494 brannte die Kirche ab, nur das Mauerwerk blieb stehen, die Kirche wurde im selben Jahr aber wieder aufgebaut.

Im Innern ist die Holzdecke mit gotischen Flachschnitzereien und farbiger Bemalung geschmückt. Das Kirchenwände wurden im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts mit ornamentalen Malereien und Bibelsprüchen verziert.

Im Chor fallen drei mit Türchen vom gemeinen Volk abgesonderte Sitzbänke auf. Die waren Hochwohlgebornen, Wohledelgebornen, Wohledelwürdigen und Hochgeehrten Personen wie Land- und Kastvögten sowie dem Chorgericht vorbehalten.

Die Verlegung einer elektrischen Bodenheizung vor einigen Jahren scheint der Teufel benutzt zu haben, seine Klaue in den Bodenplatten zu verewigen.

Die Orgel wurde 1785 gebaut und ist noch weitgehend im originalen Zustand.
CH-3538 Röthenbach

Marinierte Scheiben vom Kürbis und schwarzen Nüssen

Kuerbis und schwarze Nuesse

Wie aus einem ungeliebten, alljährlichen Pflichtkürbis unversehens ein Lieblingsgericht wurde:
Heuer wollte ich mich der lästigen Kürbiskochpflicht geschenkter Kürbisse möglichst früh entledigen und entschied mich für ein Gericht der Douce Steiner aus ihrem Buch „Unsere verrückte Gemüsewelt“. Noch selten hat mich ein einfaches Rezept so überzeugt. Habs nur minim verändert.

Marinierte Scheiben vom Kürbis und schwarzen Nüssen

Kuerbis und schwarze Nuesse

Zutaten
Vorspeise oder Dessert für 4 Personen

1/2 Kürbis Muskat oder kleiner Knirps
8-12 schwarze, eingelegte Nüsse (vom letzten Jahr)
4 Zweige Thymian

für den Fond:
1 Elf. Olivenöl (L.: Orangenöl)
1 Elf. Zucker (L.: 1 Elf. Ahornsirup)
1 Elf. Weissweinessig (L.: weisser Balsamessig Gölles)
1/4 L Wasser (L.: 1 dl Wasser, 1 dl Orangensaft)
1 Biozitrone, der Schalenabrieb
wenig Ingwer, geschält, fein gerieben
Salz, Piment d’Espelette

für die Marinade:
2 Elf. Walnussöl (Baumnussöl)
Piment d’Espelette
schwarzer Pfeffer (L.: weisser Kampotpfeffer)
1 Orange, der Schalenabrieb
(L.: dazu 4 Elf. vom Fond)

Zubereitung
(1) Kürbis teilen, schälen, entkernen, mit einem 4 cm Ausstecher von innen nach aussen runde „Zapfen“ ausstechen. Diese auf einer Aufschnittmaschine in hauchdünne, runde Scheiben schneiden. Die schwarzen Nüsse an der Spitze anschneiden, Sirup auslaufen lassen, dann ebenfalls mit der Aufschnittmaschine fein schneiden.
(2) Alle Zutaten für den Fond aufkochen. Von der Wärmequelle ziehen, die Kürbisscheiben zugeben und ein paar Minuten ziehen lassen, bis sie weich und noch ein wenig bissfest sind.
(3) Die gegarten Kürbisscheiben auf Küchenpapier abtropfen und abwechselnd mit den Nussscheiben auf die Teller legen.
(4) Alle Zutaten für die Marinade in ein verschliessbares Glas geben, zur Emulsion schütteln und die Teller damit beträufeln. Mit Thymianblättchen bestreuen und 30 Minuten marinieren lassen.

Ein himmlisch schmeckendes „petit rien“. Wegen der leichten Süsse haben wir es als Dessert gegessen.
Hauptgericht war die Linsensuppe der Douce Steiner (siehe hier), ergänzt mit dem obigen Kürbisfond (statt Orangensaft) und den zuviel geschnittenen Kürbisscheiben.

Kürbis und schwarze Nüsse (2015 09 08_8845)

CH-3700 Spiez: Schloss am Wendelsee

CH-3700 Spiez

Endlich, endlich passte wieder einmal alles zusammen: Gesundheit, Wetter,  freie Zeit, Reiselust, Benzin im Tank. Ab über den Brünig nach Spiez an den „Goldenen Hof“ des Minnesängers Heinrich von Strättligen am Wendelsee (der alte Namen klingt doch viel schöner als „Thunersee“).
Das auf einem in den See hinausragenden, kleinen Geländesporn (Spitz) gelegene Schloss ist einer der eindrücklichsten Zeugen bernischer Geschichte am Thunersee. Erbaut wurde es von den Freiherren von Strättligen, die zwischen 1175 und 1338 über die Herrschaft Spiez regierten und einen ritterlichen Lebensstil führten, wie der mittelalterlichen Liederhandschrift Codex Manesse und andern Hinweisen zu entnehmen ist. Der Turm stammt aus dem 12. Jahrhundert. Die Anlage wurde im Spätmittelalter um den Palas und den Nordbau erweitert. Die Wohnräume sind mehrheitlich spätgotisch ausgestattet und beherbergen heute das Schlossmuseum. Es zeigt den Wandel von einer mittelalterlichen Burg zu einem patrizischen Wohnsitz.

CH-3700- Spiez (2015 08 27_8620)
Bergfried und Palas

1338 wurde die Herrschaft an Johann II von Bubenberg verkauft, Schultheiss der Stadt Bern. Bekanntester Vertreter des Geschlechts ist Adrian I von Bubenberg (1434-1479). Der Knabe wurde als Page am Hof Herzog Philipps des Guten von Burgund erzogen. Zog 1455 mit eigener Mannschaft nach Dijon, um am Kreuzzug gegen die Türken teilzunehmen. Doch der Kreuzzug wurde abgesagt. 1466 schaffte er es als Pilger doch noch nach Jerusalem, wo er am Heiligen Grab den Ritterschlag erhielt. 2 Jahre später führte er die bernischen Truppen als Oberbefehlshaber in den Sundgauerzug. Wiederholte Gesandtschaften nach Savoyen, Burgund und ins Reich festigten seine Rolle als einflussreicher Staatsmann. Seine entschiedene Haltung als Wortführer der Adelspartei, die sich ihre Machtbefugnisse und Vorrechte nicht von einfachen Stadtbürgern beschneiden lassen wollte, sowie sein kompromissloses Eintreten gegen die von der Ratsmehrheit befürwortete Allianz mit der französischen Krone gegen das Herzogtum Burgund führte 1475 zu seinem Ausschluss aus dem Kleinen Rat der Stadt Bern und zum Verbot politischer Aktivitäten.
Ein Jahr später überschlugen sich die Ereignisse. Am 28. Februar 1476 nahm der Herzog von Burgund nach kurzer Belagerung die Stadt Grandson am Neuenburger See ein und liess die eidgenössische Besatzung von 412 Mann an den Bäumen aufknüpfen. Ziel des Heerzuges war die Unterwerfung der Städte Bern und Freiburg. Am 2. März 1476 kam es in der Schlacht bei Grandson zum ersten grossen Treffen, bei dem Karls Truppen eine Niederlage hinnehmen mussten. Danach flüchtete Karl nach Lausanne. Dort sammelte er in kurzer Zeit ein neues Heer.

CH-3700- Spiez (2015 08 27_8610)
Thunersee mit Blick von der Schlossterasse auf Brienz Merligen

In der Not erinnerte sich Bern des gedemütigten Staatsmannes und Heerführers. Im April 1476 wurde Bubendorf zum Kommandanten von Murten ernannt. Im Juni stiess Karl von Burgund durch die Waadt auf Murten in Richtung Bern vor. Der Rest ist Geschichte. Adrian I wurde rehabilitiert und wieder zum Schultheissen gewählt. Die erfolgreiche Verteidigung von Murten war späteren Generationen ein Denkmal wert. Ritter ohne Pferd oder Staatsmann zu Fuss?

CH-3700 Spiez
Adrian I von Bubenberg. Im Hintergrund wächst der gute Spiezer.

Der selbstlose Einsatz für die Stadt Bern stürzte Adrian I  in grosse Schulden. Mit seinem Sohn Adrian II. von Bubenberg starb das Geschlecht 1506 aus. Die Erben schlugen die überschuldete Hinterlassenschaft aus. 1516 gelangten Schloss und Herrschaft Spiez an die Familie von Erlach, die hier, bevor sie selbst in finanzielle Probleme geriet,  bis 1875 residierte. Franz Ludwig von Erlach liess 1614 einen prächtigen Festsaal einbauen und mit frühbarocken Stuckaturen ausstatten. Im 17./18. Jahrhundert bauten die Erlachs nach Süden hin das „Neue Schloss“, ein Spätbarockgebäude.

Mobiliar und Bibliothek wurden 1877 verscherbelt, das Schloss an einen Berliner Fabrikanten verkauft, der es mit Türmchen und Erkerchen nach Neuschwansteiner Vorbild zu verschönern suchte. Danach wechselte es rasch die Hand, bis es 1927 von einer Stiftung übernommen wurde, die in der Folge die ursprüngliche Anlage, soweit dies noch möglich war, wieder herstellte.

CH-3700- Spiez (2015 08 27_8607)
Schlosskirche Spiez

Die erstmals 762 erwähnte Kirche wurde zu Beginn des 10. Jahrhunderts zur frühromanische Dreiapsidenbasilika vergrössert und um 1200 mit monumentalen Wandmalereien ausgestattet. Bis ins frühe 20. Jahrhundert diente sie als Pfarrkirche. Die Basilika wurde 1670 dem damaligen barocken Geschmack angepasst. Durch die Restaurierung von 1949/1950 wurde der ursprüngliche Zustand mit Hochchor und Krypta wieder hergestellt.

CH-3700- Spiez (2015 08 27_8617)

Quellen:
wiki: Bubenberg
wiki: Burgunderkriege
Historisches Lexikon der Schweiz: Bubenberg
Spiez Info

Kalbsschwanz geschmort, mit Pfifferlingen

Kalbsschwanz mit Pfifferlingen

Der heisse Sommer war weder uns noch den Pilzen gewogen. Ein wenig Regen, schon schiessen die Pilze aus dem Boden und auch wir dürfen endlich wieder aus unserer sommerlichen Lethargie erwachen. Ohne Wasser kein Leben, kein Blühen. Das Recht auf Wasser ist ein Menschenrecht. Ja, entschliessen wir uns doch wie die Blumen zu einem letzten Aufblühen. Das muss ja nicht gerade in eine unendliche, um nicht zu sagen anaximandrische Dauerbloggerei münden. Übrigens ein interessanter Philosoph, der Anaximandros, der 611 bis 546 v. Chr. in Milet lebte. In seiner Sicht der Weltentstehung und Weltentwicklung sagt er voraus, dass die Welt durch einen allmählichen Verdunstungsprozess immer weniger Wasser haben und zum Schluss gänzlich austrocknen werde. Dass uns das Wasser von der Erde wegdampft, müssen wir kaum befürchten. Aber wenn die Menschheit weiterhin so sorglos mit ihren Wasserressourcen umgeht, wird uns bald nur noch verschmutztes, ungeniessbares Wasser zur Verfügung stehen. Dann werden wir definitiv auf dem Trockenen sitzen.

Kalbsschwanz mit Pfifferlingen


Zutaten
für das Fleisch:
500 Kalbsschwanz in Stücken
50 g Schalotten, gehackt
1-2 Elf Olivenöl
Meersalz
2 dl Rotwein
3 Blatt Salbei
1 Lorbeerblatt
1 Zweig Rosmarin
2 dl Kalbsfond
2 Streifen Biozitronenrinde
Spritzer Zitronensaft
Piment d’Espelette
Fleur de Sel

für die Pfifferlinge/Eierschwämmchen:
250 g kleine, junge Eierschwämme
1 dl Gemüsebrühe
2 Zweige Thymian, gezupft
3 Elf. glatte Petersilie, gehackt
1 Elf. Butter
1 EL Aceto Balsamico
schwarzer Pfeffer
1 Prise Cayennepfeffer, gemahlen

Kalbsschwanz mit Pfifferlingen
Pilze, Fleischfond und zerzupfter Kalbsschwanz

Zubereitung
für das Fleisch:
(1) Ofen mit einem Bräter auf 180°C Umluft vorheizen. Olivenöl zugeben, das Fleisch leicht salzen und mit den Schalotten im Bräter unter gelegentlichem Wenden anbraten.
(2) Ablöschen mit Rotwein und dem Kalbsfond, Kräuter zugeben und bei geschlossenem Deckel ca. 2 Stunden schmoren lassen. Das Fleisch gelegentlich wenden und kontrollieren, dass der Bräter nicht trocken läuft, sonst noch etwas Kalbsfond zugeben.
(3) Wenn das Fleisch gar ist, die Knochen aus dem Bräter nehmen und das Fleisch ablösen. Knorpelstücke und Knochensplitter sorgfältig entfernen. Fleisch zerzupfen.
(4) Den Fond im Bräter mit Küchenpapier etwas entfetten, zur Glace einreduzieren und mit dem Fleisch mischen. Nachwürzen.

für die Pfifferlinge/Eierschwämmchen:
(5) Eierschwämme putzen, grössere Eierschwämme zerpflücken, kleine ganz belassen. Die Abschnitte in Gemüsebrühe ca. 15 Minuten auskochen, den Pilzfond absieben, zu Sirup einkochen und zum Fleisch geben.
(6) Die geputzten Eierschwämme ein paar Sekunden in kochendem Salzwasser blanchieren und gut abtropfen lassen.
(7) Pilze vor dem Anrichten in Butter andünsten, Thymian zugeben und mitdünsten.
(8) Falls die Pilze Wasser ziehen, über ein Sieb abgiessen und den Saft separat einreduzieren. Pilze wieder zugeben, das Fleisch und die Petersilie untermischen. Abschmecken mit Balsamessig, Pfeffer und Fleur de Sel.
Kalbsschwanz mit Pfifferlingen

Dazu kleine Kartöffelchen mit Knoblauch im Ofen gebacken, frische Erbsen und confierte Kirschtomaten.

Die frischen Erbsen und die jungen Kartöffelchen belegen, dass der Beitrag schon seit einigen Wochen überfällig ist. Aber Kalbsschwanz geht immer. Egal ob Sommer oder Herbst.