
Die Dorfsiedlung Mellingen stammt aus alemannischer Zeit, liegt auf der linken Seite der Reuss, die hier von Südosten nach Nordwesten fliesst. Das Dorf gelangte im Hochmittelalter in den Besitz der Grafen von Lenzburg, welche auf der linken Reuss-Seite im Bereich der Stadtkirche ein Gotteshaus (1045 erstmals erwähnt) bauten. Das heutige barocke Kirchengebäude entstand in den Jahren 1675/76. Erhalten geblieben ist der Kirchturm aus dem 13. oder 14. Jahrhundert, der jedoch seither freistehend ist und nicht direkt mit dem übrigen Gebäude verbunden ist.
Nach dem Aussterben der Lenzburger ging der Raum Mellingen durch Vererbung an die Kyburger. Diese gründeten um 1230 das eigentliche Städtchen Mellingen am linken Ufer der Reuss und liessen eine Ringmauer errichten. Seit 1253 besteht eine Brücke über den Fluss. Die Habsburger, welche 1273 Landesherren geworden waren, verliehen Mellingen 1296 das Stadtrecht. 1415 eroberten die Eidgenossen den Aargau. Mellingen wurde Bestandteil der Grafschaft Baden, vermochte aber sein Marktrecht und seine gerichtliche und politische Autonomie zu bewahren.


Der Verkehr zwischen Baden und Bremgarten bzw. Lenzburg zwängt sich über Reussbrücke und die beiden engen Stadttore. Das Stimmvolk des Kantons hat am 15. Mai aber endlich dem Bau einer Umfahrungsstrasse zugestimmt.
Das Zentrum Mellingens ist die mittelalterliche Altstadt. Die etwa 100 m kurze Hauptgasse zwischen Brückentor und Zeitturm teilt die Altstadt in ihrer Mitte. Entlang der Längsachse verlaufen zwei parallele Strassenzüge.



Das katholische Mellingen war der wichtigste Brückenkopf zwischen den reformierten Städten Bern und Zürich und war deshalb Schauplatz zahlreicher religiös motivierter Kampfhandlungen. Zwischen 1528 und 1712 war das Städtchen nicht weniger als zwölf Mal durch Truppen besetzt. Nach dem zweiten Villmergerkrieg von 1712 kam Mellingen unter die Herrschaft der reformierten Orte Zürich, Bern und dem paritätischen Glarus.
Im März 1798 eroberten die Franzosen die Schweiz und riefen die Helvetische Republik aus. Mellingen musste seine Sonderstellung aufgeben und wurde dem kurzlebigen Kanton Baden zugeteilt. Seit 1803 gehört die Gemeinde zum Kanton Aargau.

Der Iberghof war ursprünglich ein Besitz eines kyburgischen Dienstmannengeschlechtes. 1575-1589 wurde der Hof von Grund auf zum Schloss ausgebaut durch Schultheiss Caspar III. Segesser. In dieser Ecke des Städtchens sind noch letzte Reste der Stadtmauer zu besichtigen.

Auf einer noch warmen Autohaube entdeckt: eine rothaarige Schönheit, die aber meine Zuneigung nicht erwiderte.

Quellen: wiki
















































![Garten-Koch-Event August 2011: Fenchel [31.08.2011]](https://i0.wp.com/farm7.static.flickr.com/6132/6012541324_eec0799bb6.jpg)



