
Mehrmals im Jahre besuchen wir Gland. Gland liegt am Genfersee zwischen Lausanne und Genf und zeichnet sich durch das grösste und schönste und teuerste Gartencenter der Schweiz aus. In unserer Fasnachtsfluchtwoche war es wieder soweit: gerade rechtzeitig zum Bestaunen der früchtebehangenen Pflanzen in der Orangerie und der ersten Magnolien. Hier am milden Genfersee ist alles früher als anderswo. Während wir noch unter Kälte und Schnee bibberten, blühte es hier bereits, wenn auch gewächshausunterstützt.
Von Buddhas Hand hätte ich mir gerne einen Finger abgeschnitten, aber doch nicht getraut, wie der schmeckt, muss man bei katha erfragen, ihr wurde die Reliquie von Tim Raue persönlich auf den Teller geraffelt.
Typisch für dieses Gartencenter: alles was auf einen bestimmten Pflanztermin angeboten wird, liegt gleichzeitig in einer unglaublichen Fülle von Sorten auf. 2 Wochen später ist das Sortiment meist heruntergekauft und der nächste Schub Pflanzen wird ausgerollt. Hier gibts alles, Schlag auf Schlag folgen sich: Setzzwiebeln und Setzkartoffeln, Magnolien, Frühjahrsblüher, Gewürzpflanzen, Salatstecklinge, Geranien, Goldfische, Rosen, Beeren, Olivenbäume jeder Grösse und jeder Preislage, Grillgerät, Gartenwerkzeug, Gartenchemie, Kakteen, Einrichtungen und Dekorationen für den Gartensitzplatz, für das Gartenhaus usw. Hier macht die Auswahl Qualen und nur der Kofferraum, der Geldbeutel und die Vernunft sagen Halt. Ich empfehle, von zu Hause etwas warmes Essen mitzunehmen (es könnte das letzte gewesen sein), die Kreditkarte zuhause zu lassen und sich über einen max. auszugebenden Bargeldbetrag zu einigen. Ich übernehme jedenfalls keine Verantwortung bei Nichteinhalten meiner Empfehlungen !
Wie edel und teuer dass es hier zugeht, belegt ein Blick auf einen der gedeckten Gartentische im Gartenhaus mit individuellen tastevins in Silber:

Was ich eingekauft habe ? 2 Ballen Frühstorfer Pflanzerde, für uns im Jura beginnt die Pflanzzeit gottseidank erst im Juni. Dafür leisteten wir uns nachher Malakoffs mit Silberzwiebeln und Cornichons, die berühmten Käsebeignets der Gegend, von denen ich bereits hier einmal berichtet habe:


















































