
Auch heuer waren wir wieder im Grenzland Engadin in den Ferien. Eine wunderschöne Gegend, hell, hoch gelegen. Wenn es, wie zu Beginn kalt und regnerisch ist, laden die südlichen Alpentäler, insbesondere das Veltlin, zu einem Besuch ein. Ist es dort unten zu heiss, bleibt man lieber oben. Letztes Jahr habe ich im Blog die Geschichte des Veltlins kurz zusammengefasst. Neulesern möchte ich diese Lektüre ans Herz legen. Sie erleichtert das Verständnis für diese in Europa einst so zentrale, heute so abgelegene Region.
In den nächsten Wochen werde ich, wie letztes Jahr, sporadisch kleine Reiseberichte alternierend mit Rezepten aus der Region zusammenstellen. Diesmal gehts in umgekehrter Richtung. Zunächst von Tirano nach Bianzone. Dabei stossen wir uns die Nase platt am Palazzo Salis, tauchen in die Weinkeller des ehemaligen Klosters La Gatta. Landen ausgehungert in der Trattoria der Anna Bertola und lüften das Geheimnis ihrer berühmten Sciatt. Der secondo piatto, Rotoli di vitello und ein merkwürdiges Softeis aus dem Veltliner Magenbitter Amaro Braulio werden gleich nachgekocht. Danach geht die Reise weiter über Teglio durch die Weinberge nach Sondrio und in das antike Veltliner Gourmetparadies, zu den Fratelli Ciapponi in Morbegno. Aus dem dort gekauften Caserakäse kochen wir uns zuhause eine Polenta Taragna. Via Comersee geht die Reise nach Chiavenna, nicht ohne dort in der Macelleria del Curto Bresaola und Salami eingekauft zu haben. Taroz muss irgendwann auch noch auf den Tisch. Und wer wird den sagenhaft guten Rosmarinrisotto aus Soglio nachkochen ? Eine oder zwei kleine Wanderungen im Engadin. Ein Ausflug über den Ofenpass ins Münstertal, einer nach Glurns zum Kaffee und zum Mittagessen zu Herbert Hintner in Eppan. Ach Gott, was ich mir da alles zu Schreiben vorgenommen habe. Das wird ja Weihnachten. Stay tuned. Die letztjährigen Einträge hier unter dem Tag Grenzland.


































