Auberginen-Auflauf, provenzalisch

Auberginenauflauf 0_2009 06 26_0958

Meine neueste Kochbucherrungenschaft: Das Grand Livre de Cuisine „weltweit geniessen“ von Alain Ducasse, ISBN 978-3-87515-031-5. Eine unglaubliche Fülle von Rezeptideen. Für diesen Sommer habe ich mir vorgenommen, daraus ein paar Auberginenrezepte nachzukochen. Nachkochen ? So gut wie ich das eben zustandebringe, mit einigen Vereinfachungen. Die Perfektion eines Meisterkochs muss hier nicht sein. Wers noch einfacher will, kocht einfach den Auberginen-Tomatenauflauf für sich alleine und überstreut ihn mit etwas Parmesan. Auch gut. Ich empfehle aber, sich dafür einen weniger heissen Tag auszusuchen.

Zutaten
Vollmahlzeit für 2 Personen:
für die gebratenen Auberginen:
2 Auberginen total ca. 600 g
Olivenöl extra
2 Dosen Pomodori pelati ganz
3 Knoblauchzehen
4 Zweige Thymian
Salz, Pfeffer, Prise Zucker

für den Tomatensirup:
250 ml Tomatensaft
3 Stengel Basilikum
wenig Olivenöl
Salz, Pfeffer
für die Parmesan-Tuiles:
80 g Parmesan oder Sbrinz
8 g Mehl
für den finish:
2 Basilikumzweige, fleur de sel

Auberginenauflauf 0_2009 06 26_0957

Zubereitung
für die gebratenen Auberginen: am Vortag ansetzen !
(1) 2 Dosen Pelati mit 2 zerdrückten Knoblauchzehen, einem Schuss Olivenöl, einem Zweig Thymian und einer Prise Zucker langsam einköcheln lassen bis auf etwa die Hälfte des Gewichtes, durch ein grobes Sieb passieren, würzen mit wenig Salz und Pfeffer (=Tomatenconcassée).
(2) Auberginen waschen und quer in 4 mm dicke Scheiben schneiden und auf einem Blech auslegen. Kräftig einsalzen und 30 Minuten entwässern lassen. Salz abwaschen und die Scheiben auf Küchenpapier trocknen.
(3) Auberginenscheiben in wenig Olivenöl in einer heissen, unbeschichteten Sauteuse beidseitig je ca. 5 Minuten hellbraun anbraten. Fettüberschuss auf einem Küchenpapier abtrocknen lassen.
(4) Gusseisernen Schmortopf mit wenig Olivenöl einölen. Eine Lage Auberginenscheiben einschichten, mit Tomatenconcassée bedecken, 1 zerdrückte Knoblauchzehe hinzufügen. Abwechslungsweise mit Einschichten fortfahren, zuoberst eine dünne Schicht Tomatenconcassée und die restlichen Thymianzweige.
(5) Zugedeckt bei kleiner Hitze 45 Minuten garen, bis die Auberginen weich sind. Deckel entfernen und Temperatur erhöhen, bis die Ränder leicht caramelisieren. Thymian entfernen, in eine Glasform füllen und über Nacht kühl stellen.

Auberginenauflauf 1_2009 06 26_0972

für den Tomatensirup:
(6) Tomatensaft und wenig Olivenöl in einem Topf sirupartig einkochen. Vom Feuer ziehen, Basilikum hinzugeben und 20 Minuten ziehen lassen, absieben und mit Salz und Pfeffer würzen.

für die Parmesan-Tuiles:
(7) Parmesan oder Sbrinz allerfeinst reiben und mit dem Mehl mischen. Eine kleine, beschichtete Pfanne (15 cm Durchmesser) ohne Fettzugabe erhitzen. Die Pfanne mit der Käse-Mehlmischung bestreuen (am besten aus einem grobmaschigen Sieb). Erhitzen, bevor der Parmesan braun wird, vom Feuer ziehen, das tuile mir einer Pinzette erfassen, drehen und auf der andern Seite gelb werden lassen. Aus der Pfanne nehmen. Insgesamt 6-8 Tuiles auf diese Weise herstellen.
für den finish:
(8) Basilikum waschen und mit Küchenpapier trocknen. Auberginenauflauf in einem Topf oder im Ofen erwärmen. Auf jedem Teller nacheinander ein Parmesan-Tuile, eine Schicht des Auflaufs, wieder ein Tuile, Auflauf, zuoberst eine tuile aufschichten. Ein Basilikumblatt auf den Abschluss legen. Zwischen die Schichten ein paar Basilikumblätter legen. Mit fleur de sel und frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen. Mit einem schmalen Band Olivenöl und einem breiten Band Tomatensirup umziehen.

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Panzanella, Toskanischer Brotsalat

Schweizer Brotsalat 0_2009 04 18_9701

Frau L.’s Rezeptvorlage stammt aus dem Buch der Schweizerischen Bäckereifachschule Köstlichkeiten mit Brot, Verlag Richemont, 2006, ISBN 3-905720-24-8.  Die dort verwendete Fleischbrühe kam uns jedoch spanisch vor, nach einem Blick in die schlichte, toskanische Version der Deutschen Neuner-Duttenhofer, die nur Wasser zum Einweichen des Brotes verwenden, haben wir uns für schweizerische Gemüsebrühe entschlossen. Bolli’s Kitchen rupft ihr Brot etwas feiner und kann damit französische Türmchen bauen. Es ist heiss hier.

Zutaten
150 g altes Halbweissbrot (Weizen) in 2 cm dicken Scheiben
1.5 dl Fleischbrühe (Gemüsebrühe)
1 Elf. Kräuteressig
250 g Tomaten, in Spalten
30 g Zwiebeln rot, in Streifen
1 Basilikumzweig
Salz, Pfeffer
0.5 dl Olivenöl
1 Elf. Rotweinessig

Zubereitung
(1) Brotscheiben in der Mischung aus Brühe und Kräuteressig 30 Minuten einlegen.
(2) Flüssigkeit etwas ausdrücken und Brot in kleine Stücke reissen.
(3) Tomaten, Zwiebeln und Basilikum zugeben, mischen.
(4) Olivenöl mit dem Rotweinessig verrühren, würzen und mit dem Salat vermischen.

Anmerkung
Es können auch Gurken oder geschnittener Stangensellerie zugegeben werden.

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Hörnli-Auflauf mit Lauch

Hörnli_Lauch-Gratin 0_2009 06 19_0885

Rezepte, die auf der Rückseite von Nahrungsmittelverpackungen stehen, ziehen das Interesse von Frau L. in magischer Weise an. So auch dieses hier, das sich auf einer Hörnli-packung von Stanser Hörnli (einem Produkt einer kleinen, unabhängigen Teigwarenfabrik in Kerns, Obwalden) befand. Frau L. hat es nachgekocht und wir haben es für  gut befunden. Damit hat sie mein gestriges Kochfiasko wieder ausgebügelt.

Zutaten
für 2 Personen:
200 g Hörnli
200 g Lauch, weiss und hellgrün
1 Elf. Butter
75 g gekochter Schinken
5 grosse Salbeiblätter
4-5 Elf. Sbrinz oder dann halt Parmesan
1 Ei gross
80 g Quark halbfett
1.2 dl Milch/Halbrahm 1:1
Salz, Pfeffer, Piment d’Espelette

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Originalrezept
Hörnli_Lauch-Gratin 2_2009 06 19_0879
zum Backen bereit

Zubereitung
(1) Die Hörnli in kochendem Salzwasser ziemlich bissfest kochen, abschütten und abtropfen lassen.
(2) Lauch in 2 cm lange Stücke schneiden und in Butter 5- 8 Minuten andünsten.
(3) Schinken und Salbei in Streifen schneiden.
(4) Eier, Quark und Milchrahm zu einem Guss vermischen.
(5) Hörnli, Lauch, Schinken und Salbei vermengen und in eine gebutterte Auflaufform verteilen. Den Guss darüber giessen und mit Sbrinz und einigen Butterflöckchen bestreuen.
(6) Im gut vorgeheizten Backofen bei 200°C (U-/O-hitze, Schiene 2, ca. 20 Minuten backen.

Hörnli_Lauch-Gratin 0_2009 06 19_0883

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Liebesäpfel mit Rosen-Ingwer-Gelee

Rosen-Duschgel 0_2009 06 22_0919

Die initiativen Damen des Garten-Koch-Events fordern uns alles ab. Ausgerechnet Rosen, der schwere, süss-schwülstige Duft, den ich weder als Badeseife, noch im Duschgel und Parfum und schon gar nicht in Lebensmitteln mag.  Aber was nimmt man nicht alles auf sich für diese events ?  Mein Beitrag zum Garten-Koch-Event des Gärtnerblogs sollte aus in Ingwerfond gegarten Tomaten, gefüllt mit Geleewürfelchen aus dem Saft der Tomaten, Ingwer und Rosenwasser bestehen.  Die Idee hinter meinem Rezept war der Gedanke, dass Tomaten gut zu Ingwer passen, andererseits sich Ingwer mit Rosen bekanntlich gut in einem Gelee macht. Auch die Überprüfung im what fits well-Baum von foodpairing ergab ein klares go für die Kombination. Das Resultat nach der Fertigstellung: man konnte es zwar hinunterwurgeln, trotzdem: für mich kein Genuss. Deshalb stehe ich mit leeren Händen da. Sieht ja hübsch aus, aber damit wird Eva den Adam bestimmt nicht verführt haben.

Garten-Koch-Event Juni 2009 - Rosen [30. Juni 2009]

Zutaten
für die Geleewürfel:
250 g reife Tomaten
10 g frischer Ingwer
25 ml Rosenwasser
1/2 Tlf. Agar-Agar
Salz

für die Tomaten:
2 nicht allzureife mittelgrosse Tomaten
10 g frischer Ingwer
Salz

Rosen-Duschgel 1_2009 06 22_0947
Rosenwasser und Tomatenessenz
Rosen-Duschgel 2_2009 06 22_0915
Ingwer-Tomaten-Rosengelee

Zubereitung
für die Geleewürfel:
(1) Tomaten vierteln und zusammen mit dem feingeriebenen Ingwer im Mixer zu einer feinen Suppe vermixen. Den dicken Saft über Nacht durch ein Passiertuch in ein Gefäss seihen. Die Filtration braucht Geduld.
(2) Anderntags den klaren, idealerweise farblosen Saft (bei mir hatten sich rote Trubstoffe mitgeschlichen) mit dem Rosenwasser vermischen und mit Salz würzen. Einen Teil davon abnehmen,  Agar-Agar hinzugeben, unter Erwärmen auflösen, max. 2 Minuten kochen lassen, restliche Tomaten-Ingwer-Rosen-Essenz hinzugeben, dann in einer flachen Schale kalt werden lassen und während 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.
(3) Herausnehmen, auf ein Brett stürzen und in feine Würfel schneiden.

für die Tomaten:
(4) Tomaten kreuzweise einschneiden, etwa eine Minute in kochendes Wasser tauchen, danach die Haut abziehen. Ingwer fein reiben und in das heisse Wasser geben, salzen und die geschälten Tomaten im Ingwerfond ca. 30 Minuten ziehen lassen.
(5) Herausnehmen, einen Deckel wegschneiden. Kerne mit einem Pariserlöffel auslösen, ohne die Tomaten zu beschädigen. Tomaten mit den Geleewürfeln füllen.

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Lasagne aus Auberginen, Zucchini und Tomaten

Lasagne di Melanzane 0_2009 06 17_0820

Und noch ein Rezept von Eckart Witzigmann aus Gourmet 65/1992: Lasagne aus Auberginen, Zucchini, Tomaten und Parmesan als Tapas serviert. Bei uns ergab das gleich eine Vollmahlzeit für 2 Personen. Ich hatte zwar eine Heidenmühe, die Zucchini mit den Brotbröseln trocken zu panieren. Wenn ich mir das Bild im Gourmetheft anschaue, könnte ich mir vorstellen, dass da noch ein Ei im Spiel war. Im Rezept stand nichts davon. Trotzdem hat uns das Gericht ausgezeichnet geschmeckt.

Zutaten
1 Aubergine (260 g)
2 Zucchini (300 g)
ca. 100 g Weissmehl zum mehlieren
ca. 100 g Weissbrotbrösel zum panieren
3 Tomaten (400 g)
100 g Parmesan, frisch gerieben
Salz, Pfeffer
1 Knoblauchzehe, gewürfelt
1 Basilikumzweig für die Garnitur
Olivenöl: insgesamt ca. 1 – 1.5 dl

Lasagne di Melanzane 1_2009 06 17_0807
Auberginen gebraten
Lasagne di Melanzane 2_2009 06 17_0808
Zucchini gebraten

Zubereitung
(1) Aubergine und Zucchini auf dem Gemüsehobel der Länge nach in dünne Streifen (2 bis 3 mm) schneiden. Die Auberginenstreifen mehlieren, die Zucchinischeiben in den Brotbröseln panieren. Die Scheiben in Olivenöl portionsweise ausbacken und auf Küchenpapier abtropfen lassen.  (Die Brösel kleben schlecht auf den Zucchini). Leicht salzen.
(2) Tomaten kreuzweise einschneiden, in kochendem Wasser 1 Minute blanchieren, in kaltem Wasser abschrecken, schälen, vierteln und entkernen; die Hälfte davon für das Concassée reservieren. Die andere Hälfte in dünne Scheiben schneiden.
(3) Gebackene Auberginen-, Zucchinischeiben sowie Tomatenscheiben abwechselnd mit Parmesan in eine passende Gratinform wie Lasagne einschichten. Zuoberst Zucchini- oder Auberginenstreifen und eine etwas dickere Schicht Parmesan.

Lasagne di Melanzane 3_2009 06 17_0813

(4) Im gut vorgeheizten Ofen (200°C, U-/O-hitze, Schiene 2) während 15 Minuten ausbacken.
(5) Inzwischen die andere Hälfte der Tomatenviertel in einem Elf. Olivenöl andünsten, mit Salz, Pfeffer und Knoblauch würzen.
(6) Die Lasagne in Stücke schneiden, mit dem Tomatenconcassée anrichten und mit Basilikum garnieren.

Weitere Rezepte mit Auberginen:

Melanzane Don Lisander
Verdure in barchetta
Nachgekocht: Rouget barbet mit Escalivada catalana

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Formaggini sott’olio

Formaggini 0_2009 06 21_0931

Vor zwanzig Jahren waren hier formaggini, eingelegt in Olivenöl, sehr beliebt. Leider scheinen sie etwas aus der Mode gekommen zu sein, ich habe lange nach geeigneten Käslein suchen müssen. Schon zweimal hab ich nun mit Robiola aus dem Tessin experimentiert, in grobe Stücke geschnitten, locker in ein Glas gezwängt, 2 Knoblauchzehen geschält, ein Rosmarinzweig, eine Peperoncinoschote halbiert und etwas rote Pfefferkörner und Piment d’Espelette dazugetan. Mit gutem Olivenöl extra aufgefüllt, so dass alles bedeckt ist. Das erste Glas war nach einer Woche im Kühlschrank, kaum geöffnet, bereits leer. Inklusive Olivenöl alles gegessen. Für das dritte Glas habe ich im Fass gereiften, griechischen Feta gekauft. Ebensogut, aber noch würziger. Ich werde mir ein paar Gläser zulegen müssen, um herauszufinden, wie lange diese Käse unter Öl überhaupt haltbar sind.

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Tartelettes aux fines herbes et Vacherin fribourgeois

Tartelettes au fromage et herbes 0_2009 06 01_0458

Unter diesem noblen Namen verbergen sich Käsetartelettes mit Kräutern, eine Idee von Frau L.; die Inspiration, dazu Kräuter zu verwenden,  stammt über drei Ecken von Noémie sammelhamster, wurde aber mit Hilfe von Vacherin-Käse voralpentauglich gemacht. Entstanden ist ein feinstzartschmelzendes Käseküchlein mit Kräutern, besser als alle Käseküchlein in unserer Erinnerung, die wir früher verbloggt haben. Der Käse schmilzt und vermischt sich während des Backens mit dem Guss zu einer feinen Creme.

Zutaten
für ca. 10 Tartelettes Durchmesser Boden 7 cm, Hauptspeise für 4 Personen
für den geriebenen Teig:
250 g Weissmehl
125 g Butter
1/2 Tlf. Salz
0.5 dl Weisswein
ca. 0.5 dl Wasser

für die Füllung:
200 g Freiburger Vacherin, oder ein anderer, halbharter, aromatischer, weichschmelzender Kuhmilchkäse
1 Elf. Butter
1 Schalotte, fein gehackt
1 Bund Petersilie glatt
und alles was der Kräutergarten hergibt, bei uns:
1 Bund Schnittlauch
10 Basilikumblätter
3 Salbeiblätter
1 Zweig Liebstöckel
1 Zweig Estragon
3 Blatt Weinraute
1 Zweig Thymian
20 Rosmarinnadeln
4 dl Halbrahm
4 Eier
Salz, weisser Pfeffer

Tartelettes au fromage et herbes Käseboden
Käseboden
Tartelettes au fromage et herbes wer findet die Weinraute ?
wer findet die Weinraute ?

Zubereitung
für den Teig:
(1) Gesiebtes Mehl und das Salz in eine vorgekühlte Teigschüssel des Rührwerks geben. Kalte Butter in Flöckchen unter das Mehl mischen und mit dem K-Haken zunächst langsam, dann schnell zu einer krümeligen Masse verrühren. Dann erst den Wein, dann soviel Wasser als nötig in kleinen Portionen unter Rühren zugeben, bis der Teig klumpt. Den Teig nicht lange kneten und quälen. Von Hand rasch zu einer Kugel formen, etwas flach drücken und in eine Folie eingewickelt zwei Stunden in den Kühlschrank stellen. 1/2 Stunde vor Gebrauch herausnehmen.
(2) Teig zwischen Teighölzern 2 mm dick auswallen und 10 Rondellen von 14 cm ausstechen, diese in die Tarteletteförmchen auslegen und stupfen.
(3) Den Vacherinkäse mit der Röstiraffel reiben und die Käseraspel gleichmässig in die Förmchen verteilen. Diese kalt stellen.
(4) Butter erhitzen und die feingehackte Schalotte, sowie die feingehackte Petersilie, Rosmarinnadeln und Thymianblättchen kurz andünsten. Abkühlen lassen.
(5) für den Guss den Rahm mit den aufgeschlagenen Eiern mit dem Handmixer gut verrühren, dann die fein geschnittenen restlichen Kräuter einrühren. Am Schluss die gedünstete Schalotte und Kräuter ebenfalls in den Guss rühren.
(6) Den Guss aufrühren und gleichmässig in die Förmchen verteilen
(7) Im vorgeheizten Backofen (U-/O-hitze, Schiene 2) 25 Minuten goldgelb backen.

Tartelettes au fromage et herbes 0_2009 06 01_0465

Weitere Rezepte für Chäschüechli:

Chäschüechli mit Pep
Wunschkochen (8): Chäschüechli für Poulette
Chäschüechli zum Dritten

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Kalbssteaks mit links

Kalbssteaks mit links 0_2009 05 28_0430

Frau L. möchte auch wieder mal in die Küche, wer könnte das nicht besser verstehen als ich, der ich mich nach 3 Tagen Blogentzug gänzlich unpässlich fühle ? Frau L. kocht mit der linken Hand und ohne Rezept, ich leihe ihr meine rechte Hand, enthalte mich als unlängst frisch gebackener gentleman zu ihrer Verwunderung jeden Kommentars, kein willst du nicht, kein soll ich nicht, ihr Wille geschehe, und er geschah. Der Pesto hats jedenfalls zu meinem Erstaunen gut überstanden (200°C hätte auch gereicht) und ergab eine mild-aromatische Sauce. Ein einfaches Gericht, Alltagsküche, gut ofenfertig vorzubereiten, wenn man kurz vor Mittag noch in die Therapie aufgeboten ist. Kochen ist auch Therapie.

Zutaten
Hauptgericht für 2 Personen
4 Kalbssteaks zu etwa je 70-80 g, geht auch mit Schweinsfiletsteaks
Bratbutter
gute Butter zum Ausfetten der Platte
ein Schuss Weisswein
4 kleine Scheiben Rohschinken
1.5 dl Rahm
2 Elf. Pesto genovese
1 Tlf. gestr. Maizena
Salz, Pfeffer, Herbes de Provence
2 mittlere Tomaten halbiert

Kalbssteaks mit links 0_2009 05 28_0424

Zubereitung
(1) Steaks kalt abspülen, mit Küchenpapier gut trockentupfen. In einer unbeschichteten Pfanne die Bratbutter richtig heiss werden lassen, die Steaks 5 Sekunden in die Pfanne legen, wieder hochheben, damit sie nicht ankleben, danach je eine Minute auf jeder Seite anbraten. Herausnehmen, erkalten lassen. Fett abgiessen und Pfanne mit Küchenpapier trockentupfen. Fond mit wenig Weisswein aufkratzen, aufkochen und später zur Sauce geben.
(2) Steaks pfeffern, je nach Rohschinken noch ganz leicht salzen, mit dem Rohschinken umwickeln.
(3) Inzwischen die Sauce zubereiten. Rahm, Pesto, Maizena und der aufgekratzte, abgesiebte Bratfond mit dem Handmixer kurz aufmixen.
(4) Gratinplatte einbuttern, mit der Sauce ausgiessen, Fleischpakete hineinlegen. Die 4 Tomatenhälften einlegen, mit wenig Herbes de Provence und Salz würzen.
Die Gratinplatte kann bis zu diesem Schritt vorbereitet werden.

(5) Ofen auf 220°C (U-/O-hitze, mittlere Schiene) vorheizen.
(6) Gratinplatte einschieben, 15 Minuten gratinieren.

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Cantucci di Siena

Cantucci 0_2009 06 18_0844

Wer kennt sie nicht, die steinharten toskanischen Biscotti, an denen man sich entweder die Zähne ausbeisst, oder die man in soviel vin santo tunken muss, um sie genussfähig zu machen, dass man die Englein im Himmel singen hört ? Da mir ein guter vin santo viel zu schade ist für derlei Unfug, backe ich meine eigenen Cantucci: nicht so original wie die originalen Biscotti di Prato, weniger touristisch als die Cantucci di Siena, dafür einfach, wohlschmeckend und  wunderbar zu, – nicht in – einem Glas vin santo. Jedes für sich zu geniessen, der vin santo ohne Brösmeli (wie übersetzt man das: Keksbrocken?), die Cantucci nicht durchnässt, sondern trocken beissbar, etwa wie Zwieback. Der Trick: sie enthalten Maisgriess, der sich darin ausgezeichnet macht.

Wer sie lieber klassisch will, findet bei genussmousse oder anice e cannellaEinfachkoestlich oder delicious days gute Rezepte.

Zutaten
für etwa 30 Stück
50 g weiche Butter
1 Ei
120 g Zucker
1 Prise Salz
1/2 Tlf. frisch gemahlene Koriandersamen
Abrieb einer Biozitrone
40 g Maisgriess fein (kein Bramatamais)
1 Elf. Orangenlikör (Grand Marnier) oder Weinbrand
180 g Mehl
2 Tlf. Backpulver (8 g)
100 g Mandeln, ganz
60 g Pistazien

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Zubereitung
(1) Butter, Zucker und Salz 5 Minuten verrühren, 1 Elf. Mehl hinzugeben, Ei zugeben und schaumig rühren.
(2) Ofen mit einem Backblech auf 180°C (Ofenmitte, O-/U-hitze) vorheizen.
(3) Restliches Mehl, Maisgriess, Orangenlikör, Zitronenschale und Koriander zufügen und zu einem Teig kneten. Am Schluss das Backpulver einkneten. In den leicht klebrigen Teig die Nüsse einarbeiten. Aus dem Teig 2 Rollen von 4-5 cm Durchmesser formen. Diese auf einem Backpapier 20-25 Minuten bei 180°C vorbacken. Aus dem Ofen nehmen, 5-10 Minuten auf einem Kuchengitter stehen lassen, dann in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden (Elektromesser oder Brotmesser) und wieder in den Ofen zurückgeben zum Ausbacken für weitere 6-8 Minuten bei 180°C.

Cantucci 0_2009 06 18_0842

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Focaccia con il formaggio

Focaccia al formaggio 0_2009 06 20_0864

In der kulinarischen Traddition Liguriens tief verankert ist die focaccia. Ein hierzulande weniger bekanntes Kleinod unter den pizze und focacce ist jene aus dem Kleinstädtchen Recco an der Riviera di Levante. Sie besteht aus zwei hauchdünnen Lagen Teig, dazwischen eine Schicht Stracchino-Käse, teils kommen auch noch andere Sorten lokal produzierter Käse hinzu. Original wird sie aus einem Teig ohne Hefe zubereitet, ich mache sie hingegen lieber mit meinem original neapoletanischen Pizzateig, da wird sie am knusprigsten. Wer den Fladen lieber original möchte, kann das Rezept hier nachlesen. Mein Beitrag für den Bread Baking Day #21: Pizza Party.

click here for the english version

Zutaten
für 2 gedeckte Pizzen:
200 ml Wasser (Evian still)
300 g Weissmehl Typ 405 + 60 g Weichweizendunst
10 g Meersalz
1 g Backhefe (anstelle von 0.6 g Bierhefe)

für den Belag:
250 g Stracchinokäse (oder Crescenza), ein weisser, weicher, rindenloser, cremig-weicher Frischkäse
Salz, Pfeffer
ein Zweig Basilikum (gehört nicht ins Original) oder zerbröckelter Gorgonzola

Focaccia al formaggio 1_2009 06 20_0856
Belegt mit Stracchino
Focaccia al formaggio 2_2009 06 20_0863
Gebacken und geschnitten

Zubereitung
(1) Hefe in der Knetschüssel in lauwarmem Wasser lösen, Salz und 10% Mehl hinzufügen. Die Knetmaschine starten und langsam das restliche Mehl hinzugeben bis zum Erreichen der gewünschten Konsistenz. Der Vorgang muss sich über 10 Minuten erstrecken. Danach die Knetmaschine weitere 20 Minuten mit geringer Geschwindigkeit arbeiten lassen, bis man eine kompakte Masse erhält, die nicht klebt und sich weich und elastisch anfühlt.
(2) Teig auf die Arbeitsfläche gegeben und mit einem feuchten Tuch abdecken und 2 Stunden bei Raumtemperatur (24°C in meiner Küche) gehen lassen.
(3) Nach 2 Stunden formt man von Hand kleine Teigkugeln à ca. 260 g, die man in Plasticdosen, mit feuchtem Tuch bedeckt, bei Raumtemperatur weitere 4-6 Stunden gehen läßt. Dann sind die einzelnen Teigkugeln fertig und können für die nächsten 6 Stunden für die Pizzazubereitung benutzt werden.
(4) Danach jede Teigkugel halbieren und jede der vier Häften mit dem Wallholz so dünn wie möglich etwa gleichgross auswallen. Zwischendurch zum Entspannen mit einem angefeuchteten Tuch kurz ruhen lassen. Den Stracchino auf zwei der Teighälften verteilen, salzen, pfeffern und mit ein paar Basilikumblättern belegen. Beide pizzen mit den zwei verbliebenen Teigplatten bedecken, den Rand sehr gut andrücken, mit den Fingern ein paarmal auf den Teig drücken.
(5) 10 Minuten bei 250°C auf Pizzasteinen ausbacken. Mit einem Faden Olivenöl servieren.

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Focaccia con il formaggio

Focaccia al formaggio 0_2009 06 20_0864

Focaccia is deeply rooted in the Ligurian culinary Tradition. A less-known gem stone among the pizze and focacce is that from the small town of Recco on the Riviera di Levante. It consists of two very thin layers of dough, the layer in between is Stracchino-cheese, some also have other varieties of locally produced cheese added. Originally it is prepared from a non-yeast dough, however, I prefer to make them with my original Naples pizza dough, because it is much crunchier. Anyone who would like the original, find the recipe here. My entry for Bread Baking Day #21: Pizza Party.

hier anklicken für die deutsche Version

Ingredients
für 2 covered pizze:
200 ml mineral water (Evian still)
300 g white flour Typ 405 + 60 g Weichweizendunst
10 g sea salt
1 g bakers fresh yeast

für den Belag:
250 g Stracchinocheese (or Crescenza), ein withe, soft, withe, cream-cheese without peel
Salt, Pepper
one branch of basilic (does not belong to the original) or some crumbled Gorgonzola cheese.

Focaccia al formaggio 1_2009 06 20_0856
Belegt mit Stracchino
Focaccia al formaggio 2_2009 06 20_0863
Gebacken und geschnitten

Preparation
(1) Dissolve the yeast in the mixing bowl, add salt and 10% of the flour. Start kneading machine and add the remaining flour slowly during a time period of 10 minutes until you reach the desired consistency.  After that proceed with kneading for a further 20 minutes at low speed until you reach a compact mass that is not sticky and feels soft and elastic.
(2) cover the dough on the work surface with a damp cloth for 2 hours at room temperature (24 ° C in my kitchen).
(3) After 2 hours hand shape 2 small balls of approx. 260 g, put each ball in a plastic box, cover with a damp cloth, and store them at room temperature for further 4-6 hours. Then the individual balls can be used for the next 6 hours for the pizza preparation.
(4) Thereafter divide each ball in two parts and form four pieces of pizza with the aid of a  rolling pin as thin as possible, all of about the same size. Distribute the Stracchino-cheese on two of the pizzas , salt and pepper, and add a few basil leaves. Cover them with the remaining two pizzas, press the edges well.
(5) Baking: 10 minutes at 250 ° C on pizza stones. Serve with a thread of olive oil.

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