CH-3600 Thun: Restaurant Arts

Schloss SchadauDirekt am Ufer des Thunersees, südlich des Ausflusses der Aare, liegt Schloss Schadau. Es wurde 1846 bis 1854 in historisierendem Stil mit Anleihen an Tudor-Gotik, Loire-Schlösser und Neu-Renaissance für den Neuenburger Aristokraten und Bankier Abraham Denis Alfred de Rougemont an Stelle eines alten Landsitzes erbaut. Eigentlich wollten wir vor dem Besuch des Gastronomiemuseums im Schloss Schadau zuerst im Edel-Restaurant Arts im Parterre essen gehen. Es kam aber anders. CH-3600 Thun: Restaurant Arts weiterlesen

Alpenbasilikum Marke Emmi

Swiss Alp KäseSeit etwa einem Jahr bewirbt Emmi, der marktbeherrschende Milch- und Käse-produzent der Schweiz eine neue Käse-Palette mit dem Namen «SwissAlp». Gemäss Emmi wird der Käse aus reinster Alpenmilch und Alpen-kräutern hergestellt. Die Alpen-kräuter sollen ausschliesslich aus kleinen Anbauflächen im Schweizer Alpengebiet stammen. Swiss-Alp-Käse ist aber mit einem kleinen Mangel behaftet: er hat die Alpen nur von sehr tief unten gesehen. Älplerinnen und Älpler haben den Käse in einem lesenswerten Beitrag vom Juni 2006 ausgiebig demontiert. Inzwischen beschäftigt der falsche Alpkäse die Juristen. Was mich an der Swiss-Alp-Werbung nervt, ist der Alpen-Basilikum, der im Käse drin bzw. drauf sein soll.  Alpenbasilikum Marke Emmi weiterlesen

Erbe mediterranee für Gartenfreunde

LavendelMeine Gewürzmischung aus Kräutern aus dem eigenen Garten gibt manchem Gericht eine eigene Note. Das kräftige Aroma passt gut vor Allem zu robusten Gerichten. Fenchel und Lavendel erinnern an die herbes de provence. Meine Kräuter-mischung hat aber nichts zu tun mit dem muffigen Heu aus Drogerien, Provence-Läden, Souvenir-Shops oder von fahrenden Händlern. Dort riechen alle Gewürze nach dem gleichen, grauenhaften Einheits-Duft aus Olivenölseife, Lavendelsäckchen, Oeko-Heu und Bienenwachskerzen aus Stearin. Weg damit. Wer keinen Garten, aber einen guten Lieferanten für herbes de provence hat, ist damit sicher gut bedient und braucht nicht weiterzulesen.
Für Gartenfreunde beginnt jetzt die Pflanzzeit. Da es niemandem mehr nützt, wenn ich mein Rezept zur Erntezeit veröffentliche, tue ich das jetzt, damit die glücklichen Besitzer eines Gärtchens planen können. Erbe mediterranee für Gartenfreunde weiterlesen

Plain in Pigna

Plain in pignaDer schöne Beitrag von cascabel in chili und ciabatta und ein Rezept im Migros Magazin Ausgabe 12, März 2007 (search: Plain in Pigna), wenige Tage später erschienen, haben mein Interesse für dieses Gericht geweckt. Wie ich nun noch im Internet in einem Reisebericht lese, dass dieses Gericht „eine eher anspruchslose Hausmannskost“ verkörpere, wurde mir als anspruchslosem Hausmann klar, dass ich das Gericht  nachkochen muss. zum Rezept: Plain in Pigna weiterlesen

Tortina di cioccolato all olio d’oliva

Blog-Event XXII - fou de chocolatEin kleines, fast unscheinbares Schokoladetörtchen. Der Boden besteht aus dunklem Schokoladebiskuit, die Füllung aus dunkler Schokolade-Mousse. Alles in einem dünnen Schokolade-Ring versteckt. Die Mousse habe ich nach einem Rezept von Martin Dalsass mit Olivenöl angerührt. Eine ungewöhnliche, aber geschmacklich überzeugende Kombination. Das Rezept dazu lag seit 3 Jahren auf meinem Zettelhaufen. Schokolade mit Olivenöl konnte ich mir geschmacklich nicht vorstellen. Nun hab ich es gewagt, und bin begeistert davon. Wer Olivenöl nicht mag, kann auch eine klassische Mousse einfüllen. Dazu Orangensauce mit Portwein. Wem das ganze PiPaPo mit Törtchen, Kuchenboden und Sauce zuviel Arbeit ist, soll einfach die Olivenöl-Mousse anrühren und, in Glasschälchen abgefüllt, im Kühlschrank ausreifen lassen. Ist wirklich nicht viel Arbeit. Aber eine tolle Geschmackserfahrung.
tortina di cioccolato all'olio d'oliva
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Waadtländergratin mit Neuenburger-Saucisson

Gratin Vaudois et SaucisseGestern Samstag hat der Winter ein letztes Rückzugsgefecht geliefert. Im Kühlschrank lagen noch ein Neuenburger Saucisson und viel Lauch der verarbeitet werden wollte. Kartoffeln sind immer welche da: Fall klar, Waadtländer Lauch-Kartoffelgratin. Keine Waadtländerwurst, die ist mir zu grob und zu fett. Die Neuenburgerwurst ist feiner gehackt und, gewiss ebenso fett. Damit Gratin und Wurst keinen Krach im Magen kriegen, zum Ausgleich ein Glas Wein vom Bielersee. Und jetzt Ende Winter. zum Rezept: Waadtländergratin mit Neuenburger-Saucisson weiterlesen

Im Fondamentalisten-Camp

Im Innern zähle ich mich schon lange zu den Fondamentalisten. Nun habe ich alle Warnungen von Staatschützern in den Wind geschlagen und ein Trainingscamp für Fondamentalisten besucht. Nicht bei Usama bin Laden in Afghanistan. Sondern in einem kleinen Ort vor Luzern. In der Kochschule Kir(s)chensturm. Normalerweise ist vor „-isten“ jeglicher Gattung Vorsicht geboten. Nicht vor diesen hier.
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Filetes de lenguado „siete puertas“

Seezunge Siete PuertasSolefilets auf spanische Art, adaptiert nach einem Rezept der unvergessenen Marianne Kaltenbach aus dem Buch „Rezepte aus meiner Mühle“ (gemeint war ihr Ferienhaus, die Molino Mayola, eine Finca an der Costa Brava). Das Buch erschien 1979, in Handschrift geschrieben, als Faksimiledruck im Eigenverlag. Ich vermute, dass der Name „siete puertas“ von einem Restaurant gleichen Namens (Las Siete Puertas) stammt, das dieses Gericht geschaffen haben könnte. Fragen können wir sie leider nicht mehr. zum Rezept: Filetes de lenguado „siete puertas“ weiterlesen

Käseschnitte zivil

Getarnte KäseschnittenZum Rezept für Schweizer Militärkäseschnitten gibt es eine zivile Alternative: Die Käseschnitte von Frau lamiacucina mit ganzen, grünen und rosa Pfeffer-körnern. Diese beiden milden Pfeffersorten machen die Schnitten würzig, verleihen ihnen Pep. Sind letzlich aber doch nicht militärtauglich, es gibt Leute, die Hustenanfälle bekommen, wenn sie auf Pfefferkörner beissen. Schade, mit ihrer schönen Tarnfarbe wären sie von feindlicher Luftaufklärung kaum ausfindig zu machen. zum Rezept: Käseschnitte zivil weiterlesen

Basler Sunnereedli

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Sunnereedli (Sonnenräder) wurden 1925 von einem Basler Bäcker erfunden. Ein Buttergebäck, ausgestanzt aus dünnem Teig in Form einer kleinen, etwa 6 cm langen Brezel. Bestreut mit Kümmel und grobem Salz. Ein ideales Apérogebäck. Hat man einmal angefangen, davon zu naschen, kann man nicht mehr aufhören, bis alles weg ist. Danach vorgesehene Mahlzeiten kann man sich glatt sparen.  zum Rezept: Basler Sunnereedli weiterlesen

Bärlauch-Hirseküchlein an Paprikasauce

HirseküchleinDie hübschen, grün-goldenen Hirseküchlein in der März-Ausgabe 2007 der Saisonküche (dem Kochheft des Schweizer Grossverteilers Migros) haben Frau lamiacucina direkt angelacht. Eben aus dem Wald mit einem grossen Bund Bärlauch zurückgekommen, mussten wird das Mittagessen nicht mehr diskutieren. Das Kochheft präsentiert die Küchlein würg-trocken. Da wir uns den Körnerfressern nicht zugehörig fühlen, haben wir dazu eine wunderbare Paprikasauce gemacht. (Das Rezept stammt aus dem Saucen-Kochkurs von Lucas Rosenblatt). Die Sauce ist so gut, dass selbst eingefleischte(!) Vegetarier hemmungslos zugreifen würden. Das macht der gute Kalbsfond. Die Küchlein sind schmackhaft, das hätte ich einem „Hirsebratling“ wirklich nicht zugetraut. Bärlauch-Hirseküchlein an Paprikasauce weiterlesen

Bad Osterfinger Spätzli mit Kalbfleisch

Kalbsgeschnetzeltes und SpätzliHeute wird mein Lieblings-gericht im Bad Osterfingen nachgekocht. Rezepte werden in Osterfingen keine rausgerückt, aber das tut uns ja nicht weh. Ein Rezept, das dem Original nahekommt, findet sich in Rezeptezentrale. Während des Kochens hat es mich dann aber doch gepackt. Statt brav nachzukochen, habe ich „angewendet“ (wie es auf Berndeutsch so schön heisst), bis eine wunderbare Rahmsauce entstanden ist, die mit jener in Osterfingen aber nur noch die Idee gemeinsam hat. Bad Osterfinger Spätzli mit Kalbfleisch weiterlesen

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