
Das Jahresende dräut. Draussen schlagen sich die Leute im Konsumrausch um die letzten Kaviar- und Gänseleberdosen. Reissen sich den (S)champagner zum Aktionspreis unter den Händen weg. Entwerfen Generalstabspläne für 10-Gänger. Hetzen in der Stadt umher auf der Suche nach Bottarga und Fertignudeln.
Wir entfliehen dem Treiben mit einem Ausflug in das so lieblich verpostkartete Städtchen am Hochrhein. Über Stein am Rhein und seine Historie habe ich hier schon berichtet. Die Gassen sind nun leer. Die Touristenbusse verschwunden. Touristen sind immer die andern ;-). Die Einwohner dürfen wieder durchatmen. Länger können die Nächte nicht mehr werden. Die Sonne steht tief, wirft grelles Licht und lange Schatten. Besonders, da der grosse Alexander im Wege steht. Die Kamera wäre besser in der Tasche geblieben.

Ein kleiner, verschlafener Weihnachtsmarkt versucht mit Karussell, Märchen und Glühwein Stimmung herbeizuzaubern.
Streng evangelisch und freudlos wirkt dagegen die romanische, ehemalige Stiftskirche des Klosters Sankt Georgen. Wer an Weihnachten Halt sucht, möge sich bitte aufs Karrussel am Rathausplatz setzen.



Das heute im Besitz der Eidgenossenschaft befindliche Kloster Sankt Georgen hat sich mit seinem Museum in den Winterschlaf gelegt.



Und mit einem Umweg über Iselisberg/Warth wieder Richtung Basel. Zuhause verbarrikadieren wir uns, schieben den schweren Geschirrschrank vor die Eingangstüre, ziehen die Stecker von Telefon und Internet. Weihnachten ist für uns kein Fressfest mehr. Was nicht heisst, dass wir den Kopf in die Bowle hängen lassen.

Allen Leserinnen und Lesern danke ich für ihre Treue und Aufmerksamkeit. Eingeschlossen jene, die sich nur selten oder aus Versehen hieher verirren. Ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr wünscht
Robert










































