Alle Beiträge von lamiacucina

Chemie-Ingenieur. Passionierter Koch-Dilettant. Mediterrane Küche, Molekulargastronomie.

Portweinsoufflée

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Der von nysa im Kochtopf ausgerufene Portweinevent gibt mir die Gelegenheit, meiner einseitigen und unerwiderten Liebe, den soufflées, ein Gericht zu widmen. Mit Soufflée meine ich Soufflée, ganz ohne Sicherheitsnetz, sprich ohne Stärke und ohne Mehl und ohne Backpulver hergestellt. Die mehlgebundenen, soufflierenden Kuchen sind ja auch nicht schlecht, aber ein Kuchen ist kein Soufflée und ein Schmarren ist kein Kaiserschmarren. Meine Soufflées haben die fatale und inhärente Eigenschaft, an der kühlen Luft relativ rasch zusammenzufallen. Wenn man weiss, worauf es ankommt, lässt sich das Problem zwar nicht vermeiden, aber wenigsten beherrschen. 
Blog-Event XXXII - Portwein breit

Zutaten
ca. 2 dl junger roter Portwein
4 Elf. Rosinen
ca. 12 Traubenbeeren (vom Früchteteller, aus Südafrika)
1 Eigelb
3 Eiweiss
50 g Puderzucker
wenig Zitronensaft
Zucker, Salz

Es muss kein Quinta do Vesuvio sein. Portwein-Rosinen-Trauben Reduktion
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Vorbereitung
(1) Die Rosinen eine Woche zuvor in ca. 1.5 dl Portwein einlegen. Im Kühlschrank verschlossen lagern.
(2) 4 Ramequinförmchen (8cm) gut ausbuttern. Damit ich die fertigen Soufflées rasch herausheben kann, habe ich mir aus Backpapier eine Hebevorrichtung gebaut. Eine Kreisfläche im Format des Förmchenbodens und ein langer, 2 cm breiter Streifen. Zuerst den Streifen in das Förmchen legen, so dass die Enden wie Henkel aus dem Förmchen ragen, dann die Rondelle in das Förmchen legen. Gut und flach in die gebutterte Form einpassen und auch die Bänder einbuttern. (siehe Bild)
(3) Die frischen Weintrauben in der Kartoffelpresse gut ausdrücken und den Saft in einem Pfännchen, zusammen mit den im Portwein eingelegten Rosinen und 1 Tlf. Zucker zu einem dicken Sirup einkochen.
(4) Puderzucker in 2 Portionen abwägen und bereitstellen: 20 g für das Eigelb, 30 g für den Eischnee.
(5) Backofen, auf 230°C Unter-/Oberhitze vorheizen. Ein Blech auf die unterste Schiene stellen. Gitter muss nicht sein.
(6) Mise en place vervollständigen: Rührschüssel, Schwingbesen für das Eigelb, Küchenmaschine mit Schwingbesen für das Eiweiss.

Die Hebevorrichtung in den Förmchen Schnappschuss, dann raus damit
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Zubereitung
(7) Die Eier trennen, das Eigelb mit 20 g Puderzucker in die Rührschüssel geben und schaumig rühren, dann 1 Elf. der dicken Traubenmasse (samt Rosinen) zugeben und gut mischen.
(8) Parallel dazu die Eiweiss mit einer Prise Salz schlagen, nach und nach die 30 g Zucker einschlagen. Nicht zu fest, der Eischnee soll noch etwas elastisch bleiben.
(9) Ei-Portwein-Traubenmasse mit etwas geschlagenem Eiweiss mischen, dann vorsichtig unter das Eiweiss heben (immer von unten nach oben) und sofort zu 4/5 in die Förmchen füllen, Oberfläche verstreichen, Rand sauber halten (!!) und unverzüglich in den Bräter stellen.
(10) ca. 8-10 Minuten backen. Türe nie öffnen.
(11) Inzwischen die Portwein- Traubenreduktion mit etwas frischem Portwein nochmals aufkochen, mit wenig Zitronensaft abschmecken und als Spiegel auf die Servierteller verteilen.
(12) Und jetzt muss es rasch gehen: Mitesser warten am Esstisch auf das Soufflée. Festreden, Gläseranstossen und Toilettenbesuche werden kurzzeitig aufs strikteste untersagt.
(13) Blech aus dem Ofen rausnehmen, das Soufflee an den Papierhenkeln herausheben, direkt auf den Teller plazieren, Papierband wegziehen (mit einem Messer gegenhalten) und von einer hilfreichen Hand servieren lassen.

Anmerkung
Das Stahlbad von einem Dutzend vergangener Katastrophen und der damit verbundene Lernprozess hat mich soweit gefördert, dass sogar ich heutzutage ein Soufflée an, öfters sogar auf den Tisch bringe. Leicht geschrumpft und weiter schrumpfend, aber immer noch anseh(n)lich. Immerhin. Wer sich Katastrophen ersparen will, mache lieber einen soufflierenden, mehlgestützten Kuchen. In den nächsten Tagen werde ich unter „Träume, Schäume, Soufflées“ einige Tips und Erfahrungen publizieren, die mir beim Souffléebacken wichtig erscheinen. Und ich habe gar nichts dagegen, wenn mir jemand ein gelingsicheres Soufflée-Rezept (ohne Mehl und Stärke) zusenden will. :-). Das Bild unten stammt von der ebenfalls gelungenen Hauptprobe. Die Souffléemasse wird, trotz der kräftig roten Portweinreduktion, eher Beige. Eigelb und Portweinrot.
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Linsen mit Würstchen Spätwinterausgabe

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Die Linsen von Geheimrat Schlüter. Spätwinterausgabe. Braune Linsen, gut und knackig zubereitet mit Wiener- oder Frankfurter-Würstchen oder umgekehrt und viel geriebenem Meerrettich. Wers mit Sauerkrautessen am Neujahr bis heute noch nicht zum Millionär geschafft hat, kriegt heute mit Linsen eine zweite und letzte Chance. Dann wirds Zeit für die Linsen Sommerausgabe. Die sind dann kleiner, so klein, dass sich das Millionärwerden nicht mehr lohnt. zum Rezept Linsen mit Würstchen Spätwinterausgabe weiterlesen

Weinrallye 9: Alltagsweine

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Alltagsweine. Weine für den Alltag. Weine für alle Tage. Also auch für Sonn- und Feiertage. Weine die zu jedem, oder fast zu jedem Gericht passen. Ich kenne nur einen Wein, der das schafft: Champagner, der König aller Weine, wenn ich aus Fledermaus von J. Strauss richtig zitiere. Nur eben der Preis: halt doch kein Wein für alle Tage. Und zudem im Widerspruch zu meiner skurrilen Privatfehde gegen das Syndicat Général des Vignerons de la Champagne.  Mein Beitrag zum Weinrallye #9 -Alltagsweine, diesen Monat vom Blog Bildergeschichten aus dem Weingut Steffens-Kess durchgeführt.

In einem Gelübde habe ich jedem Champagnergenuss abgeschworen, bis die kleine Schweizer Gemeinde Champagne wieder zu ihrem Recht kommt, ihre einfachen, stillen Weine weiterhin unter ihrem seit Jahrhunderten hergebrachten Namen verkaufen zu dürfen. Détails hier nachzulesen. Die 15 Flaschen Champagner, auf die ich pro Jahr verzichte, werden das Syndicat bei einer Jahresproduktion von über 300 Mio. Flaschen (2007) zwar kaum beeindrucken. Davon lasse ich mich aber nicht beirren.

Seither bin ich ruhelos auf der Suche nach valablem Ersatz. Bisher probierte Schweizer Schaumweine aus Chasselas, Pinot noir, Müller-Thurgau haben mich wenig überzeugt. Der bislang einzig gefallende, ein Räuschling, wird nicht mehr hergestellt.

Vor drei Wochen endlich der Durchbruch. Im jüngsten Schweizer Kanton Neuchâtel, bis 1857 preussisches Protektorat, liegt im Weindorf Cressier NE die Domaine Grillette, deren Weine schon in den 30-er Jahren des letzten Jahrhunderts in den Luftschiffen der Zeppelin-Werft über den Ozean fuhren. Bis anhin habe ich von Grillet nur den ausgezeichneten Viognier gekannt, nun habe ich mir auch den Schaumwein angeschafft. Cressier habe ich zum ersten Mal besucht, die Richtung Neuchâtel liegende Ölraffinerie wirkt auf den vorbeifahrenden Besucher abweisend. Das Dorf ist aber durchaus eine Rast wert. Sehenswert das Schloss, das Maison Vallier und der alte Dorfkern. Und die Rebberge.

Der Ort

Schloss Cressier NE Blick in einen Clos
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Der Wein
Brut absolu der Domaine Le Grillette aus Cressier NE. Ein Schaumwein nach traditioneller Methode in Flaschengärung hergestellt. Eine Assemblage aus 70% Pinot noir und 30% Chardonnay. Helles zitronengelb, zu Beginn verhaltene Nase, aufgrund des Verzichts auf die dosage wunderbar trocken, wie man das bei (billigem) Champagner kaum findet, sehr reintönig und elegant, feine Perlage, Zitrusfrüchte, mineralischer Abgang. Gewiss kein Bollinger Grand Cuvée aber (von mir) blind kaum von einem guten Champagner zu unterscheiden. Ich lasse einen Rest im Glase stehen: nach 2 Stunden immer noch ein trinkbarer, sauberer Grundwein. Diesen Test besteht nicht jeder Champagner. Drum hab ich für das Titelfoto meine Staatsempfangsgläser (mit den hohenlohischen Leoparden) aus dem Speicher hervorgeholt.

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Der Keller

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Der Tabernakel ?

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Der Preis
Im Bereich eines billigen Markenchampagners im Ramschangebot. Also fast alltagstauglich. Sagen wir mal jeden dritten Tag. Die Differenz kompensieren wir zwei Tage lang mit Mineralwasser.

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Eiertätsch con agretti

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Hierzulande würde Frittata wohl Eiertätsch heissen, wobei zu Gotthelfs Zeiten allenfalls Spinat, bestimmt kein Mönchsbart dazu verwendet wurde. Die Frittata alle erbette scheint auch in Portugal sehr beliebt zu sein, wie man in der Erzählung Sostiene Pereira von Antonio Tabucchi nachlesen kann. Kräuter sind noch knapp in dieser Jahreszeit, deshalb nehmen wir den jetzt reichlich vorhandenen Mönchsbart (agretti, barba di frate). zum Rezept Eiertätsch con agretti weiterlesen

Currywurst, veredelt

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Currywurst gibts hier kaum, wird von Schweizern nicht geliebt. Und wo sie hier angeboten wird, möchte ich sie nicht essen. Wir haben unsere Cervelats oder Bratwürste mit und ohne Senf und mit und ohne Ketchup. Das reicht. Wenigstens mir. Aufgrund des Importstops der EU für brasilianische Zebu-därme (weil mit BSE-Risiken verbunden) droht der nachvollziehenden Schweiz aber ein ernsthaftes Cervelatversorgungsproblem. Die schweizerische Nationalwurst in existenzieller Gefahr. Nationaler Darmnotstand. Kunstdärme ungeniessbar, Schweinedärme nicht schälbar, andere Därme nicht in ausreichender Menge verfügbar. Die Vorräte reichen eben noch für 3 Monate.

Die entschlossene Tat von Bolli’s Kitchen, die Currywurst kulinarisch zu verbessern und anspruchsvollen Schweizer Gaumen erträglich zu machen, kann deshalb nicht genug gewürdigt werden. Andere Blogger wie Kochknecht und Küchenlatein haben das längst erkannt und gleich nachgekocht. Mit Verspätung habe ich mich überwunden, gehe aber gleich noch einen Schritt weiter und veredle die schon so mannigfach veredelte Wurst noch weiter mit occhi neri Bohnen anstelle der Fritten. Früher hätte ich gutschweizerisch von Verfeinerung oder allenfalls hochdeutsch von Verleckerung gesprochen. Aber belassen wirs bei Veredelung. Edel ist mir fein genug.

Was wollte ich eigentlich kochen ? Ach ja ! Cipollatawürstchen auf Schwarzaugen-Bohnen an Curry-Tomatensauce. Sehr frei nach siehe oben. zur Veredelung

Zutaten
Vollmahlzeit für 2 Personen
10 Cipollata-würstchen, etwas Milch
2 dl occhi neri Bohnen
1 Zweig Bohnenkraut, 2-3 Blatt Salbei. Alternativ hätte ich lieber einen Zweig Currykraut verwendet. Hätte.
1 Dose ganze pomodori pelati (ca. 400 g)
Ketchup
1 Elf. Aceto balsamico, vom Guten
1 Zweig Oliven- oder Kirschtomätchen
Salz, Puderzucker
Piment d’Espelette
Currypulver Madras
1 Knoblauch
Olivenöl zum Anbraten

Occhi neri Bohnen im Brackwasser Sauce mit schiffbrüchigem Knoblauch
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Zubereitung
(1) am Vorabend -gute Gerichte beginnen immer am Vorabend- die Bohnen in viel Wasser einweichen. Wasser abgiessen.
(2) Cipollata aus dem Kühlschrank nehmen und in wenig Milch einweichen.
(3) Weisse Bohnen in frischem, gesalzenem Wasser mit Bohnenkraut und Salbei aufsetzen und während ca. 40 Minuten leise köcheln lassen bis sie gar, aber noch bissfest sind.
(4) Kirschtomätchen halbieren, auf ein Blech legen und mit wenig Puderzucker fein bestäuben. Salzen, Pfeffern und ca. 30 Minuten bei 100°C im Ofen anconfieren.
(5) Pelati samt Saft in einen Topf geben, mit dem Rührlöffel zerstossen und ca. 10 Minuten leise kochen lassen.
(6) Den Tomatenbrei in eine zweite Pfanne sieben um die Kerne und Häute wegzubekommen. Eine halbierte Knoblauchzehe zufügen.
(7) Evtl. noch etwas einkochen, so dass eine dickliche Tomatensauce entsteht. Abwürzen mit Salz, Pfeffer, Ketchup, Aceto Balsamico, Espelette, und soviel Curry, bis der Gaumen HALT sagt.
(8) Würstchen in Olivenöl langsam beidseitig anbraten.
(9) Wenn die Bohnen gar sind, mit der Tomaten-Currysauce mischen, in tiefen Tellern anrichten und die Cipollata und Kirschtomätchen drauf legen.

Anmerkung
Vorzüglich. Darmnotstand als Chance ! Hoffentlich sind meine Cipollata nicht in Zebu-Därme gehüllt.

9x Cipollata plus Dienstverweigerer Tomatierte Schwarze Augen
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Feuilletée au jambon

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Schinkenpastete in Blätterteig. Schinkenblätter mit aromatischer Béchamel umhüllt in Blätterteig eingebacken. So ähnlich machts die erste Confiserie in Basel und so mach ichs auch. Die Béchamel habe ich mir in Bolli’s kitchen entliehen. Danke. Die Oberfläche ist nicht so schön geraten wie die aus der Confiserie, aber das Innenleben mit der guten Béchamel dafür umso schmackhafter. zum Rezept Feuilletée au jambon weiterlesen

Nachgekocht: Zitronenkabeljau mit Barba di Frate

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Mönchsbart wird hier derzeit in Mengen angeboten, dass ich nur noch Staunen, und, Zugreifen kann. Der Mönchsbart ist ein idealer Begleiter zu Fisch (anstelle von Spinat) und weil Herr und Frau genussmousse eben ein köstliches Kabeljaurezept veröffentlicht haben… und den Rest kann man hier nachlesen Nachgekocht: Zitronenkabeljau mit Barba di Frate weiterlesen

TGRWT #9: Parmesan and Cocoa Final Roundup

TGRWT #9I had the honor to be the host of this interesting event created by Martin Lersch from Khymos.org. In round #9 of the flavour pairing event They Go Really Well Together“ we were asked to develop a recipe that was about pairing of Parmesan and Cocoa.
This round brought together 15 participants. I have been very impressed with the creativity of food bloggers. There are some really delicious dishes in this round-up and plenty of ideas which I never would have thought of. Several of the contributions succeeded in creating a dish which made parmesan and cocoa go really well together. In a few cases, the reviews were mixed. That may have justified reasons. However, this is a matter of taste anyway. Thank you all for your participation! I apologise profusely, before I will start, for my rusty english. Entries in chronological order of received announcements.

Cocoa Noodles with Parmesan Creme

(in german)
Hedonistin from Austria at Low Budget Cooking got inspiration from noodles with parmesan cream and spinach to prepare their cocoa version with parmesan cream and sauted apples.
The cocoa noodle dough was ready, when she found in google, that their idea has already been invented by someone else. However. Hedonistin continued and succeeded. Her verdict was: The noodles have a significant, but not intrusive taste of cocoa, whose slight astringency is partially alleviated by the sharpness of chili and harmonizes well with the Parmesan cream. However, she missed a hint of sweetness. „Along with the apples, the overall impression perfectly in tune – but not overwhelming. Good, but not what you would wish for your birthday dinner.“

Chocolate Pancakes/Blinis and Parmesan & White Chocolate Sauce

Alex from Scotland at cookingsideways started making a pancake for breakfast and came up with Chocolate Pancakes/Blinis and Parmesan & White Chocolate Sauce. Although his first try was rather disgusting, he came to a result worth to expand on: A cream of white chocolate and parmesan was served on a chocolate pancake. The chocolate pancakes worked out pretty well. The white sauce itself demonstrated that parmesan and even the white, sweet chocolate go well together.

Parmesan-Chocolate Truffles

Dennis from Netherlands at kookjegek.nl was already preparing dark chocolate truffles when TGRWT #9 has been announced. He wondered, if Parmesan cheese could be used to coat those truffles. The result was great! The salty flavor of the grated Parmesan cheese tasted great in combination with the dark chocolate ganache of the chocolate truffle. He found it definitely a combination that works!

Onions stuffed with parmesan and chocolate

(french/german)
Katia from France at Bolli’s Kitchen made an astonishing discovery. She found in Northern Italy, Region Piedmont, a very old classical recipe, Cipolle ripiene con cioccolata e parmigiano. She stuffed previously cooked onions with a mixture of chocolate, parmesan, amaretti-crumbs and chopped onions and baked them in the oven. Katia was pleasantly surprised about the result. However, next time she would replace the very sweet amaretti cookies by white breadcrumbs.

Pear Helene with Parmesan Ice Cream

My Entry for the event. I made the classical dessert, replacing the vanilla ice cream by parmesan ice cream. I have the impression, that in my dish the ratio of chocolate to parmesan affected the outcome. The more chocolate sauce I poured over the ice, the better the combination tasted. Maybe that also the quality of parmesan has an influence on the combination. Nevertheless: There will be no second Troy war owing to my dessert.

Parmesan Mousse with Cocoa Jelly

Chriesi from Switzerland at Almond Corner made a beautifully presented dish that combines Parmesan Mousse with Cocoa Jelly with a nice decoration and salad. She says …“that the parmesan mousse matches really well this cocoa jelly, it is quite a good combination and my test person liked it too. The mousse tastes savoury and in combination with the jelly and the salad with strawberry dressing it is spicy but in a decent way…“

Chocolate tagliatelle with parmesan cream

Martin from Norway at Blog.khymos.org decided to prepare Chocolate tagliatelle with parmesan cream. A recipe originally developed by Masaharu Morimoto. His verdict: Very nice! Martin was surprised when tasting the parmesan cream, because it reminded him of vanilla.

Chocolate Risotto with Parmesan

Jokerine from Germany at hdreioplus.de sent in a nonclassical Risotto with Parmesan. Chopped chipotle chili has been used to spice up the dish. Jokerine promises an absolutely delicious dish but recommends not do overdo when sprinkling with Parmesan, because it tends to overbear most other tastes.

Parmesan Spaghetto with Chocolate

Tiger from Germany at ars coquinaria experimentum sent in a creation using techniques from molecular gastronomy to prepare a fabulous artificial parmesan spaghetto together with a Bolognese sauce from tomatoes, spelt and chocolate. To produce the spaghetto, he filled a liquid parmesan-gelatine-solution in a long, fine tube and after thickening he pressed out the firm spaghetto using a bicycle tire inflator.

Dried figs with parmesan, chocolate and bacon

Papin from USA at flavoralchemy created a variation of a traditional recipe using dates and bacon. He prepared something like little sandwiches, with figs being the bread and the parmesan and chocolate being the filling. Papin felt that the chocolate and parmesan blend in so well that most people did not notice there is chocolate in the rolls. This makes this dish to an interesting appetizer.

Chocolate-Parmesan millefeuille

David from USA at Eatfoo(d) experimented with different forms of the combo. He tried the following dishes (1) Parmesan and Cocoa Crisp Mille-feuille, layered with Chocolate-Parmesan Chantilly (Foto). (2) Chocolate-Parmesan Chantilly with Parmesan Pebbles and (3) Chocolate Truffles, rolled in Parmesan. Creation of the dish see: Parmeggiano and Cocolate pairing. His verdict: the reviews are mixed. He loved the saltiness and sharp earthiness of the raw parmesan on the truffles, and everyone generally agreed that they were pretty good. The parmesan pebbles in the chantilly were a great textural contrast–rich and creamy mousse with hard, chewy cheese, and the flavors were definitely pleasant here. But the mille-feuille has been found not so good, probably due to the fact that the toasted parmesan has suffered some changes of the flavour.

Chocolate-Parmesan Throwdown

Kelly from Illinois, USA at Sounding My Barbaric Gulp! challenged the winery Port Club members to a Parmesan & Cocoa throwdown. Three of them brought their creations to the winery and let a couple of people choose a winner. All 3 contributions are included in the blog-post, mentioned above. Here is Sharons recipe of the Chocolate-Dipped Parmesan Toasts, which were ultra-buttery and really delicious…and won the local contest. A very simple, but impressive recipe: slices of thin bread, spread with a mixture of parmesan and butter, rolled like cigars, baked and the one end dipped in molten chocolate.

Kelly decided to make Cocoa-Nibby Parmesan Biscotti. She really tasted the Parmesan in this biscotti, which were a bit softer in texture than traditional biscotti, and the cocoa nibs added a pleasing hint of sweetness.

and Jerad made Chocolate-Parmesan Popcorn , a simple recipe made by tossing popped corn with grated cheese and melted bittersweet chocolate & butter, a delightfully salty-sweet treat, as Kelly confirms.

Parmesan Mille-feuille with dark Chocolate-chantilly and candied Daikon

Daniel from Canada has no own blog yet. Therefore I hosted his contribution. He sent in an interesting dish. A mille-feuille was built up from disks of grated, roasted parmesan. Dark chocolate-chantilly in between and served on and with candied Daikon. Daniel says: „The taste was pretty interesting, although perhaps the caramelization of the parmesan made it too bitter. The candied daikon was an amazing combination, adding sweetness, some spice, and a chewy texture.“

Chocolate Risotto with Parmesan

Roberto from Mexico at Mex Mix sent in the conclusive recipe, still in time. He started out by rendering bacon fat, continued preparing a classical risotto, but used cream sherry instead of white wine and in the last step he added chocolate and topped with the crisp bacon. His verdict was „…good, but not perfect… The tasting could be classified as a success since both my cousin and his wife completely ate their bowls, and seemed to have enjoyed it.“ Roberto personally thinks he could have used some improvements such as an older Parmiggiano in order to get a sharper cheese note.

Latecomer: Strawberries meet Chocolate and Parmesan

Helene at Neues aus meiner Küche has prepared in a timely manner strawberries on puff pastry, seasoned with chocolate and parmesan and enjoyed it.

However her e-mail seems to be lost in the net. Sorry.

Spaghetti mit caramellisierten Schalotten

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Ein Gedicht von einem Gericht. Das der Übertitel zu einem Rezept, das vor etwa 8 Jahren im MIGROS-blättchen erschienen ist. Meine Spaghetti sind ein wenig diesem Rezept, ein wenig den cipolle rosse zu maltagliati von Bolli’s Kitchen nachempfunden. Ich hab noch ein paar selbstgesammelte Wacholderbeeren hinzugefügt. Schmeckt ausgezeichnet. Könnte als Spaghetti mit Trockenbeerenauslese durchgehen.  zum Rezept Spaghetti mit caramellisierten Schalotten weiterlesen

TGRWT #9 Parmesan Mille-Feuille with Dark Chocolate Chantilly and Candied Daikon

TGRWT #9This is a contribution to the Parmesan-Cocoa event of TGRWT #9.

The following fotos and the text were contributed and are owned by Daniel Whitefield, Toronto, Ontario, CANADA. He does not own a blog. Related questions please address to: danielwhitefield (at) rogers (dot) com
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