Rotbarbe an weissen Bohnen mit schwarzen Augen und der Rosmarin-Olivenpaste, die mir bei meinen Taglierini so gefallen hat. Mein bislang schönstes Rotbarbenrezept. Sieht ja fast nach Dreisternelokal aus, ist aber gar nicht so schwer selber zuzubereiten. Zudem kann einiges vorbereitet werden. Wieder eine Verwendung für meinen (einzigen) viereckigen Teller. Die Rotbarben waren diesmal schön klein, fest, frisch, drum wollten sie unbedingt als Trio mit mir nach Hause. Frei nach einer Rezeptidee von Angelo Redditi (Vicolo del Contento) I-52020 Castelfranco di Sopra. Weil wir diese Fische so mögen, habe ich den Tag „rotbarbe“ angelegt. Mit andern Worten: es wird noch mehr Rezepte mit Rotbarben geben. zum Rezept Triglie con fagioli e paté di olive weiterlesen
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Nürnberger Lebkuchen

Lebkuchen und Bratwürstchen. Traumatische Erinnerung an einen mehrtägigen Aufenthalt in Nürnberg vor 20 Jahren. Tellergross und Mehlstaubtrocken die einen, fett-triefend, fett-dampfend die andern. Wir haben die Stadt täglich nach kulinarischem Trost abgesucht, vergeblich. Das mag an fehlenden Spürhundqualitäten unsrerseits liegen. Nachdem ich gestern an Palettentürmen importierter Nürnberger Ramsch-Lebkuchen entlanggestolpert bin, mit denen mir meine COOP-Filiale den Weg zur Kasse verstellt, habe ich meine Zweifel, ob sich in der Nürnberger Lebkuchenindustrie in 20 Jahren was geändert hat.
Dabei gibt es eine Alternative. Unsere. 🙂 Der Stern unter Frau Curtius‘ Plätzchen. Jene, die als erste aus dem Sortiment herausgeklaubt werden. Und das will schon was heissen. Deutsche Bekannte, an die Biertellergrossen Kuchen aus Nürnbergs Lebkuchenindustrie adaptiert, spötteln zwar jedesmal über unser „Konfekt“. Zu klein. Bucklicht statt flach. Spottet nur. Es hat noch genügend Tellerkuchen für Euch auf den COOP-Paletten. Mehrtägige Sättigungsgarantie inbegriffen. zum Rezept Nürnberger Lebkuchen weiterlesen
Tourte de viande
Vor den Festtagen mache ich mir die Kocherei gerne etwas einfacher. Eine Fleischtorte mit Hackfleisch-Ragù-Füllung aus dem Tiefkühler. Dabei hat mir ein bezaubernder Backengel geholfen, der hat aus der einfachen Torte eine Prachtstorte gestaltet, dass mir beim Zuschauen fast schwindlig wurde. Da macht Backen Spass. So sah er aus, der Engel …ähm ?, die Engel …hmm ?, die Torte schmeckt warm und kalt. Ich konnte gerade noch die Rezeptur notieren, und weg war es, das Engel.

Hinter dem Türchen vom 24. Dezember des Kochtopf-Adventskalenders befindet sich übrigens ein Wettbewerb, zu dem alle Leser/innen herzlich eingeladen sind. Namhafte Sponsoren haben dazu schöne Preise gestiftet.
zum Rezept Tourte de viande weiterlesen
Warten
Als Frühaufsteherin ist Sie daran gewohnt, dass es hier täglich um 4.00 h was neues zu futtern gibt. Heute wird es etwas länger dauern, Lovely, Du Hübsche. Warten bis 9.00 h !
Sie hat sich dafür schon mal hübsch aufgeputzt.
Bildquelle: Kuh Lovely von swissmilk.com
Gratin de cardons au parmesan

Gratinierte Kardy. Eines dieser bei uns halbvergessenen Gemüse, vermutlich schon im 16. Jhdt. aus einer wilden Artischockenform herausgezüchtet. Kardy (Karden, Cardons, spanische Artischocke) stammen aus dem Mittelmeerraum. Sie werden hauptsächlich in Spanien, der Provence und Italien angebaut, im Herbst geerntet und zum Bleichen der Stielrippen zusammengebunden, in schwarze Folie gewickelt oder im Keller eingeschlagen. In der Romandie (französische Schweiz) und der Provence haben die Karden als Bestandteil des Weihnachtsmenus eine lange Tradition. Hier findet man sie kaum, wenn, dann beim Italiener. Ich mach sie hier ganz einfach als Gratin, mit Béchamel und Käse gratiniert. zum Rezept Gratin de cardons au parmesan weiterlesen
Wunsch ans Christkind

Ach dieser gut 60 Jahre alte, schöne, gute, gute, gute, schweremaillierte Backofenherd der längst im schwedischen Weltkonzern untergegangenen Schweizer Firma. Darin haben unsere Mütter (und das junge „Fräulein L.“) noch gebacken. Zwei Schalter, unabhängig voneinander regulierbare Unter- und Oberhitze, Stufen 1-4. Thats it. Keine Temperaturanzeige, keine Programmierung, keine Zeitschaltuhr, kein Thermostat, kein Sichtfenster, kein sonstiger Schnickschnack. Mit etwas Erfahrung konnte man für jedes Backgut einen idealen Temperaturgradienten im Ofen herzaubern.
Etwas das mit meinem neuen, superteuren Backofen einer heute führenden Schweizer Firma nicht mehr möglich ist. Hier herrschen die Thermostaten. Und die machen was sie wollen, nicht was ich will. Unter- und Oberhitze getrennt regulierbar ? Gibt es nicht. Denn die von der Firma gesponsorte, Schweizer ex-Tennisdame kann ja nicht kochen, die braucht sowas nicht. Der schöne, alte Herd steht im aktuellen Guckfenster des Puppenhausmuseums Basel. Wir hätten gern unsern alten Herd wieder, liebes Christkind. Und sonst halt den hier. Vielleicht hat dieser getrennte Unter- und Oberhitze.
Passato di pomodoro

Referenz-Rezept
Grundrezept für Pizza und Pasta. Endgültiges Nachwürzen vor Gebrauch.
Zutaten
2 Dosen Pelati Tomaten, ganze, zu ca. 400 g
Abrieb einer viertel bis halben Orangenschale Bio
2-4 Msp. Piment d’Espelette
1 Elf. Aceto Balsamico
10 g Salz, Pfeffer
Zubereitung
(1) Pelati in einen Topf geben, mit dem Rührlöffel zerstossen und ca. 10 Minuten leise kochen lassen.
(2) Den Tomatenbrei in eine zweite Pfanne sieben um die Kerne und Häute wegzubekommen.
(3) Evtl. noch etwas einkochen, so dass eine dickliche Tomatensauce entsteht. Abwürzen mit Salz, Pfeffer, Aceto Balsamico, Espelette, Orangenabrieb.
(4) In 2 dl Schraubdeckelgläser abfüllen, lose verschliessen, einfrieren, dann Deckel fest anziehen.
Muscat de Hambourg
Sie wächst nicht in Hamburg, noch nicht. Eine gute Tafeltraube aus natürlicher Kreuzung, jetzt noch erhältlich: die Muscat de Hambourg. Nachher Trauben-Winterpause. Die kernenlosen Züchtungen aus Südafrika überspringe ich lieber.
CH-7710 Ospizio Bernina
Endstation unserer Grenzland-Reise. Bahnhof Bernina Hospiz (2280 m ü.M.). Über allen Gipfeln: Sauberkeit. Den im Bild fehlenden, dritten Besen haben nicht wir geklaut. CH-7710 Ospizio Bernina weiterlesen
Pizzöcar ala pusc’ciavina

Puschlaver Pizzoccheri. Die schweizerische Variante der Pizzoccheri di Teglio®. Der Teig enthält weniger Buchweizenmehl und wird mit der Knöpflireibe zu kleinen Knöpfli (was denn sonst ?) geformt oder mit einem flachen Messer zu Spätzle geschabt, kann ich nicht, noch nicht. Die Buchweizenknöpfli lassen sich problemlos einfrieren, sie sind viel stabiler als ihre langbeinigen, italienischen Nudel-Kolleginnen. Solid schweizerisch, bissfest, der Buchweizen kommt geschmacklich etwas weniger durch, insgesamt sind sie aber keineswegs schlechter als die Variante aus Teglio. zum Rezept Pizzöcar ala pusc’ciavina weiterlesen
Fagioli e Pasta
Bohnen und Pasta. Standardgericht der einfachen italienischen Küche. Hier elegant aufgedonnert, aber einfach zuzubereiten. Maltagliati auf einer gut gewürzten Gemüse-Bohnencrème. Garniert mit ganzen fagioli all’occhio nero (jene mit dem unwiderstehlichen Blick aus tiefschwarzen Augen). Frei nach einem Rezept von Annie Féolde, Enoteca Pinchiorri in Florenz, Gourmet Heft 59/1991. zum Rezept Fagioli e Pasta weiterlesen
Weisse Pfefferkuchen
Die berühmtesten Pfefferkuchen kommen wohl aus der Lausitz (Sachsen). Dort werden sie auch heute noch fleissig gebacken.
Unsere kommen aus dem Rezeptbuch von Frau Curtius. Woher sie ihr Rezept hatte, wissen wir nicht. Der Name Pfefferkuchen ist vom mittelalterlichen Wort „Pfeffer“ abgeleitet. Damals wurden darunter verallgemeinernd Gewürze aus Übersee verstanden. zum Rezept Weisse Pfefferkuchen weiterlesen






