Tarte Tatin mit Schalotten

Tarte Tatin aux echalottes, der Belag
Tarte Tatin aux echalottes, der Belag

Tarte Tatin aux echalottes. Ein alter Schwarm von mir. Irgendwann ist sie hierorts der Vergessenheit anheimgefallen, wie das mit einem alten Schwarm so passieren kann. Die Tarte Tatin mit roten Zwiebeln bei Katja von Kaffeebohne im Quiche-Blogevent hat das Feuer wieder hell entfacht. Nach langem Suchen bin ich in meinen Stapeln fündig geworden. Die alte Adresse, wollte sagen das alte Rezept. Katja hat im Blog-event zu Recht von ihrer tarte geschwärmt. Ich tu’s ebenso, weil naheliegender, von meiner. Das Rezept ist etwas anders, enthält noch Speck, Rosinen (ich weiss, jetzt hänge ich die Hälfte der LeserInnen ab -> bei Kaffeebohne hats keine drin),  Rotwein, Rosmarin und Zimt.

Zutaten
für den geriebenen Teig (ca. 300 g, 250g hätten gereicht):
200 g Weissmehl
100 g Butter
Salz
ca. 50 ml Wasser

für den Belag:
40 g Kochspeck in Streifen, ich hatte nur Würfelchen zur Hand
25 g gute Butter
400 g kleine Schalotten
40 g Rosinen
1 Elf. gestrichen Puderzucker
1.5 dl Rotwein
2 Elf. Aceto Balsamico
Salz
2 kleine Rosmarinzweige
3 cm Zimtstengel

Tarte Tatin aux echalottes
Tarte Tatin aux echalottes

Zubereitung
einen Tag vorher die Rosinen in den 2 Elf. Aceto Balsamico einlegen.

für den Teig:
(1) Mehl und Salz in die vorgekühlte Teigschüssel des Rührwerks sieben. Kalte Butter in Flöckchen unter das Mehl mischen und mit dem Flachschläger (Kenwood: K-Haken) zunächst langsam, dann schnell zu einer krümeligen Masse verrühren.
(2) Knethaken montieren, Wasser in kleinen Portionen zugeben, möglichst kurz weiterrühren bis der Teig klumpt. Teig ca. 2-3 mm dick zu einer Kreisfläche auswallen die etwa 4 cm grösser ist als das Blech und 1/2 Stunde in den Kühlschrank stellen.

Dünsten in Wein und Balsamico
Dünsten in Wein und Balsamico
zugedeckelt und ab in den Ofen
zugedeckelt und ab in den Ofen

(3) Schalotten schälen, mittlere halbieren, grössere vierteln.
(4) Speck in feinen Streifen in einer Pfanne rösten, herausnehmen und beiseitestellen.
(5) In derselben Pfanne den Puderzucker schmelzen und hellbraun caramellisieren, ablöschen mit wenig Wasser, Butter zugeben und Schalotten flach in die Pfanne legen, etwa 5 Minuten zugedeckt auf kleinem Feuer andünsten, gelegentlich wenden.
(6) Mit Rotwein und den eingelegten Balsamico-Rosinen samt Saft ablöschen, Rosmarinzweige und Zimtstengel hinzugeben, salzen und offen unter gelegentlichem Umwenden leise einköcheln. Wenn die Flüssigkeit zu Sirup eingekocht ist, vom Feuer ziehen und erkalten lassen. Rosmarin und Zimtstengel entfernen.
(7) Rundes 18-er Backbleck einbuttern, Boden mit einer Kreisfläche aus Backpapier belegen. Boden ausstreuen mit den Speckstreifen, die sirupösen Schalotten mit Rosinen satt und flach darauf auslegen, (unten wird oben sein !) den Teigdeckel darauf auslegen, den Rand mit einem stumpfen Messer zwischen Blechrand und Schalotten hineinschieben.
(8 ) ) im auf 220°C vorgeheizten Backofen (Ober-/Unterhitze, Schiene 3) ca. 25-30 Minuten ausbacken. Herausnehmen und auf einen Teller stürzen. Warm essen.

schmeckt köstlich
schmeckt köstlich

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Nashi

Nashi im Schutzhäubchen
Nashi im Schutzhäubchen

Im Türkenladen bin ich an eine mir bislang unbekannte Frucht geraten, die Frucht von zartem Hellgelb, alles im adretten, aber etwas löchrigen Schutzhäubchen. Chinesische Quitten ?? Erst google und Hedonistin haben Klarheit geschaffen: Chinesische Birnen. Das Fruchtfleisch ist ausserordentlich saftig, Geschmack süss-säuerlich, mehr süss als sauer, wenig Birne, wenig Ananas. Nicht schlecht, aber die Gute Luise ist mir lieber. Und die Tante Luise hatte doch auch ihr Nachthäubchen mit gehäkelten Spitzen. Ich habe die Birnen kurzerhand zu einem Fruchtsalat geschnetzelt und mit Orangen-Wein-Karamell-Sirup aus dem Handgelenk nachgesüsst.

Zutaten
Fruchtsalat für 2 Personen:
2 Nashi-birnen
5 Elf. Zucker
0.5 dl Rotwein
0.5 dl Orangensaft
1 Tlf. Bio-Orangenabrieb

Nashi Fruchtsalat
Nashi Fruchtsalat

Zubereitung
(1) Nashi schälen, Kernhaus entfernen und in Schnitze schneiden.
(2) Zucker mit 1 Elf. Wasser hellbraun caramellisieren, mit Rotwein und Orangensaft ablöschen, Orangenabrieb zugeben und zu einem Sirup reduzieren und über die Früchte giessen.

Anmerkung
Macht sich als saftiger Bestandteil in einem Fruchtsalat sicher nicht schlecht, wäre aber ebensogut durch eine saftige Birne ersetzbar.

Kulinarisches Gruselkabinett (29)

Gruselkoch (29a)
Gruselkoch (29a)
Gruselkoch (29b)
Gruselkoch (29b)

(29a) von mir gesehen im Frühjahr in Brienz, der andere (29b) steht in Erlen und den verdanke ich Houdini.

Beide scheinen uns etwas mitteilen zu wollen. Doch was ? Auf den steinernen Tafeln, die mir Herr Moses in der bebilderten Kinderbibel entgegenstreckte, waren immerhin noch die römischen Ziffern von I bis X lesbar. Römisch ?, Moses ? Seltsam. Hier, bei unsern Gruselköchen herrscht nur noch beredtes Schweigen. Ebenso still ist es auf den Parkplätzen vor den beiden Gasthäusern. Biblische Ruhe.

 

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CH-6745 Giornico: Chiesa San Nicolao

Chiesa San Nicolao. Innen
Chiesa San Nicolao. Innen

Vom Verkehr der naheliegenden Gotthardautobahn umbraust, steht hier, inmitten eines Weinberges, eines der schönsten Kleinode der Südschweiz: die Kirche San Nicolao in Giornico. Wahrscheinlich Anfang bis Mitte des 12. Jhdts. erbaut. Geweiht dem legendenumwobenen Bischof Sankt Nikolaus von Myra, der in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts in Kleinasien gelebt hat.

Betritt man die Kirche durch das Hauptportal, wird auch der nichtreligiöse Betrachter sofort von der gewaltigen Architektur von Chor und Krypta am hintern Ende des Raumes gefangengenommen. Vorausgesetzt, man findet im Dunkel den Lichtschalter hinten links beim Aufstieg in den Chor. Der Chor liegt sehr hoch und verengt sich hinten zu einer halbkreisförmigen Apsis. Die tief darunter liegende Krypta ist gleichzeitig in voller Breite einsehbar.

Die spätgotischen Fresken der Apsis stammen von Nicola da Saregno, 1478. in der Wölbung eine Majestas Domini mit Mandorla und den Evangelistensymbolen (Löwe, Mensch, Stier, Adler), an den Wänden die heiligen Godehard, Viktor und Petrus. Nikolaus von Myra wird mit einem Bottich gezeigt, in dem drei Knaben sitzen. Der Legende nach hat Nikolaus drei von einem Wirt zerstückelte und eingepökelte Jünglinge wieder zum Leben erweckt.

Altar und Apsis
Altar und Apsis
Apsisdetail
Apsisdetail
Altardetail
Altardetail

Die Kapitelle der acht Säulen sowie der Wandvorlagen der Krypta tragen eigenartige, plastisch gehauene Tiergestalten, Tierfratzen oder geometrische Motive.

Krypta
Krypta
Hase auf Kapitell
Hase auf Kapitell
lombardische Arkaden im Weinberg
lombardische Arkaden im Weinberg
archaische Figur am Seitenportal
archaische Figur am Seitenportal
Merlot Giornico Oro
Merlot Giornico Oro

Die Chiesa San Nicolao gibts sogar in verflüssigter Form: als Rotwein  aus den Rebhalden von Giornico. Ein guter, herzhafter Merlot, obwohl hier oben im engen Tal die Sonnenscheindauer merkbar kürzer ist als weiter unten im Tal oder im Mendrisiotto. Ein Reisebericht von Ende September, den ich mir auf Allerheiligen aufgespart habe.

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Ravioli pasticciati

Ravioligratin
Ravioligratin

Ravioligratin. Ein altes, bewährtes Rezept von Frau L. um zugekaufte, dicke, mehlig-pappige Ravioli geniessbar zu machen. Dicke, mehlige Fabrikravioli sind längst aus unserer Küche verschwunden, ich nehme meine köstlichen Agnolotti aus dem Tiefkühler und tue als ob. Müssig zu erwähnen, dass die Agnolotti auch in dieser Form ausgezeichnet schmecken.

Zutaten
40-50 Agnolotti oder wenn es unbedingt sein muss: dicke, mehlig-pappige Fabrikravioli oder irgendetwas dazwischen. Füllung mit Fleisch oder Ricotta&Spinat. Menge für 2 Personen.
gute Butter
4 Elf. natives Olivenöl
8 kleine, möglichst gute Tomaten (300 g)
1 kleine Schalotte
1 junger Knoblauch
30 ml Tomatenketchup
Salz, Pfeffer

1 – 1.5 dl Halbrahm
1 Elf. Herbes de Provence oder meine erbe mediterranee. Unbedingt darauf achten, dass zerstossener Fenchel und etwas Lavendel in der Mischung ist, sonst nachbessern. Das macht den Reiz der Würzung aus.
40 g Sbrinz oder Parmesan, frisch gerieben
3 Elf. Panierbrösel, selbst gemacht

Agnolotti in der Tomatensauce
Agnolotti in der Tomatensauce
Rahm, Käse und Brösel drüber
Rahm, Käse und Brösel drüber

Zubereitung
(1) Tomaten waschen, halbieren, mit der Schnittfläche nach oben auf ein Kuchenblech legen, salzen, pfeffern, mit dem blättrig geschnittenen Knoblauch belegen, mit wenig Olivenöl überträufeln und ca. 1 Stunde bei 110°C Umluft im Backofen confieren.
(2) Schalotte fein hacken, in Olivenöl anschwitzen, mit dem Ketchup ablöschen, die grob geschnittenen confierten Tomaten zugeben und bei ganz kleinem Feuer 5 Minuten kochen. Würzen mit den herbes de provence, Salz und Pfeffer.
(3) Tomatensauce in eine Gratinform vorlegen. Indessen die Ravioli in siedendem Wasser kurz kochen (gefroren: ca. 3 Minuten), so dass sie 3/4 gar sind. Dazugeben. Anschliessend mit dem Halbrahm übergiessen, so dass alles eintaucht, Käse überstreuen, ganz am Schluss die Panierbrösel überstreuen und sofort (damit sie knusprig bleiben) im gut auf 220°C vorgeheizten Ofen (Unter-/Oberhitze, Schien 2) während etwa 20 Minuten backen.

Ravioligratin
Ravioligratin

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Sherrycreme Casa Moro

Sherrycreme mit Orangen
Sherrycreme mit Orangen

Es gibt sie noch, die einfachen Wunder. Das hier ist so eins: eine unglaublich gut schmeckende Vanillecreme mit Sherry aromatisiert, in der Dessertgruppe der Basler Berufsfachschule (Kurs D. Hunziker) zubereitet. Das Originalrezept stammt aus Sam Clark, Casa Moro, Spanische und orientalische Küche, ISBN-3-831-00730-6.

Zutaten
für 8 Portionen:
ausgekratztes Mark von 1½ Vanilleschoten
140 g Zucker
70 ml spanischer Weinbrand, anderer geht auch
110 ml Sherry Pedro Ximénez oder Cream Sherry
5.5 dl Halbrahm
Abrieb von 1½ Bioorangen, Orangenfilets von 2 Orangen
6 Blatt Gelatine, eingeweicht
1 dl Milch
2.5 dl Vollrahm

Zubereitung
(1) Vanillemark, Zucker und Schnäpse mischen bis der Zucker gelöst ist und beiseitestellen.
(2) Halbrahm, Orangenabrieb und die ausgekratzten Vanilleschoten in einem Topf aufkochen, bei kleiner Hitze etwa 10 Minuten leise köcheln, durch ein Sieb in eine Schüssel giessen.
(3) in kaltem Wasser eingeweichte Gelatineblätter gut ausdrücken, in der Milch erwärmen, bis sie gelöst ist, dann zum Orangenrahm geben, mischen. Die Zucker-Schnapsmischung einrühren, auf Eis abkühlen, bis die Masse kalt aber noch nicht fest ist.
(4) 2.5 dl Vollrahm flockig schlagen und unter die Creme ziehen. Mit den Orangenfilets servieren.

Anmerkung
Im Original werden Himbeeren dazu serviert. Die von 8 (Original)  auf 6 Blatt Gelatine reduzierte Menge gab immer noch ein sturzfestes, panna cotta-ähnliches Produkt. Für eine weichere Creme die Gelatine noch mehr reduzieren.

Ich besass bislang nur die in vielen Haushalten übliche, verstaubte Alibiflasche von knochentrockenem Kochsherry. Bei Wiki gibts eine gute Zusammenstellung, wie die einzelnen Qualitäten einzuordnen sind. Die Anschaffung einer guten Flasche Pedro Ximénez -das ist nicht der schwarze Herr mit Schlapphut und wehendem Cape, sondern der Name der Traube- lohnt sich.

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Soupe à l’oignon

Pariser Zwiebelsuppe
Pariser Zwiebelsuppe

Pariser Zwiebelsuppe mit Greyerzerkäse. Man sieht sie heute in Restaurants seltener angeboten als auch schon. Eine Armensuppe, die schon vor der französischen Revolution in den Markthallen von Paris angeboten wurde. Eine warme Mahlzeit für fröstelige Tage und gestern wars genau das Wetter dafür. Frau L. macht sie ganz klassisch. Mit Gemüsebrühe, ohne modischen Blätterteigdeckel. Mit Hühner- oder Rinderbrühe wäre ja fast schon Sonntag. Und weil man Suppe immer mag: bei Bolli gibts heut Kartoffelsuppe.

Zutaten
für 2 Personen:
2-3 grosse, blonde Zwiebeln (ca. 200g)
1 Elf. gute Butter
1 Elf. Weissmehl
7 dl Gemüsebrühe
2 dl Weisswein trocken
3-4 Weissbrotscheiben getoastet
100 g Greyerzerkäse gerieben
1 Lorbeerblatt
1 kleines Zweiglein Thymian
Salz nach Bedarf

Zwiebeln am Dünsten
Zwiebeln am Dünsten
Brot und Käse eingeschichtet
Brot und Käse eingeschichtet

Zubereitung
(1) Zwiebeln fein hacken und in Butter 15-20 Minuten auf kleinem Feuer anschwitzen, aber nicht braun werden lassen, das Mehl drüberstäuben und mit der Brühe und dem Weisswein ablöschen. Ca. 30 Minuten auf kleinem Feuer kochen. Nachwürzen.
(2) Pro Person 2 getoastete Weissbrot- oder Toastscheiben in kleine Dreiecke schneiden und mit dem grössten Teil des Greyerzers lagenweise in zwei feuerfeste, grosse Suppenschalen schichten, die heisse Zwiebelbrühe darüber verteilen, mit dem restlichen Käse überstreuen und ca. 8 Minuten im vorgeheizten Ofen (Grill, obere Schiene) bei 250 °C gratinieren. Brandsalbe oder Isolierhandschuhe bereithalten.

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Risotto con mele

Risotto con Mele, Salvia e Grappa
Risotto con Mele, Salvia e Grappa

MelaMangioClarissa lädt ihre Leser zum einjährigen Jubiläum ihres Blogs Zirela ein, Apfelrezepte einzureichen, für mich eine Gelegenheit Apfel und Reis mit Grappa zu verkochen und den google-Übersetzer zu testen.

Clarissa invita i suoi lettori in occasione del primo anniversario del loro blog Zirela, di presentare ricette con mele, per me un occasione per cuocere con mele, riso e grappa e da testare il traduttore di Google. Auguri per il tuo blogcompleanno !

Zutaten
für 2 Personen:
200g Risottoreis (Carnaroli)
2 Äpfel sauer, Rubinette oder Cox orange
1 Jungzwiebel mit Grün
6 dl Gemüsebrühe
1 dl Weisswein trocken
30 g Parmesan gerieben
1 Tlf. Zitronenabrieb
2 Elf. Zitronensaft
5 Salbeiblätter
50 g Butter
Grappa
Salz, Pfeffer

Ingredienti
per 2 persone:
200g di riso per risotti (Carnaroli)
2 mele acido, Rubinette o Cox orange
1 cipolle primavera con gli steli
6 dl di Brodo di legumi
1 dl Vino bianco secco
30 g parmigiano grattugiato
1 cucchiaino di l’abrasione di scorza del limone
2 cucchiai di succo di limone
5 foglie di salvia
50 g Burro
Grappa
Sale e pepe

Zubereitung
(1) Die fein gehackte Zwiebel in 25 g Butter andünsten, Reis zugeben und ca. zwei Minuten glasig schwitzen. Ablöschen mit etwas Grappa und dem Weisswein. Den Risotto unter stetem Rühren bis zur sämigen Konsistenz einkochen, die verdunstete Flüssigkeit immer wieder durch kleine Zugaben von Gemüsebrühe ersetzen.
(2) Äpfel vom Kernhaus befreien und in kleine Würfelchen schneiden, Zitronensaft und Zitronenabrieb zugeben. Die Würfel in einer Pfanne mit 15 g Butter weichdünsten.
(3) Nach drei-viertel Kochzeit des Reises die gedünsteten Apfelwürfel zugeben und weiterkochen.
(4) Nach insgesamt 20 Minuten die Butter, die feingeschnittenen Salbeiblätter, den Parmesan und nochmals (herzhaft) Grappa unterrühren. Mit Pfeffer abschmecken.

Preparazione
(1) Tritare finemente la cipolla e farla appassire in una casseruola con 25 g di burro. Unirvi il riso, rialzare la fiamma e, mescolando, farlo tostare per 2 minuti. Bagnare con il vino e grappa, far evaporare la parte alcolica, cominciare ad aggiungere il brodo caldo, un mestolo alla volta, unendo man mano il brodo necessario.
(2) Sbucciare le mele, tagliarle a dadini piccoli ed aggiungere due cucchiai di succo di limone e l’abrasione di scorza del limone. Far scaldare 15 g di burro in una padella antiaderente e farvi saltare i dadini per 5 minuti.
(3) Quando il riso sarà a tre-quarti cottura, aggiungere le mele saltate.
(4) Proseguire la cottura per 20 minuti in somma. Alla fine mantecare con il parmigiano grattugiato, il resto di burro, le foglie di salvia in strisce e una (grande) goccia di grappa. Servire con pepe.

Die Kombination von Apfel und Salbei schmeckt auch in einem Kartoffelgratin wunderbar:

Gratin di patate, mele e salvia

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Ratten, gebratene Steinpilze, Feigen und Marroni

Ratten, gebratene Steinpilze, Feigen und Marroni
Ratten, gebratene Steinpilze, Feigen und Marroni

Draussen sieht es nach Regen aus. Gelegenheit für ein einfaches, herbstliches Gericht. Gebratene „rattes“-Kartöffelchen, Marroni, Steinpilze und Feigen auf kurz in Butter geschwenktem, wildem Rucola. Eine ausserordentlich harmonische Kombination herbstlicher Genüsse, minimalistisch gewürzt. Autor des Rezeptes: Dominique Le Stanc, aus einer Zeit, in der er noch für die Reichen und Schönen im Restaurant Chantecler des Hotels Negresco in Nizza gekocht hat. (aus Gourmet 80/1996). In einer Woche gleich zweimal gekocht. Köstlich. Ein anderes, ebenso einfaches Rezept von Le Stanc habe ich hier nachgekocht.

Zutaten
Hauptmahlzeit für 2 Personen:
12 Ratten (kleine Kartöffelchen der Sorte „rattes“)
8-12 Marroni, gebraten
ca. 50 g Butter
Salz, Pfeffer
1 Elf. dunkler Kalbsfond
4 Feigen (ich nahm 6 kleine)
4 Steinpilze mittlere
1 Schalotte fein gehackt
2 Bund wilder Rucola
1 kleiner Bund glatte Petersilie

nicht alles dabei
mise en place: nicht alles dabei
Marroni am glacieren
Marroni am glacieren

Zubereitung
(1) Kartoffeln in Salzwasser gar kochen,  bei Bedarf schälen. Warmstellen.
(2) frische gebratene Marroni (ist schon praktisch, wenn 100 m weg vom Haus weg der nächste Marronibrater steht) in wenig Butter andünsten, salzen, pfeffern und mit dem Kalbsfond glacieren. Warmstellen.
(3) Feigen waschen, halbieren, pfeffern und in wenig Butter dünsten. Warmstellen.
(4) Steinpilze halbieren, in Butter anbraten, würzen und leicht anbräunen, Schalotten beifügen und kurz mitziehen lassen, dann Petersilie und Kartoffeln dazugeben und 2 Minuten durchschwenken.
(5) Rucola kurz in wenig Butter zusammenfallen lassen. Auf die vorgewärmten Teller vorlegen, dann mit all den warmen Zutaten anrichten. Ggf. nachwürzen.

etwas wirr angeordnet, aber fertig
etwas wirr angeordnet, aber fertig

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Ausgepeitscht

Helvetia von Bettina Eichin
Helvetia von Bettina Eichin

Schlimmes ist zu berichten, Minister Peer Steinbrück will die Schweiz mit der Peitsche kujonieren. Frau Helvetia hats die Sprache verschlagen, entsetzt ist sie vom Denkmalsockel herabgestiegen, hat Mantel, Schild und Speer abgelegt und denkt nach. Die Chefin des Ministers schweigt, anstatt von ihrem Oberrabauken zu verlangen, dass er endlich Ordnung in die marode, leergefilzte Staatskasse und seine Genossen Geldverteiler zur Räson bringt. In andern Ländern pflegen besoffene Politiker in ein schnelles Auto zu steigen. Ach was rede ich, ich hab mir doch vorgenommen, mich mit Politik nicht mehr zu befassen. Frau Michelle Obama bäckt Shortbread Cookies, die Cindy McCain Oatmeal-Butterscotch Cookies. Ich empfehle auch Herrn Steinbrück einen Kochkurs, da käme vielleicht wenigstens etwas Essbares heraus. Und ich mag von Politik nichts mehr hören. Nichts mehr. Politikverweigerung: meine Medizin, um nicht den Glauben an die Welt zu verlieren.

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Food-o-grafie #1: meine Kamera

Sultanitrauben aus der Türkei (Sony A-700)
Sultanitrauben aus der Türkei (Sony A-700)

Meine erste Kamera – hat jemand ernstlich erwartet, dass ich nicht bei Adam und Eva anfange ? – war die unten abgebildete mit Faltenbalg. Ich kann mich noch an die Holzspulen der Filme und das umständliche Ab- und Einrollen erinnern. Leider lieferte sie die Wienerschnitzel nur in Schwarzweiss. Hin und wieder packt mich die Lust, damit in ein Fotofachgeschäft zu gehen und eine Filmspule dafür zu verlangen.

Contessa, meine Erste (Kamera)
Contessa, meine Erste (Kamera)

Die zweite (1962) war eine Spiegelreflex aus der damaligen Ostzone (Exa), billig, drum konnte ich mir sie leisten, ein Trabi, solid, vier Jahrzehnte lange Jahre geliebt. Damit wurden unzählige Dias geknipst, die ich kürzlich alle vernichtet habe. Mein Zeitgedächtnis über 40 Jahre: weggeworfen.

food-o-grafie

Danach wird aber zorra in der neuen Event-Serie im Kochtopf nicht gefragt haben. Sie möchte von uns foodbloggern wissen, welche Kamera wir benutzen, warum und wieso.

Mit der dritten, Sony P-200, habe ich den Sprung ins elektronische Zeitalter geschafft. Seit Beginn meiner Bloggerei fotografiere ich mit dieser Kompaktkamera, einfach und schnell zu bedienen, aber mit engen optischen Grenzen, speziell in Innenräumen. Für die Adaption an unterschiedliche Lichtquellen (Farbtemperaturen) hats lediglich ein paar vorgewählte Einstellungen, damit bin ich je länger desto unzufriedener gewesen. Das war der Anstoss, mir eine neue Kamera zu wünschen. Dennoch, unterwegs bin ich nach wie vor mit der Kompakten.

Exa aus Dresden
Exa aus Dresden
Sony P-200
Sony P-200

Seit Ende September besitze ich die neue, eine Sony A-700. Warum gerade diese ? Weil ich mich mit der bisherigen Sony-Kompaktkamera einigermassen auskenne und ich mir keine neuen Kämpfe zwischen japanischen Betriebsanleitungen und meinem Selbstbewusstsein mehr zumuten wollte. Weil ich mit Unterhaltungselektronik dieser Firma bislang zufrieden war. Weil der Hersteller (die ehemalige Konica-Minolta) zusammen mit den Carl-Zeissobjektiven gute japanische Wertarbeit liefert. Kurz: ein Entscheid aus dem Bauch und nicht aufgrund von Anforderungsprofilen und rationalen Vergleichskriterien.

Freuen tue ich mich heute an der Sony A-700, weil ich damit für den Weissabgleich die Farbwerte auf meine zwei bevorzugten Fotoecken einjustieren und speichern kann. Das Einjustieren erfolgt in 100°K-schritten oder mit den Voreinstellungen (Sonne, bewölkt, Fluoreszenzlampe etc.), die sich aber individuell korrigieren lassen. Ein individuell justierbarer Weissabgleich ist das A und O der foodfotografie. Der Rest daran interessiert mich wenig. Eine vollständige technische review gibts hier. Danke, Hedonistin, für die nachträgliche Rechtfertigung des Kaufs vor mir selber.

Sony A-700 mit Vario-Sonar DT 16-80mm
Sony A-700 mit Vario-Sonar DT 16-80mm

Im Vergleich zu andern Kameras, auch zu den kleineren der gleichen Baureihe, hat die A-700 keine Preview-Funktion. Ein Nachteil, da man jedesmal ein, zwei Probeaufnahme machen muss, um die Einstellungen in Realität zu überprüfen. Ich habe diesen Nachteil aber bewusst in Kauf genommen, da die A-700 dafür einen Leichtmetallkörper anstelle eines Kunststoffkörpers aufweist, der verwindungsstabilere und dichtere Verarbeitung zulässt. Man weiss bei mir nie, wann ich die Kamera auf die heisse Herdplatte lege oder sie mit fischglibbrigen Händen berühre.

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Koch-blog für Geniesser. Rezepte. Gourmandisen. Hintergrundwissen