Wunsch ans Christkind

Weihnachtswunsch
Ach dieser gut 60 Jahre alte, schöne, gute, gute, gute, schweremaillierte Backofenherd der längst im schwedischen Weltkonzern untergegangenen Schweizer Firma. Darin haben unsere Mütter (und das junge „Fräulein L.“) noch gebacken. Zwei Schalter, unabhängig voneinander regulierbare Unter- und Oberhitze, Stufen 1-4. Thats it. Keine Temperaturanzeige, keine Programmierung, keine Zeitschaltuhr, kein Thermostat, kein Sichtfenster, kein sonstiger Schnickschnack. Mit etwas Erfahrung konnte man für jedes Backgut einen idealen Temperaturgradienten im Ofen herzaubern.

Etwas das mit meinem neuen, superteuren Backofen einer heute führenden Schweizer Firma nicht mehr möglich ist. Hier herrschen die Thermostaten. Und die machen was sie wollen, nicht was ich will. Unter- und Oberhitze getrennt regulierbar ? Gibt es nicht. Denn die von der Firma gesponsorte, Schweizer ex-Tennisdame kann ja nicht kochen, die braucht sowas nicht. Der schöne, alte Herd steht im aktuellen Guckfenster des Puppenhausmuseums Basel. Wir hätten gern unsern alten Herd wieder, liebes Christkind. Und sonst halt den hier. Vielleicht hat dieser getrennte Unter- und Oberhitze.

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Passato di pomodoro

Passato di pomodoro
Referenz-Rezept
Grundrezept für Pizza und Pasta. Endgültiges Nachwürzen vor Gebrauch.

Zutaten
2 Dosen Pelati Tomaten,  ganze, zu ca. 400 g
Abrieb einer viertel bis halben Orangenschale Bio
2-4 Msp. Piment d’Espelette
1 Elf. Aceto Balsamico
10 g Salz, Pfeffer

Zubereitung
(1) Pelati in einen Topf geben, mit dem Rührlöffel zerstossen und ca. 10 Minuten leise kochen lassen.
(2) Den Tomatenbrei in eine zweite Pfanne sieben um die Kerne und Häute wegzubekommen.
(3) Evtl. noch etwas einkochen, so dass eine dickliche Tomatensauce entsteht. Abwürzen mit Salz, Pfeffer, Aceto Balsamico, Espelette, Orangenabrieb.
(4) In 2 dl Schraubdeckelgläser abfüllen, lose verschliessen, einfrieren, dann Deckel fest anziehen.

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Pizzöcar ala pusc’ciavina

Pizzöcals ala Pusc'iavina
Puschlaver Pizzoccheri. Die schweizerische Variante der Pizzoccheri di Teglio®. Der Teig enthält weniger Buchweizenmehl und wird mit der Knöpflireibe zu kleinen Knöpfli (was denn sonst ?) geformt oder mit einem flachen Messer zu Spätzle geschabt, kann ich nicht, noch nicht. Die Buchweizenknöpfli lassen sich problemlos einfrieren, sie sind viel stabiler als ihre langbeinigen, italienischen Nudel-Kolleginnen. Solid schweizerisch, bissfest, der Buchweizen kommt geschmacklich etwas weniger durch, insgesamt sind sie aber keineswegs schlechter als die Variante aus Teglio. zum Rezept Pizzöcar ala pusc’ciavina weiterlesen

Fagioli e Pasta

Fagiolie e pasta

Bohnen und Pasta. Standardgericht der einfachen italienischen Küche. Hier elegant aufgedonnert, aber einfach zuzubereiten. Maltagliati auf einer gut gewürzten Gemüse-Bohnencrème. Garniert mit ganzen fagioli all’occhio nero (jene mit dem unwiderstehlichen Blick aus tiefschwarzen Augen). Frei nach einem Rezept von Annie Féolde, Enoteca Pinchiorri in Florenz, Gourmet Heft 59/1991. zum Rezept Fagioli e Pasta weiterlesen

Weisse Pfefferkuchen

Weisse Pfefferkuchen

Die berühmtesten Pfefferkuchen kommen wohl aus der Lausitz (Sachsen). Dort werden sie auch heute noch fleissig gebacken.
Unsere kommen aus dem Rezeptbuch von Frau Curtius. Woher sie ihr Rezept hatte, wissen wir nicht. Der Name Pfefferkuchen ist vom mittelalterlichen Wort „Pfeffer“ abgeleitet. Damals wurden darunter verallgemeinernd Gewürze aus Übersee verstanden. zum Rezept Weisse Pfefferkuchen weiterlesen

Urner Chässuppe (mit reichlich Zwiebeln)

Urner Chässuppe2nd Onion Day
Währschaftes, deftiges Gericht aus der Urschweiz, aus dem Kanton Uri. Ich vermute schwer, dass die Franzosen bei ihrem Einfall in die Innerschweiz 1798 diese Suppe kennengelernt, kopiert und später in Ermangelung von Schweizerkäse als soupe à l’oignon der Welt als französische Erfindung verkauft haben. Hier das schweizerische Original, Appellation d’Origine controlée Marianne Kaltenbach, Ächti Schwizer Chuchi, mein Beitrag zum Tag der Zwiebel, ausgerufen vom Kochtopf. Und jetzt ab an den Zibelemärit, bevor mich die Historiker auf den Scheiterhaufen setzen und einen Zwiebelrostbraten aus mir machen. zum Rezept Urner Chässuppe (mit reichlich Zwiebeln) weiterlesen

Cannelloni al radicchio: zur Schnecke gemacht

Cannelloni al Radicchio
Cannelloni in Schneckenform. Oder sinds Rosenblüten ? Bei jedem Besuch im Südtirol, so auch dieses Jahr, esse ich die Cannelloni-schnecken von Herbert Hintner in der Rose in Eppan. Im September hat er sie mit Kartoffeln und Sommertrüffeln gefüllt. Seit Jahren will ich sowas mal nachkochen. Nach Rücksprache mit Herbert Hintner hab ich mich erstmals daran getraut. Gefüllt mit Radicchiogemüse. Die Füllung frei aus dem Gedächtnis nach einem Gericht der Signora Fuso im Ristorante Malakoff in Bellinzona (schon wieder !) nachgekocht. Die Cannelloni lassen sich recht einfach herstellen. Man sollte sich einfach mehr zutrauen. zum Rezept Cannelloni al radicchio: zur Schnecke gemacht weiterlesen

Besciamella Béchamelsauce

Besciamella
Referenz-Rezept

Zutaten
40 g Butter
30 g Mehl
5 dl Milch
Muskat, Lorbeer, weisser Pfeffer
Salz, besser noch mein Gemüsesalz Verdure triturate

Zubereitung
Butter in Pfännchen schmelzen, Mehl dazusieben und mit dem Rührblitz (Rührbesen mit kleinen Kugeln, zerschlägt allfällige Klümpchen) gut verrühren, unter fortgesetztem Erwärmen Milch in kleinen Portionen unterrühren bis die Masse glatt und gebunden ist. Würzen mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und einem Lorbeerblatt. Etwa 10 Minuten auf kleinem Feuer unter häufigem Rühren leise kochen lassen, damit der Mehlgeschmack auskocht. Bei Bedarf mit Milch oder Rahm verdünnen oder ggf. vom Rezept geforderten Käse einrühren und schmelzen.

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