Alles, was ausklingt, stimmt traurig. Ich bedanke mich an dieser Stelle für all die vielen, herzlichen Zeichen des Bedauerns. Einzelne Kommentare und Zuschriften haben mich gar zu Tränen gerührt und mich noch tiefer in das Loch gestossen, in dem ich ohnehin stecke.
Antworten mochte, konnte ich nicht mehr. Ich habs immer befürchtet, dass, wenn ich einmal die Disziplin des regelmässigen Bloggens aufgebe, ratlos-rastlose Untätigkeit Oberhand gewinnt. Trübsal blasen ist aber nicht meine Art. Ich, lamiacucina, sprang dem Herrn mit der Sense von der Schippe:
Über alles ist dunkler Trauerflor ausgebreitet. Die Stimmung gedrückt. Kränze schmücken den Rand der Grube, auf blassvioletten Schleifen prangt in güldenen Lettern: RUHE SANFT, ZU FRÜH FÜR UNS, DER LETZTE GRUSS. Als scheintoter Zombie mische ich mich unter all die Trauernden, tröste sie persönlich, drücke ihre Hand und umarme sie. Weine mit ihnen am Grabe von lamiacucina.
Gefassten Schrittes trete ich an den Rand der Grube, einsachtzig-mal-neunzig, rücke noch eine verrutschte Trauerschleife zurecht, beginne, meinen Nekrolog ab Papier vorzulesen: „Alles geht einmal zu Ende, und mancher ist tot, bevor er sein Ende erreicht“….
Aber doch nicht ich! Ich sprach von „loslassen“, davon, dass ich eine Auszeit und Abstand benötige. Wer meinen letzten Artikel wirklich zu Ende gelesen hat, aber wer macht das schon ;-), der weiss auch, dass nichts endgültig ist. Jedenfalls bei mir nicht. Wörtlich: „Und falls ich etwas koche oder auf etwas stosse, das einen Eintrag wert ist, kann ich das immer noch veröffentlichen“.
Zunächst erfreue ich mich der wiedergewonnen Freiheit, die lasse ich mir unter keinen Umständen mehr nehmen. Nie&Nimmer. Unter uns: ich bastle bereits an einem Rezept und einem Reisebericht, nehme mir dafür aber jede Zeit der Welt.
Freunde, weg mit Trauerschleifen und Kondolenzschreiben. Ich lebe noch: ZU FRÜH FÜR MICH.









































