
Ferien im Engadin = Ausflug nach Bozen. Nach Bozen führen viele Wege, der unsere, wie jedes Jahr, bei einem foodblogger ja auch verständlich, über eine Gaststätte: der Rose in San Michele/Eppan. Gleich neben der Rose hat ein anderer Besucher schon nach einem einzigen Besuch eine Gedenktafel an die Wand gemörtelt bekommen, mir hat es dazu nach mehr als zehn Besuchen mangels Profil noch nicht gereicht.
In der Rose gefällt uns jedes Jahr die grosse Auswahl an kalten, lauwarmen und warmen Vorspeisen, aus denen allein man sich schon ein umfangreiches Menu zusammenstellen kann. Gegessen haben wir: Artischockensuppe mit Zwiebelravioli, Variation vom Kalbskopf mit Senfeis, Kloaznravioli mit Graukäse, als secondo Millefeuille vom Kalbsrücken mit grünen Bohnen und Perzwiebeln, hier nur drei Bilder, der Rest war verwackelt.
Über Girlan danach in die Kellereigenossenschaft Schreckbichel, mein Weinkeller weist grosse Lücken auf, anschliessend an der Burg Sigmundskron des selbsternannten Ritters vom Goldenen Dach, Reinhold Messner, vorbei, direkt nach Bozen.
Im Herzen der Stadt ins Waltherparking, die Eingangspforte für einkaufsgeübte Bozenbesucher. Zwei Treppen hoch und man steht im Angesicht der Statue von Walther von der Vogelweide. Aber den kennt wohl kaum einer noch. Minnegesang ist seit Elvis Presley ausser Mode. Im Altstadtviertel in und um die Bozner Lauben findet man eine Fülle prächtiger, von Wohlstand zeugender Bürgerhäuser. Das Ganze ein Einkaufsparadies mit vielen guten Einzelhandelsgeschäften die sich immer noch wacker gegen die weltweit agierenden Lumpenwarenketten behaupten können.
Während ich mich in Seibstocks Delikatessengschäft bescheiden mit ein paar Kilo von Bollis und Nathalies Lieblingsspaghetti eindecke, macht Frau L. die für mich (und wohl auch für sie) unerwartete Entdeckung, dass sie nichts mehr anzuziehen habe. So kann man eine Frau nicht herumlaufen lassen, also rein in den Laden und gleichzeitig links beladen wie rechts hinten erleichtert wieder raus. Schlau die Frau, hat mich in der Schreckbichlkellerei einfach widerspruchslos einkaufen lassen.
Dann noch die obligate Runde um den Markt, beim Anblick der Früchte kann man nicht anders als zuschlagen:
Die auf die bevorstehende Obsternte hochhaushoch wartenden riesigen Transportbehälter weisen den Weg wieder durchs abendliche Vinschgau ins Engadin.



















































