Andernorts (siehe die WildeHenne in insta) werden bereits frische Kardy eingemacht und ich sitze (sitze trifft zwar nur in übertragenem Sinne zu) immer noch auf einem Glas der letztjährigen. Weg damit. Das Rezept hab ich mir bei sale e pepe ausgeliehen. Die Italiener können auch Cardi.
Cardi gratinati alle acciughe
Zutaten und Zubereitung
4 gehäufte EL Mie de Pain (Weissbrotbrösel)
3-4 Sardellenfilets in Olivenöl, mit Küchenpapier trocken getupft, klein geschnitten
1 TL Butter
1 Bund Petersilie glatt, 2 Handvoll Blätter gehackt, Stengel fein geschnitten
30 g Pecorino Toscano, fein gerieben
1 Knoblauchzehe, gehackt
Kräutersalz, weisser Pfeffer
(1) Brotbrösel, Sardellen, Knoblauch und Petersilienblätter im Gewürzmixer kurz (nicht zu Mehl) cuttern, den fein geriebenen Pecorino und die Peterlistiele untermischen, abschmecken.
(2) Kardystücke aus dem Glas auf einem Sieb gut abtropfen lassen, dann in eine mit Olivenöl eingeölte, flache Schale legen und mit der Panüre bestreuen. Mit wenig Olivenöl besprenkeln.
(3) etwa 10 Minuten unter dem Grill bei 220°C backen, bis die Panüre leicht Farbe annimmt.
(4) vier? nix da. fertig. Heute bin ich mal kurz angebunden
Eine Gemüsebeilage, die auch für sich allein stehen kann. Aussen knusperbröselig, innen kardysaftig. Und überhaupt gemüsefreundlich.
Richtig kochen wie richtige foodblogger tue ich ja schon lange nicht mehr. Wenn ich mich, selten genug, mal in die heutige Blogger-Szene verirre, finde ich mich kaum mehr zurecht. Froh wenn die Wäsche gemacht, Haus und Hof einigermassen ordentlich aussehen, Frau L. ruhig daliegt, noch froher, wenn meine Energie für ein Salamibrot oder Tomatenspaghetti reicht. Nur selten mache ich Ausnahmen: z.B. wenn die Landfrau Micha kocht, Plus mit Plus multipliziert und ein Plus verspricht. Ich darf das Rezept ja leicht verändern, das tut eh jede/r.
Lasagnerolle mit Zucchini
Zutaten und Zubereitung
(für 2 Personen)
150 g Hartweizenmehl (De Cecco rimacinata)
2 Eier: 1 Ei, 1 Eigelb und 1/2 Eiweiss. Rest Eiweiss zum Kleben verwenden
1 EL Olivenöl
Prise Salz
500 g Zucchini Farbe egal, wahlweise blass, bleich, grün, gelb
30 ml Halbrahm
15 g Butter
2 EL mediterrane Kräutermischung getrocknet (mein Allerweltsheilsbringergewürz aus dem Jahre 2007:
1 Teil Lavendelblüten
1 Teil Thymian
1.5 Teile Bergbohnenkraut
1.5 Teile Oregano
1 Teil Ysop
1 Teil Fenchelsamen (leicht angestossen)
Salz, Pfeffer
Piment d’Espelette
40 g Comté Käse, gerieben
300 g kleine Tomaten (L: petit noir de crime)
Thymian, Blättchen abgezupft
1 normale Tomate
1 rote Peperoni
Olivenöl
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer
Bei Bedarf: wenig Gemüsebrühe
(1) Aus den Zutaten für den Pastateig einen homogenen Teig kneten, in Folie packen und 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
(2) Ofen auf 120°C (Umluft) vorheizen.
(3) Die kleinen Tomaten kreuzweise anritzen, in kochendem Wasser 20 Sek. blanchieren, in kaltem Wasser abschrecken, häuten. Mit wenig Olivenöl überziehen, mit einem Hauch Puderzucker, Salz und Thymian überstreuen und auf einem kleinen Blech mit Backpapier ca. 90 Minuten im Ofen confieren. Beiseitestellen und Ofen auf 220°C Umluft hochstellen.
(4) Backblech mit Backpapier auslegen und dünn mit Olivenöl bestreichen. Zucchini in 2mm Scheiben hobeln und dachziegelartig dicht an dicht auf das Blech setzen. Dabei nach jeder Reihe mit einer Mischung aus Rahm und geschmolzener Butter einstreichen, ca. 1/3 vom Käse und Kräutermischung darüber streuen, salzen, pfeffern und mit Piment d’Espelette würzen. Für 20-25min in den Ofen schieben, bis sich goldbraune Stellen zeigen.
Herausnehmen und etwas abkühlen lassen.
Ofen auf 200°C runter stellen.
(5) Tomate, Peperoni und Knoblauch kleinschneiden und mit etwas Wasser und einem Spritzer Olivenöl weichgaren. Mit dem Stabmixer mixen und durch ein Sieb passieren. Würzen mit Salz, Pfeffer.
(6) Parallel dazu den Pastateig auf der Nudelmaschine dünn (8 von 9) in 3 Bahnen in voller Breite (L. ca. 40cm lang, 14cm breit) ausrollen und leicht überlappend auf ein leicht bemehltes Brett legen, die überlappende Zone mit etwas Eiweiss (von der Teigherstellung) oder Wasser zusammenkleben.
(7) Mit Hilfe eines Spachtels die Zucchini-Matte Stück für Stück auf den Pastateig setzen. Den restlichen Käse und nochmals Kräutermischung draufstreuen. Von der langen Seite wie einen Strudel aufrollen, den Teig bei jeder Umdrehung mit flüssiger Butter einpinseln.
(8) Enden abschneiden und dann in ca. 7 gleichgroße Stücke schneiden. In einem feuerfesten Topf wenig Olivenöl erhitzen und die Stücke mit der flachen Seite hineinsetzen. Im Ofen kurz braten, bis die Unterseite Farbe angenommen hat, dann wenden und wieder braten. Wenig Gemüsebrühe oder Passata zugeben, Deckel auflegen und weitere 5 Minuten garen.
(9) 5 Minuten vor Schluss die confierten Tomaten mit in den Ofen stellen und aufwärmen.
Ich hätte ja gleich einen richtigen Strudel machen können, wenn der Strudeltisch nicht mit einem Berg von zu glättender Wäsche belegt gewesen wäre.
Arbois liegt nicht am Doubs, doch an einem kleinen Fluss, der Cuisance. Die beiden Karstquellen der Cuisance entspringen dem hufeisenförmigen Felsentalschluss Cirque du Fer à Cheval. Nach Arbois windet sich das Flüsschen munter durch den Jura, bis es bei Souvans, süd-östlich von Dole, in die Loue mündet. Die Loue selber vereinigt sich wenige Kilometer weiter unten mit dem Doubs. Die Cuisance ist somit eine Cousine des Doubs.
Le Cirque du Fer à Cheval. Arbois liegt am Ausgang des Tales.
Wer vom nördlichen Burgund oder vom südlichen Doubstal wieder nach Hause fahren muss, dem liegt Arbois fast immer am oder im Weg. Arbois lässt sich mit der N83 umfahren, aber wer will das schon, wo die Stadt doch Zentrum des jurassischen Weinbaus ist. Wo Reben wachsen, ist gut trinken. Wo gut getrunken wird, ist auch gut essen.
Wo Reben wachsen, wachsen auch die Kirchtürme höher als anderswo
Die Appelation Jura (Arbois und 13 umliegende Gemeinden), die bedeutendste der jurassischen Weinbauregionen, misst rund 900 ha. Die jurassischen Weine sind in der Schweiz wie in Deutschland jedoch schwer zu finden, doch wer danach sucht, wird immer fündig. Die jurassischen Weine sind nicht nach jedermanns Gaumen, man mag sie, oder eben nicht, kantige Charakterweine, um es mal so zu umschreiben. Wer den Jura liebt, wird sich früher oder später auch mit den Jura-Weinen befassen. Und wer gerne gut kocht, kommt an einem Vin jaune eh nicht vorbei.
Rund die Hälfte der Gesamtproduktion in dieser Appellation sind rote, autochthone Rebsorten wie Poulsard und Trousseau, Zechweine, die heute aber gegenüber dem Pinot noir einen schweren Stand haben. Zudem werden Roséweine erzeugt.
Wein- und Festfreuden in der Altstadt von Arbois
Die Spezialität der Region ist der Vin Jaune aus der weissen Savagnin-Rebe, der im Geschmack an einen trockenen Sherry erinnert und 50 Jahre oder länger lagerfähig ist. Im Unterschied zu diesem wird jedoch der Vin jaune nicht aufgespritet, hat einen Alkoholgehat von rund 15%.
Nach der Vergärung des Mosts wird der Wein noch mindestens sechs Jahre und drei Monate in Barriquefässern gelagert. In dieser Reifezeit verdunsten bis zu 40 % des Weines. Die Fässer werden jedoch nie nachgefüllt, wie das sonst üblich ist. Auf der Oberfläche des Mostes bildet sich bald eine natürliche Hefeschicht, die den Wein vor übermäßiger, unerwünschter Oxidation durch die Luft schützt und seinen typischen Geschmack entstehen lässt. Aus einem Liter Most entstehen so 0.62 Liter Wein. Dass der Nenninhalt des Clavelins, der speziell geformten Flasche, die es nur hier gibt, 620 ml beträgt, ist kein Zufall.
Beim Produzenten kommen die Clavelins gehäuft vor, passen aber auch hier in keine Schublade
Die mit der langen Reifezeit einhergehende Verdunstung und die Nachfrage erklären den hohen Preis des Weines, der etwa zwischen 25€ – 70€ liegt. Daneben werden noch andere Weissweine angebaut: Chardonnay, Vin de paille und Crémant.
Besuchenswert sind nicht nur die Weinhandlungen in und um Arbois, im 2-Sternelokal Maison Jeunet, das heute vom Belgier Steven Naessens geführt wird, isst und (wie man mir sagte) schläft es sich sehr gediegen.
Lieu Jaune de Ligne et Coriandre, haricot coco et courgette, jus d’arêtes grillées beurré
An der berühmten Patisserie Hirsinger ist eh kein Vorbeikommen. Ich hab immer eine Kühlbox dabei.
Eingangs von Arbois fährt man gleich nach der Brücke über die Cuisance am Elternhaus des hier allgegenwärtigen Louis Pasteur vorbei, näher dem Zentrum trifft man auf sein Denkmal und andere Reliquien. Pasteur wurde in Dole als Sohn eines Gerbers geboren und verbrachte seine Jugend im Elternhaus in Arbois, heute befindet sich ein Museum drin. Pasteur ließ das Gebäude mit der ehemaligen Gerberei seines Vaters umbauen und vergrößern, um sein Labor darin unterbringen zu können.
Rückseite von Louis Pasteur, wie er so dasitzt und studiertAuch an andern Häusern scheint der grosse Chemiker in Studien versunken
Die Tour Gloriette wurde ursprünglich im 13. Jahrhundert als wichtiges Element der 1,2 km langen Stadtbefestigung von Arbois erbaut. Nach schweren Beschädigungen durch ein Hochwasser der Cuisance im Jahr 1503 wurde er neu errichtet.
Der quadratische Turm ist 17 m hoch und 11 m breit
Tour Gloriette und Pont des Capucins
Das Château Pécauld stammt aus dem 13. Jahrhundert und beherbergt heute das musée de la vigne et du vin du Jura.
Château Pécauld
Das Vieux Château, heute Château Bontemps, wurde im 13. Jahrhundert anstelle einer herzoglich-burgundischen Burg erbaut und in die Stadtmauer eingebunden. 1479 wurde es während der Streitigkeiten um die Erbfolge Karl des Kühnen zusammen mit der Stadt Arbois (und an die hundert weiterer Städte und Burgen) durch Truppen von König Ludwig XI. von Frankreich zerstört.
Ein kirchlicher Würdenträger aus Arbois, Pierre Bontemps, kaufte die Ruinen und baute sie zu Beginn des 16. Jahrhunderts als Schloss wieder auf. Seine Erben wurden in der Folge der französischen Revolution enteignet, das Schloss an Private verscherbelt. Seither hat es einige Besitzerwechsel und Restaurationen hinter sich, ist aber in seiner Struktur unverändert erhalten. Den verglasten Wintergarten muss man einfach ignorieren.
Château Bontemps, Blick über die Cuisance hinweg ins private SchlossgärtchenBlick durchs verrammelte Eingangsgitter auf den Privatparkplatz des Schlossherrn
Die dem Stadtheiligen geweihte Kirche Saint-Just wurde im 13. Jahrhundert in romanischer Architektur mit einem 75 m hohen Wach- und Wehrturm gebaut, der in die Stadtbefestigung integriert war. Im dreizehnten Jahrhundert wurden, im Sinne von „Jedem Turm seine Kirche“, weitere Elemente wie das Kirchenschiff im gotischen Stil hinzugefügt. 1651 geriet der Glockenturm durch ein zur Volksbelustigung fahrlässig gezündetes Feuerwerk in Brand. 1716 wurde er wieder aufgebaut. Die Spitze um 20 m niedriger, näher an der Erde, weiter von Gott entfernt.
Pfarrkirche Saint-Just
Teils fliesst die Cuisance lieblich durch das Städtchen.
Teils diente sie auch zur Energiegewinnung.
„Wenn ich einmal reich wär, baut ich hier ein Häuschen, mit festem Dach“
Kein Nudelgratin. Pasta al forno. So nennen die Macher vom Splendido Magazin ihr Gericht. An „Was-koche-ich-heute-Tagen?“ immer wieder eine meiner Anlaufstellen. Die Béchamel ersetze ich durch eine mehlfreie Variante, den Spinat durch den schmackhaften Schnittmangold vom Fensterbrett, splendid wie ich bin, spendiere ich dazu noch Schinken, voilà: allerbeste Schulspeisung, Pasta al Forno.
Schulspeisung: Nudelgratin
Zutaten und Zubereitung
für 2 Personen
100 g Älplermagronen
1 dl Halbrahm (15% Fett)
100 g Gorgonzola dolce
30 g Parmesan, gerieben
Salz, Pfeffer, Muskat, Lorbeerblatt
3 dünne Blatt Schinken, in kleine Würfel geschnitten
200 grün-roter Schnittmangold (Babyleafs, Sorte Charlie, jung gepflückt sind sie Salat-zart, überaltert geerntet (comme dans mon cas) Herz-haft mit zähen Stielen)
1 Knoblauchzehe
1 Handvoll piemontesische Haselnüsse, geschält, geröstet
(1) Schnittmangold waschen, trocken schleudern, dicke Stiele abschneiden und sehr fein hacken. Blätter in Olivenöl mit einer Knoblauchzehe kurz zusammenfallen lassen. Stiele etwas länger als die Blätter weichdünsten.
(2) Gorgonzola und 3/4 des Parmesan mit einem Lorbeerblatt im Halbrahm schmelzen. Würzen mit Pffefer und Muskatnuss.
(3) Schinken fein würfeln. Unter den Käse mischen. Abschmecken mit Salz wenn erforderlich.
(4) Aelplermagronen in Salzwasser knapp garen, abschütten und noch heiss unter die Schinken-Käsemischung geben.
Blick auf die zweitoberste Schicht
(5) In die gebutterte Auflaufform Magronen, Schnittmangold, Haselnüsse, gehackte Mangoldstiele einschichten. Dasselbe nochmals. Zuoberst Magronen, restlichen Parmesan, gehackte Mangoldstiele und Haselnüsse sowie Butterflöckchen.
10 Minuten unter Grill/Umluft bei 190°C backen.
Hat natürlich nur wenig mit Schulspeisung zu tun. Während meines Studiums bestand diese wochein/wochaus aus:
a) Wienerli mit Kartoffelsalat
oder
b) Birchermüesli
oder
c) Käseküchlein
Die in der Schweiz erhältlichen Garnelen stammen zu 99% aus asiatischen Aquakulturen. Massenware, mit Hilfe von zugelassenen und nicht zugelassenen Antibiotika produziert. Aufgezogen in oft schwermetallhaltigem und chemikalienverseuchtem Brackwasser. Wenn gar nichts mehr geht, wird nebenan ein neuer Teich ausgehoben. Hauptsache: billig. Der Konsument verlange das, sagen die Importeure, und reden vom Preis.
Ein Schweizer Jungunternehmen in Rheinfelden realisierte die Idee einer nachhaltigen Garnelenzucht. Salz und Abwärme stammen von den Rheinsalinen. Die Tiere werden garantiert antibiotikafrei aufgezogen, am Tag des Versandes tagesfrisch geerntet. Durch Schockkühlung rasch getötet, verpackt und innerhalb von 24 Stunden ausgeliefert. Klar sind sie wesentlich teurer als die gefrorene Ware aus Ostasien, die wochenlang unterwegs ist. Und wie toll Kühlketten hierzulande am Beispiel der Grossverteiler funktionieren, merke ich an beinahe jeder Packung gefrorener Himbeeren, bei denen ich die Himbeeren für mein Müesli zuhause mit der Axt aus einem Eisblock heraushacken muss. An mir liegts nicht. Ich nehme immer Kühlakkus mit und bin in 5 Minuten zuhause.
Lucas Rosenblatt hat sich für den letzten 8plus8-event ein paar Packungen dieser Garnelen kommen lassen. Resultat: fantastisch: in Geruch, Geschmack, Biss, Saftigkeit. Swiss Quality.
Was ich noch sagen wollte: Der August 8plus8-Event bei Lucas Rosenblatt ist zeitnah nachgeführt. Die ganze story mit Bildern vom Luzerner Markt, dem ganzen Menu und dem selektierten Rezept wie immer im Blog [K]ein Kochbuch von Lucas Rosenblatt.
SwissShrimps, Pfirsichsalsa, Shrimps-Bisque
Rezept für 15 Menuportionen
Garnelen
16 SwissShrimps, XLarge, ca. 550 g
Fleur de Sel
Schwarzer Pfeffer
Etwas Chili, geschält, fein gehackt
1 Scheibe Fenchel, gehackt
Den Rücken der Shrimps mit einem Messer von Kopf bis Schwanz leicht anritzen. Schnitt etwas aufklappen und den dunkeln Darm herausziehen. Kopf wegschneiden. 8 Shrimps (zum Roh essen) bis und mit Schwanz schälen. Die restlichen 8 (zum Garen) nur bis zum Schwanz schälen. Alle kalt abwaschen, trockentupfen.
Roh: Shrimps grob hacken, mit Fleur de Sel, Pfeffer und Chili würzen.
Gegart: Shrimps in einer gesalzenen Gemüsebrühe aus Fenchel etwa 3 Minuten auf den Punkt garen. Gegen Ende 1 EL Bisque in das Kochwasser rühren.
Shrimps-Bisque
Köpfe und Schalen der Shrimps
2 Tomaten, gewürfelt
1 Stange Staudensellerie
1 Zwiebel
1 EL Tomatenpüree
1.5 dl Portwein, rot
3 dl Geflügelfond hell
Fleur de Sel
Schwarzer Pfeffer
Creme fraîche
Bundzwiebel, fein gehackt
Rote Chilischote, entkernt, Haut abgezogen
Shrimps-Köpfe und -Schalen im Wok in heissem Olivenöl kräftig anbraten, bis sie sich rötlich färben. Tomatenpüree unterrühren und kurz mitgehen lassen. Glasieren mit Portwein. Auffüllen mit Geflügelfond. Langsam einköcheln. Absieben und weiter reduzieren. Abschmecken mit Fleur de Sel und schwarzem Pfeffer.
a) 2 EL Bisque mit 2-3 EL Creme fraîche verrühren.
b) 2 EL Bisque mit fein gehackter Bundwiebel und feinst geschnittenen roten Chilischoten mischen.
Pfirsiche und Pfirsichsalsa
4 weisse Pfirsiche
Rosmarin
Schwarzer Pfeffer
Fleur de Sel
Orangenöl
Pfirsiche entsteinen, achteln. Spalten auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Beide Seiten der Spalten mit Orangenöl beträufeln und übrige Zutaten aufstreuen. 10 Minuten bei 180°C im Backofen backen. Herausnehmen und Pfirsichhaut von den Stücken abziehen. Quer halbieren.
8 halbierte Stücke der weissen Pfirsiche
¼ Roscoff-Zwiebel in dünnen, kurzen Streifen
Chili, fein gewürfelt
Fleur de sel
Die 8 Pfirsichstücke mit einer Gabel zerdrücken, Restliche Zutaten untermischen. Abschmecken.
Fertigstellen
Garnieren mit Korianderblättchen
In Verrines 1 TL der Bisque a) vorlegen. Darauf 4 Stück Pfirsichstücke mit Salsa legen. Darauf 1 TL Bisque b)
Darauf einen EL der rohen Shrimps und zuletzt einen gegarten shrimp legen.
Ende Doubs. Traurig. Noch ein paar letzte Kurven durch die topfebene Landschaft, alles Trölen, Dudeln, Verzögern und Hakenschlagen nützt nichts mehr, die Saône wartet: das Ende des Doubs.
Konsultiert man google auf deutsch, wohnt hier die Einöde, ein paar Campingplätze, Sehenswürdigkeiten gibt es kaum. Kleine Dörfer, die sich aus Erfahrung samt ihren Wegen meist abseits des Doubs halten. Ein paar Brücken. Der Doubs zuweilen träges Flüsschen, bei anhaltendem Regen ein reissender Strom, der in der Vergangenheit so manche Ortschaft mit seinen Fluten verwüstete. Muss man da hin? Antwort: muss man nicht. Ich schon.
Von Basel aus bin ich in 2.5 Stunden in Dole, decke mich diesmal in der Konditorei meines Vertrauens mit einer gefüllten Baguette ein. Auf der Suche nach der Einmündung der Loue -ich habe keine Navigationsgerät im Auto-, passiere ich in Gevry eine hübsche Villa. Zwei mürrische Hausdamen bewachen das Haus, beide als Sphingen (Plural von Sphinx, Reisen bildet) verkleidet, auf zwei Chaiselongues im Stil Louis Napoleon III hingefläzt. Doch, der Tag fängt gut an.
Nach holpriger Suchfahrt über Kieswege ist Schluss mit Autofahren. Gesperrt. Mäxle muss zurückbleiben. Ein (für mich unerwartetes) Naturschutzgebiet auf der Ile du Girard stellt sich mir in den Weg und darf verständlicherweise nur zu Fuss betreten werden.
Eine Insel im Doubs, 135 ha gross, seit 1982 nationales Naturschutzgebiet. Begrenzt durch zwei Flussarme des Doubs und den Zufluss der Loue. Eine Geographie, die sich durch die phantastische Gestaltungskraft von Überschwemmungen ausgebildet hat.
Auf einem Wanderweg am Doubs, an Teichen, reicher Flora und Fauna vorbei, schliesslich durch hohes Gras und Gestrüpp bis zur Einmündung der Loue in den Doubs.
Auf einer eingezäunten Auenwiese sind in der Ferne Polski Konik (eine anspruchslose, kleine Pferderasse, verwandt mit Wild- und Panjepferden) in Halbfreiheit anzutreffen.
Weiter von Kaff zu Kaff nach Petit-Noir, dort über die blaue Doubs(brücke) auf die linke Seite.
In Neublans-Abergement ist schon wieder ein Schloss zu bestaunen: Auf dem Areal einer alten, verfallenen Burg aus dem 11. Jahrhundert stehen die restaurierten Überreste zweier Ziegelsteintürme sowie ein neo-klassizistisches Ziegelsteinschloss, das in den Jahren zwischen 1703-1789 erbaut wurde, infolge der französischen Revolution jedoch weder vollendet noch verputzt wurde. Privatbesitz. Keine Besichtigung.
…
An einem der idyllischen Badeseen von Fretterans esse ich meine Stulle. Kein Mensch weit und breit zu sehen.
Am Dorfausgang eine ferienhalber geschlossene Mädchenschule. Der Hund des Abwarts wundert sich über mein Interesse an Typografie. Soll er. Ich wundere mich über den Bildungshunger von Mädchen in einer 300-Seelengemeinede und das Fehlen einer école de garçons.
Im nächsten Dorf, in Lays-sur-le Doubs, verbreitert sich der Doubs zu einem See.
In Varenne-sur le- Doubs fällt mir am Wegrand eine einsame, herrschaftliche, aber geschlossene Pförtnerhausanlage auf. Der Haupteingang liegt im Dorf: ein grandios-seltsames Schloss: Chateau de Varennes. Grosses Hauptgebäude, zahllose Nebengebäude, Türme und Türmchen. Kaum Einblicke gewährend. Einzige Hinweistafel: Private Property.
Das Internet klärt auf: ein luxuriöses B&B. Rated in the top ten best wedding venues worldwide. 1291 wurde die Herrschaft an die Grafen von Burgund verkauft. Auf dem Areal des heutigen Schlosses existierten bis ins 18. Jahrhundert Reste einer einfachen Burganlage. Nach einem Erbgang aus den Händen der Varennes renovierte der neue Besitzer de Truchis-de Varennes die Burg zum Schloss, 1803-1829. Seine Nachkommen legten einen riesigen Park rund um das Schloss an, bauten fleissig um und an, u.a. um eine Kapelle im romanischen Stil und einen Billardraum. Zogen Mauern hoch. Das Schloss wird heute als luxuriöses, diskretes wedding und eventhotel betrieben, für betuchte Menschen aus Amerika bis Singapur. How nice. Warum nicht? Das ganze Schloss mit 20 bedrooms kostet für 3 weekendnächte im August nur gerade 18’000 € (accomodation only). Einzelzimmer unter der Woche sind billiger.
Die drittletzte Doubsbrücke steht in Navilly, älteren Datums doch nicht uralt.
Bei Saunières fahre ich wieder über den Doubs auf die rechte Seite. Im Dorf Les Bordes nochmals ein Blick auf den träge dahinfliessenden Doubs. Das heutige Ziel wartet: Verdun-sur-le-Doubs.
Letzte Brücke über den Doubs: der Pont Saint Jean, der über den kleinen Doubs auf eine zwischen Saône und dem Hauptarm des Doubs gelegene Insel führt.
Wie gerne wäre ich in das Wohnschiff eingestiegen und ans Meer mitgefahren. Heute nicht. Und was Morgen ist, weiss ich nicht. Das Ende der Welt ist noch nicht erreicht. Heimfahrt querfeldein, der Loue entlang. Darüber mehr in der nächsten Folge.
Alchermes fertig? Siehe Akt 1. Wer ihn noch nicht probiert hat, sollte sich zuvor einen kleinen Schluck genehmigen. Es muss kein ganzer Humpen sein, wie ihn sich der zerlumpte, beleibte, beliebte, liebestolle, angestaubte, bankrotte, versoffene, und eben pudelnass der kalten Themse entstiegene Ritter Sir John Falstaff bestellt. Glühwein. Brrrr. Dass er zum Opfer einer listigen Kabale wurde, muss er sich selber zuschreiben. Vorhang auf für Renato Bruson:
„Ehi taverniere!
Mondo ladro. Mondo rubaldo. Reo mondo!
Taverniere, un bicchier di vin caldo!
Du Welt, du diebische Welt!
Schandwelt du!“
Während der alte Schwerenöter Sir John über die Schlechtigkeit der Welt räsonniert, werkle ich am mise en place für den Zuccotto.
Zuccotto Giuseppe Verdi
Zutaten und Zubereitung
stehen auf dem originalen Besetzungszettel, den mir der Souffleur Lucas zugesteckt hat:
Aus Parkett und Logen zischen erboste Zwischenrufe auf die Bühne: „deutsch, deutsch! Man versteht ja nichts“. Na gut, wenn das unbedingt sein muss. Opernitalienisch versteht nicht jeder. Hier meine adaptierte Übersetzung mit angepassten Mengen:
für sieben 8cm Halbkugelförmchen
200 g Butter
Prise Salz
200 g Zucker (L.: 180 g)
2 ganze Eier sowie 2 Eigelb und 1/2 Eiweiss
1/2 Schote Vanille, ausgekratzt
1 Blatt Gelatine
Kirsch
40 g Kakao ungezuckert
Alchermes (unser purpurroter Gewürzlikör aus dem ersten Akt)
ca. 12 Löffelbiscuits (Savoiardi)
ca. 60 g Amaretti
1 kleiner Espresso (Ristretto)
3 EL Pistazien, gehackt
(1) Amaretti zerbröseln und mit dem Espresso beträufeln. Savoiardi mit Alchermes einweichen. Beide gleichmässig befeuchten aber keinesfalls klitschnass. Mit Gefühl. Con sentimento. Angela Gheorgiou, die als Feenkönigin verkleidete Nanetta im Falstaff, weiss, wie man Gefühle zum Klingen bringt: „Sul fil d’un soffio etesio…“
(2) Dann die Buttercreme. Zu Verdis Zeiten waren Hühner noch gesunde Hühner, Eier keine kranken Industrieprodukte. Damit sich Giacomo Rossini mit seiner Barbier-Diagnose „siete giallo, come un morto“ nicht auch noch ins Geschehen einmischt, mache ich den Salmonellen auf japanische Onsen-Art den Garaus: Lege die Eier 50 Minuten ins thermostatisierte Wasserbad bei 62°C (wenig tiefer als üblich).
(3) Indessen das Vanillemark mit etwas Zucker verreiben. Die Butter mit Zucker und dem Vanillezucker in der Küchenmaschine weissschaumig aufschlagen. Die Eier aus dem Wasserbad erst abkühlen, vorsichtig aufschlagen, den Inhalt von 2 Eiern aus der Schale gleiten lassen. Die restlichen 2 Eier trennen und nur das Eigelb und ein halbes Eiweiss verwenden. Das Eigeschlabber portionsweise auf hoher Stufe unter die Butter-Zucker-Creme rühren. [Anstelle des Onsen-Tricks kann man ebensogut eine französische Buttercreme herstellen. Ich habs ausprobiert: Eier und 120 g Zucker bei 85°C 5 Minuten in der Kenwood Cooking Chef oder manuell cremig rühren, weiterrühren bis die Masse wieder auf Raumtemperatur ist, anschliessend die mit 60 g vanilliertem Zucker weissschaumig geschlagene Butter unterrühren]
(4) Masse in 2 Teile trennen.
Helle Masse: 1 Blatt Gelatine in Eiswasser quellen lassen, gut ausdrücken, mit einem kleinen Schuss Kirsch erwärmen und lösen. Unter die Masse rühren.
Dunkle Masse: gesiebten Kakao unter die andere Hälfte rühren.
(5) Nun folgt die Montage: in die mit Küchenfolie ausgelegten Kalottenförmchenen werden erst Pistazien eingebröselt, dann ein TL eingeweichte Amaretti, darüber eine Schicht dunkle Buttercreme, schliesslich die helle Buttercreme und zuoberst die Alchermesbiskuits.
Der schöne Jonas (Kaufmann) und der noch viel schönere Thomas (Hampson), links, drängen indes auf die Bühne und demonstrieren ungefragt, wie korrektes Aufschichten geht: Hand auf Hand. Und das im schönsten Männerduett der Operngeschichte. Wer will, darf mitknien. Arthrosegeplagte (wie ich) legen sich dazu ein Kissen unter die Knie:
Creme auf Schicht. Creme auf Creme. Schicht auf Creme. Lage auf Lage.
Die Buttercremes lasen sich mit Spritzbeutel besser einfüllen
Die eitlen Zwei haben noch nicht genug, sie wollen nochmals auftreten. Wie krieg ich die beiden nur wieder los? Passen ja überhaupt nicht in die Vorstellung.
Durch Mord! Ein in der Oper nicht unübliches Vorgehen. Die doppelte Verneinung heiligt meine Mittel.
Immerhin: So wundervoll und erschütternd stirbt nur einer: Thomas Hampson, der schöne, lange mit den langen Haaren: „C’est mon jour suprème“ and „Ah, je meurs, l’âme joyeuse“.
Zurück zum Zuccotto. Wo war ich damit? Ach ja, die Förmchen über Nacht in den Kühlschrank stellen. Damit uns nicht kalt wird, hören wir uns im Bett (am besten in einer Endlosschlaufe) nochmals die Violetta Valery an: „Addio del passato“, „Adieu der Vergangenheit!“ wiederum mit der göttlichen Callas. Schöner und ergreifender kann man das nicht singen. Schöner und ergreifender wird man nie mehr einschlafen.
Serviert wird anderntags, frisch, aber nicht direkt aus dem Kühlschrank. Die Operntruppe macht den Abwasch und räumt das Küchenchaos weg. Mit der komischen (und so unendlich komplizierten und schwierigen) Schlussfuge. Fällt einer aus dem Takt, gerät die ganze Fuge und damit die Welt, meine Welt, aus den Fugen:
Tutto nel mondo è burla.
L’uom è nato burlone,
La fede in cor gli ciurla,
Gli ciurla la ragione.
Tutti gabbati! Irride
L’un l’altro ogni mortal.
Ma ride ben chi ride
La risata final.
Alles ist Spass auf Erden,
Der Mensch ein geborener Tor;
Und glauben wir weise zu werden,
Sind dümmer wir als zuvor.
Lauter Gefoppte! Weil Einer
Den Andern zum Narren macht.
Doch besser fürwahr lacht Keiner
Als wer am Ende lacht.
Seitenkanal des Doubs bei Rochefort-sur-Nenon und mein Velo steht zuhause
Von Besançon bis Dole mäandriert der Doubs in einer Vielzahl von Schleifen erst durch Verengungen, dann durch die immer breiter werdenden Niederungen des Doubstales. Teils vereinigt sich der Fluss mit dem Canal du Rhin-Rhone, dann trennt er sich wieder, schafft Platz für Schleusen oder um Schwellen zu umgehen. Bei Salans überquere ich die Brücke auf das linksseitige Ufer des Doubs bis Dole. Enge Landstrassen. Viel Landwirtschaft. Wenige Weiler. Kleine Dörfer. Kaum Menschen. Schon gar keine Touristen.
Zweiter Besuch in Dole. Angenehm die vielen, freien Parkplätze am Wasser des Canal du Rhin et Rhone. Und das in der Ferienzeit Mitte August.
Quartier au PrélotUnterirdischer Zugang zur Grande Fontaine
Erfrischung verheisst eine ungewöhnliche Pforte in das Quartier au Prélot (von: près de l’eau).
Vom Canal des Tanneurs führt ein unterirdischer Gang zu einem grossen Brunnenbecken (La Grande Fontaine) aus dem 18. Jahrhundert. Das Wasser einer am Hausberg Mont Roland versickerten Quelle tritt hier am Fusse der Stadt erneut ans Tageslicht, Licht, das durch eine Öffnung in der Rue du Prélot in die Tiefe dringt.
Grande Fontaine: Waschbecken
Während der Belagerungen von Dole in den Jahren 1479 und 1636 durch den französischen König deckte der seit 1274 genutzte Brunnen den Wasserbedarf der Einwohner. In der Fortsetzung des unterirdischen Gangs gelangt man über eine Treppe in die Rue Pasteur 77 wieder ins Freie.
Geburtshaus von Louis Pasteur, der in der Franche-Comté allgegenwärtig ist
In der Rue Pasteur liegt das Geburtshaus von Louis Pasteur, ein Forscher, dem die Menschheit so viel mehr als nur die pasteurisierte Milch zu verdanken hat: Begründer der Stereochemie; mit seinen Arbeiten über die Mechanismen der Gärung und der Entwicklung von Impfungen (Geflügelcholera, Pocken, Milzbrand, Tollwut) zeigte der geniale Pasteur das wirtschaftliche und medizinische Potenzial experimenteller Biologie auf.
Vorbei an den mächtigen Mauerquadern der Bastion Saint-André, die zwischen 1540 und 1595 unter dem Habsburger Kaiser Karl V. errichtet wurde. Die einzige von 7 Bastionen, die nach der endgültigen Einverleibung durch Frankreich nach 1678 nicht abgerissen wurde. Auf der Bastion steht das Charité-Krankenhaus, zu Beginn des 18. Jahrhunderts errichtet, das lange Jahre als öffentliche Fürsorgeeinrichtung diente und heute das Internat eines Gymnasiums beherbergt.
Hôtel-DieuHôtel-Dieu, Innenhof
Gleich dahinter majestätisch das Hôtel-Dieu aus dem 17. Jahrhundert, das ehemalige Armenhospiz. Heute sind hier Kultureinrichtungen der Stadt untergebracht.
Porte d’Arans
Im Südwesten der Altstadt steht das einzig verbliebene Stadttor, die Porte d’Arans, eingefasst von Resten des ehemaligen Walls (Courtine d‘ Arans).
Hôtel FroissardHôtel Froissard, eine schöne Doppeltreppe. Hinten der Gesindehof
Das Stadthaus Hôtel Froissard ist ein schönes Beispiel für die späte Renaissance, die in Dole Anfang des 17. Jahrhunderts aufblühte.
Treige de la Tour de Chamblans. Mittelalterliche Gassen.
Altstadtgasse. Alles proper. Keine tags, kein Urin. Keine Schmierereien. Was ist hier anders und wieso?
Blumen statt Fleisch
Der charmante Place aux Fleurs wurde im 19. Jahrhundert oberhalb der ehemaligen städtischen Fleischereien angelegt.
Place aux fleurs
Inzwischen ist es 12 Uhr geworden.
SandwichesPatisserie
Das beste Restaurant von Dole steht in Arbois. Vor 2 Wochen beim letzten Besuch ass ich dort im Maison Jeunet. Heute will ich in Dole essen. Die köstlichen Sandwiches von Damien Benetot? Oder im Restaurant Grain de Sel, ein Name, der mich an die Gartenküche von Micha erinnert?? Oder im vom Gummireifenmännchen empfohlenen, japanischen Restaurant?? Das vegetarische Menu mit Gyo-za Ravioli und Friture de tofu? Doch lieber runter zum Grain de Sel: Das dortige Menu: Adlerfisch und Ente. Nicht bei 35°C. Nichts von Gartenküche. Also doch wieder rauf: Un voyage au japon sans prendre l’avion. Ich war noch nie japanisch essen. Ich probiers mal.
Hätte ich mich doch für Sandwiches entschlossen!
Das vegetarische Menu war eine Variation von 3 mal Sojabrühe:
einmal mit Flan de Shiitaké
einmal mit (in eine essbare Art von Cellophan eingewickelte?) Tofuwürfel und Salatgemüse
Gyo-za waren aus. Stattdessen Brühe mit Udonnudeln, Salatgemüse und Sprossen.
Das hätte ich zuhause auch hingekriegt.
Udonnudeln, Salatgemüse, Sprossen, Brühe
Nur noch 12 km bis zur Sâone entlang dem Canal du Rhin et Rhone. Der Doubs kümmert sich nicht um die Abkürzung, nimmt sich Zeit, windet sich entlang der Sâone über weitere 60 km bis er sich dem stärkeren Strom übergibt. Zeit will auch ich mir nehmen, beim nächsten Tagesausflug werde ich dem Doubs bis zur Einmündung in Verdun-sur-le-Doubs folgen. Ein Blick Richtung Meer. Weiter geht es für mich derzeit nicht mehr.
Essen wie Giuseppe Verdi. Ein Ausflug in die Vergangenheit. Der deine Aufmerksamkeit und Zeit beanspruchen wird. Allein der erste Akt kann bis zu 6 Wochen beanspruchen. Wer schon beim Wort Oper Magenkrämpfe kriegt, klickt sich besser weg.
Niemand mehr da? Auch gut! Dann kann ich so richtig nach Herzenslust loslegen!
Der Komponist wohnte lange Jahre mit seiner Lebensgefährtin und späteren zweiten Ehefrau, der Sängerin Giuseppina Strepponi, auf seinem Landgut Sant‘ Agata bei Busseto. Kulinarisch umsorgt von seiner emilianischen Köchin, die ihm, so ist es überliefert, den Risotto in den Nationalfarben Rot-Grün-Weiss servierte.
Das Lieblingsdessert von Giuseppe Verdi war ein Zuccotto Emiliano, ein klassisches, italienisches Dessert in der Tradition von Zuppa inglese, Cassata und Tiramisu, kuppelförmig geschichtet. Alchermes-getränkter Biskuit, Kakao. Anders als beim ursprünglichen, toskanischen Original, das auf die Medici zurückgeht, wird für die emilianische Variante anstelle von Ricotta eine Buttercreme verwendet.
Verdi starb 1901 in Mailand. Das Rezept wurde in der Familie der Köchin weiter vererbt. Heute führt ihr Urenkel, Antonio Albignani, in Sanzano (Nähe La Spezia) das Restaurant i Capitelli, wo der Zuccotto öfters auf der Speisekarte steht.
Und hier beginnt eine andere Geschichte: Weil Lucas Rosenblatt seine raren Ferien öfters in Ligurien verbringt und öfters in diesem Lokal essen geht und dabei öfters den Zuccotto bestellt… frug er den Wirt eines Tages nach dem Rezept. Dieser wiederum konnte dem Charme von Lucas nicht widerstehen, rückte das Rezept wider Erwarten heraus. Handschriftlich. Und so gelangte es letztlich zu mir. Lucas hat das Rezept auf seine Verhältnisse adaptiert. Ich auf meine.
Vor dem mise en place sich erst in Zuccotto-Stimmung bringen, sich Mut anhören. Generalprobe: Lautstärkeregler auf 110%. Mit der Arie „Vieni t’affretta! Accendere. Ti vo‘ quel freddo core!“.., und der cabaletta „or tutti sorgete…“
„Komm, eile! Ich will dein kaltes Herz entzünden! Ich gebe dir den Mut, die kühne Tat zu vollbringen!“
Jede Oper, die etwas auf sich hält, benötigt einen Zaubertrank, ein elisir d’amore, mit oder ohne Schierling. In unserm Dessert nennt sich das Elixir Alchermes. Was keine griechische Gottheit ist, sondern ein Likör der Medici. Ohne den geht gar nichts. Sein Name stammt von der farbstoffgebenden Cochenille-Schildlaus. Im Spanischen heißt die Laus Alquermes, im Arabischen al-quirmiz. Das Original, nach einem Rezept aus dem Jahre 1743, kann man sich von der berühmten Farmacia Santa Novella in Florenz kommen lassen (22€/1dl). Billiger gehts, trotz horrender Trinkspritpreise in der Schweiz, mit selber herstellen. Noch billiger von andern italienischen Likörfabrikanten. Da steht dann auf dem Etikett „spezie, con una sostanza rossa“. Diese geheimnisvoll kryptische Umschreibung deutet wohl auf E124, ein Azofarbstoff, wie im Campari. Fürs Selbermachen muss man jedoch 6 Wochen Geduld aufbringen. Vorher gibts weder etwas zu kochen und schon gar nichts zu essen. Während die Operntruppe weiter übt und singt, brauen wir aus Schildläusen den Likör. Bitte darauf achten, dass am Schluss für das mise en place noch etwas übrig bleibt. Danach gehts in die Pause und zum zweiten Akt.
Vorspiel /1. Akt: Alchermes
Alchermes. Rezept für 2 Liter aus Paolo Petroni (Il grande libro della cucina toscana)
600 g Alkohol (Trinkspiritus, 96%)
10 g Cochenilleschildläuse getrocknet, keine Angst, die krabbeln nicht mehr (Bezugsquellen: Apotheken / Internet / Eierfarbenhändler)
10 g Zimt
10 g Koriandersamen
3 g Macis
10 g Karamomkapseln
4 g Gewürznelken
5 g Orangenabrieb
3 g Sternanis
1/2 Vanilleschote
600 g Zucker
10 g Rosenwasser
Vanilleschote klein schneiden, restliche Gewürze mörsern. In eine grosse Flasche geben, den Alkohol und 300 g Wasser zugeben, gut durchschütteln und Flasche verschliessen. An einem dunkeln Ort für ein paar Wochen stehen lassen. Die Flasche täglich rythmisch durchschütteln und kurz öffnen.
Danach den Zucker in 5 dl Wasser lösen, zugeben (jetzt wird er richtig karminrot) und nochmals einen Tag ziehen lassen. Anschliessend durch einen Kaffeefilter filtrieren, das Rosenwasser zugeben und der Alchermes ist fertig. Alchermes wird auch für andere italienische Desserts (zuppa inglese, tirami sù) verwendet.
Ausserdem besorgen wir uns noch ein paar Löffelbiskuits oder besser Savoiardi sowie weiche Amaretti, Eier, Kakao, Zucker und Butter. Dann sind alle Requisiten für den Zucotto vorhanden.
Nach diesem sechswöchigen Vorspiel in der Welt der Medici mit täglichem Likörschütteln im Rythmus der Verdi-Cabaletta haben wir eine zweite Arie zum Verschnaufen verdient:
La Traviata, Brindisi
„Libiamo, libiamo ne‘ lieti calici, che la bellezza infiora…“
„Auf, schlürfet in durstigen Zügen den Kelch, den die Schönheit kredenzt…“
wiederum mit der göttlichen Callas. Und dem etwas weniger göttlichen Francesco Albanese. Mit einem Glas Wasser in der Hand anzuhören! Alchermes wird nicht geschlürft, den benötigen wir anderweitig.
Der Sommer findet draussen statt. Im Hause gehören kalte oder leichte Küche zum Pflichtprogramm. Dabei würde ich lieber am Meer Sandburgen bauen oder Sandkuchen formen. Aber das Meer liegt unerreichbar fern. Statt Sandkuchen backe ich mir Tomatentürmchen. Ein Fundament aus gelben, zwei Stunden confierten Tomatenschnitzeln, darüber ein zerdrücktes Onsenei, darauf eine ebenso lang confierte, dunkelrote Tomate. Ein Löffel Basilikumrahm als topping und das Ganze mit Gurkenjus umgossen.
Frau L. meint, etwas von Schnitzel gehört zu haben und ist enttäuscht: Eine Tomatenscheibe sei kein Schnitzel. Da hat sie recht, aber ein Schnitzel ist nicht vegetarisch und wer kocht, hat das letzte Wort.
Déclinaison sur la tomate
Zutaten und Zubereitung
4 kleine Vorpeisen, zu zweit gegessen reichts in der Sommerhitze knapp als Hauptmahlzeit.
1 kleine Gurke, möglichst arm an Bitterstoffen
Kräutersalz
weisser Pfeffer
Spritzer Zitronensaft
3 Zweige Basilikum
Rahm
(1) Ein Backblech mit Backpapier belegen, mit Olivenöl beträufeln, mit Salz, Pfeffer und Orangenabrieb bestreuen.
(2) Die gelbe Tomate in 1 cm dicke Scheiben schneiden und auf das vorbereitete Blech legen.
(3) Die roten Tomaten in kochendem Wasser kurz blanchieren, kalt abschrecken, Haut abziehen und Strunk herausschneiden. Ebenfalls auf das Blech legen, alles mit Olivenöl beträufeln, salzen, pfeffern, mit Orangenabrieb und wenig Puderzucker bestreuen.
(4) 2 h im Ofen bei 100°C Umluft confieren. Die gelben Scheiben nach Halbzeit einmal wenden.
(5) Eier im 64°C heissen Wasserbad 1 Stunde garen. Ich habs mal mit der Kenwood Cooking Chef und dem Isoliermantel von und nach https://www.facebook.com/albino.tuosto probiert: Eier in eine Keramikschale legen und die Schale im Kenwoodrührkessel versenken. Abdeckung drauf: muss einjustiert werden, danach bleibt die Temperatur konstant.
(6) Gurke (Schale teilweise entfernt) in der Entsafterzentrifuge versaften und abschmecken.
(7) Basilikumblätter in kochendem Wasser 8 Sekunden blanchieren, kalt abschrecken, hacken und mit Rahm zu einer dicken Creme mixen. Abschmecken.
Montage:
(8) Hautstreifen von den gelben Tomatenscheiben abziehen. Je 1 Scheibe in die Teller legen. Ein Ei vorsichtig öffnen und Inhalt auf die Tomatenscheibe gleiten lassen, würzen. Rote Tomate draufsetzen. Mit Basilikumcrème toppen. Gurkenjus angiessen.
Der Gurkenjus hätte etwas Bindung vertragen. Und ein pochiertes Ei wäre schneller und einfacher herzustellen. Hinterher ist man immer schlauer.
Neun (9) Monate sind seit meiner letzten Reise an den Doubs vergangen. Eine Ewigkeit. ABEANT FURES MURES LEMURES (Fort mit Dieben, Mäusen und Geistern) lese ich über dem Eingang eines Hauses in der Altstadt von Dole. Ich würde den Satz gerne durch MORBUS erweitern, aber das reimt nicht. Umsomehr freue ich mich an einer neuen Etappe meiner Eintagesreisen entlang des Doubs. Bis zum Meer ist es noch weit. Aber die Saône liegt schon in Reichweite. Zeit hatte ich nur wenig eingeplant in Dole, was soll es hier schon zu sehen geben???, das Mittagessen war in Arbois bestellt. Umsomehr überraschte mich das hübsche, herausgeputzte Städtchen. Da muss ich nochmals hin. Besser vorbereitet.
Die im 11. Jahrhundert gegründete Stadt liegt über einer Schleife des Doubs an Verkehrswegen, die sich hier kreuzen. U.a. verläuft der Rhein-Rhone-Kanal parallel zum Doubs. In Dole kreuzen sich die französischen Autobahnen A 36 und A 39. Der Bahnhof liegt an den TGV-Eisenbahnstrecken Paris-Dijon–Frasne–Vallorbe-Lausanne sowie Dijon-Besançon–Belfort-Strassburg).
Historisches:
Die Grafen von Burgund und der deutsche Kaiser als Oberherr der Grafschaft gewährten Dole 1274 einen Freibrief, der ihr eine gewisse Autonomie garantierte.
1422 wurde Dole Hauptstadt und Parlamentssitz der Freigrafschaft Burgund (Franche-Comté) im Burgundischen Reichskreis. Im gleichen Jahr gründete Philipp III. der Gute von Burgund eine Universität, die zur wichtigsten Ausbildungsstätte für Zivil- und Kanonisches Recht in Westeuropa wurde.
Das alte Spitalgebäude aus dem frühen 18. Jahrhundert beherbergt heute ein Lyzeum.
Zusammen mit dem Herzogtum Burgund, der Freigrafschaft Burgund und der Grafschaft Flandern, die er geerbt hatte, formte Philipp ein Territorium von Gebieten beiderseits der Grenze zwischen Deutschland und Frankreich. Aus Hass gegen den Dauphin, den späteren französischen König Karl VII. (der den Vater Philipps umbringen liess), verbündete sich Philipp im Vertrag von Troyes vom 21. Mai 1420 mit Heinrich V. von England gegen Frankreich, um sich zu rächen. In seinen letzten Jahren überließ Philipp die Regierung ganz seinem ehrgeizigen Sohn und späteren Nachfolger, Karl dem Kühnen. Der installierte sich vollends als Oberhaupt eines von Frankreich unabhängigen Reiches, das er allerdings durch seine unbedachte Politik verspielte und das nach seinem Tod auf dem Schlachtfeld 1477 wieder zwischen Frankreich und Habsburg aufgeteilt wurde.
Idyllisch der Canal des Tanneurs. Heute gibt es dort keine Gerber mehr. Dafür hat es Restaurants am schmalen Ufer.Vom Canal des Tanneurs sind es nur wenige Schritte bis zum Geburtshaus des allgegenwärtigen Louis Pasteur.
1479 belagerten die Truppen Ludwigs XI. die Stadt Dole, die dem französischen König heroischen Widerstand leisteten. Dole wurde erobert und abgefackelt. Wütend über ihren Widerstand verbot Ludwig XI. den Dolois den Wiederaufbau ihrer Häuser Das erklärt das Fehlen von Gebäuden aus dieser Zeitepoche. Letztlich musste die Stadt 1493 von den Franzosen nach dem Vertragschluss von Senlis an die Habsburger zurückgegeben werden.
1636 probierten die Franzosen ein zweites Mal, jedoch erfolglos, die Stadt zu unterwerfen, diesmal unter Leitung von Kardinal Richelieu himself. Wiederum leisteten die Einwohner während der 80 Tage dauernden Belagerung erbitterten Widerstand, so dass von den ursprünglich 4500 Einwohnern nur noch 662 das Ende der Belagerung erlebten.
Die Schäden der diversen, französischen Belagerungen sind den Fassaden heute noch abzulesen 😉Maison des Orphelins (Waisenhaus) Erbaut zu Beginn 18. Jahrhundert. Bis vor wenigen Jahren noch durch eine Stiftung unterhalten. Das Gebäude steht auf den Fundamenten der alten Stadtmauer.Hotel de Champagney, dit Palais Granvelle. Hoch über dem Ufer die spätgotische Collegiale Notre Dame aus dem Jahre 1571.Nahe der Collegiale eine Hauswand, mit schönsten trompe l’oeil Graffiti verziert. Links oben guckt Louis Pasteur heraus. Im Dachfenster „Die grüne Stute“, ein Werk des Schriftstellers Marcel. Aymé. Auf dem Balkon: andere lokale Grössen verschiedener Epochen.
1668 belagerte Ludwig XIV. die Stadt erneut und eroberte sie, musste sie im Frieden von Aachen aber wieder an die Habsburger abtreten. Erst im Holländischen Krieg 1674 wurde sie endgültig von Frankreich eingenommen. Die Rache liess nicht auf sich warten: 1676 verlegten die neuen Herrscher das Parlament der Freigrafschaft in das nun zur Hauptstadt erhobene Besançon. Wenige Jahre danach wurden im Frieden von Nimwegen (1678/79) die Freigrafschaft sowie die freie Reichsstadt Besançon endgültig vom Heiligen Römischen Reich abgetrennt und an Frankreich abgetreten. Später wurde die Universität von Dole nach Besançon verlegt, die Münzwerkstätte geschlossen und die Befestigungsanlagen unter der Leitung von Festungsbaumeister Vauban geschleift. Durch den Bedeutungsverlust wanderten die reichen Patrizierfamilien nach Besançon ab. Dole musste sich mit dem Status einer Kleinstadt mit heute gut 25000 Einwohnern abfinden.
Kleinstadt? Dole hat in ihren Mauern eine Markthalle, freitags leider geschlossen, Confiseure und Metzger, die ich mir in Basel wünschen möchte.
Mehr darüber nach dem nächsten Besuch. Zunächst weiter nach Arbois durch die weite Landschaft der Franche-Comté.
Wenn ich schon nicht mehr an den Doubs komme, so muss die Stadt am Rhein herhalten. Wieder einmal ein paar völlig subjektive Eindrücke vor und von der Tattoo Parade. Headerbild: Hellenic Navy Band. Posieren fürs Erinnerungsfoto.
was tun die Dancers of the Water Supply and Drainage Company of Shijizhuang, China, hier?
Rätsels Lösung: Was auf der einen Seite in die Kannelüren des Türbogens hinein geflüstert wird, wandert auf die andere Seite und wer dort gegenüber steht, versteht Wort für Wort.
Schwarzwälder Trachtenverein St. Georgen
Familienleben im Schatten der Kastanienbäume neben dem Münster.
Schwarzwälder Trachtenverein St. Georgen
Mineralwasser als Haarfestiger.
Schwarzwälder Trachtenverein St. Georgen
Hutablage für St. Georgener Schäppel mit unbeabsichtigter Werbung für das braune Gesöff.
Markgräfler Trachtengruppe Weil a. Rhein
Die Damen tragen Hörnerchappe mit Fürtuech, die Herren Gehrock, Zylinder oder Hut.
The Wind Band of the Water Supply and Drainage Company of Shijizhuang, China
Wenn ordensbehangene Chinesen sich in einen historischen US-Sanitätsjeep setzen.
Kriegsführung mit lackierten Fingernägeln
Bis zum Haarnetz perfekt gestylt.
Dudelsackbläser der Cape Town Highlanders
In der Parade wie jedesmal: viel Dudelsack
Der arme Fuchs weiss abends, was es geschlagen hat
Trommeln, Pauken und
Kavalleriebereitermusik Bern
Trompeten und andere Hörner, ja sogar Schalmeien.
Koch-blog für Geniesser. Rezepte. Gourmandisen. Hintergrundwissen